Das neue Call of Duty: Black Ops Cold War hatte seinen weltweiten Release und MeinMMO stellt euch die ersten Reaktionen zum Multiplayer-Modus des diesjährigen CoDs vor.
Seit wann kann man spielen? Das neue Call of Duty: Black Ops Cold War öffnete heute Morgen um 6 Uhr (13. November) seine digitalen Pforten für die Spieler der Welt.
Einige Streamer und Content Creator durften jedoch schon früher ran und spielen schon ein paar Tage das neue Black Ops, ohne jedoch auf die Multiplayer-Server zugreifen zu können.
Seit 15 Uhr gestern Nachmittag stehen die Server offen und auch normale Spieler in Neuseeland konnten schon etwas früher ran. Einigen nutzen das, um selbst früher spielen zu können. MeinMMO hat sich deshalb direkt etwas umgeschaut und die Eindrücke der ersten Stunden von Cold War für euch gesammelt.
Spieler werden von technischen Problemen geplagt
Was sagen die Spieler? Als Cold War heute Morgen für alle online ging, kam es zu einigen technischen Problemen. So schalteten sich PS4-Controller ab, manche konnten nicht auf ihr Waffenbaupläne zugreifen und die erste Stunde war geplagt von Server-Problemen:
- @dedmeat69 auf Twitter: “Auf der PS4 haben sich bei mir und meinen 4 Freunden alle Controller disconnected. Man muss die Konsole dann neu starten.”
Got me waiting 49 days to get in pic.twitter.com/De36kGMchc
— towers (@towers_eu) November 13, 2020
Die technischen Probleme der Server scheinen sich jedoch nicht auf die deutsche/europäische Region auszuwirken. Wir konnten direkt zum Start spielen und hatten keine Probleme, ins Spiel oder ein Match zu kommen. Das liegt möglicherweise an dem frühen Release. In den USA gingen die Server teilweise noch am 12. November in den Abendstunden online, während hier um 6 Uhr morgens weniger Spieler auf die Server drängten.
Die ersten Stunden wurden dadurch jedoch von starkem negativem Feedback begleitet. Auf Twitter lassen sich verhältnismäßig wenig Tweets finden, die sich positiv über den Release äußern. Veteranen kennen die Probleme zum Launch eines CoDs, das macht es allerdings nicht besser, dass die Server jedes Jahr auf neue zum Release in die Knie gehen.

Ist Warzone eine Gefahr für CoD: Cold War?
Hört im MeinMMO-Podcast eine Diskussion rund um den Release von Call of Duty: Black Ops Cold War. Wird die Integration von Cold War in der erfolgreichen Warzone gelingen?
Viele Verbesserungen aber wenig neuer Content nach Beta
Was sagen Content Creator? YouTuber und Streamer konnten schon etwas länger auf die Server zugreifen und sich untereinander die ersten Kugeln um die Ohren feuern. Die CoD-Experten TheXclusiveAce und Drift0r haben schon englische Videos mit ihren ersten Eindrücken veröffentlicht.
Das sagt TheXclusiveAce: Der YouTuber TheXclusiveAce bemängelt auf seinem Kanal vor allem die geringe Anzahl der Maps. Insgesamt bietet Cold War nur 8 Multiplayer-Maps für 6vs6-Matches, was ihm zu wenig ist. Besonders, weil es 4 davon bereits in der umfangreichen Beta gab und 2 nur kleinere Versionen der 12vs12-Maps, die es ebenfalls schon in die Beta geschafft hatten.
Mit der Entwicklung seit der Beta ist er zufrieden: Sichtbarkeit der Feinde, Waffen-Handling, Aim-Assist – bei vielen Punkten, die ihn in der Beta gestört haben, waren als spürbare Verbesserungen zu bemerken. Doch über den geringen Content-Umfang zum Release kann er nicht hinwegsehen und sieht das als größtes Problem zum Release. Er meint, obwohl CoD MW nur 6 6vs6-Karten bot, gab es hier dafür ausreichend Content drum herum, was er bei Cold War nicht so empfindet.

