Das neue Spiel Predator: Hunting Grounds (PC, PS4) wird zwar von Sony vertrieben, aber startet ungewöhnlich schwach. Erste Tests auf Metacritic fallen mäßig aus, auch auf Twitch bleibt der Erfolg aus, den man sich vielleicht vom Multiplayer-Game erhofft hat.
Das ist das Spiel: Predator: Hunting Grounds ist ein asymmetrisches Multiplayer-Spieler:
- ein Spieler ist der Killer, der spinnenähnliche Predator. Er ist ein unerbittlicher Jäger und setzt auf außerirdische Hightech-Technologie
- die anderen 4 Spieler werden zu Marines, die eigene Aufgaben erledigen und ein Drogenkartell im Dschungel ausheben müssen
Das Spiel kam am 24.4.2020 in den Handel, es kostet etwa 40€.
„SF-Version“ von Sommerhit 2017
Das war die Hoffnung: Entwickler Illfonic landete 2017 mit einem ähnlichen Konzept einen Überraschungshit.
Obwohl Friday the 13th: The Game relativ schwache Reviews erhielt (61% via metacritic), ging das Spiel auf Twitch durch die Decke. Das Horror-Spiel kombinierte damals asymmetrische Action mit einer bekannten Film-Marke um einen übermächtigen Killer. Das gefiel den Zuschauern auf Twitch:
- gleich zum Release schauten bei Friday: The 13th damals 125.328 Spieler gleichzeitig zu
- das Horror-Spiel pegelte sich dann relativ weit oben auf Twitch ein. Im Mai 2017 war es Spiel Nr.7 nach durchschnittlichen Zuschauern
- im Juni noch Platz 11 – das hielt sich also eine Weile
Friday: The 13th: The Game wurde ein Überraschungs-Erfolg und ein Sommer-Hit 2017 und das ohne großes Marketing, über Twitch und Mund-zu-Mund-Propaganda.
Die Entwickler selbst sagten später: Reviews seien 2017 nicht mehr so wichtig, die Spiele müssten auf Twitch funktionieren.
Predator versandet auf Twitch
So läuft es jetzt bei Predator: Hunting Grounds: Das SF-Spiel kann auf Twitch nicht an den Erfolg von Friday: The 13th heranreichen:
- In der Spitze sahen zwar 38.593 Zuschauer zu, aber das war ein einsamer Peak, der rasch abfiel.
- Aktuell liegt das Spiel mit 5522 durchschnittlichen Zuschauer auf Platz 51 bei Twitch. Da muss man schon lange scrollen, um das zu finden.
Twitch wäre normalerweise in einer April-Flaute, weil kaum neue Spiele erscheinen. Doch Valorant ist so ein Hit auf Twitch, dass man von der Flaute an neuen Spielen nichts merkt.
Außerdem leben LoL, Fortnite, GTA V, CS:GO und viele andere Games gerade auf.
Metacritic zeigt mäßige Reviews mit 59% für Predator: Hunting Grounds
Das sagen erste Tests zu Predator: Hunting Grounds auf PS4: Die Reviews bei Meta-Critic sind noch schlechter als bei Friday: The 13th vor 3 Jahren. Das neue Spiel hat auf PS4 nur 59%.
Die schlechteste Kritik gab es von „Push Square“ mit 40%. Die sagten, das Spiel hätte eher auf die PlayStation 3 gehört. Es würde einige Stunden Spielspaß bieten, erschöpfe sich aber rasch, weil es zu wenig Inhalt mitbringe. (via Push Square)
IGN, die das Game in der Beta noch gelobt hatten, geben 50%. Predator: Hunting Grounds erlaube es Spieler nicht so ganz, die Machtphantasie auszuleben, ein jagendes Alien zu sein. Das Spiel biete auch kein Top-Gameplay. Es gäbe starke Szenen, aber die seien zu selten. (via IGN)
Game Informer gibt wenigstens noch 73% und empfiehlt das Spiel für „Freunde des Films.“ (via Game Informer)
So werten Spieler:
- Es fehlen die Steam-Reviews, da Predator: Hunting Grounds nur im Epic Games Store zu spielen ist und nicht bei Steam
- Der User-Score bei Metacritic liegt bei 69% um 10 Punkte höher als die Meinung der Kritik
Predator: Hunting Grounds ist brutal und was für Fans der Filme
Das sind die Themen der Fans: Bei den Fans auf reddit wurden in den ersten 4 Tagen nach dem Release vor allem zwei Sachen diskutiert:
- Man diskutiert, ob der Predator zu schwach ist oder ob „Noobs ihn einfach nicht spielen“ können – allgemein könnte der Killer wohl ein bisschen gefährlicher sein, gerade wenn Anfänger als Alien unterwegs sind
- Sonst laben sich die Spieler vor allem an spektakulär brutalen „Finishing-Moves“, in denen sich der Predator das Rückgrat der Opfer holt. Für die filmnahe Brutalität war auch Friday: The 13th gelobt worden. Eine Parallele gibt es also
Vor einer Woche fragten wir auf MeinMMO: Twitch-Hit oder schwaches PS4-Spiel?
Im Moment sieht es so aus, als gelingt es Predator: Hunting Grounds nicht, den Erfolg von Friday: The 13th: The Game zu wiederholen. Da kamen damals wohl einige Faktoren zusammen, die bei Predator: Hunting Grounds fehlen.
Erstaunlich ist vor allem, dass dem Spiel trotz Corona, Spiele-Flaute und einer so starken Marke fast kein Hype vergönnt ist. Der Titel scheint unter dem Radar der meisten Spieler zu sein, so als hätte der Titel noch seine Unsichtbarkeit aktiviert, für die der Predator bekannt ist.

Die Furcht: Asymmetrische Multiplayer-Spieler, denen schon zum Start die Spieler fehlen, hatten bislang keinen guten Lauf.
So erschien Evolve 2015 und fand einiges an Anerkennung und Lob. Doch so richtig Fuß fasste das Spiel nie. 2018 gingen bei Evolve die Lichter aus. So mancher Fan vermisst die Monsterhatz noch heute.
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