GabeN streitet sich offenbar mit dem Top-Anwalt von Valve um nackte Pixel: „Für was zum Teufel bezahle ich dich?“

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Steam erlaubt schon lange auch Spiele mit freizügigen Inhalten auf seiner Plattform, doch das bereitet Valve auch Probleme, die auch intern ausgetragen werden müssen.

Wieso machen die Spiele Probleme? Auf Steam gibt es eine riesige Menge an Inhalten für Erwachsene. Eigentlich verfolgt Valve die Regel, nur Dinge zu verbannen, die illegal oder reines Trolling sind. Doch in der Praxis sorgt dieser offene Ansatz für enorme Probleme, da das Team oft subjektive Entscheidungen treffen muss, wo die Grenzen liegen.

So wurden in der Vergangenheit Entwickler von Anime-Schmuddelspielen von Valve blockiert, oft weil die Spiele Assoziationen mit minderjährigen Charakteren weckten. Ein prominentes Beispiel für aktives Eingreifen war 2019 das kontroverse Spiel Rape Day, das direkt von Steam geworfen wurde.

Auch der externe Druck wächst: Globale Zahlungsanbieter machen die Veröffentlichung von Inhalten für Erwachsene durch strenge Richtlinien immer komplizierter. Diese Vorgaben schwappen sogar auf andere Genres über. So fiel etwa das künstlerische Horrorspiel Horses den Inhaltsprüfungen zum Opfer, obwohl es keine klassische Pornografie enthielt.

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Valve stellt die Steam Machine im neuen Trailer vor

GabeN will keine Zensur

Worum geht der Streit? Laut einem Bericht von Bloomberg, der im Zuge einer laufenden Kartellklage gegen Valve entstand, habe es beim Thema Inhaltsmoderation intern heftige Konflikte gegeben. Valve-Chef Gabe Newell halte sich demnach normalerweise aus dem Tagesgeschäft heraus – es sei denn, ein Thema sei ihm extrem wichtig.

Ein solches Thema sei die Erlaubnis von Spielen ab 18 und nackten Pixeln auf Steam gewesen. Valves Top-Anwalt Karl Quackenbush habe in einer Debatte wohl eine strengere, aktivere Moderation für solch sensible Inhalte gefordert.

Newell soll von diesem Vorstoß offenbar überhaupt nicht begeistert gewesen sein. Laut einem anwesenden Mitarbeiter habe Newell den Anwalt harsch unterbrochen: „Für was zum Teufel bezahle ich dich, wenn das deine Meinung ist?“

Wie ist der Stand jetzt? Wer heute den Safe-Search-Filter auf Steam ausschaltet, merkt sofort: Gabe Newell hat die interne Debatte scheinbar gewonnen. Steam bietet heute unzählige Spiele für Erwachsene an.

Doch wenn Newell dachte, dass das bloße Zulassen von Inhalten das Problem löst, lag er falsch. Die Realität zeigt, dass Valves gewünschter Hands-off-Ansatz schlicht nicht funktioniert.

Angesichts kontroverser Titel und des Drucks von Zahlungsdienstleistern, muss Valve am Ende doch immer wieder eingreifen. Rückblickend hätte eine strengere Moderation, wie von Anwalt Quackenbush gefordert, Valve wohl viele Kopfschmerzen erspart.

GabeN und Valves Top-Anwalt gerieten bei dem Thema ganz schön aneinander, doch am Ende setzte sich der Chef durch, auch wenn das immer wieder für Kopfschmerzen sorgt. Mit Spielen für Erwachsene lässt sich viel Geld verdienen: Steam: Entwickler wollen Fans beim Erreichen eines Meilensteins einen Wunsch erfüllen, knacken ihn binnen 2 Stunden

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