Blizzard klärt Overwatch-Team auf: Eure Profi-Spielerin war nicht echt

Nach dem Trubel um die vermeintlich neue Spielerin „Ellie“ für das Overwatch-Pro-Team Second Wind, gibt es nun neue Informationen, die weitere Diskussionen anheizen. Angeblich war „Ellie“ nie real, was viele Fans Schlimmes vermuten lässt. Das habe Blizzard dem Team bestätigt.

Was ist bisher passiert? Das Overwatch-Team Second Wind hat eine Spielerin unter Vertrag genommen, die nur unter dem Namen Ellie bekannt war. „Ellie“ sollte in den Overwatch Contenders spielen, eine Art zweite Liga der Overwatch League.

Es gab aber von Beginn an Zweifel daran, ob Ellie „echt“ ist. Denn Ellie hatte ein sehr hohes Ranking, allerdings nur ein niedriges Account-Level und wollte ihren vollen Namen nicht preisgeben.

Nach vielen Anfeindungen und Zweifel aus der Community entschied sich „Ellie“ dazu, lieber nicht mitzuspielen und trat von Second Wind zurück.

Die feindselige Umgebung sei ihr nicht recht und es gab eine große Diskussion über die männlich dominierte eSports-Szene. Auch wir von MeinMMO haben darüber berichtet.

Overwatch: Profi-Spielerin hört auf, weil Leute denken, sie existiert nicht

Das ist neu: Nun gibt es neue Informationen. Eine Streamerin des Profi-Teams Cloud9, Becca „Aspen“ Rukavina, erklärte in ihrem Stream, dass „Ellie“ nie real gewesen ist. Sie sei das Alter Ego und soziale Experiment des Spielers „Punisher“.

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Ellie zieht große Kontroverse nach sich

Was sagt Aspen dazu? Laut Aspen habe sich Punisher kurz nach dem medial sehr wirksamen Trubel um Ellie bei ihr gemeldet. In ihrem Stream erklärte sie den Zuschauern, dass es gerade zu vielen Gesprächen um Ellie käme und fügte hinzu:

Ellie ist nicht Ellie. Die ganze Situation sollte so etwas sein wie ein soziales Experiment. Ellie ist eigentlich Punisher, das hat er mir gestern erzählt. Er hat nicht erwartet, dass das so außer Kontrolle gerät.

Overwatch Mysteriy Hero Voltic

Gerüchte festigen sich: In mehreren Tweets bestätigt der eSport-Experte Rod „Slasher“ Breslau, dass an der Geschichte etwas wahres dran ist. „Ellie“ sei zwar wirklich eine reale Person, allerdings „nicht gut in Overwatch.“ Sie habe selbst nicht gespielt.

Stattdessen gebe es Screenshots von Gesprächen zwischen Punisher und anderen Spielern über Discord. Aus diesen geht hervor, dass Punisher sich wirklich als Ellie ausgegeben hat, um andere andere Nase herumzuführen.

Punisher sei kein Profi, sondern ein Ladder-Spieler in Overwatch.

Breslau twittert außerdem, dass die ganze Sache nun angeblich sogar von Blizzard überprüft werde. Spieler und Management von Second Wind seien im Gespräch mit Blizzard, um die Sache endgültig aufzuklären.

Overwatch Ellie Screenshot Twitter Breslau

Blizzard hat Team „Second Wind“ kontaktiert

Das sagt Second Wind: Mittlerweile hat sich Second Wind selbst gemeldet über „TwitLonger„:

  • Man sei fieberhaft auf der Suche nach neuen Spielern gewesen, hat sich am Leaderboard orientiert und auf Platz 4 mit „Ellie“ eine Top-Spielerin gefunden
  • die hat man dann angesprochen und rekrutiert, ohne Verdacht zu schöpfen
  • als die Verdächtigungen aufkamen, hätte man sich an Blizzard gewandt und versucht ,die Identität von Ellie selbst zu verifizieren
  • dann sei Ellie zurücktreten
  • jetzt habe sich Blizzard bei ihnen gemeldet und aufgeklärt: Ellie sei nicht diejenige, für die sie sich ausgibt. Der Ellie-Account sei für Zwecke benutzt worden, die Second Wind nicht unterstützen könne
  • Second Wind entschuldigt sich bei der Community, nicht besser mit der Situation umgegangen zu sein und gelobt Besserung.
Overwatch Zarya Comic Face

So reagiert die Community: Die Reaktionen auf die ursprüngliche Meldung waren bereits kontrovers. Ellie zog Diskussionen um den Zustand des eSports und den Stand von Frauen in diesem Bereich nach sich.

