Die Overwatch League macht einige ihrer Stars dick, müde und traurig

Nach dem Ende der Overwatch League geht es einigen Spielern schlecht. Schlecht genug, um eine Weile auf kompetitives Overwatch zu verzichten. Sogar die Champions und Starspieler wie Seagull haben ihre Probleme.

OWL-Profis sind ausgebrannt: In Interviews haben einige Pro-Gamer der Overwatch League darüber gesprochen, wie anstrengend die letzten Monate für sie waren und welche Spuren die Monate hinterlassen haben.

Die Stars sind so ausgebrannt, dass sie es ablehnen, für den kommenden World Cup zu spielen – oder sich wie Star-Spieler Seagull sogar ganz aus Overwatch als eSport zurückziehen.

Overwatch League London Spitfire Champions

Hinter der Feierstimmung der OWL wird hart gearbeitet.

eSports ist anstrengend

Die Overwatch League zog sich bis Ende Juli 2018 über ein halbes Jahr hin. In dieser Zeit wurden die Spieler stark belastet, haben ständig trainiert und mussten sich stetig verbessern.

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Gesundheitliche Folgen: Die Belastung für die Spieler ist teilweise so groß, dass einige von ihnen ernsthafte, gesundheitliche Probleme haben. Viele Spieler klagten über Depressionen, Müdigkeit und Schlafprobleme.

Die Probleme gingen so weit, dass Profis nicht nur psychisch mürbe wurden, sondern auch physisch:

  • Star-Spieler Segaull nahm etwa 20 Kilogramm zu, konnte nachts durch eine Schlafapnoe kaum noch Ruhe finden und verlor den Spaß am Spiel
  • Vize-Champion neptuNo hatte mit Nierensteinen, Angina und Sodbrennen zu kämpfen – alles vermutlich ausgelöst durch Stress.
Ovewatch League New York Excelsior Pine and Mano high five

Do-hyeon „Pine“ Kim von New York Excelsior.

Drohender Burnout: Bereits im Mai wurde beobachtet, dass Spieler häufig erschöpft und müde wirken. Einige Spieler, wie Pine, konnten nach einer Phase der Depression neue Kraft schöpfen und haben sich deutlich verbessert.

Andere Mitgleider der Liga, wie der Coach Vytis „Mineral“ Lasaitis, mussten die Liga wegen eines Burnouts verlassen.

Mineral: „Es ist sehr schwer, das Gleichgewicht zwischen einer gesunden Menge an Erholung und optimaler Vorbereitung zu finden […] Ich denke, die meisten Leute in der Overwatch League wandeln am Rand eines Burnouts in Phase 4.“

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Alle brauchen Ausgleich: Um einem Burnout zu entgehen, lenken sich die Profis vom Spiel ab. Häufig geschieht das durch körperliches Training. Der Trainingsplan vieler Pro-Gamer sieht Workout im Fitnesstudio vor.

Die Profis sagen selbst, dass sie manchmal Abstand von Overwatch brauchen, um volle Leistung zu bringen.

Der Spieler HarryHook sagt, er gehe dazu gerne an den Strand: „Ich chille einfach, gehe am Wasser entlang – denke an nichts […] Ich habe [dort] sonst nichts zu tun. Ich denke nie an das Spiel, wenn ich dort bin.“

Overwatch League Harryhook und Taimou

HarryHook (links) und Taimou von Dallas Fuel.

Overwatch Profis brauchen Pause

Die Overwatch League ging am 28. Juli mit dem Finale zwischen Philadelphia Fusion und London Spitfire zu Ende. Ein halbes Jahr lang haben 12 Teams mit mehr als 100 Spielern um den Titel des ersten OWL-Champions gekämpft.

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Seagull hört auf: Einer dieser Spieler ist der amerikanische Star-Spieler Brandon „Seagull“ Larned, der für Dallas Fuel gespielt hat. Seagull ist einer der bekanntesten Overwatch-Streamer überhaupt. In der OWL konnte er mit Dallas Fuel allerdings nur wenige Siege erspielen.

Nach der Overwatch League hat er bekanntgegeben, dass er sich aus der Profi-Szene zurückziehen wird. Stattdessen wird er wieder Vollzeit-Streamer.

Brandon “Seagull” Larned with fan

Seagull (links) mit einem seiner treuen Fans.

neptuNo spielt nicht in der Meisterschaft: Ein anderer Profi, Alberto „neptuNo“ González, hat das Angebot abgelehnt, für sein Land Spanien in der Weltmeisterschaft zu spielen. neptuNo hat mit Philadelphia Fusion den zweiten Platz in der OWL belegt – nach einer Niederlage gegen London.

Als Grund gibt er an, Abstand von der kompetitiven Overwatch-Szene zu benötigen. Er möchte das Spiel wieder eine Weile genießen, und sich nicht dafür verausgaben.

Alberto “neptuNo” González Molinillo

Auch Champions sind müde: Auch zwei Spieler des Siegerteams London Spitfire, Bdosin und Gesture, sprechen über die harte Zeit in der Liga. Die Liga zieht sich über viele Monate und die Spieler wurden irgendwann einfach müde.

Es kostete sie viel Kraft, mit den Belastungen wie ständigem Training, der Pflicht zu Siegen, Änderungen in der Meta und Ausfällen von anderen Spielern umzugehen.

overwatch league London Spitfire gesture after a match with note

Am 26. August startet das letzte Event der ersten Saison der Overwatch League. In mehreren Freundscahftsspielen in verschiedenen Modi wie Lúcioball und Überraschungshelden, treten von der Community gewählte All-Star-Teams gegeneinander an.


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Quelle(n): invenglobalinvenglobal
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