LoL-Designer beleidigt Streamer, arbeitet nun wohl nicht mehr für Riot

League of Legends (LoL) hat immer wieder mit dem Ruf zu kämpfen, ein Spiel mit einer extrem toxischen Community zu sein. Am Wochenende verstärkte selbst einer von Riots Mitarbeitern dieses Bild. 

Update 3. Oktober, 16:20 Uhr: Der LoL-Designer Aaron „Sanjuro“ Rutledge scheint nicht mehr länger für Riot zu arbeiten, nachdem er auf Discord über den Streamer loltyler1 lästerte. „Der Streamer würde eh an einer Kokain-Überdosis und Hodenkrebs sterben“.

Die britische Seite PCGamesn berichtet, dass ein Facebook-Screenshot auftauchte, der die Beendigung der Zusammenarbeit mit Riot bestätigen könnte. Rutledge schrieb auf seinem persönlichen Facebook-Account einen Status mit der Ankündigung, dass er nicht mehr länger für Riot arbeite. Zusätzlich sagt auch Rutledges LinkedIn-Profil, dass er seit Oktober 2017 das Arbeitsverhältnis mit Riot beendet hätte.

Es hat den Anschein, dass Riot den Vorfall in der Versenkung verschwinden lassen möchte. Mehrere Reddit- und Foren-Postings zu dem Vorfall wurden gelöscht. Auch der Beschwörer-Name „RiotSanjuro“ ist von den Nordamerikanischen Servern verschwunden. Rutledge hat seine Twitter- und Reddit-Accounts gelöscht.

Originalmeldung:

Aaron „Sanjuro“ Rutledge ist der Lead-Experience-Designer von Riot Games, der Firma hinter LoL. Er schimpfte im Discord-Channel des LoL-Subreddits über den Streamer loltyler1.

Der Streamer ernannte sich selbst zum toxischsten Spieler in ganz Nordamerika und machte daraus sein Markenzeichen. Loltyler1 erhielt von Riot wegen seines toxischen Verhaltens sogar eine permanente Sperre für League of Legends.

Mittlerweile schwört loltyler1, sich zum Besseren gewendet und sein toxisches Verhalten aufgegeben zu haben. Riot gab dem Streamer daraufhin das Recht zurück, Accounts für League of Legends erstellen zu dürfen.

tyler1
Loltyler1 – Das Bild stammt vom Twitter-Kanal des Streamers. 

Der Lead-Designer Sanjuro scheint allerdings noch immer einen Groll gegen loltyler1 zu hegen.

Auf der Kommunikations-Plattform Discord beschimpfte Sanjuro den Streamer mit heftigen Worten: „Es ist ok, er wird sowieso an einer Kokain-Überdosis oder Hoden-Krebs von all den Steroiden sterben … danach sind wir gucci“.

Andere Nutzer reagierten auf diese Aussage mit Missbilligung und empfanden das Verhalten des Riot-Mitarbeiters als unpassend. Sanjuro sah sich erst mal im Recht. Loltyler1 habe ihm in der Vergangheit so viel Ärger bereitet, dass er viele Stunden seiner Arbeitstage nur mit dem Streamer beschäftigt gewesen sei. Auf Imgur sind Screenshots von Sanjuros Aussagen zu finden. 

Später kam die Einsicht. Auf Reddit teilte Sanjuro mit, dass seine Aussagen persönlicher Natur waren und er diese niemals mit einem Riot-Tag hätte posten dürfen. Des Weiteren bat er die Community, einen Live-Chat nicht aus dem Kontext zu zitieren. 

Lol Singed

Letztendlich formulierte Sanjuro eine Entschuldigung: 

„Letzte Nacht zeigte ich ein falsches Beurteilungsvermögen und möchte mich mit ganzem Herzen für meine Aussagen entschuldigen. Sie haben eine Grenze überschritten und niemand von Euch verdient es, so etwas zu hören, vor allem nicht von einem Rioter. Ich werde eine Auszeit von Reddit, Discord und dem Game-Chat nehmen, um zu reflektieren, wie ich mit Spielern kommuniziere.“

Riot zeigte sich auf Reddit verärgert über Sanjuros Verhalten und entschuldigte sich ebenfalls bei loltyler1 und der Community. So etwas sei nicht ok und man würde intern Maßnahmen ergreifen. Inzwischen ist das reddit-Konto von Sanjuro gelöscht.