Einige denken, das hätte es Frauen nun noch schwerer gemacht, Zugang zu finden.

Auf reddit diskutieren die Leute derweil auch einen anderen Blickwinkel. Sie fragten sich, warum Punisher nicht selbst bereits dem Team Second Wind aufgefallen sei, wenn sein Spiel doch offenbar für die Contenders ausreicht, wenn er als Ellie unterwegs ist.

Overwatch League Kim Geguri Se-yeon Shanghai Dragons
Geguri, die einzige professionelle Overwatch-Spielerin bisher

Der Nutzer Voidsabre stellte die Vermutung in den Raum, dass die Teams Frauen bei gleicher Qualifikation gegenüber Männern bevorzugen würden.

Viele Spieler und Trainer der Contenders League äußern sich auf reddit kritisch zu der Sache. Es heißt. die Angelegenheit habe die toxische Seite der Overwatch Community zum Vorschein gemacht. Man hofft, das sei nicht nur ein „dummer PR-Trick von Second Wind“ gewesen.

Was haltet Ihr von der ganzen Sache?

eSport selbst sorgt immer wieder für Diskussionen. Die Overwatch League kann ganz schön hart sein:

Die Overwatch League macht einige ihrer Stars dick, müde und traurig
Quelle(n): dotesports, Dexerto, Rod Breslau auf Twitter, reddit
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Lygras Hypocrit
Lygras Hypocrit
1 Jahr zuvor

Ach ja, schöne Geschichte, habe sehr gelacht. Am schönsten fand ich wie die ganzen Aktivismus Seiten in den USA wie Kotaku und Polygon darauf angesprungen sind. Wie viele andere Gaming News Seiten auch sollten die es zur Abwechslung vielleicht mal mit Journalismus statt Aktivismus versuchen ^^.

Pia Alisha Steinert
Pia Alisha Steinert
1 Jahr zuvor

Dass sich der typ überhaupt diese ganze Mühe gemacht hat, für ein „Experiment“(wers glaubt ????) , ist schon nicht normal. Wenn’s ihn interessiert dann soll er im rl studieren, dann hat er diverse aufmerksamkeitsspielchen au nicht nötig. Absoluter unprofessioneller, unreifer shit,so oder so. Sorry, aber der kerl hat nen knall!

Hans Sprungfeld (x2k)
Hans Sprungfeld (x2k)
1 Jahr zuvor

Das zeigt ja an sich nur wie dumm und kleingeistig die comunity von ow eigentlich ist. So hirnrissig wie die Kommentare zu dem thema sind sind auch die Spieler die mir in jeder zweiten Runde über den Weg laufen….

Hodor
Hodor
1 Jahr zuvor

Hast du den Bericht überhaupt gelesen? Kleingeistig ist hier nur dein Kommentar.

Hans Sprungfeld (x2k)
Hans Sprungfeld (x2k)
1 Jahr zuvor

Wohl eher deiner…

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Sorry, aber unter dem Punkt „Blizzard hat Team „Second Wind“ kontaktiert“
Sind in der Aufzählung so viele Grammatikfehler enthalten, fehlen Worte usw. dass es unlesbar ist. Hab schon nach Punkt 3 Kopfschmerzen bekommen.

Psycheater
Psycheater
1 Jahr zuvor

Also wenn dies tatsächlich so war; kann man definitiv sagen das das Experiment ein voller Erfolg war. Er hat einfach wieder mal deutlich wie kleinkariert und toxisch Internet Communities sind. Wobei es dafür meiner Meinung nach kein solches Experiment gebraucht hätte

Hodor
Hodor
1 Jahr zuvor

Also erstmal ja, gegen Ende kamen zu der Diskussion tatsächlich die übelste Sorte der Community dazu, diese Sorte hat allerdings jedes kompetitive Spiel mittlerweile. Jeder der was anderes sagt, weiß es einfach nicht besser.

