Overwatch: Blizzard spielt Verhaltenspolizei und ich mag es!

Die neuen Anerkennungen in Overwatch sorgen für Freude, aber auch für Kritik. Das halten wir von Blizzards neuem System.

Overwatch hatte lange Zeit eine sehr toxische Community. Beleidigungen und Anfeindungen aller Art gehörten zum Alltag. Es verging kaum ein Match, in dem nicht ein „Deine Mutter“-Spruch, eine sexistische Beleidigung oder einfach irgendein Schimpfwort durch den Chat flog – meistens eher mehrere. Das ist im Internet natürlich kein neues Phänomen, aber kein Grund, sich damit abzufinden.

Das dachte sich offenbar auch Blizzard, denn zuerst wurden Strafen verhangen und das das Meldesystem verbessert. Die Frequenz der Strafen und auch die Intensität nahm mit der Zeit zu.

In Overwatch könnt ihr positiven Spielern nun „Anerkennungen“ geben
Overwatch Tracer Widowmaker

Jetzt hat Blizzard die Schnauze voll, Ressourcen in Bestrafungen zu stecken und geht dem umgekehrten Weg: Sie belohnen vorbildliche Spieler, die freundlich, kooperativ und hilfsbereit sind.

Das Anerkennungssystem soll dafür sorgen, dass diese Spieler belohnt werden. Am Ende eines Matches kann man einem Spieler seine Wahl „Anerkennung“ zusprechen. Das steigert den Anerkennungslevel des Spielers und dafür gibt es in regelmäßigen Abständen Belohnungen.

„Verhältnisse wie in China!“

Einige Nutzer auf Reddit vergleichen das Anerkennungssystem mit dem Sozialpunkte-System, das in einigen Teilen von China getestet wird. Wer sich hier „positiv benimmt“ und etwa tugendhaft lebt, die eigenen Eltern pflegt oder wenig Laster hat, bekommt mehr Punkte und hat es leichter, einen Job zu finden. Wer wenige Punkte hat, wird mit unterschiedlichen Sanktionen belegt oder hat es zum Beispiel schwerer, ein Hotel für die Nacht zu finden.

Mit der Gruppensuche in Overwatch könnt ihr Rollen erzwingen

Hier ziehen die Nutzer Vergleiche heran. Denn mit dem neuen „Suche nach Gruppe“-Tool kann man genau nach solchen Spielern suchen, die ein bestimmtes Anerkennungslevel erreicht haben. Wer nicht freundlich genug war und nur selten Anerkennung bekam, dem bleibt der Zutritt in diese Gruppen verwehrt.

overwatch-widowmaker-facestep

Die Kritik der Spieler ist, dass Blizzard hier ein System etabliert, das den Spielern ihre Freiheit beraubt. Sie werden gezwungen, sich so zu benehmen und zu verhalten, wie Blizzard das wünscht.

Nicht Blizzard entscheidet, sondern die Spieler: An einer Stelle hinkt der Vergleich der wütenden Fans jedoch gewaltig. Denn Blizzard schwingt sich nicht zu einem Herrscher auf, der darüber entscheidet, was gutes Verhalten und schlechtes Verhalten ist. Diese Entscheidung liegt bei der Spielerschaft. Nur sie können freundlichen Spielern „Anerkennung“ gewähren und damit besonders herausstellen.

Geheuchelte Freundlichkeit – Besser als gar keine?

Auf Reddit kontern die Befürworter des Systems, dass all jene, die sich jetzt beschweren, genau zu den Spielern gehören, die nicht von dem System profitieren werden – weil sie sich toxisch benehmen. Wer an so einem System Kritik aussetzt, der ahne bereits, dass er sein Verhalten überdenken müsse, wenn er noch weiterspielen will.

Overwatch Mei Cinematic 3

Den meisten Spielern scheint es egal zu sein, dass viele Spieler ihre Freundlichkeit nur heucheln werden, um Anerkennung abzugreifen und dadurch zusätzliche Belohnungen zu erhalten. Wenn das im Endeffekt dazu führt, dass man anstatt eines „Fuck you, idiot“ ein „Nice shot, well done!“ zu lesen bekommt, dann erfüllt das System genau seinen Zweck. Die Atmosphäre verbessert sich.

