Die RAM-Krise ist so schlimm, dass AMD jetzt Grafikkarten mit 4 GB zurückbringt

AMD Radeon™ RX 9050 Challenger 8GB

Die Preise für Arbeitsspeicher explodieren gerade weltweit. AMD reagiert darauf mit einer neuen Einsteiger-Grafikkarte, die es in dieser Form seit Jahren nicht mehr gab.

Was ist das für eine Grafikkarte? AMD hat mit der Radeon RX 9050 eine neue Einsteiger-Grafikkarte vorgestellt, und zwar gleich in zwei Versionen. Die 8-GB-Variante soll laut IGN für 279 US-Dollar (ca. 242 Euro) bald ganz normal im Handel stehen. Die 4-GB-Version dagegen bekommt ihr nicht einzeln zu kaufen, sie ist laut tomshardware.com exklusiv für Komplett-PC-Hersteller reserviert und landet nur in günstigen Fertig-PCs, etwa einem bereits gelisteten Modell von CyberpowerPC für rund 889 US-Dollar (ca. 771 Euro).

Unter der Haube stecken bei beiden Versionen dieselbe GPU mit 1.024 Shader-Einheiten auf 16 Compute Units. Zum Vergleich: die RX 9060 XT hat 32 davon, die APU der Steam Machine 28.

Die 4-GB-Karte bekommt zusätzlich ein schmaleres Speicherinterface und damit weniger Bandbreite, hier wird also nicht nur am Arbeitsspeicher gespart, sondern auch an der Geschwindigkeit. Realistisch reicht das für aktuelle Spiele in 1080p auf mittleren Einstellungen, mehr solltet ihr euch von so einer Karte aber auch nicht erhoffen.

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Warum ist RAM so teuer? Die aktuelle Situation in 2 Minuten erklärt

Zwischen Sparzwang und Einsteiger-Chance

Warum kommt die Karte gerade jetzt? Der Grund liegt in der aktuellen Speicherkrise. Die Preise für RAM sind im letzten Jahr regelrecht explodiert und verteuern dadurch praktisch alles, was Arbeitsspeicher verbaut, auch Grafikkarten. Wobei die bereits während des Krypto-Booms deutlich teurer geworden waren.

Eine Karte mit weniger Speicher lässt sich jetzt entsprechend günstiger anbieten als eine mit mehr.

Man kann das natürlich kritisch sehen, eine 4-GB-Grafikkarte wirkt im Jahr 2026 auf den ersten Blick wie ein Rückschritt. Auf der anderen Seite der Medaille kann AMD nichts für die explodierten Speicherpreise, die Chip-Hersteller sind hier genauso arm dran wie alle anderen.

Und gerade für Gelegenheitsspieler, die einfach nur aktuelle Titel spielen wollen, ohne dabei in höchster Pracht zu glänzen, ist eine neue, halbwegs erschwingliche Karte oft die bessere Alternative zu einem völlig überteuerten Gebrauchtmarkt, auf dem die Speicherkrise die Preise mittlerweile ebenfalls kräftig nach oben getrieben hat.

Warum ist RAM eigentlich gerade so teuer? Der Haupttreiber ist der KI-Boom. Speicherhersteller verkaufen ihre Kapazitäten bevorzugt an Betreiber von KI-Rechenzentren, weil sich dort aktuell deutlich mehr verdienen lässt als mit klassischem Kundenmarkt, zu dem eure Grafikkarten gehören. Für den normalen PC- und Konsolenmarkt bleibt dadurch weniger übrig, und was übrig bleibt, wird teurer.

Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Betroffen ist längst nicht nur der PC-Markt, auch die Xbox Series X bekommt in weniger als einem Jahr bereits ihre zweite Preiserhöhung wegen der KI-Nachfrage nach Speicher, und Xbox-Chefin Asha Sharma rechnet damit, dass es eher noch schlimmer wird.

Was haltet ihr von der Idee, Grafikkarten für Einsteiger auf den Markt zu bringen? Ist das eine gute Idee oder findet ihr, die wenigen Kapazitäten sollten lieber für stärkere Karten gebündelt werden? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Erst vor Kurzem erklärte Valve wie schlimm es um den Arbeitsspeicher steht: Valve verrät, wie schlimm es wirklich um Arbeitsspeicher steht, klingt nach einer RAM-Mafia

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