Spieler wollen gerichtlich gegen MMORPG vorgehen, das sie vorher unterstützt haben

Chronicles of Elyria ist das erste MMORPG, das 2020 gestorben ist. Es wurde über viele Jahre entwickelt und dabei von Spielern via Crowdfunding unterstützt. Nun wollen jedoch einige der Unterstützer gegen die Entwickler klagen.

Was ist passiert? 2016 sammelte das MMORPG über 1,3 Millionen Dollar über Kickstarter. Es folgten verschiedenen Aktionen, in denen die Spieler zusätzlich Geld ausgeben konnten, wie für einen „Ingame-Adventskalender“ im Wert von 95$.

Am 25. März teilte der CEO vom Entwickler Soulbound Studios jedoch die Einstellung des MMORPGs mit. Alle Mitarbeiter wurden entlassen.

Nun haben sich einige wütende und frustrierte Spieler zusammengetan und wollen eine Sammelklage in Washington, wo das Studio eingetragen ist, einreichen.

Chronicles of Elyria Festung
In dem MMORPG sollten Spieler Königreiche führen, alt werden und für einen Thron-Nachfolger sorgen können. Doch das werden wir wohl nie erleben.

Können sie damit Erfolg haben? Ein Spieler teilte im reddit mit, dass das Washington AGO seine Beschwerde offiziell akzeptiert hat und nun mit dem Studio in Kontakt tritt. Insgesamt sollen über 150 Beschwerden eingegangen sein.

Damit wurde der erste Schritt in Richtung Klage gegen die Firma gegangen. Derzeit suchen die ehemaligen Fans des MMORPGs jedoch einen Anwalt, der sie vertritt. Wer sich an der Aktion beteiligen oder Infos haben möchte, kann einem Discord-Chat beitreten.

Ob jedoch von dem Studio wirklich Geld zu bekommen ist, ist derzeit nicht absehbar. Dasselbe Gericht hat bereits in einem anderen Fall einer Kickstarter-Kampagne den Spielern recht gegeben. Damals ging es gegen Asylum Playing Cards (via Washington AGO).

Die Kläger haben mehrere Ziele

Was steckt hinter der Klage? Die Sammelklage gegen Chronicles of Elyria soll den Spielern eine Form von Gerechtigkeit bringen. Dazu hoffen sie auf eines der folgenden Szenarios:

  • Finanzielle Entschädigungen für die Unterstützer
  • Die IP von Chronicles of Elyria wird frei für alle zugänglich
  • Es gibt ein Verfahren gegen Jeremy Walsh, den CEO der Firma

Insgesamt soll Chronicles of Elyria fast 8 Millionen Dollar von Spielern gesammelt haben. Dafür gab es kein funktionierendes Spiel zurück. Deshalb haben die Kläger große Hoffnungen, dass zumindest einer der drei Fälle eintritt.

Außerdem versuchen sie derzeit sich ihr Geld über Xsolla, eine Firma, die den Zahlungsverkehr übernimmt, zurückzuholen. Das führte dazu, dass Xsolla sich ebenfalls mit Soulbound Studios in Verbindung gesetzt hat:

Chronicles of Elyria Xsolla Rückzahlung
Nachricht von Xsolla (Quelle: Discord-Channel).

Das Klagen gegen Spiele-Firmen durchaus eine Chance haben können, zeigen ehemalige Fans von ArcheAge. Die zogen 2015 vor Gericht und errungen 2020 einen Vergleich von 420.000$. Dieser Fall zeigt aber auch, dass die Spieler viel Geduld aufbringen müssen.

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Loccorocco
1 Monat zuvor

Naja wer so blöd ist gehört abgezockt sry..