Wird das System ausgenutzt werden? Mit Sicherheit. Garantiert werden Spieler Absprachen treffen im Sinne von „Gib du mir deine Anerkennung und ich gebe dir meine“, aber in der Masse dürfte das nur eine geringe Auswirkung haben.

Fazit: Ich freue mich auf das Feature und hoffe, dass es zu einem positiverem Spielerlebnis und einer freundlicheren Community in Overwatch führt. Denn ehrlich gesagt ist mir bei „Randoms“ ziemlich egal, ob sie tatsächlich freundlich sind oder sich nur freundlich stellen – das macht für ein kurzfristiges Spielerlebnis keinen Unterschied.

Was haltet ihr vom Anerkennungssystem?

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UhtredBebbanburg
UhtredBebbanburg
1 Jahr zuvor

Mhm. ..ich spiele jetzt kein Overwatch, aber was ich hier lese ist lächerlich. Ihr befindet euch in einem SPIEL und jemand wildfremder schreibt euch etwas, was ihr nicht „verkraftet“. Werte Autorin, werte Spielerschaft- so ist das Leben. Vielleicht solltet ihr mal mit offenen Augen durchs Leben gehen- das ist die Realität. Siehe https://www.zeit.de/karrier

Und IHR echauffiert euch wegen einem Chat in einem Spiel, wo Menschen schreiben die ihr nicht kennt, nicht seht..die Kilomeiterweit weg sind? Ist es geringer Selbstwert,etc? Wie oft kommt das überhaupt vor das euch sowas passiert. Ich wette, wenn ihr das in eine Statistik verpackt, würde der eine oder andere bemerken das es verschwindend oft vorkommt.Genau das verlange ich auch von meinen Mitarbeitern wenn sie mir kommen mit „Das…….. kommt so oft“ vor etc.— ich verlange Zahlen und Fakten und kein „Gefühlt“

Ich wäre auch nicht so weit gekommen wenn ich nicht meine Ellbögen eingesetzt hätte. Wenn man es selber nicht tut, sitzt nämlich genau so einer in der Position wo man selber hinwill. Und ich wette auch die Profispieler gehen mitunter rauh miteinander um….sonst kämen die auch nicht nach oben.

Christo
Christo
1 Jahr zuvor

Ich verstehe nicht warum du selbst sagst „es ist ein Spiel“ und dann einen Artikel verlinkst „Auffällig viele Psychopathen werden Chef“.
Also ich für mich trenne mein Berufsleben von meiner Freizeit, wo ich spiele. Es geht hierbei eben NICHT darum Chef in meinem Beruf zu werden, sondern Spaß und Erholung zu bekommen. Und in meiner Freizeit will ich nicht von irgendwelchen Fremden ständig beleidigt werden, weder im Internet noch auf der Straße. Und ja das kommt täglich mehrmals vor bei OW. Und wir sind uns auch darüber einig dass die „Realität“ nicht immer toll ist, es gibt Länder auf der Welt da sterben Kinder an Durchfall. Aber zu sagen „habt offene Augen und findet euch damit ab“ ist wahrlich keine Lösung …
Unabhängig davon bin ich auch nicht sicher ob das System gut ist. Zwar sollte Beleidigung unter Strafe stehen (so wie Beleidigung auch im richtigen Leben unter Strafe steht), aber Leute zur Freundlichkeit zu „zwingen“ ist so ne Sache.

