Mehr als 12.000 UK-Bürger fordern: Schluss mit dem Lootbox-Wahnsinn!

Lootboxen gelten offiziell nicht als Glücksspiel. Aber ist das wirklich eine kluge Entscheidung? Sollten Kinder nicht davor geschützt werden? Eine Petition in Großbritannien will nun eine Antwort der Regierung erzwingen.

Viele Games finanzieren sich nicht mehr durch den eigentlichen Verkaufspreis. Der entfällt bei Free2Play-Spielen sogar komplett. Games setzen heute auf Mikro-Transaktionen oder folgen dem beliebtesten Trend: Lootboxen.

Für ein paar Euronen gibt es diese virtuellen Kisten, in denen je nach Spiel allerhand digitales Rüstzeug enthalten sein kann. Bei einigen Spielen (wie Overwatch) handelt es sich dabei nur um kosmetische Gegenstände. Andere Spiele bieten jedoch Vorteile im Spiel, wie stärkere Waffen oder bessere Munitionstypen.

Overwatch Lootbox Opening Animation

Gerade aktuelle Debatten um Star Wars Battlefront 2, Schatten des Krieges oder auch Destiny 2 haben die Diskussionen zuletzt angeheizt. Nun erreicht sie einen neuen Höhepunkt.

Kein Geldgewinn = kein Glücksspiel?

USK und ESRB haben in den vergangenen Tagen erklärt, dass es sich aus ihrer Sicht bei Lootboxen nicht um Glücksspiel handelt.

Der Grund dafür ist, dass beim Glücksspiel die Chance auf einen tatsächlichen Geldgewinn bestehen muss. Das ist bei den Lootboxen nicht der Fall, weshalb auch keine Gesetze für das Glücksspiel greifen.

Würden Lootboxen als Glücksspiel gelten, dann würden sie viel stärker besteuert werden (was den Preis anhebt) und gleichzeitig müssten die Spiele eine Alterseinstufung von „ab 18“ erhalten oder wenigstens diese Mechaniken für minderjährige Spieler deaktivieren.

In Großbritannien will man eine Gesetzesänderung

Zumindest in Großbritannien lässt man diese Entscheidung nicht auf sich sitzen. Hier wurde bereits eine Petition an die Regierung gestartet, dass Lootboxen als Glücksspiel gelten müssten. Die Änderung wird vor allem zum Schutz der Kinder gewünscht. Aktuell hat die Petition bereits 12.000 Unterschriften.

Gluecksspiel Karten

Den Lootboxen vertrauen auf die gleichen suchterregenden Faktoren, die auch beim Glücksspiel vorherrschen. Die Spielehersteller zielten hier gekonnt auf Kinder, Jugendliche und „anfällige“ Erwachsene ab. Da Lootboxen im Prinzip „ein Geldeinsatz sind, bei dem man meistens Objekte mit einem niedrigeren Gegenwert und selten mit einem höheren Gegenwert erhält, handelt es sich um Glücksspiel.“

Cortyn meint: Meiner Meinung nach kann allein die Zufallskomponente nicht ausschlaggebend sein, um als Glücksspiel und damit als „ab 18“ eingestuft zu werden. Denn das würde dann auch für viele andere Bereiche im Leben gelten, wie etwa Magic-Sammelkarten oder reale „Lootboxen“ oder sogar Wundertüten.

Auch die „suchterregenden Komponenten“ sind eher schwierig zu Definieren, denn das Auspacken von Dingen erzeugt immer Glücksgefühle. Und dann müsste wohl auch das Öffnen eines Big Mac bei McDonalds unter Strafe gestellt werden.

Eine Kaufsperre oder zumindest drastische monatliche Begrenzung für Personen unter 18 Jahren wäre aber ein guter Schritt.

Die Einstufung von Lootboxen als Glücksspiel ist eine Sache, über die man lange streiten kann. Wie seht ihr das? Sollten Lootboxen für Geld komplett verboten oder nur „ab 18“ sein? Oder ist das schon in Ordnung, da die Eltern ja einen Blick auf die Taten ihrer Kinder haben müssen?


In China gab es so ein Gesetz übrigens – da hat Blizzard das mit einem gewitzten Trick umgangen!