Zum Thema selbst, es war wirklich so dass von Anfang an Zweifel an dem Spieler hinter dem Account Ellie aufkamen, vor allem da der Spieler irgendwie von heute auf morgen einfach so aufgetaucht ist und eben der Account einen sehr niedrigen Level hatte, was sofort auf Account Boosting schließen lässt, was im E-Sports Bereich schon häufiger vorgekommen ist. Dann konnte man im Stream von der Ellie nie wirklich sagen, ob sie wirklich selber gespielt hatte und wenn sie einen Call gemacht hat, kam dieser oft erst dann wenn die zugehörige Situation schon längst vorbei war. Auch das hat die Skepsis der Spieler weiter gepusht und irgendwann hat sich das immer weiter hochgeschaukelt.

Sexismus ist hier nicht das Problem gewesen, dass haben nur eine Handvoll Vollidioten dazu gemacht. Aber wie gesagt die gibt es auch in anderen Spielen (Paradebeispiel: Battlefield V).

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Das, was Leute wie dieser seltsame Hacker und andere Misogynisten getan haben, ist absolut schändlich, keine Frage. Hat mich auch direkt an meine „tolle Zeit“ im voice chat von OW erinnert.

Schlimm finde ich es auf der anderen Seite aber auch, wie schnell es bei ALLEN Medien hieß, dass hier der Aufstieg einer Profispielerin durch Sexismus verhindert wird, weil es Zweifel an ihr gab. Auch bspw. die Gamestar hat in dieses Horn gestoßen. Jetzt dürften viele Leute ordentlich mit den Ohren schlackern, um zurück zu rudern. Es ist trotzdem unterhaltsam zu sehen, wie sich einige verrenken und verbiegen, um doch recht zu behalten und das ganze als „Sozialexperiment“ rechtfertigen.

Zu den Leuten, die von Anfang an berechtigte Zweifel geäußert hatten (ohne sexistische Anklänge), gehörten auch größere Namen wie „Dafran“. Es wurde trotzdem nicht auf ihre Erfahrung gehört, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Alles Sexisten! Andererseits haben Leute wie „Mini“ auf ihrem Twitter verlautbaren lassen, dass sie selbst schon mit Ellie gespielt haben und die bösen, bösen Mitspieler das Mobbing aufhören sollten. Mangelnde Kommunikation (im Profibereich) wurde einfach als Verlegenheit hingenommen. Merken so Leute eigentlich noch etwas?

Sobald Identitätspolitik über Erfahrung oder Kompetenz gestellt wird, liegt einiges wirklich schwer im argen. Nur um das klar zu stellen: Gehässige Kommentare sind keineswegs von „muh freedom of speech!“ abgedeckt, denn dafür ist sie ein viel zu kostbares, delikates Gut. Andererseits braucht es auch echt nicht diese Sprachpolizei, bei der einige Gruppen bewusst über jegliche Kritik erhaben sind.

Joss
1 Jahr zuvor

„Sobald Identitätspolitik über Erfahrung oder Kompetenz gestellt wird, liegt einiges wirklich schwer im argen.“

Das sollte man aber auf einem Zeitstrahl denken. Denn gerade „Eliten“ tendieren zur Schließung ihrer Netzwerke und zur Statusabschottung. Daher finde ich z.B. Quotenregelungen gar nicht verkehrt. Man muss auch Wege schaffen, Erfahrungen und Kompetenzen zu erwerben. Was Computerspiele betrifft, finde ich das aber alles ziemlich albern, denn je mehr sich da Männer ihre kleine Farm schaffen, prekarisieren sie sich dabei ja. eSport als Thema in Spielemedien und als Branche ist Marketing und der Gag, wie unreflektiert das gehändelt wird. Auch wenn Medien sich darauf beziehen, nicht anders wie hier beim Gender, ist es Marketing.

