Ihr habt gewählt: Hier ist die schlechteste WoW-Erweiterung aller Zeiten

WoW hatte viele gute, aber auch einige schlechte Erweiterungen. Doch welche Zeit war die schrecklichste? Ihr habt abgestimmt und hier ist das Ergebnis.

Vor einigen Tagen hatten wir gefragt, welche Erweiterung von World of Warcraft unsere Leser auf MeinMMO als die bisher schwächste empfunden haben. Jetzt ist genug Zeit verstrichen und wir haben ein Ergebnis, das sogar relativ deutlich ausfällt. Auch wenn Endergebnis zwar keine riesige Überraschung ist, hat man es nun doch mal schwarz auf weiß, was die WoW-Spieler unserer Seite so denken. Mehr als 5.000 von euch haben an der Umfrage teilgenommen.

Platz 5: Legion

WoW Legion Varian Cinematic
Nur 4 % fanden, dass die Legion-Zeit die schlimmste war. Eigentlich ein gutes Ergebnis, oder nicht?

Auch wenn Platz 5 der „schlechtesten Erweiterungen“ von WoW schon bedrohlich klingt, sollte man dennoch beachten, dass Legion lediglich 4% der Stimmen (211 Personen) auf sich vereinen konnte. Legion wurde grundsätzlich als eine sehr gute Erweiterung angesehen, die zu Beginn ein tolle Progress-System mit den Artefaktwaffen enthielt und spannende Raids bereithielt.

Ein großer Kritikpunkt von Legion waren jedoch die legendären Gegenstände und wie man sich diese erspielen konnte. Viel hing vom Zufall – das störte zahlreiche Spieler. Frust kam auf, wenn das „Best in Slot“-Legendary einfach nicht droppen wollte.

Platz 4: Cataclysm

WoW Deathwing Wallpaper
Cataclysm war kontrovers und es ist heute noch.

Mit 14% der Stimmen (718 Personen) ist Cataclysm locker auf dem 4. Platz gelandet und das hat gleich mehrere Gründe.

Zum einen hat die Überarbeitung der alten Spielwelt nicht allen gefallen. Die World of Warcraft, wie Spieler sie seit Jahren kannten, gab es nicht mehr. Quests, Gegenstände und ganze Gebiete verschwanden oder wurden umstrukturiert – und das mitunter nur halbherzig. Einige Gebiete wirkten kaum verändert und bekamen nur minimale Anpassungen, während andere Zonen grundlegend neu erschaffen wurden.

Unvergessen ist leider auch der letzte Raid gegen Todesschwinge. Der Bosskampf wurde von vielen als Enttäuschung gesehen, da es kein klassischer Kampf gegen einen Drachen, sondern eine Schlacht gegen Tentakel, Schuppen und Pusteln war.

Platz 3: Mists of Pandaria

wow garrosh pandaria
Pandaria brachte die Pandaren – das war einigen zu viel Kuschelwuschel. Wenigstens Garrosh hat aufgeräumt.

Mit knappen 15% (779 Personen) landet Mists of Pandaria auf dem dritten Platz der unbeliebtesten Erweiterungen.

Der größte Kritikpunkt an Pandaria war damals zum Release die Optik. Viele konnten sich mit dem asiatischen Stil nicht anfreunden. Auch wurde negativ angemerkt, dass die Pandaren als „Kung-fu-Panda“-Verschnitt doch unpassend wären und die World of Warcraft zu stark verniedlichen würden.

Auch wenn viele inzwischen positive Erinnerungen an MoP haben, wie etwa das tolle Gefühl der einzelnen Klassen oder die schönen Landschaften, bleibt die Einführung von Pandaren und einer massiv asiatisch geprägten Spielumgebung bis heute ein heiß diskutierter Punkt unter den Fans. Häufig hört man: „Als die Pandas kamen, ging es mit WoW bergab.“

Das ging auch mit der Abschaffung der „richtigen“ Talentbäume einher, die von vielen noch heute vermisst werden.