VariaEU
VariaEU
1 Jahr zuvor

Glückwunsch, dass du dort bist wo du gelandet bist. *clap*
Dein Vergleich hinkt nur leider sehr. Im Berufsleben hast du dich vlt durch Ellenbogen UND Leistung hochgearbeitet. Klingt auf jeden Fall sehr logisch !
Im Sport ist das genauso, man muss Leistung zeigen und von mir aus auch einen starken Stand haben und auch „zurück schießen“ und seine Meinung kundtun, wenn man etwas erreichen will.
ABER
Ich behaupte jetzt mal, wenn wir Spielen/Sport/Beruf gleich sehen, dass du in keinem Punkt davon hoch kommst/erfolgreich bist, weil du NUR beleidigst. Darum geht es hier. Das einem mal ein strengeres Wort über die Lippen kommt , oder man vlt auch mal etwas energischer wird, kennt jeder. Bei Spielen wie Overwatch, LoL, Dota ist aber der Ton ein anderer.
Kommentare wie „halt die Fresse, ich f***e deine Mutter“ und so weiter kommen da häufiger vor. Dies hat weder was mit Ellenbogen ausfahren, noch mit Leistung oder sonst etwas zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend unter aller Sau.
Du wärst ganz sicher nicht auf deiner jetzigen beruflichen Position, wenn du solche Kommentare gegenüber Kollegen usw. geäußert hättest.

Ps.: Werter UhtredBebbanburg, vlt solltest du dein Augen öffnen und auch verstehen, dass es genügend Menschen gibt, die einfach ein freundlichen Miteinander pflegen und vlt auch nicht ganz nach oben wollen. Wie sagt man in Köln „jeder Jeck is anders“ ! Vor allem ist ein rauer Umgangston nicht gleichzusetzen mit einem beleidigendem Umgangston.

Gehabt euch Wohl !

cyber
cyber
1 Jahr zuvor

Ich finde es gut, dass Blizzard die Möglichkeit bietet Menschen mit gleicher Einstellung bezüglich Umgang mit anderen und Höflichkeit zu finden. Diejenigen die keinen Wert auf so etwas legen und einen raureren Umgang bevorzugen können so auch besser mit Gleichgesinnten zusammen spielen. Für alle beteiligten also ein passendes Feature.

Arebs
Arebs
1 Jahr zuvor

Wer sich dauerhalb Toxisch benimmt hat selbst schuld, wenn irgendwann so ein System kommt. Das Internet ist nicht, wie viele denken, ein Rechtsfreier Raum in dem man walten und schalten kann wie man will. Eine gewisse Höflichkeit sollte dazugehören, ich geh ja auch nicht zu einer Bahnmitarbeiterin sag „Du blöde Kuh!“, nur weil mein Zug zu spät ist.

Tatsächlich finde ich sogar, dass diese Leute sich sogar noch freuen sollte das Blizzard (und andere Spiele) so Nett sind und diese Schiene fahren. Stellen wir uns mal ein anderes Szenario vor:
Anstatt nun weiter solche Leute zu ertragen führt man einfach eine Identifikationspflicht, ähnlich wie sie in Südkorea oft existiert, ein. So bindet man eine reale Person an einen Account. Bans über den Ausweis kann man dann nicht mehr umgehen. Man könnte sogar noch so weiter gehen, dass Blizzard den Leuten, die beleidigt wurden, kostenlos Rechtsbeistand bietet und jeden zu Verklagen, solange es irgendwie möglich ist. Da kann man wirklich froh seien, dass Blizzard noch so nett ist.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

und doch gibt es genug leute die zu einen mitarbeiterin hin gehen und sie blöde kuh nenen weil der zug zu spät ist, nicht jeder mensch bleibt nun mal cool bei sowas

na aber genau so ein system das nun eingeführt werden soll senkt nun mal die hemmschwelle für die system die du beschreibst deswegen seh ich sowas sehr kritisch

KnopfChaos
KnopfChaos
1 Jahr zuvor

Und der Mensch der dabei nicht “cool“ bleibt, macht etwas falsch. Es ist die eine sache genervt zu sein und zu sagen, dass man etwas bescheiden findet oder andere Personen persönlich angreift.

Und was ist verkehrt an einem System, welches für das Recht von Menschen einsteht? Es geht nicht darum, dass sich 2 Leite streiten und einer den anderen dann als Arschloch bezeichnet. Das mag im Gaming und auf der Straße vorkommen. Es geht hier um asoziales verhalten, welches keine Grundlage hat.

Die Welt soll kein rosa Ponyhof mit fliegenden Einhörnern sein. Nur sillte das Internet ein friedlicherer Ort sein. Und vor allem sollte man es nicht als gegeben sehen, dass sich Leute toxisch verhalten.

Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

Solange es keine sarkastische Freundlichkeit ist, ist es mir auch egal.
Ansonsten wie heißt es doch so schön:
„Die eigene Freiheit endet da, wo die des anderen beginnt.“ Ich denke schon es greift in den Freiheitsbereich einiger Menschen wenn andere sich wie ein Arschloch aufführen und sie beleidigen.

Culus
Culus
1 Jahr zuvor

Gut so! Internet sollte kein Freiwild werden. Wie man in Real leben mit sich umgeht sollte man auch in Internet. Leider wird in Internet von Kindern bis Erwachsene, Politiker und und gegenseitig übels beschimpft, die man in Real leben nie trauen würde zu sagen.

Plague1992
Plague1992
1 Jahr zuvor

Es funktioniert in LoL also wieso sollte es in Overwatch nicht auch funktionieren? Dieses System bietet ja im Prinzip keinerlei Nachteile, Nette Spieler werden belohnt und Punkt. Für schlimme Spieler ändert sich erstmal nichts und für passive ebenfalls nichts. Wer sich nun genötigt fühlt aktiv nett zu sein kann sich vor Augen halten dass es ohne dieses System sowieso nichts gäbe.

Mich wundert es schon seit Jahren wieso solch ein System längst nicht schon in anderen Spielen geläufig ist. Spieler zu bestrafen gibt es überall, aber Spieler gleichzeitig zu belohnen sucht man selten, dabei kann es ja so einfach sein.

KnopfChaos
KnopfChaos
1 Jahr zuvor

Von so etwas braucht es viel mehr im Internet! Das schlimmste ist, dass so etwas überhaupt notwendig ist. Da sollte es auch keine 2 Meinungen geben. Da kann man noch so klug daher reden, Fremdwörter benutzen, Vergleiche zu fiktiven Serien ziehen oder Fehler in der Argumentation anderer Suchen.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

ob bitte lass es sakamus sein …

spiele beeinflussen leute nun mal sehr emotional

KnopfChaos
KnopfChaos
1 Jahr zuvor

Das aber kein Grund für Beleidigungen und der gleichen. Noch dazu ist dein Argument auch unabhängig davon hinfällig, da es genügend gibt, die auch ohne einem emotionalen Match direkt zu Beginn, wie sagt man so schön, toxisch sind .

Beziehungen sind auch emtional, rechtfertigt das dann auch ein solches verhalten? Man kann für alles Argument finden und sich die Welt so sehen wie sie einen gefällt. Nur sinnvoll und richtig ist das wiederum nicht.

Gerne wird auch mal das Argument Meinungsfreiheit benutzt. So funktioniert das allerdings nicht. wink

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

na es kann aber ein auslöser für beleidigungen sein wink und du weißt woher das sie nicht gerade aus dein seher emotionalen spielen kommen ?

nun es gibt durch aus Paare die sich beleidigen willst du ihnen nun auch vorschreiben wie sie sich zu lieben haben ?

klar ist toxischen verhalten mit der Meinungsfreiheit gedeckt so lang man auf den inhalt aufpasst wink

KnopfChaos
KnopfChaos
1 Jahr zuvor

Nur weil es andere Mörder gibt, rechtfertigt das keinen Mord. Dummer vergleich, aber gleiches prinzip. wenn 2 Leute im Gaming damit cool sind, dass sie sich beleidigen, sollen die das tun. Aber dass da eine solche übereinkunft herrscht ist wohl eher selten.
Meinungsfreiheit hört da auf, wo man die rechte anderer verletzt. Und das tut man in dem Moment der Beleidigung.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

vllt noch mal nach lesen was meineingsfreitheit bedeutet wink

KnopfChaos
KnopfChaos
1 Jahr zuvor

Sry, aber das ist echt… Hier mal ein kleiner Auszug für dich:

“Allgemein verbreitete Einschränkungen der Meinungsäußerungsfreiheit:

der Schutz der persönlichen Ehre gegen Beleidigung oder Verleumdung,“

Fly
Fly
1 Jahr zuvor

Auch wenn man grade irgendwie emotional drin ist, rechtfertigt das trotzdem nicht, mit Beleidigungen um sich zu werfen und wildfremde Leute anzugreifen, nur weil sie nicht so spielen wie ich das gern hätte/besser sind als man selbst/oder sonst irgendwas.
Es ist eine Sache, seinen Monitor anzuschreien (das tu ich auch mal), aber eine ganz andere wüste Beleidigungen in den Chat zu schreiben/im Sprachchat von sich zu geben.
Das kann in Ordnung sein, wenn mich n Kumpel im privaten Chat anblafft, den Menschen kenne ich immerhin und weiß wie ich es zu nehmen habe. Aber nicht, wenn mir ein wildfemder erzählt was er gestern Nacht alles mit meiner Mutter erlebt hat.
Das ist einfach nur ein asoziales Verhalten, fertig.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

stimmt ist es aber was interssiert dich denn das geschwafel von ein wildfremdem kerl der ja nicht mal deine mutter kennt ?

Fly
Fly
1 Jahr zuvor

Mich persönlich nicht viel, wenn das allerdings ständig passiert nervts schon. Und es gibt ja doch Leute, die sich sowas zu Herzen nehmen. Sowas muss halt einfach nich sein find ich, im normalen Alltag benimmt man sich ja auch nich so.^^

Corbenian
Corbenian
1 Jahr zuvor

Ich finde das System gut und freue mich auf die Einführung ^^

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Richtig. Vor allem da auch schon rein rechtlich die Freiheit des Einzelnen da enden, wo die Rechte eines anderen dadurch verletzt werden.
Daher ist die Meinungsfreiheit auch da eingeschränkt, wo z.B. die Würde des anderen durch Beleidigungen, oder gar seine Existenz durch Verleumdung bedroht wird.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Die Leute werden zur Unehrlichkeit erzogen. Wohin so ein Rating führt kann man sich in dystopischen Filmen ansehen, zB Black Mirror.

Corbenian
Corbenian
1 Jahr zuvor

Das hat mit Verlogenheit (= „Unehrlichkeit“) nichts zu tun, sondern mit Höflichkeit und Etikette. Beim Grüßen ist es doch nichts anderes. Man begrüßt sich halt, gibt sich die Hand etc., selbst wenn man die Person nicht kennt oder gar nicht mag. Nach deiner Definition wäre das dann verlogen. Ich nenne es eher Höflichkeit und es sorgt für ein angenehmes Klima – so auch im Spiel.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Guck dir mal die Filme an dann sieht man gut wohin das führt.

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

Ich kenne die Folgen etwa von Black Mirror, die du meinst.

Und grundsätzlich denke ich auch: Ja, sowas auf „großflächiger“ Ebene zu machen, etwa in einem ganzen Land und dadurch reale Strafen einzuführen, das ist gefährlich.

Aber im Spiel ist es nicht mehr als ein umgesetztes Regelwerk und ein Verhaltenskodex, an den man sich einfach zu halten hat.

Ich will in einem Spiel nicht permanent beleidigt werden. Und wenn ich es werde, dann will ich, dass diese Spieler dafür Konsequenzen tragen müssen, wenn es mehrfach vorkommt.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

na in solchen spielen gibt es deswegen ja auch block funktionen ich versteh wirklich nicht warum die leute nicht mehr ingorieren können oder es einfach abschüttel warum ist die das geflame von irgent ein keller kind so wichtig das er dafür zu gar bestraft werden muss

tiiqrown
tiiqrown
1 Jahr zuvor

Weil man nicht einfach alles durchgehen sollte, liest sich ja fast so, als wärst du erst seit ein paar Tagen im Internet^^

Einfach ignorieren, darf nicht nur das einzige sein, es muss gehandelt werden wenn sich jemand dauerhaft scheisse benimmt, bzw die anderen belohnt werden sofern sie sich vernünftig Verhalten.

Es gibt Menschen, die Beleidigungen, egal ob RL oder Digital einfach verletzen.

doc
doc
1 Jahr zuvor

du findest eine Blockfunktion also besser, als ein System das die Höflichkeit unter den Spielern fördert, so dass man sie gar nicht erst blocken braucht?