Scaver
1 Monat zuvor

Sorry, maximal dein Kommentar ist blöd.
Wer an einer Kickstarter Kampagne teilnimmt, tritt damit als Investor auf. Zwar besteht da immer ein selbst zu tragendes Risiko auf Verlust (ganz oder in Teilen)… aber wenn dieser durch jemand anderen z.B. absichtlich oder fahrlässig (Aufzählung nicht vollständig) herbei geführt wird, kann dieser jemand zum Schadenersatz heran gezogen werden.
Und hier liegt die Vermutung nahe, dass eben hier die 8 Millionen verbrannt wurden. Also im Ergebnis kein Gegenwert für 8 Millionen existiert (Fehlentscheidungen). In welchem Umfang das Studio oder sein CEO hier rechtlich nun haften muss, ist eine Sache fürs Gericht und genau darum geht es!

Loccorocco
1 Monat zuvor

Nöö wer in so eine Wunschvorstellung und nicht anderes wird das game auch bleiben investiert ist so blöd der gehört halt verarscht.. Hat nix mit investment bla zu tun.. Sondern einfach mal mit Birne einschalten ☺️

ragus
1 Monat zuvor

Ich habe das Spiel damals auf Kickstarter mit rund 250 Dollar unterstützt. Und auch wenn es ärgerlich ist wie es geendet hat. Ich gehe in jeden Kickstarter Support mit der Gefahr rein, dass ich nie was dafür bekomme. Das ist halt das Risiko bei Kickstarter, worauf einem auch sofort aufmerksam gemacht wird.

Muchtie
1 Monat zuvor

richtig aber danach kann man noch auf der HP noch extra untersützen….

Scaver
1 Monat zuvor

Richtig, Das Risiko geht man ein. Es macht aber einen Unterschied, ob man 8 Millionen bekommt und die nicht gereicht haben und mehr Geld nicht rein kam, oder ob man das Geld (teilweise) verbrennt und nachher nur was für nen Gegenwert von z.B. 2 Millionen geschaffen hat.
In so einem Fall hat man, unabhängig von der Plattform, ggf. einen Rechtsanspruch auf Schadensersatz, welchen man aber eben selber einklagen muss (wie es hier nun vorbereitet wird).

ratzeputz
1 Monat zuvor

„Das gleiche Gericht hat jedoch bereits in einem anderen Fall bei Kickstarter-Kampagnen den Spieler recht gegeben“
dem Spieler oder den Spielern?
Allgemein klingt der Satz irgendwie komisch (oder vielleicht is es für mein Hirn noch zu früh am Morgen grin ). Bei einem anderen Fall (Singular) … dann wieder bei Kickstarter Kampagnen (Plural) …

Zum Thema:
Ich glaube nicht, dass das Geld zurückbezahlt wird. Ist ja auch irgendwie der „Sinn“ von Kickstarter -> Risikoinvestment.
Nach dem „Desaster“ mit Wolcen werde ich aber jedenfalls nie wieder etwas auf Kickstarter finanzieren. Es kam lange nichts, dann kam ein Bugfest von einem Spiel, welches noch dazu nicht das ist, was auf Kickstarter versprochen wurde. Mir war das eine Lehre .
Für diejenigen die bei Chronicles of Elyria investiert haben ist das natürlich richtig kacke, denn die bekommen einfach gar nichts sad
Ich finde es aber trotzdem gut, dass auch so vermeintlich „große“ Misserfolge publik gemacht werden … dann sehen die Menschen wenigstens, dass es auch so gehen kann bei Kickstarter und man im schlimmsten Fall einfach gar nix bekommt und das Geld verbraten wurde.

Scaver
1 Monat zuvor

Richtig: Risikoinvestment.
Das bedeutet, dass es schief gehen kann. Dann ist die Investition halt weg.
Dann muss man aber schauen, warum es schief ging und ggf. besteht dann eine Schadensersatzpflicht, z.B. bei Veruntreuung oder andere Arten von Betrug. Aber auch bei Fehlentscheidungen kann man als Unternehmen oder deren Chef (z.B. CEO) unter Umständen haftbare sein.
In Deutschland regelt das z.B. neben dem Strafgesetz auch die Rechtsform des Unternehemens, wer bis zu welcher Höhe maximal haften muss.
Ob da jemand Schmus gemacht hat und nun haften muss, dass kann einzig alleine ein Gericht beurteilen. Und daher ist der Weg, den die „Investoren“ nun gehen, genau der Richtige.

