In China ist der E-Sport in Spielen wie League of Legends eine Sache, die vom Staat reguliert wird, so wie alles. 2019 erkannte die Regierung zwei E-Sport-Jobs als „offizielle Berufe“ an. Nun führte man ein Stufen-System ein, um den normalen E-Sportler der Stufe 5 vom staatstragenden Profi der Stufe 1 zu unterscheiden.
So war es bislang: Vor zwei Jahren, im Januar 2019, führte China offiziell zwei neue E-Sport-Berufe ein. Das gab das „Ministry for Human Resources and Social Security“ (CMHRSS) bekannt, also sowas wie das chinesische Ministerium für Arbeit und Soziales:
- Der E-Sport-Professional ist ein Spieler, der in Turnieren und Events antritt oder der mit den Profis zusammen trainiert, in den Scrimmages, die grade bei LoL so wichtig sind
- Der E-Sport-Operator ist jemand, der in irgendeiner Form ein E-Sport-Turnier organisiert oder an den Inhalten arbeitet, die daraus resultieren
Die zwei neuen Berufe im E-Sport waren 2019 Teil von mehr als einem Dutzend neuen „offiziell anerkannten Berufen“, die es dann in China gab: Neben dem Dronen-Pilot, dem AI Engineer und dem Big Data Engineer existieren nun eben auch 2 anerkannte E-Sport-Berufe in China.
Für Stufe 1: 4 Jahre auf Stufe 2 oder einen internationalen Preis
Das ist jetzt neu: Wie Inven berichtet, hat die chinesische Regierung diese Einteilung in die Jobs weiter verfeinert.
Das Ministerium sagt jetzt:
„Es gibt mehr als 5.000 E-Sport-Teams in China mit etwa 100.000 aktiven Profi-Spielern und 50.000 aktiven Semi-Profis. Es klafft eine große Lücke unter diesen Spielern, weniger als 15% von denen erfüllen die Standards. Wir haben ein System erschaffen, um dem schnellen Wachstum der E-Sport-Industrie gerecht zu werden.“
Statement des chinesischen Ministeriums für Arbeit und Soziales
Im Februar 2021 hat China eine standardisierte Klassifizierung der Berufe eingeführt.
- Ein E-Sport-Profi in China hat nun eine von 5 Stufen
- Die Stufe 5 ist dabei die niedrigste Stufe, die Stufe 1 ist die höchste Stufe, die jemand erreichen kann.
- Wer etwa die Urkunde für das Erreichen der Stufe 1 haben möchte, muss 4 Jahre auf der Stufe 2 gespielt haben oder er muss eine Auszeichnung bei einem internationalen Event erhalten haben. Erst dann winkt die Beförderung in den E-Sport-Olymp.
Die chinesischen Final-Teilnehmer bei den LoL Worlds 2020, Suning, hätten also DAMWON Gaming besiegen müssen, um in den Genuss der höchsten Weihen zu kommen.
So wird das gesehen: Die Seite Inven sagt, die Experten für die chinesische E-Sport-Szene sind sich noch uneins, wie man diese Entwicklung bewertet. Einerseits wäre das ein Schritt, dass der E-Sport in China weiter anerkannt wird. Das könnte vielleicht für E-Sportler wichtig werden, die in Rente gehen.
Andererseits sagen Experten auch: Nicht mal in der E-Sport-Szene hätte sich diese Entwicklung schon rumgesprochen. Man ist daher skeptisch, welchen tatsächlichen Nutzen das in der Praxis hat.

Das steckt dahinter: China scheint den E-Sport als wichtigen Faktor erkannt zu haben, um international an Bedeutung und Anerkennung zu gewinnen. Südkorea hat diese Entwicklung bereits vollzogen: Bei denen gelten LoL-Profis wie Faker als Nationalheiligtum.
In der chinesischen Regelung wirkt die Beförderung nach „4 Jahren“ ziemlich seltsam, ist die Karriere eines E-Sport-Profis doch überraschend kurz. Gerade in China wurden LoL-Profis über Jahre regelrecht verheizt und die Karriere von vielen Profis war schon nach wenigen Jahren vorbei. Nur wenige wurden als Profis älter als 22 oder 23.
Sogar einer der besten chinesischen LoL-Spieler, der legendäre ADC Uzi, beendete seine Karriere schon früh.
Einer der besten LoL-Spieler aller Zeiten hört auf – Gesundheit kaputt mit 23
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