Quelle(n): pcgamer.com, buffed.de
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Dunarii

Lootboxen sind… Noch schlimmer si.d aber die packs bei Fifa.

Malcom2402

Nein sind sie nicht. Die Pakete von Fifa können Dir einen ingame Vorteil bringen, weil Du dadurch bessere Spieler erahlten kannst. Bei Lootboxen in Overwatch kannst Du nur Kosmetik erhalten. Ich finde das man die Lootboxen für Echtgeld einfach abschaffen sollte, oder die sollten einem die Möglichkeit bieten Skins die einen nicht interessieren einfach für ein bisschen Ingame Währung zu verkaufen, damit m an sich einen Skin nach Wahl, oder Lootboxen kaufen kann.

Shu Shu

“Und dann müsste wohl auch das Öffnen eines Big Mac bei McDonalds unter Strafe gestellt werden.”

War das absicht mit den Big Mac? oder war eher das “Happy Meal” gemeint ? o.o

Kupo Mogry

Ja, das dachte ich mir schon.

Christian

Ich würde es auch befürworten das solche Spiele ab 18 sind und/oder es komplett verboten wird.

Gerade als FIFA Spieler und wenn man ein wenig in der Community dort mitliest ist es schon erschreckend welche Geldbeträge (von teils Kindern die nicht mal ihr eigenes Geld verdienen) eingesetzt werden.

Auch sehe ich, wie einige hier schon geschrieben haben, keinen Zusammenhang zwischen Inhalten in Spielen uns bspw. Magic Karten. Bei dem einen bekomme ich keinen physischen Gegenstand (welcher nicht mal einen reellen Gegenwert hat da die Nutzungsbedingung ins bspw. FIFA es untersagen diese weiterzuverkaufen (ebay etc.)) und beim anderen erhalte ich einen physischen Gegenstand welcher einen realen Gegenwert hat und mit Glück sogar im Wert steigen kann (und sich wirklich um mein Eigentum handelt).

Kupo Mogry

Natürlich kann man sein Kind nicht 24/7 überwachen. Aber wenn plötzlich 500 Euro fehlen, dann sollte man schon leicht was mitbekommen und der Sache nachgehen, oder? Aber ja, ich stimme Dir zu, dass Streamer und Youtuber ihren Einfluss geltend machen, um damit Geld zu machen – Das ist aber nichts neues. Das die aktuelle Generation zu dumm ist um abzuwiegen, hat man schon bei einem etwas älteren Vorfall gesehen, wo ein bekannter Youtuber/Streamer eine eigene CSGO-Lotterie-Website betrieben hat, damit Werbung machte, und jeder dachte, dass er da ja nur spielt. Aber wenn mir die Frage erlaubt ist: Gehörst Du auch zu den Halbaffen, die auf Twitch dauernd Kappa-Emotes raushauen?

Ayrony

Ich hatte das ja schon einmal in einem anderen Post geschrieben: Lootboxen ähneln nicht nur in ihrer Zufälligkeit an Spielautomaten… sondern auch das ganze drumherum…die Präsentation des “Gewinns” ist wie bei Einarmigen Banditen. Aus dieser Sichtweise heraus: Spiele mit solchen Inhalten ab 18 und gut ist. (Solange Lootboxen mit Echtgeld gekauft werden können)

Gegen Zufallsinhalte innerhalb des Spiels (ein Beispiel: der /rand 100 Befehl aus WoW) kann man nichts einwenden. Die Bereichern das Spiel oder gehören zumindest zur Spielmechanik, die innerhalb des Spiels vorhanden ist. Manche Lootboxen integrieren sich übrigens sehr gut in die Spielwelt, bspw. find ich die Piniatas in Fortnite gelungen. Bleiben wir mal bei Fortnite: Da zeigt sich bspw. wie sehr eine solche Mechanik ein Spiel kaputt machen kann.

Also ich bin stark dafür, dass man den Zugang zuLootboxen, wie sie in Overwatch, Fortnite usw., zu finden sind, für unter 18-jährige reglementiert. Das ist Glücksspiel in all seinen Facetten.

Für interessierte kann ich dazu noch diesen Podcast empfehlen: https://www.gamespodcast.de
Da wird das ganze noch etwas wissenschaftlicher angegangen.

Koronus

Ich bin auch dafür. Ich bin auch Mal so gemein und sage Volljährigkeit sollte ab 21 sein.

