Star Wars Battlefront 2: Belgien will Lootboxen in Europa verbieten lassen

Nach all dem Ärger um Lootboxen in Spielen wie Star Wars Battlefront 2 rührt sich der Widerstand in der Politik. In Europa ist Belgien an der Spitze der Bewegung. Der Justizminister will Lootboxen in Europa verbieten lassen.

Bei Lootboxen weiß man vorher nicht, was drin ist, sondern kauft sie blind und hat nur eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, das Item zu bekommen, das man will. Einige der Spiele mit Lootboxen richten sich an Jugendliche und Kinder. Und das Öffnen einer Lootbox wird häufig so zelebriert wie in einem Casino. Eine gefährliche Mischung – für viele ist das Glücksspiel und gehört reguliert.

Star Wars Battlefront 2 Lootboxpreise

Schon in den letzten Wochen gab es Versuche von Spielern, dass sich die Regierung verschiedener Länder mit dem Themenkomplex beschäftigt. Man arbeitete an Petitionen, versuchte Öffentlichkeit herzustellen. Da biss aber noch keiner an – doch Star Wars Battlefront 2 hat die Thematik jetzt auf die Tagesordnung gesetzt. Die Situation hat sich geändert. Die Politik befasst sich mit dem Thema.

Wir haben letzte Woche darüber berichtet, dass sich eine belgische Kommission mit den Lootboxen in Spielen beschäftigen wollen. Die ist jetzt zu einem Entschluss gekommen. Die Kommission findet: „Die Mischung aus Geld und Sucht ist Glücksspiel.“ Der belgische Justizminister sieht das auch so: „Der Mix aus Glücksspiel und Gaming ist vor allem für Jugendliche und Kinder gefährlich und gefährdet deren geistige Gesundheit.“

Der Justizminister von Belgien will Lootboxen nicht nur in Belgien verbieten lassen, sondern man will „mit Sicherheit“ versuchen, die auch aus Europa zu verbannen. Das werde aber Zeit in Anspruch nehmen.

Auch in Hawaii regt sich Widerstand

Auch in den USA ist das Thema jetzt in der Politik angelangt. Ein Landespolitiker aus Hawaii, der dort im Parlament sitzt, hat sich gegen das „raubtierhafte Verhalten“ dieser Lootboxen ausgesprochen. Er sucht Zustimmung, um gegen diese Lootboxen vorzugehen. Auch er sieht vor allem Kinder gefährdet.

In einem Statement zusammen mit anderen Politikern geht es etwa um die Macht der Marke Star Wars, die solle nicht dazu missbraucht werden, Kinder zum Glücksspiel zu verführen. Früher habe man Zigarettenfirmen verboten mit an Kindern gerichtete Figuren wie Joe Camel zu werben. Solche Manipulation sollte jetzt auch bei den Lootboxen unterbunden werden.

Im Moment sind das in Hawaii und Belgien noch Willensbekundungen, aber sie finden viel Beachtung. Für die Gegner der Lootboxen geht es nun darum, den politischen Willen für eine Änderung herzustellen.

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Autor(in)
Quelle(n): kotaku
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