WoW-Veteran wird nach 10 Jahren von Twitch gebannt: „Fühl mich wie Verbrecher“

Der Streamer Mohamed „Ziqo“ Beshir ist ein erfahrener Streamer, der seit 10 Jahren das MMORPG „World of Warcraft“ auf Twitch zeigt. Der hat in den 10 Jahren viel in WoW erreicht und sich nie was zu Schulden kommen lassen. Jetzt wurde er für eine Woche von Twitch gebannt. Er sagt, er weiß nicht, wofür. Aber die Sperre hat schlimme Auswirkungen auf seinen Kanal und seine Karriere.

Wer ist das? Der Streamer Ziqo hat Wurzeln in Ägypten, lebt aber in Schweden. Er ist seit vielen Jahre eine feste Größe in der Community von WoW. Der hat über Jahre einen exzellenten Mage gespielt und war damit immer wieder in der Arena erfolgreich. Er ist vor allem ein PvP-Streamer, hat aber auch schon Abenteuer in WoW Classic gestartet oder versucht den Geheimnissen des Schwarzmarkt-Auktionhauses auf den Grund zu gehen.

Ziqo war von 2017 bis 2020 bei der Gilde Method, ist dann aber im Zuge des Skandals gegangen wie viele andere auch. Er ist heute ein professioneller Content-Creator für Cloud 9, arbeitete schon mit Blizzard zusammen und war für die Shoutcaster aus der BlizzCon. Er ist seit vielen Jahren ein solider und etablierter WoW-Streamer auf Twitch. Ziqo hat 208.000 Follower und wenn er streamt, schauen ihm durchschnittlich 1.280 Leute zu.

Er sagt: Er ist seit Anfang auf Twitch dabei. War einer der ersten Partner, einer der ersten, der einen Sub-Button bekam, und hat sich in all der Zeit nie was zu Schulden kommen lassen.

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7 Tage Bann verhagelt Streamer wichtige Chancen auf Twitch

Das ist jetzt der Bann: Wie Ziqo in einem Video mitteilt, hat er vor kurzem einen Bann für „hasserfüllte Sprache“ von Twitch erhalten. Sein Kanal ist für eine Woche gesperrt.

Der Streamer sagt, diese Sperre hat für seine Karriere äußerst negative Auswirkungen:

  • Er verliert seinen Schwung. Sein Kanal war nach WoW Shadowlands gerade gut unterwegs und hat viele neue Follower gewonnen, diesen Schwung sieht er mit dem Bann jetzt in Gefahr.
  • Außerdem war er eigentlich bei den Twitch-Preisen als Präsentator vorgesehen. Das war für ihn eine Chance, sich mehr Leuten vorzustellen. Die Chance ist jetzt geplatzt. Wenn er gebannt ist, kann er ja nicht auf der ersten Seite bei Twitch sein.
  • Zudem ist sein Kanal jetzt bei Twitch nicht mehr in einem „Good Standing“, er kann daher an Twitch-Kopfgeldern nicht mehr teilnehmen. Das ist eine wertvolle Einnahme-Möglichkeit, die ihm nun versperrt ist.

Streamer wird gebannt – Hat keine Ahnung, weshalb genau

Das ist sein Problem: Ziqo sagt, er hat keinen blassen Schimmer für was er gebannt ist. Er beteuert, er hat keine „hasserfüllte Sprache“ verwendet. Er ist sich überhaupt keiner Schuld bewusst. Auf Nachfragen bei Twitch, konnte ihm keiner seiner Kontakte weiterhelfen. Es wird nur der allgemeine Grund genannt, warum er gebannt wurde, nicht aber der genaue Vorfall.

Ziqo scherzt bitter: Vielleicht habe er sich ja im Stuhl so gestreckt, dass Twitch es als Nazi-Symbol verstand. Eher glaubt er, dass er den Handels-Chat in WoW offengehabt haben könnte und dort schlimme Worte gefallen seien.

Die Situation belastet ihn. Er sagt: Er würde gerne aus Fehlern lernen. Aber er weiß überhaupt nicht, was er falsch gemacht haben soll.

Er sagt: „Ich fühl mich wie ein Verbrecher. Ich hab Albträume deswegen.“

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Das steckt dahinter: Es ist für Streamer tatsächlich ein Problem, dass Twitch nicht die genauen Gründe für einen Bann nennt. Das tun sie offenbar aus juristischen Gründen nicht. Twitch macht sich angreifbar, wenn der genaue Vorfall offiziell bekannt ist.

Der Streamer DrDisrespect und seine Community rätseln bis heute, warum der vor einem Jahr von Twitch gebannt wurde. In vielen Fällen wissen Streamer aber genau, wenn sie eine Regel gebrochen haben und rechnen fest mit einem Bann. Wenn aber hier wirklich im Handels-Chat etwas zu sehen war, dass Ziqo gar nicht mitbekommen hat, ist so ein Bann aus heiterem Himmel bitter.