Zuletzt hat noch so manch einer eine grausige Erinnerung an die letzten Monate von MoP. Denn der finale Raid „Belagerung von Orgrimmar“ war über ein Jahr lang aktiv und hing den Spielern am Ende gehörig zum Hals raus

Platz 2: Warlords of Draenor

WoW Nerzhul Cinematic Orc Warlord
Warlords of Draenor – Platz 2 der unbeliebtesten Erweiterungen.

Mit deutlich mehr Prozenten der Stimmen schafft es Warlords of Draenor auf einen fragwürdigen zweiten Platz. 29% (1.471 Personen) von euch fanden die Reise in die Vergangenheit der Scherbenwelt schrecklich. Das hatte viele Gründe, die schon zum Start der Erweiterung offensichtlich wurden und im Laufe der Monate noch mehr zunahmen.

WoD hat eindrucksvoll gezeigt, was geschieht, wenn ein kleines Nebenfeature zu wichtig wurde. Die Garnison in Draenor bescherte so viel Gold und Ressourcen, dass Spieler oft nichts anderes machten, als ihre Anhänger-Missionen zu organisieren. Das alleine wäre wohl nicht so problematisch gewesen, hätte es Alterantiven gegeben. Doch die gab es in der offenen Welt kaum – eher langweilige „Daily-Gebiete“ mit enttäuschenden Belohnungen sorgten dafür, dass kaum jemand die Garnison verließ, wenn er nicht gerade Dungeons oder Raids besuchen wollte.

Auch andere Kleinigkeiten sind eher in negativer Erinnerung geblieben – man denke nur an den „Twitter-Patch“, dessen größtes Feature die SELFIE-Kamera mit Twitter-Integration war.

Zuletzt sorgte das überhastete Ende von WoD für harsche Kritik. Die Story wurde nicht sinnvoll beendet, viele Handlungsstränge fallengelassen oder unlogisch miteinander verknüpft. Das macht Warlords of Draenor für viele noch heute zur schlechtesten Erweiterung – doch den tatsächlichen „Thron“ hat ein anderes Addon geholt …

Platz 1: Battle for Azeroth

Battle for Azeroth kam zu früh – das hat für viel Unmut gesorgt.

Eher wenig ruhmreich landet die aktuellste Erweiterung von World of Warcraft, Battle for Azeroth, auf dem ersten Platz der unbeliebtesten WoW-Addons. Satte 34% (1.693 Personen) von euch, also mehr als jeder dritte, empfand BfA als das schwächste aller Addons.

Das begann strenggenommen schon mit dem Beta-Test des Addons. Azerit-Rüstung sorgte für harsche Kritik, weil sie die Spieler zu sehr einschränkte. Jede Spezialisierung brauchte neue Ausrüstung und die Verteilung dieser speziellen „Azerit-Fähigkeiten“ war auch noch semi-permanent. Wer mehrere Rollen ausfüllen musste, brauchte also mehrere Item-Sets und konnte bestehende Rüstung nur mit massiv steigenden Goldkosten anpassen.

WoW Poll worst expansion results
Battle for Azeroth hat die Nase vorn – leider kein guter Erfolg.

Doch auch die großen Features der Erweiterung blieben hinter den Erwartungen zurück. Das Aushängeschild der „Kriegsfronten“ entpuppte sich schon bald als recht eintönige PvE-Schlacht, die nach dem ersten Mal recht langweilig war – der Grund, warum wohl auch nur eine zweite Kriegsfront kam, bevor der Feature eingestellt wurde.

Auch die Insel-Expeditionen waren rasch nur noch ein „Grind-Fest“, von der PvP-Variante mal abgesehen. Es hatte wenig mit Erforschung und dem Gefühl des Entdeckens zu tun. Stattdessen war es ein Wettlauf auf Zeit, so viele Gegner wie möglich zusammenzuziehen, um diese dann wegbomben zu können. Einige mochten das, viele langweilten sich schrecklich.

