Spiele können heutzutage extrem gut und realistisch aussehen. Doch damit ein anspruchsvolles Game wie etwa 007 First Light auch flüssig läuft, gibt es viele Dinge zu beachten. Deswegen geht unser Tech-Autor Jan Hartmayer vor einem neuen Spielbeginn erstmal in seine Settings.
Als Kind, das anfangs mit schwachen Office-PCs als Gaming-System aufgewachsen ist, lernt man schnell, jedes Quäntchen Leistung aus seinem Rechner herauszukitzeln. Dabei sind vor allem die Grafikeinstellungen extrem wichtig.
Settings können den Unterschied zwischen flüssigen FPS-Zahlen und einer unspielbaren Slideshow machen. Zwar sind mittlerweile automatische Erkennungssysteme in den meisten modernen Titeln eingebaut, die je nach Hardware automatisch Einstellungen vornehmen, doch diese sind nicht immer optimal.
Deswegen muss ich vor jedem Spielbeginn erstmal meine Settings prüfen. Denn selbst wenn die meisten keine Dealbreaker sind, gibt es für mich fünf Stück, die ich unbedingt anpassen muss.
Weniger ist mehr
Wenn ich ein Spiel starte, um zu testen, wie Optionen das Bild verändern, dann achte ich vor allem auf Grafikkeinstellungen:
- Bewegungsschärfe oder auch Motion Blur: Ist ein Effekt, bei dem das Bild bei schnellen Bewegungen künstlich verschwommen wird. Meiner Meinung nach ist er unschön, verschlechtert das Bild und sollte fast immer deaktiviert werden. Ausnahmen sind sehr niedrige Frame-Raten von 30 und weniger Bildern. Dort kann es das Bild etwas „flüssiger“ erscheinen lassen.
- Filmkörnung oder auch Film-Grain: Ist eine Einstellung, bei der meist ein leichtes rauschendes Flimmern oder Körnchen über das Bild gelegt wird. Dadurch soll ein „Kino-Feeling“ erzeugt werden und Bildfehler wie starke Farbverläufe sollen kaschiert werden. Auch hier finde ich den Effekt eher störend als hilfreich, da ich lieber ein rauschfreies Bild bevorzuge.
- Upscaling wie zum Beispiel DLSS oder FSR. Benutze ich für den Leistungsboost nur im Quality-Preset (oder im Performance-Modus, sofern ich noch nicht 60 Bilder die Sekunde erreicht habe). Denn selbst im Quality-Preset können unschöne Artefakte entstehen, die meiner Meinung nach das Bild verschlechtern.
Außerdem gibt es neben den Grafikoptionen noch eine Einstellung, die ich jedes Mal erneut finetunen muss:
- Maussensibilität: Mit ihr steht und fällt mein Spielerlebnis. Meistens ist sie von Haus aus etwas niedrig eingestellt und ich muss sie nachträglich anpassen, um mich überhaupt flüssig umschauen zu können. Hierbei geht es für mich weniger um genaue Werte, sondern darum, das richtige Verhältnis von Zielgenauigkeit zu Blickgeschwindigkeit zu finden.

Muss das sein?
Zwar checke ich meine Einstellungen immer vor einem neuen Spielbeginn, doch ist das wirklich so wichtig?
Meine Freunde und Partnerin starten ihre Spiele erstmal und ändern Einstellungen nur, sofern es nötig ist. Falls die falsche Auflösung ausgewählt wurde oder die FPS zu niedrig sind. Andernfalls genießen sie einfach sofort einen Titel und machen sich keinerlei Sorgen um Dinge wie niedrige Frameraten und spezifische Grafikoptionen.
Das bewundere ich, könnte ich aber selbst nicht mehr. Denn ich erkenne mittlerweile sehr schnell, wenn ein unerwünschter Effekt aktiviert ist. Deswegen gehe ich lieber auf Nummer sicher und checke alles vor Spielstart, um später nicht noch einmal von vorne beginnen zu müssen. Aber auch mein Kollege Benedikt Schlotmann hat eine Anpassung, die er immer vornimmt: Eine Einstellung ändere ich sofort, wenn ich ein Spiel zum ersten Mal am PC starte und ihr solltet das auch tun
Wie handhabt ihr Settings? Checkt ihr sie vor Spielbeginn oder schaut ihr sie nur bei Bedarf an? Welche Einstellungen müssen bei euch aktiviert/deaktiviert sein? Schreibt es uns in die Kommentare.
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Kommentare
Motion Blur lasse ich bei bestimmten Spielen an, sofern es gut implementiert ist. Allerdings nie bei einem FPS.
Mittlerweile schaue ich aber bei Games, die gecappte FPS haben, ob es Sinn macht, meine Bildwiederholungsrate am Monitor anzupassen und/oder FreeSync auszuschalten. Bestes und jüngstes Beispiel: Factorio. Läuft maximal bei 60fps, weil die Frames an die Spielgeschwindigkeit gekoppelt sind. Bei einem 165hz-Monitor mit Freesync kommt es am Rand dann zu einem Flackern, was auf Dauer ziemlich nervig werden kann. Bildwiederholung vom Monitor auf 120 runtergeschraubt und FreeSync aus – Flackern weg. Seitdem ich das Problem habe, mache ich das bei fast jedem Game, bei dem eine maximale FPS-Anzahl einstellbar ist oder vorgegeben wird. PoE läuft bei mir z.B. bei 120fps Cap – Monitor entsprechend auch so eingestellt.
Jo, das mach ich auch so.
Dann dreh ich meist noch die Gesamtlautstärke etwas runter, und die Musiklautstärke sogar noch wesentlich leiser.
Oder je nach Musik und Spiel auch ganz aus.^^
Und da manche Spiele im Menu ja wohl “durchdrehen” und auf 500 FPS und mehr springen, mach ich auch noch n FPS-Limit rein.
120 bei schnellen Games (3D/Shooter/Racing) und 60 bei langsamen.
Motion Blurr und Kamerawackeln. Immer Müll, kann weg.
Das ist auch immer mein erster Gang, bevor ich ein Spiel starte – Bewegungsunschärfe, Filmkörnung und Chromatische Aberration, weg damit.
Motion Blur… *Grusel* ansonsten alles Max und ab geht die Post, ansonsten Schrauberzeit und es braucht neue Teile für den PC.
Chromatic aberration gehört auch immer abgestellt!
Ich schau mir mittlerweile YT-Videos an, was die speziellen Einstellungen betrifft. Diese sind ja mittlerweile so komplex 🤯🤯🤯
Durch die Recherche für etliche Artikel verstehe ich die meisten Settings und weiß, was ich wie einstellen muss, aber ich habe ein riesiges Problem mit der Übersichtlichkeit.
Jedes Mal, wenn ich in Spielen wie COD, BF6 oder so eine Kleinigkeit ändern will, suche ich erstmal 5 Minuten. Alles ist überladen und jede Kleinigkeit in einem Untermenü versteckt. Während einer Runde kurz etwas einzustellen, kann ich komplett vergessen, weil das Suchen teilweise so lange dauert, dass mein Team ewig in Unterzahl spielt oder ich sogar wegen Inaktivität gekickt werde. 🙄
Und beim ersten Spielstart brauche ich erstmal 20 Minuten, bis alles halbwegs vernünftig eingestellt ist.
Da geb ich dir recht! Manchmal sind die logischsten Einstellungen so versteckt bzw. in einer „Unterkategorie“ versteckt, an die man nicht denken würde…