ItzOlii

In anbetracht der fehlenden geistigen Reife vieler 18Jähriger bin ich definitiv auch für eine Volljährigkeit ab 21.
Eines der wenigen Gesetze in den USA das Sinn ergibt.

Caldrus82

Ich bin mal böse und behaupte das ist ein Problem der Erziehung und Aufsicht der Kinder seitens der Eltern. Ausserdem ein Problem unseres Schullehrplans der immer noch aus der Steinzeit stammt. Hier gibt es enormen Reformbedarf. (Ich mein ganz ehrlich, zig Schulstunden Sport/Religion/2+ Jahre drittes Reich in Geschichte, aber keine einzige Stunde für alltagsrelevante Themen wie zB Schuldenfallen, Aktuelles etc. pp. ?)

FOX

12000 Briten, also gerade mal 0,02% der gesamten Bevölkerung auf der Insel….????

Luriup

Ich habe einen Kumpel der süchtig nach virtuellen “einarmigen Banditen” ist.
Im virtuellen Casino wandelt er hunderte von € in Coins um und zockt.
Gewinnen kann er nichts,da man die Coins nicht zurück in € umwandeln kann.
Trotzdem verbrät er genauso viel Kohle durch diese Sucht,wie einer im RL
der beim Döner um die Ecke an so einem Automaten hängt.
Eher an 2-3 zugleich.^^

Lotto ist ab 18 und sterbens langweilig.
Solche Boxen machen eher süchtig und sollten ab 18 sein.

Haui

Kinder müssen hier einfach aufgeklärt werden. Dabei helfen, je nach Alter, nicht nur technische Aspekte, sondern auch Marketing, Philosophie und Psychologie, die das Kind begreifen lernen muss.
Und wenn das Kind dann immer noch meint sein ganzes Taschengeld für Lootboxen zu verschwenden, dann ist das halt ein harter Lernprozess.

Bin selber Vater und wer sich auf andere verlässt (Gesetzesänderung) ist verlassen.

Um so mehr man hat, um so mehr muss man sich kümmern, dazu zählen auch Kinder 😉

Duncen

Mal eine kurze Frage: bringt ihr keine Infos zu Singleplayer Spielen wie Shadow of War? Weil gerade bei dem Game bin ich jetzt oft auf der Suche nach neuen Infos und würd mich freuen wenn ihr in dem Segment (Singleplayer generell) was machen würdet. Auch in hinblick auf Assassin’s Creed Origins oder God of War wobei das noch länger dauert.

Jeff Have

die seite heißt mein mmo^^ hier wird ausschließlich über mmos berichtet aber der Partner oben rechts in der ecke Gamestar berichtet auch über Singleplayer games.

Duncen

Seit wann sind spiele wie FIFA 18, Overwatch oder HS mmos…..(MMO-Champion heißt auch MMO-Champion und berichtet fast nur über WoW und anderen Blizzard Titeln). War nur ein Vorschlag, weil ich hier auch immer interessante Beiträge zu den Games finde und bei den Anderen, okay GameStar hab ich bis jetzt nie viel gesehen, nicht wirklich.

Gerd Schuhmann

Jo, da hast du Recht. Wir machen nicht nur MMOs – wir machen Multiplayer-Onlinespiele. Das ist so unser Ding.

Da setzen wir dann tatsächlich bei dem ein oder anderen Singleplayer-Blockbuster mal aus – wie bei den 3 von dir genannten. Find ich auch nicht so schlimm – dafür machen wir dann auch was zu kleineren Spielen in unserem Bereich oder zu den großen Multiplayer-Titeln eher mehr.

Adell Vállieré

Lootboxen haben die Branche kaputt gemacht. Gibt kaum ein Game wo die Boxen richtig funktionieren. Leider fokussieren viele Entwickler auch nur diesen Teil.

Nicetrice

Dann müssten sie ja auch in GB die Sammelkarten Packs verbieten, vom Prinzip ähnlich wie Lootboxen. Ich denk da nur an meine Kindheit wie man sein Trinkgeld für Pokemon Karten ausgeben hat, vielleicht wäre nen kleiner Schutz sinnvoll gewesen 😀

Koronus

Sammelkarten kannst du immerhin einzeln auch für Echtgeld wieder verkaufen. Außerdem sind die Fix pro Pack. Also da würde eher der Vergleich mit Hearthstones Pity Timer passen.