Jeder kann ja, soweit ich gelesen habe, normal weiter spielen, kommt dann eben nur unter seines gleichen.
Das sollte schlicht überall so eingeführt werden, denke ich.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

das Problem was ich mit diesen System habe ist weil es die hemmschwelle für weiter aktionen senk ich will nicht wie in china enden

wenn man nicht damit klar kommt das ein fremder Kerl denn man nicht kennt einen beleidigt sollte man vllt mal über sein selbtwert gefühl nach denken ich finde eine block funktion reicht völlig aus

cyber
cyber
1 Jahr zuvor

Aber man kann nur reaktiv blocken, die Beleidigung hat man dann trotzdem abbekommen. Prävention gefällt mir besser.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Das stimmt schon. Im Spiel ist das halbwegs unproblematisch.
Es könnte natürlich ein Politiker daherkommen und sagen schau mal wie gut das funktioniert das machen wir doch mal offziell und plopp ist es da.

„Ich will in einem Spiel nicht permanent beleidigt werden. Und wenn ich es werde, dann will ich, dass diese Spieler dafür Konsequenzen tragen müssen, wenn es mehrfach vorkommt.“

Seh ich auch so. Allerdings bin ich der Meinung sollten die klasischen Methoden wie ->rechte maustaste -> melden, dafür reichen. Zusammen mit einem Threatlevel Alghorithmus für Auto-Banns sollte man das automatisieren können, sowie einer persönlichen Ansprechstelle bei fehlerhafter Zuweisung oder Trolling.

In GW1 kam dann Dhuum im Spiel und haute denjenigen mit der Sense weg in den Bann, das war echt witzig , noch dazu.

doc
doc
1 Jahr zuvor

Blizzard ist nicht für irgendeine Erziehung zuständig, sie wollen, dass man sich schlicht auf ihren Gefilden benimmt.
Danach kann sich doch jeder benehmen wie er will.

Dystopischen Filme ist einfach ein komplett falscher Vergleich, genau wie der Vergleich mit China. Weil wenn ein Spiel ist ein Spiel, und greift nicht in dein Leben zurück!
In China (oder in den Filmen) ist das jeweilige System eine ganz andere Ebene!

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Jetzt haste mein Argument grad auf den Kopf gestellt. Irgendwie hast du die Anmerkung mit der Dystopie falsch eingeordnet.
Mir gehts ja genau darum dass wir hier nicht China bekommen, und genau das kann passieren.

Davon ab, anderes Thema, was in einem Spiel passiert ist natürlich nicht nur Sache des Entwicklers sondern auch der lokal gültigen Gesetze, ich sag mal Lootboxen/Glücksspiel.

Lygras Hypocrit
Lygras Hypocrit
1 Jahr zuvor

Die Leute werden zur Höflichkeit erzogen. Übrigens eine Eigenschaft mit der man auch im echten Leben immer weiter kommt wie ohne. Das hat mit Unehrlichkeit auch nicht die Bohne was zu tun. Wer das glaubt, der glaubt auch das Leute beleidigen was mit freier Meinungsäusserung zu tun hat.

So jemand würde ich mal ans Herz legen vor die Tür zu gehen und mit anderen Menschen face to face zu interagieren. Wenn er sich da dann genauso wie online verhält passiert eines von zwei Dingen. Entweder es will einfach keiner mehr was mit ihm zu tun haben oder er kriegt halt ab und an mal eins in die Fresse. Auf Dauer beides kein Konzept mit Zukunft.

Insofern ist das ein super Ansatz von Blizzard und leider bitter nötig.

N0ma
N0ma
1 Jahr zuvor

Wenn du magst dass dir Leute ins Gesicht lügen in dem sie höflich sind, dann haben wir unterschiedliche Auffassungen vom Leben. Ich habs lieber ehrlich, hier rede ich grade auch vom RL. Das meine ich tatsächlich so, klar hat das auch Nachteile.

Allerdings schweifen wir ab, geht ja hier um Bekämpfung überzogener Meinungsäusserung.

