Xbox, PlayStation und Nintendo beschließen neue Regeln für Lootboxen

Lootboxen sollen transparenter werden. Das haben jüngst die drei großen Konsolenhersteller Microsoft (Xbox One), Sony (PlayStation 4) und Nintendo (Switch) in Zusammenarbeit mit der US-Organisation ESA beschlossen.

Was wurde beschlossen? Unter der Regie der US-Behörde „Federal Trade Comission“ gab die Organisation ESA (Entertainment Software Association) bekannt, dass man sich mit den drei großen Konsolen-Herstellern Sony, Microsoft und Nintendo auf eine neue Herangehensweise an das umstrittene Thema Lootboxen geeinigt habe.

Ab sofort sollen alle neuen Spiele mit Lootboxen und Updates, die Lootboxen an bestehende Spiele hinzufügen, klaren Regeln folgen. Man soll stets angezeigt bekommen, wie die Chancen auf welche Seltenheit von Items stehen. So soll der wilde Glücksspiel-Charakter der Lootboxen reguliert werden.

Dieb Lootbox Jürgen

Wer weiß, dass man nur eine Chance von 0,001 Prozent auf ein bestimmtes Item hat, wird womöglich nicht ein Vermögen an Echtgeld in den Cash-Shop stecken und kann so besser berechnen, wie viel der Erwerb einer bestimmten Beute ihn wohl kosten wird.

„Dieser Ansatz wäre auch mit dem Apple- und Google-Ansatz auf den mobilen Plattformen kompatibel. Wir glauben, dass dies zusammengenommen einen umfassenden Ansatz bietet, um sicherzustellen, dass die Verbraucher die Informationen erhalten, die sie benötigen, damit sie fundierte Kaufentscheidungen treffen können, wenn es um bezahlte Lootboxen geht.“

Michael Warnecke von der ESA via GameSpot

Kommt die Wende bei den Lootboxen?

Wie bindend sind die Vereinbarungen? Die Vereinbarung, künftig Lootboxen transparent zu gestalten, wurde auf freiwilliger Basis geschlossen. Damit reagieren die großen Hersteller wohl im Voraus auf womöglich noch kommende Regulierungen, wie das bereits implementierte Lootbox-Verbot in Belgien.

Löste die Debatte aus: Lootboxen in Battlefront 2

Dazu kommt noch, dass neben den oben genannten Herstellern noch diverse Publisher Mitglieder der ESA sind und laut der ESA ebenfalls freiwillig an dem Abkommen mitwirken. Namen wurden zwar keine genannt, aber bekannte Mitglieder der ESA sind:

  • Activision Blizzard
  • Bethesda
  • Disney
  • Epic Games
  • Square Enix
  • Take-Two
  • Ubisoft

Es ist also gut möglich, dass sich insgesamt bald etwas bei Lootboxen in den Spielen der oben genannten Publisher tut und die Boxen transparenter werden.

China hatte ähnliches Gesetz schon vor einigen Jahren

Ist das woanders schon so? Ja, in China wurde Ende 2016 bereits ein ähnliches Gesetz erlassen.

Daher kennen wir etwa die genauen Chancen für Karten-Pakete in Blizzards Hearthstone, das ebenfalls in China läuft.

Auch die Chancen für Lootboxen in League of Legends (LoL) oder Overwatch sind seitdem bekannt.

Letztens machte aber erneut EA mit Lootboxen von sich reden:

EA nennt Lootboxen eine recht ethische Überraschungs-Mechanik
Quelle(n): GameSpot
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Logra

Macht die Sache jetzt nicht besset. Ganz im Gegenteil sogar.
Man packt ein Pay2Win Item in einer Lootbox und gibt eine Wahrscheinlichkeit von 5% an. Und das Geld wird nur so fließen, weil alle genau dieses Item haben wollen.
Dazu kommt noch die Deppen die glauben das mit jeder Lootbox die sie kaufen ihre Chancen steigen. Und fertig ist die Geldmaschine.

DerPate

Die sollen das in Deutschland genauso wie in Belgien machen, komplettes lootboxen Verbot, aber wird wohl Wunschdenken bleiben.

BigFreeze25

Man hätte sich lieber darauf einigen sollen, dass in Lootboxen nur noch kosmetische Items vorzufinden sind. Also Pay2Win komplett unterbinden. Ach ne, ich vergaß, das wäre dann ja das Ende von Fifa…

Tebo

Genau den Gedanken hatte ich auch gerade. Aber ich denke, wenn jetzt da eine Chance von 0,5 % auf Ronaldo da steht, wird das die Umsätze schon maßgeblich beeinflussen.

Ace Ffm

Wenn ich solche Fotos von Jürgen sehe,muss ich meistens schmunzeln und bekomme gute laune.

Psycheater

Sollen se ma machen; Ich bin was das Thema angeht absolut tiefenentspannt

Sven Huber

Wenn ich höre dass man Deppen (und nix anderes sind Spieler die hunderte Geld für Lootboxen ohne Sinn und Verstand rausblasen) mit Prozentsatzangaben schützen will muss ich an eines denken:

OK, ihr bekommt ein Drittel mehr Gehalt… Nope wir fordern mindestens ein Fünftel ????

Psycheater

Ich würde nicht sagen das das pauschal Deppen sind. Nur die, die das genauso machen wie von Dir beschrieben und sich dann hinterher beschweren. Gibt aber sicher viel mehr die Geld für Lootboxen ausgeben und damit völlig cool sind

Sleeping-Ex

Aus dem wilden Glücksspiel wird damit also transparentes Glücksspiel.

Well played, ESA, well played.

Today is a Day

Hoffentlich reiht sich Bethesda auch mit ein. Mit ihren Lootboxen und Kronenkisten…

Vallo

Also was ist daran jetzt fairer? Ich kann sehen wie schlecht die Chancen bei jedem einzelnen Spiel sind? Ob ich eine Cance von 0,2% oder 2% habe um etwas gutes zu bekommen macht den Zufall in Lootboxen nicht besser. Fair wäre wenn sie die Lootboxen komplett entfernen würden. Das hat so schon die Spieleindustrie für mich zerstört.

Stephan

Vielleicht nicht fairer aber transparenter….dadurch kann der Kunde besser abwägen, ob sich eine lootbox für ihn lohnt. Schade das niemand die angegebenen Raten kontrollieren wird.

Farson Kuriso

Ja transparenter aufjedenfall, aber aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass es kein unterschied macht ob da 1% steht oder 0,001% wenn das objekt der begierde nur in der lootbox gibt, ist das geld ausgeben vorprogrammiert. Da ist nur die frage wieviel man ausgeben will, oder wie man sich beherrschen kann.

xDeechen

Vor allem wenn da 0,001% steht werden es sogar mehr leute wollen wenn es Selten ist

Chiefryddmz

Sagen wir es so:
Es ist doch immerhin ein Anfang, und doch auch an sich eine gute Sache… Insgesamt geht das ganze mmn in die richtige Richtung..

Hätten wir zb 2014 oder ’15 gewusst, welche Chance man auf einen ronaldo oder messi in FUT hat, hätten wir wsl das ein oder andere Pack nicht gekauft ^^

Gerd Schuhmann

Ich hab es angepasst.

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