Zu toxisch, zu viel Boosting – Riot bannt 16 LoL-Profis

Autor(in)
Quelle(n): pcgamesn
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terratex 90
terratex 90
2 Jahre zuvor

wieder was gelernt. beim nächsten mal überlegt er zweimal bevor er im namen von seinem arbeitgeber andere leute ziemlich heftig beschimpft

Dennes Alps
Dennes Alps
2 Jahre zuvor

finde es echt traurig das eine toxische community mehr wert ist als die eigenen mitarbeiter
man mus jetzt nicht mit der axt im walde auf die user rumhacken nun

aber man sollte die ätzenden user viel mehr in ihre schranken weißen
wer soll das schon sein
ein streamer weniger
gibt trotzdem genug

Daxter
Daxter
2 Jahre zuvor

Er hat Recht, mein Gott, wäre ein Spinner bei Lol weniger, soll er doch Dota 2 spielen gehen, aber nein weil er Streamer ist darf er das und ist anscheinend wichtiger als zahlende Kunden.

Lootziffer 666
Lootziffer 666
2 Jahre zuvor

naja. was soll man dazu sagen. ich habe den LoL-Abschaum bereits in Aktion gesehen. ich würde vermutlich schon lange nicht mehr bei denen arbeiten, weil ich mir nich alles Konterfrei bieten lasse. Klar muss er das Gesicht der Firma wahren, aber ich kanns nachvollziehen.

Jyux
Jyux
2 Jahre zuvor

Kindergarten.

Flitzpiepe
Flitzpiepe
2 Jahre zuvor

Ich für mein Teil kann sagen, das ich auf Twitch Streamer im LoL Bereich beobachtet habe, die sich schlimmer verhalten als Tyler. Dessen ungeachtet habe ich in der Vergangenheit vernommen das Tyler Autist sein Soll? Wie dem auch sei, Leben und Leben lassen.

Alzucard
2 Jahre zuvor

Unpassendes verhalten? Es ist doch wahr, dass son typ gesperrt gehört. Ich hätte ihm niemals das recht zum spielen wiedergegeben.

terratex 90
terratex 90
2 Jahre zuvor

gehört sich trotzdem nich. als private person kann er das ja machen wenn er frust rauslassen will aber als mitarbeiter einer firma solche worte öffentlich posten… kann froh sein wenn sie ihn nicht raushauen

Nookiezilla
Nookiezilla
2 Jahre zuvor

Ja, unpassendes Verhalten.
Schon mal was von Professionalität gehört? Ein MA verkörpert im Dienst nun mal seinen AG. Und da er das mit seinem RIOT Tag machte, war er praktisch im Dienst, egal ob er da nun Frei hatte, oder tatsächlich im Dienst war oder sonst was.

Und ich glaube nicht, dass hier jemand was gegen seine Sperre gesagt hat, es doch rein um die beleidigenden Aussagen des Mitarbeiters.

Simon Hartmann
Simon Hartmann
2 Jahre zuvor

das stimmt, allerdings hat man den Eindruck, dass manche Streamer wenn sie live sind viele Freiheiten haben auch gegen die Entwickler zu schimpfen. Wenn den Entwicklern dann aus Zorn sowas rausrutscht, ist das manchmal (vielleicht) auch verständlich. Irgendwie müssen beide Seiten vor Beleidigung geschützt werden…

Nookiezilla
Nookiezilla
2 Jahre zuvor

Zum Teil ist es „verständlich“, aber dann liegt es eben am Mitarbeiter, wie bereits erwähnt, Professionalität am Tag zu legen und sich nicht so baiten zu lassen.

Gerade da so etwas nicht zum ersten Mal passiert und auch bereits andere gekündigt worden sind, als ob sich so etwas nicht rum spricht, gerade innerhalb der Szene.

Mndsch3in
Mndsch3in
2 Jahre zuvor

Das schlimme an der ganzen Sache ist doch die, das er recht hat. sad

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