Kannst ja mal fragen, welcher Spieleredakteur, der darüber schreibt, Judith Butler, Gerda Learner & Co gelesen hat. Vielleicht hat er oder sie ein Buch von Laurie Penny bei Amazon bestellt, vielleicht. Daher sind auch die Diskussionen dazu immer so unterbelichtet. Es geht immer nur um den Push, den Aufreger, dass die Leute ein Pro vs. Contra zelebrieren. Ich habe das öfters mit einigem Interesse verfolgt.

Von daher wäre mein Plädoyer, die (bzw. diese) Medien da nicht zu unterschätzen. Denen geht es nicht ums Thema, sondern um den Aufhänger. Und nichts läuft besser, als wenn es erst einen Auftrieb über den Rise und dann noch einen zweiten zum Fall gibt. Wie ne Sylvesterrakete. Die grämen sich da also gar nicht bei Gamestar & Co, sondern haben die Nase im Prosecco, weil die Clicks explodieren und die Leitung mit Blick auf die Anzeigen mal für zwei Tage (oder Stunden) die Schnappatmung einstellt. Ich überzeichne, aber das trifft es eher, als dass da Themen als solche verhandelt würden.

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Sehr schöne Perspektive, die ich so noch gar nicht bedacht hatte. Für mich war der gedankliche Fokus tatsächlich eher auf dem „Drumherum“, also Leser, Twitter-Nutzer, Spielerinnen und Spieler aus der Szene mit entsprechender Reichweite und so weiter.
Eigentlich läge das sogar auf der Hand, dass es den medialen Quellen hierbei weniger um das objektive Informieren, sondern um das explosive Potenzial einer solchen Meldung (gerade auch für die Auflage) geht.

Auch dein Exkurs bzgl. Elitenabschottung und der geschlagene Bogen zu „Gaming als sich selbst erhaltende Männerdomäne“ war in seiner Kürze sehr prägnant. Auch ich glaube zwar, dass Quotenregelungen durchaus Vorteile haben können, es kommt aber – wie bei so vielem – auf die Machart an. Da sieht man leider immer öfter, dass an und für sich sinnvolle Regulierungen als U-Boot für gewisse Privilegien einzelner Gruppen (das lasse ich bewusst so offen) dienen, die sich damit i.d.R. über einen anstrengenden Werdegang hinwegsetzen möchten, der aber auch ohne Glasdecke und dank (finanzieller) Fördermaßnahmen wirklich allen offensteht – gerade an deutschen Universitäten hat sich da in der Vergangenheit sehr viel getan. Dieses Unterminieren solcher Maßnahmen sehe ich sehr kritisch, da sich die öffentliche Meinung berechtigterweise sehr schnell zum Negativen wandelt.

Dabei könnten sie, wie du bereits treffend festgestellt hast, wirklich zum Aufbrechen fester Strukturen der Abschottung einer elitären Minderheit dienen. Gerade solchen unerwünschten Vorgängen wie Nepotismus und anderer Seilschaften könnten bei richtiger Ausführung so das Handwerk gelegt werden.

Ich glaube, ich bin schon wieder zu weit vom eigentlichen Thema abgedriftet, deswegen möchte ich es dabei belassen. Ich weiß zwar, dass du „nicht so der Typ“ für das Upvoten von Kommentaren bist, aber ich möchte damit dann doch einfach meine Wertschätzung für deine Beiträge zum Ausdruck bringen, gerade wenn es nicht mehr für eine Antwort meinerseits „reicht“. Und auch als Antwort auf deinen Beitrag zu meinem anderen Kommentar: Dir nachträglich natürlich auch noch mal ein frohes neues Jahr! Wäre schön, wenn du die Zeit finden würdest, hier wieder öfter deine Gedanken zu den Meldungen zu formulieren. Aber ich verstehe natürlich, dass der Zeitfaktor eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt.