WoW Wallpaper Alliance Heroes Battle for Azeroth

Selbst, wenn Blizzard mit jedem Patch viele dieser Fehler behob, half das nur wenig. Gleichzeitig wurden nämlich neue Systeme eingeführt, die neue Probleme mit sich brachten. Sei es die Azerit-Essenzen aus Patch 8.2, die man für jeden Charakter neu farmen musste oder das Verderbnis-System aus Patch 8.3, das komplett aus dem Ruder lief und viele Klassen ad absurdum führte. Bedauerlich, dass ausgerechnet die unbeliebteste Erweiterung am längsten läuft.

Was lernen wir daraus? Die neueren Erweiterungen sind bei vielen Spielern eher unbeliebt. Das kann viele Gründe haben – am meisten aber wohl der Wandel. Bei all der Kritik darf man nicht vergessen, dass selbst die unbeliebtesten Erweiterungen Neuerungen mit sich brachten, die wegweisend waren und noch heute von Nutzen sind. Warlords of Draenor brachte die Überarbeitung der Charakter-Modelle, Battle for Azeroth zahlreiche neue Spezies als Verbündete Völker und einige der besten Cinematics, die WoW je hatte. Vielleicht ändert sich unser Blick auf die Vergangenheit in ein paar Jahren.

Es bleibt zu hoffen, dass die nächste Erweiterung Shadowlands möglichst viele Spieler zufriedenstellt – das würde World of Warcraft und seinen Fans richtig gut tun.

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Sorahja

Bei all der Kritik darf man nicht vergessen, dass selbst die unbeliebtesten Erweiterungen Neuerungen mit sich brachten, die wegweisend waren und noch heute von Nutzen sind. Warlords of Draenor brachte die Überarbeitung der Charakter-Modelle, Battle for Azeroth zahlreiche neue Spezies als Verbündete Völker und einige der besten Cinematics, die WoW je hatte.“
Wegweisend ernsthaft? Das sind sogar noch größere mistakes!
Wer gleich aufschreien will sollte 2sec nachdenken…

TNB

Die Qualität der Cinematics sind natürlich extrem wichtig bei einem MMO 😀

Gwildor

Das wird doch immer über das aktuellste Addon gesagt wenns schon ewig läuft, kurz bevor ein neues kommt.
Cata, Pandaria, Warlords, Legion, jetzt halt der Kampf ums Azeriiiiith.

Scaver

Also WoD und auch Cata waren definitiv schlechter als BfA.
Aber selbst wenn BfA das beste von allen AddOns gewesen wäre, wäre es aktuell in den Top 3 der schlechtesten Erweiterungen gelandet, da zum Zeitpunkt der Umfrage jeder irgendwie kein großer Fan mehr von BfA ist, weil man in der Content Dürrer der Endphase festhängt. In der Phase kam noch nie ein AddOn gut weg. Und bei BfA kommt jetzt gerade noch das Verderbnis System dazu, dass alle verfluchen… weil sie da eben nichts in den Ar*** geschoben bekommen!

Belpherus

Also über die Top Platzierung kann ich wenig Argumentieren, obwohl ich finde das BFA besser war als WoD. BFA hatte zwar massive Probleme, aber es hatte zumindest was geboten. WoD kann man kaum ein vollständiges Addon nennen, die Garnisonen waren da nicht mal das Hauptproblem. Es gab einfach nichts zu tun. Wenn man nicht aktiv geraided hat gab es eigentlich keinen Grund WoW zu spielen während WoD.

Saigun

Oh doch. Als PvP Spieler war wod das paradies. Du hast dir alles was du gebraucht hast farmen können ohne die bg’s verlassen zu müssen. Das bg gear war top! Das Arenagear nur wenig besser. VZ Mats konntest dir erfarmen indem du die pvp items in der garni zerlegt hast und juwe mats gabs in der hauseigenen mine. Ich habe seit wotlk kein Addon soviel gespielt wie wod. Es war wirklich das einzige Addon wo ich mich als pvp Spieler nicht wie das fünfte Rad gefühlt habe.

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