Mit Brand New Day ist Spider-Man endlich wieder zurück im Kino. Obwohl MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes anfangs skeptisch war, konnte ihn der Film überzeugen. Das liegt unter anderem am Hulk, der so gut ist wie noch nie.
Am 29.07. ist Spider-Man: Brand New Day in Deutschland gestartet und ich war skeptisch. Entgegen der Meinung vieler Fans mag ich No Way Home gar nicht und Tom Holland konnte mich bisher nicht gänzlich überzeugen. Aber der neue Film hat mich überrascht.
Brand New Day macht nicht nur unglaublich viel Spaß, ein alter Held hat nach 18 Jahren endlich einen würdigen Auftritt: der Hulk.
Marvel hat es endlich verstanden
2024 trauerte ich um den Hulk im MCU. Aus der unglaublich interessanten und tragischen Figur konnte Marvel bisher nichts herausquetschen, was mich zufriedengestellt hat – das gigantische Potenzial wurde nicht richtig genutzt. Als bekannt wurde, dass der Hulk in Brand New Day auftreten wird, war ich eigentlich wieder genervt.
Ich war mir sicher, dass er nur als Plotpunkt fungiert, um einen coolen Gegner
für Spider-Man zu liefern, während man eine andere Serie einfach ignoriert. Und, ohne euch etwas spoilern zu wollen, es kommt irgendwie genau dazu. Aber im Detail hat mich Bruce Banner, der wieder hervorragend von Mark Ruffalo gespielt wird, beeindruckt und emotional berührt.
Wie die Trailer bereits verraten, geht es in dem Film auch um eine Verwandlung von Peter zu einem möglichen Monster, eine Parallele, mit der Bruce Banner schon lange zu kämpfen hat. Wenn Bruce darüber spricht, klingt er schon fast wehleidig. Er hat zwar ein Gerät, um es zu kontrollieren, doch man merkt ihm seine Furcht an, eine Furcht, alles plattzumachen und Menschen zu verletzen.
Der Hulk ist in Brand New Day keine Geheimwaffe gegen Superschurken mehr, er ist ein Typ, der einfach nur normal leben möchte, es aber wegen seiner Bürde nicht kann. In ihm schlummert kein Geschenk, mit dem man andere retten kann. In ihm ist ein Monster gefangen, das kaum jemand aufhalten kann.
Damit erzeugt der Film ein tragisches Beispiel als Kontrast zu Spider-Man, der mit seinen Lasten zu kämpfen hat.
Was passiert nach dem Heldensein
In Brand New Day muss Peter nicht mehr herausfinden, was es heißt, ein Held zu sein. Direkt zu Beginn wird deutlich, dass die Verbrecherjagd richtig gut funktioniert. Er arbeitet mit der Polizei zusammen und die Kriminalitätsrate ist stark gesunken.
Aber was ist darüber hinaus? Er vermisst seine Freunde, ein Leben abseits der Maske. Hierbei ist der Hulk ein schöner Kontrast, weil Bruce Banner in nur kleinen Momenten zeigt, dass es für ihn wohl nie wieder ein solches Leben geben wird. Er ist zwar Dozent an einer Universität, aber jeder weiß, dass er der Hulk ist. Nicht nur physisch kann er sich nicht von ihm abkapseln, auch öffentlich gehört er zu ihm.
Hier passt auch der Punisher als andere Gast-Figur ganz gut, denn auch er kann kein Leben abseits seines (Anti-)Heldenseins führen. Dafür ist zu viel passiert und dafür hat er zu viel verloren.
Brand New Day schafft es nicht nur, die Tragik vom Hulk, zumindest für mich, zufriedenstellend darzustellen, der Film fügt ihn wunderbar in die Charakterentwicklung von Spider-Man ein, und sowas habe ich vom MCU nicht mehr erwartet.
Habt ihr Spider-Man: Brand New Day schon gesehen? Wie fandet ihr den Film? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Der nächste Film im MCU ist Avengers: Doomsday, doch Thor hat ein großes Problem: Der nächste Schurke der Avengers ist so mächtig, dass die übrigen Marvel-Helden wie Loser aussehen – bis auf eine Ausnahme
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