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Streamer wird entbannt – nach öffentlicher Empörung

Update 26.1. 10:00 Uhr: So ging das aus: Die Geschichte nahm noch ein gutes Ende: In der Nacht vom 25.1. auf den 26.1. hat Twitch den Bann des Streamers Ziqo zurückgenommen. Der Bann sei „inkorrekt“ ausgesprochen worden, heißt es.

Offenbar hat der Fall in der Community für so viel Wirbel gesorgt, dass Twitch sich das noch mal angesehen und entschieden hat, dass der Bann ein Irrtum war.

Eine genaue Begründung, warum er gebannt wurde, fehlt Ziqo aber weiterhin.

Der Streamer glaubt mittlerweile: Der Bann könnte daran liegen, dass man sich bei Twitch verhört hat. In einem Stream sagte Ziqo: „Fuck it“ also „Scheiß drauf“ – er vermutet, bei Twitch könnte man „Faggot“ verstanden haben, eine abwertende Bezeichnung für Homosexuelle im Englischen. Das ist ein typisches Wort, für das man auf Twitch gebannt wird.

Wie negativ sich ein permanenter Twitch-Bann auf die Verfassung eines Streamers auswirken kann, hat DrDisresepct im Oktober 2020 in einem Video erklärt:

Dr Disrespect kommt auf den Twitch-Bann nicht klar, hat echte Probleme

Quelle(n): dexerto
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Breakkblade

Und wie immer beweist twitch das die Plattform schmutz ist… Nichtmal twitch weiß mehr warum leute gebannt worden sind… Ist doch lächerlich

Zuletzt bearbeitet vor 29 Tagen von Breakkblade
Homez

Ich verstehe das Problem nicht. Mittlerweile sollte jedem Streamer klar sein bei welcher Plattform er sich da aufhält und wie diese sich gerne mal verhält. Sie wollen nicht reguliert werden und unterwerfen sich dem System von twitch…der Bann ist dann wohl Berufsrisiko.

Matti1987

Twitch gehört doch Amazon, Amazon will in Zukunft seine Spiele via Streamer vermarkten und WoW ist der ungeliebte Konkurent für New World. Zudem sind sie ja auf Asmongold als WoW-Streamer mit großer Reichweite zugekommen und er hat für New World schon gestreamt, also ich sehe das so, jeder Streamer der ein anderes Spiel was nicht von Amazon ist spielt und somit also „für die Konkurenz arbeitet“ wird es in Zukunft auf Twitch verdammt schwer haben.

Swing

Sorry aber das ist absoluter Quatsch. Twitch profitiert von der Vielfältigkeit der gezeigten Inhalte und dem breiten Angebot an Content, dem es den Zuschauern bieten kann. Mit einer Diskriminierung nicht hauseigener Spiele würden Sie sowohl Streamer als auch Zuschauer verlieren, die sich dann anderen Plattformen zuwenden würden. Ein Schnitt ins eigene Fleisch.

BoredMarcus

Halte ich auch für nicht wahrscheinlich. Es gibt genug andere ähnliche Vorfälle von nicht nachvollziehbaren Bans, auch solchen die wieder zurückgezogen wurden, die nichts mit WoW zu tun haben.

Stephan

Gibt’s da keine Gewerkschaft unter den Streamern?

RyznOne

Schon interessant. Als Marktführer hat twitch keine Partner sondern sklaven, die von ihnen abhängig sind und mit denen sie machen können was sie wollen. Makaber aber Realität

fanta

Wenn ich schön lesen muss „Ich schwör..“ – Genug der Worte

Nightstalker314

Wir reden von einem Gaming Streamer, nicht von Just Chatting.

Nudelz

Ist wie überall: Ohne Regulierungen drehen die Firmen am Rad. Hier muss ein internationales Organ für die Kontrolle und Umsetzung von Regeln her.

Thyril

Willkürlicher Laden

MadKiefer

Ohne Witz, ich bin der gleichen Meinung, wie Xash: es wird Zeit, dass sich die Großen (egal welches Landes) zusammen tun und Twitch den Rücken kehren. Der Laden ist so verrückt, genauso wie Facebook und Twitter mittlerweile.

Jada

ALs ob die diese sichere geldquelle einfach liegen lassen, besonders die deutschen sind geldgeil ohne ende.

Mark

Und du arbeitest ohne bezahlung oder bist du auch so Geldgeil?

