Bei Destiny 2 startet in wenigen Tagen die Erweiterung Beyond Light (Jenseits des Lichts). Der Destiny-Chef spricht daher über den Vergleich zum beliebtesten DLC Forsaken und hat schlechte Nachrichten für die Hüter.
Wie groß wird der neue DLC? Die Erweiterung Beyond Light ist mit ihrem Release am 10. November nur noch wenige Tage entfernt. Daher hat Luke Smith, Game Director bei Bungie, nun einige Fragen zum DLC beantwortet. Das ganze tat er im Rahmen der Weekly Twitch Gaming Show.
Eine der Fragen an Smith war: “Wie groß wird Beyond Light?”. Der Destiny-Chef antworte darauf mit einem Vergleich. Im Verhältnis zu den beiden anderen großen Erweiterungen sei Beyond Light
- deutlich größer als Shadowkeep von 2019
- kleiner als Forsaken von 2018
So offen spricht der Chef: Dann gestand Smith von sich aus das, was viele Hüter insgeheim lange vermuteten:
Ich will ganz offen sein […]. Es ist unwahrscheinlich, dass das Bungie-Team je wieder etwas in der Größenordnung von Forsaken abliefern wird.
Luke Smith via Twitch
Das ist eine bittere Pille, die die Hüter da schlucken müssen. Gilt Forsaken doch als das Musterbeispiel für ein DLC, an das nur König der Besessenen aus Destiny 1 rankommt.
Bungie hat nicht so viel Zeit, Geld und Personal wie bei Forsaken
Das sind die Gründe dafür: Laut Luke Smith habe Bungie weder das Budget, noch die Personalausstattung und könne so einen DLC wie Forsaken mit den einzuhaltenden Zeitvorgaben einfach nicht leisten.
- Seit der Trennung von Activision fehlt es also an finanziellen Mitteln und den beiden Studios High Moon und Vicarious Visions, die Bungie tatkräftig in der Vergangenheit unterstützen.
- Zudem merkt der Destiny-Chef an, dass man bei Bungie aktuell von zu Hause aus arbeitet.
Das kommt mit Beyond Light: Unter diesen Gesichtspunkten ist es schon erstaunlich, dass man mit Beyond Light noch eine Schippe auf das letzte DLC, also Shadowkeep, drauflegen kann.
Denn die Hüter dürfen nicht nur Fuß auf die brandneue Location Europa setzen, sondern es kommt auch das (halbe) Kosmodrom zurück. Zudem gibt’s mit Stasis erstmals ein komplett neues Element und eine vierte Sub-Klasse für alle Jäger, Warlocks und Titanen.
Wie umfangreich die Erweiterung wirklich wird und wie lange die Saison der Jagd die Hüter fesseln kann, erfahren wir aber letztendlich erst ab dem 10. November.

Warum muss sich jeder DLC in Destiny 2 an Forsaken messen?
Für viele Hüter ist Forsaken der Gradmesser, mit dem sich alle Erweiterungen von Destiny 2 vergleichen müssen.
Deswegen war Forsaken der Knaller:
- Mit Forsaken kamen gleich zwei Locations neu ins Spiel – die Wirrbucht und die Träumende Stadt
- Die Story hatte Gewicht, war kein dahinplätschern von verworrenen Lore-Texten: Geich zu Beginn des DLCs starb Cayde, der beliebteste Destiny-Charakter überhaupt
- In der Wirrbucht fand dann ein Rachefeldzug wie in einem Western statt
- Die Träumende Stadt war ein Endgame-Gebiet, das sich wöchentlich veränderte und so viele Geheimnisse wie das damalige Grabschiff für Entdecker bot
- Forsaken etablierte Dungeons in die Welt von Destiny – das sind quasi Mini-Raids für 3 Hüter, die sehr aufwändig designt sind und mit tollen Bosskämpfen und Rätseln punkten
- Endlich gab es wieder goldene Karotten, die die Hüter auch gerne jagten: Im neuen Raid wartete mit viel Glück die Über-Waffe “Eintausend Stimmen” und im PvP konnte man mit viel Skill “Lunas Geheul” sowie “Nicht Vergessen” erkämpfen und neue Exotics wie die “Einäugige Maske” oder “Galanor-Bruchstücke” wollte jeder haben
So wurde das Jahr-1-Trauma überwunden: Zudem schlug Forsaken wie eine Bombe ein, weil damit das “verkorkste” Jahr 1 von Destiny 2 beerdigt wurde.
- Die Hüter bekamen endlich wieder großzügig Zugriff auf Schrotflinten, Scharfschützengewehre und Fusionsgewehre – Vorher war der Nutzen der “Spezial-Waffen” streng limitiert
- Das Spiel wurde in Vorbereitung auf Forsaken deutlich flotter – Stichwort ist hier das “Go fast Update”
- Im PvP verabschiedete man sich von dem gemächlichen 4er Formaten und etablierte wieder das bekannte Chaos von 6 vs. 6
Kurzum, mit Forsaken war Destiny 2 endlich so, wie es sich die Hüter ein Jahr lang wünschten. Daher dürfte die Aussage, dass man wohl nicht mehr mit solch einem DLC rechnen solle, für lange Gesichter bei den Hütern sorgen. Solch eine offene Aussage von Luke Smith zu hören, dürfte aber auch für Überraschung gesorgt haben.
Habt ihr schon damit gerechnet, dass Beyond Light nicht an Forsaken rankommen wird, was die Größe und den Umfang betrifft? Haltet ihr es Luke Smith zugute, wie offen er darüber während der Promo zum neuen DLC spricht?
In demselben Interview verkündete der Destiny-Chef aber auch gute Nachrichten. Und zwar zum Thema Transmog: Bei Bungie weiß man nun endlich, ob ihr alte Rüstungen in Beyond Light zerstören dürft.
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