Coreleon
1 Monat zuvor

Finde diese Kickstarter Projekte zumindest fragwürdig. Wenn man sich mal anschaut wie da einige vorgehen ist das ganz klar Betrug.
Vorallem solche Scherze wie bei EC sind da schon dreist.
Hier stellt sich dann schon die Frage wo das Geld geblieben ist, mit 8M lässt sich nur schwerlich ein AAA MMO realisieren aber da sollte dann doch schon mal deutlich mehr rausgekommen sein als das da.
Würde mich nicht wundern wenn die Leute sich da völlig verzockt haben und keine Ahnung hatten wie man ein Spiel Programmiert. Das wäre so als würde man eine Horde Abiturienten darauf ansetzen ein Auto zu entwickeln. wink

Scaver
1 Monat zuvor

Richtig, das ist es nun, worum es geht.
8 Millionen reichen auf gar keinen Fall für die Ambitionen von CoE. Wenn das Geld einfach ausgegangen ist und man nicht mehr als ne halbfertige Alpha hat, dann wäre alles ok.
Hier steht aber schon länger im Raum, dass von den 8 Millionen rund 4-6 Millionen durch Fehlentscheidungen verbrannt sein sollen und es daher keinen Gegenwert dafür gibt. Das wiederum könnte zu Schadensersatzansprüchen führen. Das kann aber letztlich nur ein Gericht klären.

Coreleon
1 Monat zuvor

Das Problem ist halt bei solchen Projekten das die Leute das Geld falsch platzieren. Mal ehrlich, statt da erstmal wie blöde Hardware und Co zu kaufen sollte man sich doch als allererstes jemand einkaufen der von der Materie so Richtig Ahnung hat und dann erst Geld ausgeben für „X“.
Mit nem Buget von 8M kannst dir auch schon echt bekannte Leute leisten. Die müssen nicht mal komplett dabei bleiben aber so ka 6 Monate als Berater mit nettem Gehalt? Da sagt halt kaum einer nein.
Und gratis PR ist es beim richtigen Namen auch noch… wink

Muchtie
1 Monat zuvor

können wir deutsche da mit machen oder machen wir auch so was?!

Scaver
1 Monat zuvor

Du kannst dich da natürlich anschließen. Eine Klage ist nur am Firmenesitz zulässig, also da, wo die Klage nun eingereicht werden soll.
Hier in Deutschland wird eine Klage kaum möglich sein und Sammelklagen wie in den USA gibt es so ja bei uns auch nicht. Klar kannst Du auch solo klagen wenn Du willst. Ob dir das was bringt… sicher weniger, als sich einer Sammelklage anzuschließen. Gibt diese in den USA ja nicht ohne Grund.
Tausende Kläger, aber nur 1 oder wenige Anwälte und ein Gericht mit einem Verfahren… das senkt die Kosten pro Kopf enorm.

uNiC0RnP00
1 Monat zuvor

Es kommt meiner Meinung nach darauf an, wie das eingenommene Geld verwendet wurde. Wenn dafür horrende Gehälter eingeheimst wurden, so gehört die Firma zur Rechenschaft gezogen. Sollte es, trotz sinnvoller Investitionen gescheitert sein, so haben die Investoren Pech gehabt. Wer den Fall länger verfolgt hat, der wird höchstwahrscheinlich von ersterem ausgehen. Solche Urteile wären wichtig, damit Crowdfunding nicht zum rechtlichen Morast werden, wo alles erlaubt ist, sondern man eine gewisse Verantwortung für die Einnahmen übernimmt.

Schuhmann
1 Monat zuvor

Glaubst du wirklich, Chronicles of Elyria sei gescheitert, weil die den Entwicklern „zu viel Geld“ gezahlt haben?

