Anfang August soll eine Cyber-Attacke auf ein Logistik-Unternehmen stattgefunden haben, das für den Versand von Steam-Hardware verantwortlich ist. Was wir bislang wissen, und was ihr beachten solltet, erfahrt ihr hier.
Das ist der aktuelle Stand: Aktuell gibt es eine Nachricht von Valve, die auf einen Cyber-Angriff auf CEVA Logistics hinweist. Die Firma ist für den Versand von Steam-Hardware innerhalb von Europa zuständig. Bei dem Angriff könnten personenbezogene Daten von Käufern entwendet worden sein.
Wenn ihr also Hardware über Steam gekauft habt, könnten die Angreifer sich Zugang über euren Namen, eure Adresse sowie eure Telefonnummer und E-Mail-Adresse verschafft haben.
Hacker erbeuten bei Cyber-Angriff persönliche Daten von Steam-Kunden
Das ist vorgefallen: Zwischen dem 29. Juli 2026 und dem 1. August 2026 kam es infolge eines Cyber-Angriffs zu Störungen beim Logistik-Unternehmen CEVA Logistics. Dabei wurden möglicherweise Daten von Kunden erbeutet. In dem Fall ermitteln die niederländische Datenschutzbehörde, weitere Strafverfolgungsbehörden sowie das Unternehmen selbst.
Heute, am 10. August 2026, melden jetzt Nutzer via Reddit, dass sie E-Mails von Valve erhalten, die auf den Cyber-Angriff hinweisen. Darin heißt es: „Wie Valve am 7. August erfahren hat, wurden bestimmte Informationen von Steam-Kunden, inklusive dir, wahrscheinlich kompromittiert.“
CEVA ist für den Versand von Steam-Hardware innerhalb von Europa zuständig und speichert die relevanten Daten für bis zu 90 Tage. Wenn ihr also in den vergangenen Monaten Hardware wie ein Steam Deck, eine Steam Machine oder einen Steam Controller direkt bei Steam gekauft habt, könnten eure Daten in die Hände der Angreifer geraten sein.
Konkret soll es laut der E-Mail dabei um folgende Daten gehen:
- Euer Name
- Eure Adresse inklusive Straßenname, Postleitzahl, Stadt und Land
- Eure Telefonnummer
- Die mit eurem Steam-Account verbundene E-Mail-Adresse
- Die Art und den Preis des erworbenen Produkts
Weitere Informationen wie Bankdaten oder Passwörter sollen aber sicher sein.
Darauf müsst ihr bei Nachrichten jetzt achten
Was bedeutet das für euch? Laut Steam müssen betroffene Kunden jetzt mit einer Reihe von Fake-Nachrichten und -Anrufen rechnen. Betrüger könnten sich als Steam, Valve oder als ein Lieferdienst ausgeben und eure Daten als vermeintlichen Beweis für ihre Echtheit verwenden. Sie könntenn euch etwa bitten, eine Lieferung zu bestätigen oder eine Gebühr zu bezahlen. Diese Nachrichten solltet ihr grundsätzlich für unecht halten.
Ob es sich um eine legitime Nachricht handelt, könnt ihr so prüfen:
- Der echte Steam Support ist über https://help.steampowered.com/de/ erreichbar und wendet sich nicht per E-Mail oder gar über den Steam Chat oder Discord an euch.
- Jede echte Login-Seite von Steam läuft über store.steampowered.com, www.steampowered.com, steamcommunity.com oder help.steampowered.com. Ihr könnt diese Links auch direkt eingeben, statt auf einen Link zu klicken, den euch jemand zusendet.
- Der Steam Support oder ein Lieferdienst werden euch nie nach euren Passwörtern oder euren Steam-Guard-Codes fragen.
Das müsst ihr jetzt tun? Ihr könnt zunächst einmal bei eurer mit Steam verknüpften E-Mail-Adresse nachschauen, ob ihr die Nachricht ebenfalls erhalten habt. Solltet ihr keine E-Mail haben, aber dennoch fürchten, betroffen zu sein, oder weitere Fragen haben, könnt ihr euch an den offiziellen Steam-Support wenden.
Steam hat zudem eine Kontaktstelle in Deutschland eingerichtet. Die erreicht ihr unter: Artana Digital GmbH, Alsterwiete 3, 20099 Hamburg.
Seid vor allem wachsam und prüft bei Nachrichten von Valve oder Steam genau, ob es sich wirklich um die vorgegebenen Absender handelt. Eure Passwörter oder Account-Daten müsst ihr laut aktuellem Stand nicht ändern. Wie ihr in so einem Fall prüfen könnt, ob eure Passwörter sicher sind, und was ihr dann tun könnt, erfahrt ihr hier auf MeinMMO.
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