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

„Die Kritik der Spieler ist, dass Blizzard hier ein System etabliert, das den Spielern ihre Freiheit beraubt. Sie werden gezwungen, sich so zu benehmen und zu verhalten, wie Blizzard das wünscht.“
Und was wünscht sich Blizzard? Richtig, dass sich die Leute ordentlich benehmen, nicht beleidigen usw. Also Grundvoraussetzung jeder normalen zivilisierten Gesellschaft!

Wer beschwert sich also? Leute die nicht bereit sind, sich ordentlich und höfflich zu verhalten. Ergo richtiger Weg von Blizzard. Einerseits die Bösen Jungs bestrafen, andererseits die Guten Belohnen!
Zumal ja Blizzard nur das System stellt. Die Beurteilung nehmen die Spieler selber vor.

„Geheuchelte Freundlichkeit – Besser als gar keine?“
Auf JEDEN Fall. Wie heißt es so schön: Wenn man nichts nettes zu sagen hat, soll man die Fresse halten!
Klar, das stimmt nicht grundsätzlich. Aber in einem Spiel geht es nicht um Diskussionen, man ist nicht in einem Boxring oder ähnlichem… hier wollen Leute ihr Hobby ausleben und dabei nicht dumm angemacht werden.
Freundlich oder ruhig sein… beides ist mir Recht.

Und damit das System aktiv ausgenutzt werden kann, man also eine gute Anerkennungsrate bekommt und trotzdem toxisch weiter machen kann, müsste sich da schon eine richtige Mafia bilden. Denn mit ein paar Freunden alleine wird das sicher nichts bringen.
Und wer sich für so etwas in Foren verabredet kann sicher sein, dass der Account bald dicht ist. Blizzard hat Mitarbeiter die auch in externen Foren unterwegs sind, um Cheats, Absprachen und Co. zu finden wink

Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

Fragt sich nur was man bitte Tsunderes raten soll vor allem wenn sie wie Akkun aus „My sweet Tyrant“ gar nicht merken, dass sie sich wie die Axt im Walde aufführen?

d-whynot
d-whynot
1 Jahr zuvor

Naja, Blizzard kann als Inhaber der Marke ja erstmal machen, was sie wollen und für richtig halten, das Hausrecht gilt ja auch in der digitalen Welt.

Ich persönlich finde es ziemlich affig, als Unternehmen die Kunden erziehen zu wollen. Das zeugt meiner Meinung nach von einer gewissen Hybris, die sich manche Studios scheinbar einfach nicht verkneifen können.

Wenn man bedenkt, dass Jeff Kaplan selbst einst durch einen Forenrant der übelsten Sorte ins Scheinwerferlicht gerückt ist, mutet das alles schon ziemlich surreal an.

Ich gönne jedem seinen Spaß in OW, aber die besagte Verhaltenspolizei war für mich einer der Gründe, das Spiel von der Platte zu werfen.

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

Du hast da etwas nicht verstanden. Toxische Spieler zerstören Games.
Zu viele davon und wenn da nicht gegen vor gegangen wird haben zur Folge, dass ein vielfaches an anderen Spielern das Spiel verlässt und nie wieder kommt.
Zudem warnen diese in Reviews und Foren andere Leute vor dem Spiel, die dann ebenfalls nicht zu dem Spiel als neue Spieler dazu kommen werden.

Das hat also nichts mit Moral, seine Regeln durchsetzen oder Kunden erziehen zu wollen zu tun… es ist eine einfach Geschäftsentscheidung. Toxische Spieler kosten die Studios Geld und zwar viel.

Ich habe mehr als 2 Dutzend Online Games alleine wegen ihrer Communitys untergehen sehen. Und einige waren von den größten Entwicklern dieser Welt. Einige diese Entwickler gibt es sogar nicht mehr, da sie sich von dem Untergang der Spiele nicht mehr erholt haben (halt nur auf ein Pferd gesetzt usw.).

Wenn die Verhaltenspolizei für dich ein Grund war, das Spiel von der Platte zu schmeißen, dann gehe ich so ziemlich jede Wette ein, dass Du zu den besagten toxischen Spielern gehört hast, die nun nicht mehr tun und lassen können, was sie wollen!

d-whynot
d-whynot
1 Jahr zuvor

Gott, diese Antwort war so vorhersehbar, dass ich in der Mitte eingeschlafen bin – sorry! Aber da der letzte Teil ist sowieso scheinbar nur haltlose Mutmaßung deinerseits ist, schenken wir uns den einfach mal.

