ArcheAge schlägt sich 4 Jahre später noch mit Klage zum Launch rum

2014 bot Trion Worlds einen Rabatt auf Cash-Shop-Items von Höhe von 10 Prozent für Käufer von Gründerpaketen des MMORPGs ArcheAge an, lieferte diesen Rabatt jedoch nie. Dies führte zu einer Klage, die noch heute in 2018 läuft.

Wer sich ein Gründerpakete des MMORPGs ArcheAge kaufen wollte, der sollte einen Rabatt in Höhe von 10 Prozent auf Cash-Shop-Einkäufe erhalten. So stand es 2014 auf der Website des MMORPGs. Dieser Rabatt wurde aber nie gewährt.

Im offiziellen Forum erklärte Trion Worlds, dass der Aufwand, diesen Rabatt zu entwickeln, enorm hoch sei und die Gründer sehr lange darauf warten müssten. Daher entschieden sich die Verantwortlichen bei Trion Worlds dazu, stattdessen den Gründern einen Bonus von 10 Prozent auf Credits zu gewähren.

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Trion Worlds in Bedrängnis

Dies führte zu einer Sammelklage von einigen Spielern. Bis heute gibt es hierzu noch kein Ergebnis und das hat auch einen Grund. Denn die Klage umfasst nicht nur die nie gelieferten 10 Prozent Rabatt auf Einkäufe im Cash Shop, sondern sie enthielt auch die Anschuldigung, die Lootboxen von ArcheAge seien illegales Glücksspiel

. Die Klage beinhaltet:

  • Der gewährte Bonus von 10 Prozent auf Credits sei kein adäquater Ersatz für die 10 Prozent auf Cash-Shop-Einkäufe
  • Trion Worlds habe irreführende Werbung bezüglich des Rabatts betrieben
  • Die Lootboxen seien Betrug
  • Die Chance, etwas Wertvolles aus den Lootboxen zu erhalten, sei extrem gering
  • Selbst Spieler, die rund 15.000 Credits für Lootboxen ausgegeben haben, bekamen nur wenige Items, die kaum etwas wert waren
  • Die Lootboxen seien nichts weiter als illegale Lotterie

ArcheAge-Kraken

Lootboxen sind ein Problem

Gerade diese Anschuldigung, die Lootboxen seien eine illegale Lotterie ist einer der Punkte, welche die gesamte Klage aufhält. Im Grunde würde ein Gericht entscheiden müssen, dass Lootboxen gegen das Gesetz sind. Und das ist ein Schuh, den sich viele Gerichte wohl nicht anziehen wollen, da dies enorm weitreichende Konsequenzen für die gesamte Branche hätte.

ArcheAge Crafting
Sollte man durch’s Handwerk die mächtigsten Gegenstände herstellen können?

Die Klage wird nicht außergerichtlich geklärt

Darüber hinaus gibt es ein Problem mit der EULA und den „Terms of Use“ bei Trion Worlds, da sich beide etwas widersprechen. Während die „Terms of Use“ die außergerichtliche Schlichtung solcher Streitigkeiten vorsehen, verweist die EULA auf das Bezirksgericht in San Mateo.

Trion Worlds wollte die Sache außergerichtlich klären, wodurch das Unternehmen deutlich besser dagestanden hatte. Da nun aber dieser Widerspruch bemerkt wurde, wurde eine außergerichtliche Schlichtung verweigert. Die EULA hat Vorrang. Außerdem muss geklärt werden, ob einige der Inhalte der „Terms of Use“ nicht sogar illegal sind. Daher wird der Fall weiter vor Gericht verhandelt.

Es kann sich also noch eine ganze Zeit lang hinziehen, bis diese Klage vor Gericht zu einem Abschluss kommt.

Mit dem Gerichts-Fall ArcheAge hat sich die Seite MMOFallout ausführlich beschäftigt. Allerdings erhebt deren Artikel wie auch unser Artikel über den Fall, nicht den Anspruch da eine juristische Einschätzung geben zu können, da wir keine Juristen sind.

Die Chaos-Woche von ArcheAge 2014

Hintergrund der Klage ist der wohl übereilte Katastrophen-Launch von Archeage in 2014. Damals wollten Trion Worlds wohl ihr neues MMORPG ArcheAge unbedingt zwischen WildStar (3. Juni 2014) und der damaligen WoW-Erweiterung Warlords of Draenor (13. November) platzieren.

Zu dem Zweck schob man bei Trion Worlds Überstunden, beschleunigte der Übergang von einer geordneten Closed Beta über eine Open Beta in den Headstart hin zum Release am 16. September 2014 und den ersten wichtigen Content-Patches. Dabei ging damals einiges schief: Wohl auch mit den Gründerpaketen.

ArcheAge feierte zum Release zwar große Erfolge und erzeugte ein hohes Interesse der Spieler. Allerdings flaute die Aufmerksamkeit auch relativ schnell wieder ab und es gab zahlreiche Probleme.

Auch außerhalb solcher Dinge hagelt es immer wieder Kritik am MMORPG ArcheAge.

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Quelle(n): MassivelyOP, MMOFallout
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Bodicore

Ich hoffe die kommen durch.

Koronus

Hoffentlich stimmt ein Gericht wegen den Lootboxen zu, dass sie illegal sind. Dann wären wir endgültig dieses Krebsgeschwür los.

Der Vagabund

Glaub ich nicht. Die Entwickler lassen sich dann einfach was neues einfallen oder bringen dlc zu preisen von einem voll Preis Titel raus -_-

Koronus

Selbst sündhaft teure DLCs sind mir lieber weil die Leute dann immerhin wissen wofür sie bezahlen und ganz genau wie viel es kostet. Damit kann jeder selbst entscheiden ob es einem Wert ist und man fällt nicht in die „Ich habe bereits so viel dafür ausgegeben aber trotzdem nichts bekommen. Aber wenn ich jetzt aufhöre war das davor auch rausgeschmissen.“ Falle. Interessant wird es vor allem dann bei Online TCG wie Yu-Gi-Oh! Duell Links wie die das dann machen werden denn die haben zwei verschiedene InGame Währungen, eine für Booster wo man ziehen muss und eine wo man direkt kaufen kann. Dabei sind die Karten in den Boostern andere als die man direkt kaufen kann und mit Echtgeld kann man nur weitere Booster samt Währung oder einer Garantiert seltenen Karte (die aber trotzdem zufällig ausgewählt wird) kaufen. Ich glaube bei solchen Spielen wird bis auf Hearthstone so ein Urteil erstmal ein großes Chaos verursachen da Hearthstone mit seinem Staub schon bereit ist.

Der Vagabund

Naja. Duel Links spiele ich aber ich brauche mit keine juwwlen zu kaufen da ich noch um dir 5k da habe und das alles ne aus den ganzen Events und Missionen ist, aber das jetzt mal beiseite. Zurück zum Thema DLC: Ja gut aber dann checken die Entwickler oh schau mal die kaufen das selbst bei dem Preis. Und Rück Zuck machen sie es so dass das dlc erstmal nur eine einzige Sache hat z.b. eine einzelne Story Mission von ca. 5 Minuten Länge.

Andy Boultgen

Trion Worlds sollte eine Dodgeball Mannschaft aufsetzen,dann kriegen die voll eine auf die Nüsse

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