Die Ankündigung, dass im Jahr 2028 die Produktion physischer Spiele für die PS5 eingestellt wird, sorgte für eine Menge Reaktionen in der Branche. Ein Analyst erklärt jedoch, dass Sony dadurch einem noch größeren Problem entgegenblickt, als frustrierten Spielern.
Wieso sei der Verzicht auf Discs „nur“ eine Überbrückung? Der Branchen-Analyst Rhys Elliott teilte in einem Post auf X seine Spekulationen rund um die Ankündigungen bezüglich des Verzichts auf physische PS5-Games. Für ihn handle es sich mehr um eine Art „Notlösung“ anstelle einer Strategie, um mit einer schwierigen Zeit von hohen Hardwarekosten umzugehen:
Das ist kurzfristige Margenoptimierung in einer schwierigen Phase. PlayStation verschafft sich damit Zeit. Man setzt darauf, dass der heutige Kostendruck nur eine Phase und kein dauerhafter Zustand ist.
Eine schnelle Lösung, die jedoch schwere Folgen mit sich ziehen könnte
Was macht diese Notlösung jedoch so gefährlich? Das Problem, laut Eliott, liegt darin, dass dieser Ansatz darauf beruht, dass sich die Komponentenkrise beruhigt und Hardware wieder kostengünstiger wird.
Durch den Verzicht auf physische Datenträger wächst der Umsatz pro Spieler weiter, was die Zahlen stützt, solange die zugrunde liegende wirtschaftliche Lage schlecht ist. So kann PlayStation, wenn sich die Bedingungen wieder normalisieren, mit intakten Margen aus der Krise hervorgehen und weiterhin Wachstum verzeichnen. Es ist eine Brücke über die schlechten Jahre. Das Risiko besteht natürlich darin, dass diese Brücke nicht zu etwas Besserem führt.
Rhys Elliot auf X
Wie könnte diese Überbrückung jedoch genau nach hinten losgehen? Elliott erklärt in seinem Post, dass diese Brücke gleichzeitig eine andere einreißt: nämlich die, die neue Spieler in ihr PlayStation-Umfeld holt.
Bei wachsenden Konsolen- und Spielepreisen und der Abschaffung physischer Medien – und dementsprechend günstigerer, gebrauchter Games – verliert eine ganze Spielergeneration den Zugang. Diese würden dann eher auf Mobile Games, PCs und Free-to-Play-Spiele aufspringen und die teure PS5 links liegen lassen.
Wie steht ihr zu der Meinung des Branchen-Analytikers? Denkt ihr, dass es sich womöglich um eine Übergangslösung handelt, wodurch sich Sony jedoch selbst schadet? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen!
MeinMMO-Dämon Cortyn macht sich um die Abschaffung von Discs eher weniger Sorgen. Sie kann den Ärger rund um die Situation nicht nachvollziehen, ganz im Gegenteil: Alle meckern über das Ende der Discs – Für mich kann diese Zukunft gar nicht schnell genug kommen
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