Bitcoin gelten für viele als sicher, wenn sie in ihrer Wallet liegen. Doch Hacker haben jetzt 500 Wallets leergeräumt.
Es klingt wie der Plot eines Kinofilms und ist doch real. Bei einem der größten Bitcoin-Diebstähle aller Zeiten wurden mehrere Wallets leergeräumt. Die Gauner konnten sich dabei Bitcoin im Wert von rund 38 Millionen US-Dollar (ca. 33 Millionen Euro) schnappen. Möglich wurde das durch eine Sicherheitslücke bei einem Wallet-Anbieter, dessen zufällige Verschlüsselung gar nicht so zufällig war.
Was ist vorgefallen? Bei dem Unternehmen Coldcard kam es zu einem verheerenden Vorfall, wie das Magazin Dexerto berichtet. Coldcard ist ein Anbieter von Hardware Wallets. Das sind quasi kleine Geräte, auf denen die Zugangsschlüssel von Buton gespeichert werden. Diese Geräte haben keinen eigenen Zugang zum Internet und sind somit vor Hacking-Angriffen geschützt. Sie kommen nur zum Einsatz, wenn sie an den PC angeschlossen werden, um eben den Zugriff auf die jeweilige Wallet zu erleichtern.
Der Anbieter hat mehrere Varianten des Modells und die Version Mk3 hatte einen ziemlich schweren Fehler.
Denn eigentlich werden die Wallets mit den Geräten über eine Wortkette geschützt, die aus 24 zufälligen Begriffen besteht. Doch bei der Mk3-Version gab es einen Fehler – der Chip, der für den größeren Zufall zuständig ist, wurde bei der Generierung der Passwörter übersprungen.
Brute Force konnte 500 Wallets knacken
Das bedeutete, dass die für den Code zuständige Grundlage (der „Seed“) durch eine einfachere Software erstellt wurde, die dafür die Seriennummer des Chips und die aktuelle Uhrzeit benutzte. Diese Informationen waren nicht geheim. Daher konnten Hacker dann wiederum eine künstliche Intelligenz damit beauftragen, einfach eine große Menge an möglichen Kombinationen auszuprobieren („Brute Force“), um so die mit den Wallets verbundenen Passwörter zu erlangen.
Der Fehler existierte für über 5 Jahre. Die ganze Aktion des Leerräumens der Wallets hat dann lediglich 25 Minuten gedauert, dann waren die 500 Wallets leergeräumt, die Bitcoin transferiert.
Die Anonymität der Transaktionen bei den Bitcoin gilt in Fachkreisen sowohl als eine der ganz großen Stärken, aber auch als eines der größten Sicherheitsrisiken, weil Käufe eben nicht nachvollziehbar sind – und Diebstähle wie dieser eben auch nicht.
Dass sich KI nicht nur zum Hacken eignet, sondern auch um legal Geld zu verdienen, beweist ein 19-Jähriger – der erklärt Boomern nun für 100.000 Dollar im Jahr KI.
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