„Halts Maul, mach Sandwiches“ – Overwatch-Spielerin zeigt Umgang mit Frauen

Eine Spielerin von Overwatch hat einen Video-Clip auf Twitter hochgeladen. Der zeigt, was sie sich in einem kompetitiven Match so an Sprüchen von männlichen Mitspielern anhören muss.

Um diesen Tweet geht es: Die Spielerin Cupcake hat auf Twitter ein Video hochgeladen, zu dem sie sagt: „Nur für den Fall, dass jemand vergessen hat, wie es für Frauen so ist, Overwatch zu spielen.“

Im Video machen die Männer einige Sprüche:

  • „Es tut mir leid, dass ich es bin, der es sagen muss, aber: Kannst du bitte auf Mercy loggen?“ – Eine Anspielung darauf, dass Frauen in Overwatch die Heilerin spielen sollten
  • „Halts Maul und mach uns Sandwiches“ – kommt danach als Spruch, als die Spielerin fragt, ob die „Jungs“ so mit allen Frauen umgehen, die Ranked spielen – „Mach mir ein Sandwich“ ist ein bekannter Spruch der Popkultur. Er wird dazu genutzt, Frauen in die Küche zu verweisen.

Die Spielerin sagt, das seien nicht nur vereinzelte sexistische Sprüche, die ganze Lobby hätte sich daran beteiligt und dieses sexistische Verhalten verstärkt.

Overwatch: Muckis statt Möpse – Blizzard will Heldinnen nicht so stark sexualisieren

Männern geht’s genauso vs. Ja, das ist echt ein Problem

So reagieren die Spieler: Es gibt zwei große Strömungen:

  • Die einen sagen, Männern in Overwatch geht es nicht besser. Auch als Mann wirst du in Overwatch geflamet – der Ton ist einfach rau im Online-Gaming. Twitch-Streamer wie xQc lebten das vor. Einige sagen sogar, den Spott hätte die Spielerin sicherlich verdient und selbst nicht gut genug gespielt. Die müsse sich ein dickeres Fell zulegen.
  • Andere zeigen sich jedoch solidarisch mit der Spielerin. Sie sagen, das sei auch der Grund, warum sie sich nicht mehr in Overwatch wohlfühlen oder aufgehört haben, im Voice-Chat zu sprechen
Overwatch Winston Primal Rage

Der Tweet hat mittlerweile über 200.000 Aufrufe und zahlreiche Kommentare und Retweets.

Es ist also ein Thema, das die Community von Overwatch nach wie vor bewegt – auch wenn schon so oft darüber gesprochen wurde.

Das steckt dahinter: Overwatch ist von Blizzard als ein möglichst diverses Spiel gedacht, das Männer und Frauen, jung und alt und Spieler aus vielen Kulturkreisen anziehen soll. So ist mit Tracer die Coverheldin des Spiels homosexuell.

Ein aggressives Verhalten, das darauf abzielt, den anderen bei seinem vermeintlichen Schwachpunkt zu treffen und ihm wehzutun, wie man es aus typischen Online-Spielen kennt, passt aber nicht zu diesem Ansatz.

Overwatch hat zwar schon einiges getan, aber Toxizität bleibt ein Problem.

Das Titelbild ist eine Fanart von MICE-KING (Link zum DeviantArt-Account).

Overwatch: Wegen solcher Idioten bleiben Frauen in Games oft stumm
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