Das finde ich eine steile These. Nach dem, was ich beobachte, waren die darauf angewiesen, einen Investor zu finden, um ihre wirklich riesigen Ambitionen zu erreichen und haben das nicht geschafft. Und dann ging dem Spiel einfach krass die Puste aus: Sie hatten nichts vorzuweisen, dass Spieler dazu bewegte, weiter Geld zu investieren.

Es kann gut sein, dass „strategische Fehler“ gemacht wurden und es besser gewesen wäre, eine begrenzte, spielbare Demo zu erstellen, die dem „fertigen Spiel“ ähnelt und den Leuten klar macht: Hier muss ich investieren, das Spiel will ich unbedingt spielen: So ein Vertical Slice.

So macht’s ja Star Citizen: Die haben ja nicht ein Spiel mit abgespeckter Grafik erstellt und gesagt: Später sieht das mal toll aus. Sondern die haben von Anfang an, wirklich toll aussehnde Schiffe verkauft, die halt nur noch keiner fliegen konnte. Aber die sahen toll aus.

ratzeputz
1 Monat zuvor

Ich glaube er meinte eher nicht, dass die Entwickler mit mega Gehältern angestellt wurden sondern eher, dass sich die Obrigkeiten des Unternehmens (CEO, CTO, etc.) sich gleich mal ein ordentliches Gehalt von den Investmentgeldern abgezwackt haben.
„Cool wir haben 8 Mio eingenommen … lass mal um 500.000 die Hütte dort kaufen. Die 10 besten von den Entwicklern stocken wir von 1.500 auf 1.550$ Gehalt auf“

Korrigiere mich, wenn ich falsch liege mit der Interpretation deiner Aussage uNiC0RnP00

Ich fände es auch besser, wenn Projekte, die via Kickstarter finanziert werden zur genauen Protokollierung verpflichtet würden, so daß man als Investor ganz genau sieht, wo die Gelder hinein fließen.
Ist doch in der normalen Wirtschaft eigentlich auch so … zumindest kenne ich das von einigen Start-Ups mit Risikoinvestor im Hintergrund nicht anders.

Teddy
1 Monat zuvor

Irgendwie stoß ich mich an der krassen Summe, wie soll man die sinnvoll investiert haben und am Ende hat man nichts vorzuweisen?
Das ist in sich ja schon unlogisch.
Hätte man das Gehalt für fähige Leute ausgegeben wär was dabei rausgekommen, zumindest irgendwas. Sogar wolcen hatte nen Release, war zwar scheisse aber es gab nicht „nichts“.
Die ganzen anderen Indie Studios die tatsächlich ein Game entwickeln wollen machen das ja auch?
Es gab so viele vergeigte Releases bei Kickstarter, aber bei denen ist wenigstens irgendwas released worden.
Sind wirklich alle anderen schlauer und hier sinds „rein zufällig“ die dümmsten Entwickler die „leider“ dann gar nichts vorweisen können?
Wie kann man denn „so dumm“ sein dass man sich bei Kickstarter präsentiert als jemand der ein Spiel entwickelt und dann ist das Geld weg aber nichts vorzeigbares wurde entwickelt?
Erscheint mir schon sehr merkwürdig…

Schuhmann
1 Monat zuvor

Ich find das nicht merkwürdig. Ich kann mir gut vorstellen, dass man Jahre an einem Projekt arbeitet und da viel Zeit reinsteckt, aber viel in Arbeitsschritte investiert, die noch nicht präsentierfertig sind.

Sie hatten ja am Ende was vorzuweisen: ein Parcours in abgespeckter Grafik -> Das war halt viel, viel zu wenig.

Ich denke, es ist wirklich schlecht gelaufen für sie. Aber ich glaube nicht, dass da böse Absicht dahintersteckte. Es sind dann sicher Fehler gemacht worden. Aber so die Idee, die jetzt mitschwingt, die wollten uns betrügen/die haben sich die Taschen vollgemacht -> Das glaube ich instinktiv nicht. Sondern ich halte das für möglich, dass sie einfach mit dem Projekt ganz ehrlich und klassisch gescheitert sind.