Das sagt Drift0r: So wie Ace hatte auch Drift0r seine Probleme in der Beta-Phase – Er hatte keinen Spaß. Hier kam es zu teils heftigen Server-Beeinträchtigungen während der Matches, von denen nach Release aber keine Rede mehr ist. Auch Drift0r sieht die Entwicklungen nach der Testphase als positiv, spricht in seinem englischen YouTube-Video aber auch über den geringen Content.
Er verweist auf die Roadmap der Season 1 und den Release von CoD MW in 2019. Durch die Seasons kamen hier viele Maps hinzu und schon kurz nach Release sprach kaum jemand mehr davon, dass Modern Warfare so wenige 6vs6-Maps bot wie noch keine anderes CoD vorher.
Was er allerdings als negativ ansieht, ist die Performance des Spiels auf dem PC. Drift0r ist erst vor kurzem auf eine Dual-PC-Lösung umgestiegen und nutzt jetzt zum Streamen 2 PCs – einen zum Zocken und einen zum Streamen. Doch selbst mit seinem starken PC, der nicht mehr durchs Streamen belastet wird, hatte er Probleme mit seiner Framerate.
Besonders auf der großen Ozean-Map “Armada” gingen seine Frameraten auf bis zu 40 FPS runter, obwohl er mindestens mit stabilen 100 FPS gerechnet hatte. Man muss aber dazu sagen, dass er ziemlich hohe Grafikeinstellungen gewählt hat und auf 1440p spielte. Auch hier erwartet er mit den nächsten Patches eine Besserung.
Zusammenfassung Release-Eindruck
- Spieler haben teilweise Probleme mit den Servern
- Die Performance auf dem PC könnte besser sein
- Der Release-Content lässt zu wünschen übrig
- Das Spiel hat große Schritte in die richtige Richtung nach der Beta gemacht
TheXclusiveAce meint, dass man auch in diesem Jahr zum Release den “Games-as-a-Service”-Ansatz der neuen CoD-Generationen erkennen kann. Das Spiel wirkt für ihn noch etwas unrund, wie auch Modern Warfare zum Start. Doch er ist zuversichtlich, dass sich der Zustand des Spiels in den nächsten Wochen noch verbessern wird.
Der geringe Content zum Release könnte auch etwas mit der Corona-Situation zu tun haben, die viele Arbeitsabläufe in 2020 durcheinander bringen und auch vor Spiele-Entwicklern nicht halt machen. Doch für Spieler, die aktiv an der Beta teilgenommen haben, gibt es im 6vs6 eigentlich nur 2 neue Maps und das ist für einen vollen Release doch recht wenig.
Persönliches Fazit: Besser als die Beta, aber nur 2 neue Maps für 6vs6?
Wer spricht da? Ich bin Maik Schneider und für MeinMMO vor allem im Bereich Shooter und Call of Duty unterwegs. Ich stieg mit CoD 5 (2008) vor vielen Jahren in den Multiplayer ein und spielte seitdem jeden Teil ausgiebig, der auf Robotik-Features verzichtete – so wie auch Cold War. Im letzten Jahr war besonders die Warzone mein Favorit, in der ich hunderte Stunden auf der Jagd nach dem nächsten Sieg unterwegs war.
Mein Wunsch wurde erfüllt: Server-Probleme hatte ich heute Morgen nicht und auch mein Controller auf der PS4 machte keinen Stress. Was mich am meisten gestört hat, waren die vielen Spieler, die bereits auf höherem Level waren und entsprechend schon viel besser mit dem neuen CoD klarkamen als ich. Kurz nach dem Aufstehen hätte ich mir etwas Schöneres vorstellen können.
Doch ich sah direkt die Verbesserung, die ich mir im Vergleich zur Beta gewünscht habe – eine bessere Sichtbarkeit der Gegner. Das war in der Test-Phase meiner Meinung nach eines der größten Probleme, da man selbst Feinde in Bewegung in dunklen Bereichen oder Hintergründen, die den Farben der Operators entsprachen, nicht direkt erkennen konnte. Das war sichtbar besser, wenn auch noch nicht optimal.
Insgesamt ging ich nach den ersten Matches mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel und freue mich auf das Wochenende, um die Maps und Modi durchzugrinden. Auch, wenn der neue Content im Vergleich zur Beta tatsächlich eher mager ausfällt und meine Freude etwas schmälert.

Maik Schneider
Freier Autor bei MeinMMO
Aber Call of Duty: Black Ops Cold War besteht ja nicht nur aus dem Multiplayer. Auch der Zombie-Modus und die Story-Kampagne sind ein wichtiger Bestandteil. Wenn ihr euch etwas zur Kampagne von Cold War ansehen wollt, schaut beim YouTube-Video der GameStar-Kollegen vorbei. Für sie ist die Kampagne anders, aber verdammt gut.
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