Toxische Spieler zerstören also Games. Hast du dafür Beispiele? Ich kenne einige Spiele mit recht rauem Umgangston im Chat, und die sind nach wie vor extrem erfolgreich. Hast du schonmal was von League of Legends gehört?

Tom Otobi
Tom Otobi
1 Jahr zuvor

Ich mische mich da mal ein und sage geradewegs:
Ich habe schon von League of Legends gehört. Ich habe es wegen seiner Berühmtheit auch schon mehrfach angerührt. Weißt du was im Endeffekt DER entscheidende Faktor war, der mich vertrieben hat? Du kannst es dir sicherlich denken…
Lauter Spieler, die mit ihren Smurfaccounts unter Noobs wie mir, die noch unter Level 20 waren, spielten, und uns permanent zusammengestaucht und für jede Entscheidung die anfängerhaft oder suboptimal war beleidigten. Hinterher fühle ich mich als hätte ich mich mit jemandem zerstritten, obwohl es eigentlich eine spaßige und spannende Runde hätte werden sollen.
Meine Laune war die meiste Zeit im Keller und ich habe nie vernünftig in das Spiel finden oder gar eigene Taktiken erlernen können. Wenn man nicht nach berühmten Schema F spielte hat man direkt Beleidigungen kassiert.
Es mag ja Leute geben, die diese Wortgefechte suchen, oder die das ignorieren können, aber mich nimmt sowas unglaublich mit. Die Spieler zu muten ist ja auch nicht gerade eine angenehme Lösung, zumal Teamplay das Schlüsselelement ist.

d-whynot
d-whynot
1 Jahr zuvor

Ich habe ja nie bestritten, dass es Spieler gibt, die gerne austeilen, und Spieler, die sowas in ihrer Freizeit einfach nicht lesen wollen.

Der Punkt war, dass „toxische Spieler“ angeblich Games „zerstören“, und das sehe ich einfach nicht.

Der Erfolg eines Spiels definiert sich über den Zeitgeist, den Zustand des Spiels und den Spaßfaktor. Der Umgangston der Community hat Auswirkungen auf persönlicher Ebene, wie bei dir, aber ganz sicher keine, bzw. nur wenige Auswirkungen, auf den Gesamterfolg.

Cortyn
Cortyn
1 Jahr zuvor

Ich glaube, es ist durchaus legitim zu sagen, dass eine toxische Spielerschaft ein Spiel „zerstört“, indem es dadurch für viele Menschen die Beleidigungen nicht einfach so ausblenden können, unspielbar wird.

Niemand meinte in diesem Kontext mit „zerstören“, dass das Spiel in den finanziellen Ruin getrieben wurde.

d-whynot
d-whynot
1 Jahr zuvor

Naja, Marcel hat doch relativ deutlich dargelegt, was er mit „zerstört“ gemeint hat – und zwar, dass die Spielerschaft sich dadurch quasi auflöst.

Das hat er ja schon „2 Dutzend“ mal beobachtet, deswegen war ich neugierig, welche Spiele das sein sollen.

Azaras
Azaras
1 Jahr zuvor

dann nutz die block funktion solche spiele haben immer eine …

tiiqrown
tiiqrown
1 Jahr zuvor

Azaras, das behebt aber nicht das Problem, das diese toxischen Spieler nicht mehr toxisch sind.

weggeschaut oder ignoriert wenn andere sich beschissen benommen haben, egal wem oder wo gegenüber ,wurde schon viel zu lang einfach hingenommen und darf überhaupt nicht mehr toleriert werden.

doc
doc
1 Jahr zuvor

Als Firma liegt Blizzard eine Menge daran, dass viele deren Produkt verwendet.
Wenn viele auffällige Spieler den Spaß der großen Mehrheit verdirbt, muss eben gehandelt werden. Da ist auch egal, wie Jeff Kaplan in irgendwelche Lichter rückt.

Ich kann schon verstehen, warum Blizzard als „Waldbetreiber“ die Äxte abstumpft.

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