MMO-Shooter verliert 98% seiner Spieler auf Steam trotz Bikinis und viel Haut, rückt den Fokus jetzt aufs Gameplay

The First Descendant soll gerettet werden Titelbild

Der MMO-Shooter The First Descendant wollte es mit Destiny 2 aufnehmen, jetzt steht er kurz vor dem Abgrund, doch die Entwickler geben nicht auf.

Um welches Spiel geht es? The First Descendant ist ein kostenloser Loot-Shooter mit 4-Spieler-Koop, in dem ihr verschiedene Klassen – die sogenannten Descendant – spielt. Eure Mission ist es, die Menschheit gegen die bösartigen Aliens „Vulgus“ zu verteidigen.

Die Klassen haben dabei allesamt unterschiedliche Fähigkeiten, die sie einzigartig machen. So gibt es mit Ajax einen Tank mit starken Schilden, Freyna ist eine Damage-Dealerin mit Gift-Angriffen und Yujin ein Heiler, der aber nur wenig Schaden austeilen kann.

Neben den Spielaspekten setzte der Shooter auch stark auf freizügige Outfits und „Fanservice“. So durften Spieler ihre weiblichen Descendants mit schicken Bikinis in Hot-Tubs stecken. Doch auch das rettete den Shooter nicht.

Hier könnt ihr einen Trailer zum Spiel sehen:

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The First Descendant präsentiert die neue Nachfahrin Nell

Kaum noch Spieler

Wie steht es heute um The First Descendant? Wirft man einen Blick auf die Spitzen-Spielerzahlen auf Steam, so zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Laut SteamDB haben am 7. April 2026 lediglich 4.545 Spieler zeitgleich gespielt.

Was im ersten Moment okay wirkt, ändert sich direkt, wenn man sieht, dass der Shooter einst mit mehr als 264.000 Spielern gestartet war. Dass nun fast 260.000 Spieler weg sind, also rund 98 % aller Spieler, ist auch den Entwicklern klar, doch die wollen das nicht auf sich sitzen lassen.

Was haben die Entwickler vor? In einem Livestream auf YouTube haben die Entwickler von The First Descendant über den Status ihres Shooters gesprochen. Dabei sei ihnen bewusst, wie schlecht es um ihn steht. Aus diesem Grund haben sie statt des Endes eine massive Überarbeitung des Shooters angekündigt.

Zunächst steht dabei eine gründliche Überarbeitung des Kernspiels an, wobei das Endgame und die Loot-Mechaniken verbessert werden sollen. Sobald die Grundlagen geschaffen sind, würden sich die Entwickler auf die Geschichte konzentrieren und die Hauptkampagne sowie die optionalen Missionen überarbeiten.

In der letzten Phase geht es darum, alles abzurunden, das Spiel so zu verfeinern, dass es zu dem Titel wird, der seit der ersten Ankündigung versprochen wurde. Dabei sollen auch ein neuer Mega-Dungeon, ein limitierter Herausforderungsmodus und eine Verwandlung der Spieler in einen Koloss auf dem Programm stehen.

Die Entwickler geben ihren Shooter nicht auf. Doch ob die angekündigten Veränderungen nochmal zu einem nennenswerten Anstieg der Spielerzahlen führen können, bleibt abzuwarten. Der Shooter war auch schon in einen Skandal verwickelt: „Sie haben mein Gesicht gestohlen“ – Loot-Shooter soll Clips von Streamern fälschen, damit es aussieht, als würden sie das Spiel bewerben

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Maledicus

Hab das Spiel nicht länger als n paar Tage ausgehalten, wobei ich das Gameplay ansich gut fand. Was mir garnicht gefallen hat war wie die Missionen in die Spielewelt integriert waren, sowie die Missionsgestaltung selbst. In eine Spielewelt, die zuerst wie eine Open-World ausschaut aber lediglich eine tote Kulisse ist, zu gehen um dann dort auf 30qm Missionen zu triggern indem man Beacons aktiviert war nicht mein Ding. Das gleiche kann ich von diesen Bossen sagen, wo man einfach nur in eine Arena geht um direkt den Boss zu bekämpfen, dem fehlte jedwedes Worldbuilding im spieltechnischen, nicht Story Sinne.