Joss
1 Jahr zuvor

„kommt aber – wie bei so vielem – auf die Machart an.“

Ich lese auch ab und an in Frauenkarrierenetzwerken. Und ja, manchen geht es auch schlicht um persönliches Empowerment. Das merkt man schon immer daran, wenn die Karrierefrauen die Unterschicht nicht mitdenken. Das funktioniert wie eine Wasserscheide. Letzteres ist für mich kein Feminismus mehr, weil exklusive Interessen vertreten werden.

„Zeitfaktor“

Ist auch der Ortsfaktor. Hier geht es zu 90% um Spiele und Themen, die mich nicht interessieren. Fortnite oder Destiny, das ist nicht meine Welt. Hier kann man vom Format her schön diskutieren, aber viele, die ich gern gelesen habe, sind verschwunden. Waren eben auch eher Oldschooler und hier hier ist das quasi allein Andreas, der das ab und an bedient. Und dann auch eher so, dass man als informierter Spieler eher schmunzelt. Gibt leider kaum gute (also nicht vom Marketing dominierte) Spieleseiten auf deutsch oder kennst du welche? Kenne da nur Auf ein Bier, die machen ja bewusst Gegenprogramm. Merkt man dem Forum auch an, obwohl sich das auch ziemlich verändert hat mit der Zeit. War ja quasi bei der Geburt dabei und habe noch die erstens Podcasts erlebt. Ist schon interessant, dass gerade der Versuch, alles mögliche zu bequatschen, oft eher schadet als nutzt. Was die Qualität betrifft. Könnte da wieder einen Philosophen zitieren, aber das wirkt hier so anchronistisch, dass ich in Sorge bin, dass der Beitrag verschwindet.

Myusca
Myusca
1 Jahr zuvor

Fortnite, Destiny und Co. sind auch nicht meine Welt, deswegen kommentiere ich da auch nur, wenn es um allgemeinere Themen wie das gesellschaftliche Drumherum geht. Generell finde ich es auf Meimo schon gut, dass hier doch eine breitere Themenwahl an der Tagesordnung ist. Manchmal stört mich hier nur der teilweise wenig reife Diskussionsstil, bei denen Leute sehr schnell und sehr gerne persönlich werden oder sich nicht auf Gegenargumente einlassen wollen, keine andere Meinung zulassen oder generell Argumente anbringen, die gar keine sind oder die sie nicht mal in IHREM Stil untermauern könnten.
Dafür macht dann wiederum die Moderation hier einen guten Job.

Meiner Meinung nach wird manchmal nur ein wenig zu sehr von Kotaku „übernommen“. Die halte ich für eine wenig seriöse Quelle, da zu einseitig und zu wenig objektiv. Wie gesagt, meine Meinung.

Zum Thema Marketing: Naja, ich kenne Auf ein Bier jetzt nicht, aber ist das auch eine Seite von hauptberuflichen Journalisten oder ist das eher ein Treffpunkt für spieleinteressierte Freunde, die sich ungezwungen über Gaming unterhalten können? Denn ob jemand damit sein täglich Brot verdient oder nicht, setzt auch von vornherein ganz eklatant den Rahmen des Formats fest.

Joss
1 Jahr zuvor

Der Markt ist groß und diversifiziert, das hat für Leute wie mich nur Vorteile. Gerade weil es den Mainstream gibt, konnten sich im Spiele wie im Infotainment Nischen ausbilden, in denen ich mich wohlfühle. Ich habe also wenig gegen Gamestar oder Mein-MMO.

„Auf ein Bier“

Ex-Gamestar-Redakteure vor allem. Finanzieren sich über Patreon. Anfangs noch zu zweit sind es jetzt 5-6, die sich darüber finanzieren.

„setzt auch von vornherein ganz eklatant den Rahmen des Formats fest.“

Das war ja ein ein bewusstes – auch das Scheitern in Kauf nehmendes – Gegenprogramm. Mit 5 EUR oder so ist man dabei, kann alle Podcasts hören. Da läuft nichts über Werbung und Anzeigen. Komplett frei davon. Genau darum haben da so viele mitfinanziert. Für MassOp gilt zumindest mal ähnliches (primär qua Patreon finanziert + Anzeigen). Es gibt eben schon ausreichend Leute, die für eine bestimmte Form von Berichterstattung und Analyse auch zahlen. Würde ich auch, wenn ich Gamer wäre, aber für mich ist das alles zu viel Input. Ich setze da bewusst andere Schwerpunkte.