Derdon

Lootboxen verbieten wenn diese mit Echtgeld gekauft werden können punkt aus fertig.

Lootboxen die ich mir ingame erspielen kann sind meiner Meinung nach dann in Ordnung.

chevio

Ich finde Cortyns Meinung dazu ganz gut.

Reize und Suchtquellen gibt es überall und ständig.
Damit muss sich jeder auseinandersetzen.. lernen damit zurechtzukommen.

Fände es aber doch gut, wenn den Spielen da ein Riegel vorgeschoben wird,
so dass sich die Spieleentwickler wieder mehr auf Spiele an sich konzentrieren als
einen möglichst reizvollen Shop einzurichten.

Ich frage mich dann ausserdem noch, wie Kinder, also ich meine jetzt unter 16 Jahren alt, überhaupt dazu kommen können Geld für Lootboxen auszugeben? Der Zugang zu Geld läuft doch über die Eltern.. die Eltern müssten die Einkäufe erst einmal absegnen oder nicht? Wenn Eltern es verpassen die Technik, die sie ihren Kindern zur Verfügung stellen zu überblicken, dann liegt m.E. nach der Fehler bei den Eltern.

Kupo Mogry

Soso. Sind dafür nicht Eltern zuständig? Das Overwatch ja voll mit Kindern ist, ist kein großes Geheimnis. Sogar die, die über 18 sind, sind geistig meistens auf dem Niveau von nem’ 12 Jährigen. Aber niemand, wirklich keiner den ich dort jemals getroffen habe, war jemals süchtig nach diesen Lootboxen.

Korunos

gut das sich die welt um dich dreht 🙂

Kupo Mogry

Haha, so war das nicht gemeint. =) Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ein 13 Jähriger am PC sitzt und sich haufenweise Lootboxen aus diversen Spielen kauft. Sowas muss doch auffallen, und ich lese das zum ersten mal hier.

Luriup

Liesst man öfters mal,
dass Kinder übertrieben viel Geld ihrer Eltern in Spielen versenkt haben.
Sei es FIFA oder auch mobile Games.

Fluffy-Chan

Naja, ganz kann ich dem nicht beipflichten. Viele Spile haben auch Tägliche logins, wo man auch mal die eine oder andere echtgeldwärung geschenkt bekommt. Man kann ingamewährung in vielen Spielen mittlerweile gegen Echtgeldwährung tauschen.
Wer das nicht nutzt oder ignoriert ist nun ein mal selber Schuld.

Und altersbeschränkungen bringen gar nichts. Ein mal kurz die Kredietkarte von mama oder papa geklaut und gut ist.
Oder omis Taschengeld verpulvert. Die heutigen Kids interessiert das einfach null.
Ich weiß nicht glaub hier hatte mal wer vorgeschlagen das man sich für Spiele allgemein bei der Regestrierung mit dem Perso ausweisen müssen sollte.
Würde auch nicht viel bringen, aber könnte das Problem großräumig eindämmen.
Fänd ich persönlich auch besser ^^

Btw: Jeder Kauf in Onlinespielen sollte meiner Ansicht nach mit dem Personalausweis bestätigt werden müssen.

Kupo Mogry

-Btw: Jeder Kauf in Onlinespielen sollte meiner Ansicht nach mit dem Personalausweis bestätigt werden müssen.- Ich vermute mal, dass das so niemals passieren wird. Ein zu hoher Verlust-Faktor für die Betreiber des Spiels. Aber ein guter Ansatz.

Demian Müller

Ganz unrecht haben die nicht. In Wizard101 z.B. was als Kinderspiel gilt, gab es lange Zeit die beste und auch eigentlich notwendige Kleidung nur über Glücksboxen, so dass ich Leute erlebt habe, die nach den Boxen regelrecht süchtig wurden. solange es nur optische Bonis sind wie in Star Trek ist es was anderes denke ich, wobei es sicherlich auch hier potenzielle Suchtopfer gibt.

Kupo Mogry

Haben die sonst keine Probleme? Wenn man als Konsument zu blöd ist solche Dinge nicht zu kaufen, sollte man sich vielleicht vom Internet fernhalten.

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