Neues Hexen-Spiel auf Steam sieht total süß aus, aber dahinter steckt ein knallhartes Survival-Game

Witchspire early access ist härter als gedacht benedict titel

Heute erscheint Witchspire auf Steam, ein Spiel, das auf den ersten Blick aussieht wie eine putzige, bunte Comic-Welt voller Magie und Knuddelviecher. MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus hat das Spiel bereits beim Playtest gezockt und warnt euch vor: Der Schein trügt gewaltig.

Normalerweise zocke ich lieber raue Survival-Games wie Conan Exiles, aber ab und an stehe ich auf seichtere Kost. Witchspire verspricht, ein eigenes kleines Hexenhäuschen in einer verspielten Comic-Welt bauen zu können, eine gute Abwechslung also.

Dass Witchspire sich dann als „Palworld mit Hexen“ entpuppt, wie Kollegin Jasmin es beschreibt, hat mich positiv überrascht – auch wenn sofort die Befürchtung da war, dass es vielleicht etwas „zu cozy“ sein könnte.

Schon nach den ersten Minuten war mir allerdings klar, dass genau das nicht der Fall sein wird. So niedlich Witchspire auch wirken mag: Im Playtest alleine bin ich mehrmals draufgegangen und das, obwohl der nur 45 Minuten gedauert hat.

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Witchspire auf Steam zeigt im Trailer wie das Leben einer Hexe aussieht

Zauberstab statt Spitzhacke, aber der Grind bleibt

Bedenkt, dass meine Erfahrung aus dem Playtest vom Februar 2026 stammt. Witchspire erscheint heute, am 10. Juni, im Early Access und es kann sich seitdem einiges geändert haben. Zudem wird deutlich mehr Inhalt verfügbar sein.

Witchspire macht keinen Hehl daraus, dass es ein „Open-World-Survival-Craft“-Game ist, wie Steam-Spieler das Genre gerne zusammenfassen. Bereits nach der Charakter-Erstellung geht’s ans Eingemachte: Nahrung und Ressourcen suchen, Gegner bekämpfen, Magie erlernen.

Wer wegen der Optik eine Lebenssimulation wie Stardew Valley oder Sun Haven erwartet, wird direkt eines Besseren belehrt. Das „Tutorial“ ist erst einmal nicht sonderlich fordernd, bringt aber die Grundlagen bei, die recht zügig wichtig werden.

Denn wie in Survival-Games üblich, braucht ihr für den Fortschritt besondere Materialien, die es nur durch Erkundung und an bestimmten Orten oder durch Kämpfe zu holen gibt. Erst damit gibt es neue Rezepte.

Passend zur Thematik gibt es jedoch keine Werkzeuge, um Materialien abzubauen, sondern bestimmte Zauber. Der Zauberstab wird zum Omni-Tool, das Prinzip bleibt aber: Bäume fällen und Steine hacken, sonst ist’s nicht mit dem Hexenhaus.

Überraschend viel Fokus auf Kampf und Skills

Der Zauberstab ist ohnehin ein wichtiges Mittel – schließlich seid ihr Hexen oder Hexer. Mittels verschiedener Schulen und Zauber, aber auch durch diverse Begleiter, könnt ihr euch durch die Welt mit ihren täuschend niedlichen Kreaturen kämpfen.

Denn ja, die Lämmchen, die da über die Wiesen springen, sind putzig. Aber wenn ihr die angreift, weil ihr etwas von ihnen braucht, kann es schnell mal passieren, dass Papa um die Ecke kommt. Der ist dann 6 Stufen über euch, nimmt euch kurz auf die Hörner und ihr lernt, wie man sich wiederbelebt.

Solche Dinge sind mir häufiger passiert, als ich erwartet hätte, und ja, richtig gelesen: Es gibt Level und sogar einen Skill-Tree. Den gibt es nicht nur für euch, sondern sogar für eure Begleiter. Wer verschiedene Builds oder Magieschulen ausprobieren will, kann sich hier austoben.

… und plötzlich steht da ein Boss

Mein Highlight (leider im buchstäblichen Sinne) war ein überraschender Bosskampf. Während der Erkundung bin ich auf ein Portal gestoßen, das ich in meiner Neugier natürlich direkt betreten habe… nur um einem riesigen Steingolem mit viel zu großem Lebensbalken gegenüberzustehen.

Wie für Bosse üblich musste ich mich gegen verschiedene Mechaniken bewähren und natürlich war Flucht keine Option: Die Arena kann nur durch ein Portal betreten, aber ohne Ende des Kampfes nicht verlassen werden.

Mit Stufe 5 war ich deutlich unterlevelt und habe nicht erwartet, dass ich so ohne Vorwarnung einfach auf einen Boss treffen kann, der mir ordentlich einschenkt. Nach dem hart erkämpften Sieg kam schließlich der „Danke fürs Spielen!“-Bildschirm und die Erkenntnis: Witchspire ist gar nicht so süß, wie es tut, sondern kann echt hinterhältig sein.

Der eigentliche Grund, warum ich Witchspire überhaupt angefangen habe – trotz des „Cozy Looks“ – war übrigens der Sprecher der männlichen Charakter-Option: Matt Mercer. Den kennt ihr vielleicht als Stimme von Cassidy aus Overwatch, Gangplank aus LoL oder als den Spielleiter von Critical Role. Mercer ist einer meiner persönlichen Helden, allein wegen seines Werdegangs: Ein Anime-Nerd wollte eigentlich nur Synchronsprecher werden – heute füllt er mit seinen Freunden ganze Arenen und spielt Dungeons & Dragons

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