Wenn es um Test- bzw. Portalseiten geht, ist die einzige deutsche, die mich da überzeugt 4Players. Das merke ich auch immer, wenn ich die Produkte dann selbst nutze, da deckt sich vieles.

HoloBolo
HoloBolo
1 Jahr zuvor

Tjo, das war ja klar. Die meisten Spieler lassen sich halt nicht so einfach verarschen und haben direkt gemerkt, dass da was faul ist. Außer so Leute wie Gerd Schuhmann natürlich, die das absolut nicht wahrhaben wollen – wenn man die Kommentare im ersten Artikel liest. (Sorry xD)

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Dann lies die Kommentare mal. Ich hab gesagt: Es ist eine größere Sache, weil es hier um eine Frau im Gaming geht. Die Threads, in denen es um Frauen geht, kochen immer hoch, weil da GamerGate mitreinspielt.

Das wurde bezweifelt: „Beim Mann wäre es genauso schlimm gewesen“ -> Das glaube ich nach wie vor nicht.

Das war mein Punkt bei der Diskussion. Das sehe ich immer noch so.

Dass es Zweifel an der Sache gab, hab ich nie in Frage gestellt.

Man muss da schon mal schauen, um was es in so Kommentaren geht, bevor man sagt „Der wollte es absolut nicht wahrhaben.“

Gaburias Myucheu
Gaburias Myucheu
1 Jahr zuvor

Um es den Worten von HoloBolo zu beschreiben HoloBolo will es einfach nicht Wahrhaben das du das so meinst Gerd ^^

Kim C
Kim C
1 Jahr zuvor

Und wie ich bereits gestern schrieb, hat die Vergangenheit bereits bewiesen, dass die Auswirkung unabhängig vom Geschlecht ähnlich toxisch ausfallen und hochgepusht werden. Psychoterror ist psychoterror, egal ob sexistisch ausgerichtet oder nicht.
Was stellt sich nun raus? Die Leute hatten recht und der Troll fühlt sich auch noch bestätigt, obwohl sein Verhalten nicht zu entschuldigen ist.
Wie du es so schön formuliert hast lachen sich jetzt die rechte Randgruppe auf Reddit über den Mist, den die „Linken“ da verzapft hätten.

Stephan
Stephan
1 Jahr zuvor

Ich bin erstaunt mit welcher Hingabe manche versuchen ihre Mitspieler zu Trollen und bin ebenfalls beeindruckt über jene die energisch Versuchen diese Trolle zu entlarven.
Auf reddit, gab es schon subs drüber das Elli und Punisher die selben Person sei und es mit Screenshots und allem beweisen konnten.

Is aber egal, der Troll hat sein Ziel erreicht und es gibt wieder viel Wirbel um nix.

Andy Peter
Andy Peter
1 Jahr zuvor

Für mich liest sich dass wie ein Storybuch aus der 90er Jahre WWF Ära… Seifenoper und “Drama“ um das Nebenbei zu füllen abseits der ESportmatches

cyber
cyber
1 Jahr zuvor

Vom Team hätte ich bedeutend mehr Sorgfalt erwartet und zwar in dem sie erst die Identität überprüfen und anschließend erst mit der Rekrutierung an die Öffentlichkeit gehen. Da sollte Blizzard selber zu mehr Professionalität mahnen und zukünftig auch Strafen an Teams verhängen.

Zudem befürchte ich, dass nun alle Aktionen gegen Elli als legitim angesehen werden, weil es nur ein Fake war. Und das ist vermutlich das bittere daran.

Coraton
Coraton
1 Jahr zuvor

Dein Letzter Satz trifft es ganz gut !

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Da war meine Vermutung ja richtig.
Das ging voll nach hinten los, und hat der Sache eher geschadet. In Zukunft werden die Leute noch kritischer sein.