Jada

Arbeiten ist hier das Stichwort, nenn mal nen Streamer der wirklich arbeiten tut und mit Geldgeil mein ich das drum herum. Kinder abzocken mit überteuertem und gefährlichen Koffeinpulver ist da noch das harmloseste, wer das verteidigt oder gut findet ist genau so schmutz.

Mark

Wer nicht deiner Meinung ist ist also Schmutz. Alles klar damit hat sich eine Diskussion mit dir erledigt.

Freigeschaltet

Ganz so einfach ist das ganze nicht mehr. Für die großen Streamer ist Twitch nicht mehr das Hobby was es mal war. Es ist ihr Beruf geworden. Und dabei darf man nicht vergessen hinter den großen Streamern steckt eine Firma, die Jungs haben Angestellte. Die haben eine Verantwortung denen gegenüber. Wenn du denkst sie machen das aus Geldgier stimmt das nicht immer.

Xash

Es wundert mich immer wieder das twitch bei all seinem Quatsch den es verzapft und wie es seine grössten „Helden“ mit Füssen tritt, ein solcher Erfolg ist.
twitch sorgt fast nur noch für Kontroversen und nicht mehr, wie vor Jahren, für echte Begeisterungsstürme…
Sollten halt alle Grössen sich zusammen tun und entweder was Neues auf die Beine stellen oder wechseln aber da sind sie sich dann doch zu schade für…

quick.n.dirty

Genau das!!!

Zord

Ich glaube das Mixer debakel ist hier noch zu vielen frisch in Erinnerung. Wenn es ein Konzern wie Microsoft mit Millionen Investitionen und einigen der damals größten Streamern nicht schaft Twitch Konkuren zu machen, dann schaffen es auch nicht die aktuellen Größen so einfach. Schon der Versuch sowas auf die Beine zu stellen kann dazu führen das man von Twitch gebannt wird und damit plötzlich ohne Einkommen da steht, wie man hier ja wieder sieht muss der wahre Grund ja nicht genannt werden.

Thyril

Sind nicht zu schade für – sind einfach abhängig von den Einnahmen.

Xash

Von den Grossen ist KEINER von den Einnahmen abhängig!
Die könnten alle problemlos von heute auf morgen dicht machen, nie wieder arbeiten gehen und dennoch ein wundervolles Leben haben von denen die meisten Leute nur träumen könnten!
Und von genau denen sprach ich.

BoredMarcus

Das stimmt zwar, aber es ist wohl ziemlich offensichtlich, dass Twitch eben auch nicht von den Grossen abhängig ist. Wenn man überlegt wer alles zu Mixer, YT gegangen ist oder ban – Probleme hatte. Und Twitch schlägt indessen alle Rekorde. Wenn ein Grosser geht, dann wird halt ein anderer groß auf der Plattform.
Mal davon abgesehen, dass sie vielleicht nicht von den Einnahmen abhängig sind, aber wer will schon mit 25 in Rente gehen. Die wollen halt scheinbar schon weiter streamen.

Compadre

Eigentlich recht einfach. Wenn dein Arbeitgeber mitbekommt, dass du dir ein Konkurrenzunternehmen aufbauen möchtest, bist du wohl unten durch und bekommst so schnell auch keinen Fuß mehr in die Tür.

Wenn dann das Konzept des Konkurrenzunternehmens floppt, was durchaus passieren kann, da es ja sogar ein Weltkonzern wie Microsoft mit Mixer nicht hinbekam, die es wohl mit aller Macht hinbekommen wollten, dann stehst du schnell mit leeren Händen da. Und da sich viele Streamer mittlerweile ihren Lebensunterhalt damit verdienen, wären sie relativ dumm, in die Hand zu beißen, die sie nährt.

Unabhängig davon, wäre ich ja mal gespannt, wie eine solche Plattform aussehen würde, bei dem die Streamer selbst die Verhaltensregeln vorgeben und überwachen würden. Das wäre schnell eine Muppet Show.

Zuletzt bearbeitet vor 29 Tagen von Compadre
Xash

Also mit Mixer hat MS ja so ziemlich alles falsch gemacht was sie nur konnten.
Man kann eben nicht einfach mal ein paar Grössen kaufen und tadaa, man hat Erfolg. So einfach ist das nicht.
Und ein paar wenige Zugpferde reichen eben nicht aus, wie man deutlich sah.
Die hätten da ganz fett klotzen müssen, mit hunderten grossen Streamern, am besten alles was sie bekommen können in der Top 250. Dann hätte es eventuell klappen können!
Und Mediale Presenz, die hat gefehlt. Bis ich mitbekam das es Mixer überhaupt gab, war´s schon fast wieder zu.

Und naja, „die Streamer“ an sich würden sich wohl nie einig werden. Aber hinter denen stehen Leute mit Ahnung und DIE würden sich schon einig werden, da bin ich mir ziemlich sicher.

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