Ihr startet ein neues Spiel an eurem Gaming-PC? MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann ändert immer eine Einstellung, wenn er zum ersten Mal ein Spiel startet. Und er erklärt euch, warum er das jedem empfehlen kann.
Sobald ich ein Spiel zum ersten Mal starte, gehe ich in der Regel als Erstes in die Grafikeinstellungen – wenn es denn diese denn gibt – und prüfe diese.
Die erste Einstellung, die ich immer als Erstes anpasse, ist das oft optionale FPS-Limit. Damit setze ich meiner Hardware eine künstliche Grenze, wie viele FPS sie rendern und auf meinem Monitor anzeigen darf.
Grundsätzlich zähle ich diese Einstellungen zu den wichtigsten Optionen, die ihr in einem Spiel verändern könnt und auch ändern solltet. Denn es handelt sich dabei nicht nur um nackte Zahlen, sondern ihr schon damit auch langfristig eure verbaute PC-Hardware.
Wer die FPS nicht begrenzt, belastet seine PC-Hardware
Was passiert, wenn ich meine FPS nicht begrenze? Wenn ihr eure FPS nicht im Spiel begrenzt, dann läuft eure PC-Hardware oft auf maximaler Auslastung. Denn eure Grafikkarte will das Maximum aus der vorhandenen Leistung herausholen und damit steigen die FPS dann schnell in die Höhe. Und das führt gleich zu verschiedenen Problemen:
- Durch die hohe Auslastung wird eure Grafikkarte heiß, wodurch viel Abwärme produziert wird.
- Da die Wärme irgendwohin muss, im besten Fall nach draußen, drehen die Lüfter eurer Grafikkarte und eures Gehäuses auf. Das ist der „Düsenjet“-Effekt, den viele Spieler vermutlich noch von der alten PS4 kennen und „lieben.“
- Bestimmte Grafikkarten machen unter hoher Last seltsame Geräusche, die man als Spulenfiepen bezeichnet. Die sind nervig und können vor allem für empfindliche Personen unangenehm sein.
- Ebenfalls nicht zu verachten: Eine voll ausgelastete Grafikkarte sorgt für einen deutlich höheren Stromverbrauch. Das belastet nicht nur das Netzteil, sondern am Ende auch eure Stromrechnung.
Das vermutlich bekannteste Beispiel für ein fehlendes FPS-Limit ist vermutlich das MMORPG New World, welches etliche Grafikkarten kaputt gemacht haben soll, weil die Auslastung so hoch gewesen ist. Die Entwickler reagierten, indem sie bei New World ein FPS-Limit im Hauptmenü einbauten, um die Last auf die PC-Hardware zu senken.
FPS begrenzen schont eure PC-Hardware
Mit einem FPS-Limit setzt ihr eurer Grafikkarte ein künstliches Limit, welches sie im besten Fall nicht überschreitet. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Optionen:
- Im besten Fall direkt über die Grafikeinstellungen direkt im Spiel, damit spart ihr euch Zeit und Arbeit.
- Bietet das Spiel keine interne FPS-Begrenzung, dann könnt ihr dies über die Grafikkarten-Software machen. Bei AMD heißt die Option „Radeon Chill.“ Bei Nvidia findet ihr die Einstellung unter „3D-Einstellungen verwalten“ und dann „Maximale Bildfrequenz.“
Meine Empfehlung: Stellt das FPS-Limit auf die Bildwiederholungsrate eures Monitors. Ihr habt wirklich nichts davon, wenn eure Grafikkarte 300 oder 400 Bilder pro Sekunde rendert, euer Monitor aber ohnehin nur 144 Bilder pro Sekunde anzeigen kann.
Es ist wirklich nicht notwendig, 500 oder sogar 1.000 Bilder zu berechnen und eure Grafikkarte schuften zu lassen und damit nur den Stromverbrauch, die Lautstärke und den Verschleiß der Hardware künstlich zu erhöhen. Vor allem mit Blick auf die derzeitigen hohen Preise, wo man sich jede Reparatur und jedes Ersatzteil am besten sparen sollte.
Wenn ich mir neue Spiele kaufen will, nutze ich übrigens ein praktisches Feature auf Steam, welches es mittlerweile seit ein paar Jahren gibt. Mittlerweile habe ich damit mehrere hundert Euro gespart. Mehr dazu lest ihr direkt bei uns auf MeinMMO: Ich nutze seit 2 Jahren ein geniales Feature auf Steam und habe damit mehrere hundert Euro gespart
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