Plague1992
Plague1992
1 Jahr zuvor

„So reagiert die Community: Die Reaktionen auf die ursprüngliche Meldung waren bereits kontrovers. Ellie zog Diskussionen um den Zustand des eSports und den Stand von Frauen in diesem Bereich nach sich.“

Wie muss man diesen Absatz deuten? Ist damit generell von Frauen im e-sport die Rede, oder ist da die Kontroverse um Ellies wirkliches Geschlecht gemeint? So wie ich das zurückverfolge ging es hauptsächlich nie darum dass Ellie eine Frau sei, sondern eher darum dass sie scheinbar keine ist ( Wo Diskussionen ja durchaus berechtigt sind ). Erfolgreiche Frauen im e-Sport sind nichts neues mehr, die gab es schon zu Starcraft Zeiten und sogar in Overwatch an sich. Also für mich äußerst fraglich ob jetzt jede Frau erstmal aus Prinzip von der Community gemobbt wird.

Was anderes sind unter anderen die Reaktionen auf die „Fakenews“ ( siehe Kotaku und auch euch etc. ) in denen Elli offensichtlich als das arme Opfer dargestelllt wurde und die Community als toxisch und mit Heugabeln bewaffnet durch die Straßen ziehend, einzig WEIL sie scheinbar eine Frau sei … ohne auch andere Möglichkeiten zu beleuchten ( Ihr habt’s lediglich klammheimlich im letzten Absatz getan ) Dass dann ein anderer Eindruck und hitzige Diskussionen entstehen ist klar.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Was anderes sind unter anderen die Reaktionen auf die „Fakenews“ ( siehe Kotaku und auch euch etc. ) in denen Elli offensichtlich als das arme Opfer dargestelllt wurde und die Community als toxisch und mit Heugabeln bewaffnet durch die Straßen ziehend, einzig WEIL sie scheinbar eine Frau sei … ohne auch andere Möglichkeiten zu beleuchten ( Ihr habt’s lediglich klammheimlich im letzten Absatz getan ) Dass dann ein anderer Eindruck und hitzige Diskussionen entstehen ist klar.

Das ist doch Quatsch. Wir haben im Artikel auch aufgeführt, was da der Tenor war und warum Leute das bezweifelt haben.

„Klammheimlich im letzten Satz“ -> Das war in der Mitte des Artikels. „Niedriges Accountlevel – kein Name angegeben.“

Was halt eklig war und im Zentrum der Berichterstattung stand, waren diese „DOXXING“ und „Are you dripping?“-Sachen. Das war eklig.

Dieses Verhalten bleibt auch eklig. Das ist auch jetzt noch ein großes Thema, dass dieser Vorfall die „hässliche Seite der Overwatch-Community“ gezeigt hat. Das ist der Tenor jetzt, wenn Profi-Spieler über das Ding sprechen.

Dass es darüberhinaus Zweifel an der Identität gab, war im Artikel dennoch drin. Nicht nur „klammheimlich im letzten Absatz“, sondern zentraler Teil des Artikel.

Shiro
Shiro
1 Jahr zuvor

Soziales Experiment, guter Witz.
Das ganze fing sicher nur als scherz an und als das immer größer wurde sich weiter verbreitet hat wusste man nicht mehr wie man aus der Sache wieder raus kommt.

Seska Larafey
Seska Larafey
1 Jahr zuvor

Die frage hier ist auch. „Wie hat dieser Fake Account namens Ellie auf den 4.ten Platz geschafft?. Da hat sicher Blizzard mehr herausgefunden

Es ist also noch nicht durchgestanden. Sicher es geht hier nicht mehr um „Ellie“ sondern wie sie „geboren“ wurde und wer davon profitierte

Gernot Dergrosse
Gernot Dergrosse
1 Jahr zuvor

Wurde doch erklärt, der Account wurde von nem Spieler namens Punisher gespielt, sie wird wahrscheinlich seine Freundin o.ä. sein, und er hat unter ihrem Account ranked gespielt. Also einfach ein guter Ranked-Spieler. Dreimal „gespielt“ in drei Sätzen, lol.

Ich weiß nicht, wo du hier noch ’ne Ebene siehst.

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