Spieler verklagen MMORPG ArcheAge, erhalten 420.000$ Schadenersatz

2015 zog eine Gruppe von Spielern in den USA vor Gericht und verklagte das MMORPG ArcheAge wegen „False Advertising“ und Lootboxen. Nun, mehr als 4 Jahre später, gibt es einen Vergleich zwischen den Parteien.

Was ist passiert? Drei Spieler entschieden sich im Oktober 2015 dazu, das Spiel ArcheAge bzw. den westlichen Publisher des Spiels, Trion Worlds, zu verklagen. Darüber berichteten wir bereits im April 2018.

Grund dafür war ein Versprechen gegenüber Abonnenten, das später nicht eingehalten wurde. Zudem wurden bestimmte Lootboxen bemängelt, die über den Echtgeld-Shop verkauft wurden. Sie sahen darin „False Advertising“ und einen Bruch der „Consumer Laws“.

Nun, mehr als 4 Jahre später, gibt es eine Erfolgsmeldung. Man einigte sich auf einen Vergleich über 420.000$, mit dem Gerichts- und Anwaltskosten bezahlt, aber auch die Spieler entschädigt werden sollen.

ArcheAge-seekampf-arena-01

Wie reagierte Trion Worlds? Die Verhandlung mit Trion Worlds zog sich 3 Jahre hin, auch weil es Probleme mit der EULA und der Terms of Use gab. So verbot eine Richtlinie eine außergerichtliche Einigung, die Trion eigentlich anstrebte. Die Klage zog sich bis zur Übernahme durch die deutsche Firma Gamigo am 22. Oktober 2018 hin.

Auch nach der Übernahme wurde die Klage aufrechterhalten. Nun hat man sich mit einem Versicherer (Insurer) von Trion Worlds auf den Vergleich geeinigt.

Doch laut Aussage der Kläger ist die Firma auch zum Ende hin nicht einsichtig gewesen:

Trion Worlds gibt kein Fehlverhalten zu und bestreitet weiterhin die Vorwürfe, die die Kläger in ihrer Klage geäußert haben.

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Abonnenten sollten eigentlich Rabatt bekommen

Warum wurde geklagt? ArcheAge wurde von den drei Spielern Aaron Van Fleet, Paul Ovberg and James Longfield aus zwei Gründen verklagt:

  • Zum einen bewarben sie zu Release ihr Patron-Programm damit, dass Spieler mit einem Abonnement 10% Rabatt im Echtgeld-Shop des MMORPGs bekommen sollten. Dies wurde aber nicht umgesetzt, wie einem alten Foren-Beitrag zu entnehmen ist. Der Aufwand dafür sei einfach zu hoch. Stattdessen bekamen die Patron-Nutzer 10% mehr Echtgeld-Währung, wenn sie diese kauften.
  • Zum anderen richteten sich die Vorwürfe gegen die „Supply Crates“. Dabei handelt es sich um Lootboxen mit virtuellen Gegenständen darin. Manche von ihnen waren sehr selten, aber auch sehr wertvoll. Damit stand der Vorwurf im Raum, dass ArcheAge eine virtuelle Lotterie betreibt.
ArcheAge-Trio
3 Charaktere in ArcheAge (Symbolbild)

Hätte man vor Gericht auch gewinnen können? Diese Frage steht jetzt im Raum. In dem Dokument, dass die Informationen rund um den Prozess zusammenfasst, steht, dass die Parteien sich uneinig sind, wer in einem Rechtsstreit gewonnen hätte.

Die Vergangenheit zeigt aber, dass man im Kampf gegen Lootboxen Erfolg haben kann:

Wer profitiert nun von der Klage? Von der Klage profitieren Spieler aus den USA, die in der Zeit bis zum 22. Oktober 2018 ein aktives Abonnement und Items aus dem Marktplatz gekauft hatten oder die vor dem 22. Oktober 2018 eine der Lootboxen gekauft haben.

Wer genau dafür qualifiziert ist, lässt sich auf einer dafür angelegten Webseite nachlesen. Dort befindet sich auch ein Formular, mit dem man seinen Anspruch geltend machen kann.

Wie viel die einzelnen Spieler genau von dem Geld bekommen hängt davon ab, wie viele einen Anspruch auf das Geld erheben.

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Kuba
2 Monate zuvor

Wäre spannend zu wissen was die Kläger so an Anwaltskosten reingesteckt haben über die Jahre, dürfte ja nicht einfach so über eine Rechtsschutzversicherung gelaufen sein.

Nein
2 Monate zuvor

Nich schlecht die Summe xD

Loccorocco
2 Monate zuvor

Ganz ehrlich wenn man die Kosten abzieht was das ganze gekostet hat und wenn man bedenkt was diese abfall Firmen am Geld machen sind 420k ein Witz.. Die lachen sich kapput über das Kleingeld. 4,2 Millionen das wäre ne faire Summe gewesen. ..

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