Außerdem geht mir dieses .. wir haben keinen guten Content, aber die kürzesten Röckchen bei der Mädchen-Schuluniformen auf den Keks, das is echt nich meins.

Allerdings kann ich die Entwicklung von First Descendant auch nicht beurteilen und was sich da getan hat, meine Erfahrung ist ein Ausschnitt nicht zulange nach Release.

Beste Grüße.

Nemnapos

Ich mag einfach keine F2P Spiele. Nichts gibt es kostenlos im Leben und bei dem F2P Model geht es meist nur darum maximal die Leute zu manipulieren damit viel Geld rein kommt. Auch sind die Preise teils absolut Absurd für das was es gibt.

Und selbst so ein Argument wie: “Es sind nur kosmetische Sachen.” lasse ich ungern stehen. Denn warum sollte der Hersteller denn noch schöne Dinge kostenlos bereitstellen? Dann gibt es für die Masse hässlichen Einheitsbrei.

Zuletzt bearbeitet vor 9 Tagen von
Gummipuppe

Vielleicht werde ich im Alter anspruchsloser, doch aktuell brauche ich einfach ein Spiel, in dem ich nicht groß nachdenken muss, das dazu auf der PS5 Pro ziemlich gut aussieht, sehr flüssig läuft und mit schickem Charakterdesign aufwartet 😅 Die Missionen erzeugen ein Rush‘n Go Flow, sind aber für einige vielleicht zu simple gehalten. Doch ich mag es, das keine besonderen Mechaniken diesen Flow ausbremsen. Dazu gehen die Skills griffig von der Hand, den Waffen fehlt vielleicht der Destiny 2 Wumms, spielen sich aber unterschiedlich, machen Spass, auch wenn Skill-Gespamme das Geschehen oft dominiert.

Mir macht diese Lootspirale durchaus Spass, dazu hatte man in den ersten Wochen ziemlich viel zu tun, insbesondere, wenn man 1 1/2 Jahre Content nachzuholen hat. Klar, die Main-Story passt auf einem Bierdeckel, doch die Gebiete sind teilweise sehr abwechslungsreich gestaltet, einige Jump’n Run Passagen lockern alles ein wenig auf und der Greifhaken macht in seiner einfachen Anwendung Laune, insbesondere wenn man diesen auf einer Waffe aufgewertet hat. Die Begleiter, Fahrzeuge und auch Ultimate lassen sich alle erspielen, nur wer seine Charas mit Skins aufpolieren oder die Wartezeit an der Werkbank beschleunigen möchte muss blechen.

Das beste ist, aus meiner Sicht, trotz niedriger Zahlen auf Steam, das man, wenn Crossplay aktiviert ist, ziemlich schnell ein öffentliches Game findet, man nie lange warten warten. Das kenne ich aus Division 2 (immer noch kein Crossplay :/) und Destiny 2 (mit Crossplay) anders.

Einziges Manko ist für mich das optimieren, hier sollte man sich früh auf zwei, drei Main Charakter festlegen, sonst wird man irre. Die Justierungen weisen in allen Bereichen, Fahrzeuge, Nachfahren, Kerne, Module, viel zu viel Attribute auf, dieser Part fühlt sich tatsächlich nach Zeitverschwendung an und ärgert mich hin und wieder, wenn meine RNG mir soviel Mist Attribute vor die Füsse wirft. Selbst wenn man reincashen würde, käme man hier nicht weiter.

So oder so hoffe ich, das die Entwickler noch die Chance bekommen, ihre Änderungen durchzusetzen, ich wäre gespannt darauf, wie sich das Spiel noch entwickeln könnte – anderseits kennt man diese Durchhalteparolen, in der Gaming-Industrie nur zu gut, kurze Zeit später zog der Geldgeber den Stecker.

Greenbeast

Zu viel Grind und künstliche Barrieren waren mein Grund damit aufzuhören.

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