Man könnte ihnen vorwerfen: Das hättet ihr auch schon vor x Jahren wissen und den Stecker ziehen können. Wir haben auch schon vor einigen Jahren, nur mit dem Blick von außen gesagt: Das sieht nicht gut aus für das Spiel. Da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es nix gibt.

Aber so einen Traum dann zu beerdigen und sich das Scheitern einzugestehen, ist wahrscheinlich sehr schwer.

Scaver
1 Monat zuvor

Schlecht gelaufen ist da nichts. Da wurden eindeutig Fehlentscheidungen getroffen und viel Geld verbrannt.
Sicher reichen 8 Millionen nicht aus, um ihre Ambitionen umzusetzen. aber was da raus kam, ist bei weitem keine 8 Millionen wert. Wenn es hoch kommt ist das ein Gegenwert von 4 Millionen (inkl. Gehältern, Mieten für Gebäude etc.). Wo ist der Rest hin? Und ja, ich kann das als Kaufmann einigermaßen beurteilen (und entsprechende Berichte lesen und deuten).
Wovon fast alle ausgehen, sehe ich auch als relativ sicher an: Da wurden Fehlentscheidungen getroffen und damit Geld verbrannt und zwar nach meiner Meinung mehr als die Hälfte des Geldes!
Sicherlich ist denen nicht einfach nur das Geld ausgegangen, denn sonst hätten sie für 8 Millionen sicher wesentlich mehr vorzuweisen!

Beurteilt wird hier viel zu sehr aus Sicht der Gamer. Sicher, wir sind alle Gamer und hier geht es um ein Game für Gamer.
Das Problem ist aber eines aus Sicht von Investoren und jeder der dort Geld investiert halt, gilt rechtlich als Investor. Und min. 99% davon haben absolut keine Ahnung davon.
Aber aus Sicht eines Investors kann man halt nicht so einfach sagen „Das Geld hat halt nicht gereicht!“. Die Frage ist eher das „Warum und wer ist ggf. Schuld daran!“.

Ob und in welchem Umfang dafür nun ggf. jemand haften muss, dass kann nur ein Gericht entscheiden. Denn da müssen sie am Ende die Ausgabe jedes einzelnen Cents darlegen und begründen. Und nach dem dort geltenden Recht wird dann entschieden, ob jemand haftbar ist und Schadensersatz geleistet werden muss oder nicht.
Und das ist der Punkt: Nach dem Verfahren, egal wie es ausgeht, liegen alle Fakten ÖFFENTLICH auf dem Tisch.
Und solche Fakten sind für künftige Projekte anderer (über-)ambitionierter Entwickler nicht ganz unwichtig.

N
1 Monat zuvor

Darum ist es gut, dass sich das ein Gericht anschaut. Nach etwa 8 Millionen USD als insgesamte Investition von Spielern und etliche Jahre in der Entwicklung nichts vorzuweisen außer einer grottenhaften Tech Demo ist sehr unglaubwürdig. Da geht der Gedanke eben dahin, dass den Entwicklern zu viel gezahlt wurde. Würde mich nicht wundern, wenn der CEO zu seinem hohen Jahresgehalt noch weitere Geschäftsausgaben wie Autos hatte.

Scaver
1 Monat zuvor

Ich befürchte, den Entwicklern wurde nicht zu viel gezahlt. Das Geld wurde vermutlich an ganz anderen Stellen verbrannt. Wo genau wird das Gericht klären, wenn es die Klage zulässt. Das dürfte aber als sicher gelten, wenn sich ein Anwalt finden lässt. Und für ähnliche Fälle hat das auch geklappt, also wird das hier sicher auch nur eine Frage der Zeit sein.

Seither
1 Monat zuvor

Ich sehe da eher zwei verschiedene Gruppen von Unterstützern. Die aus dem Crowdfunding und die, die sich den Adventskalender oder Ähnliches gekauft/vorbestellt haben.
Bei Ersteren sehe ich keinen Grund für Entschädigungen. Mir scheint das ähnlich dem ursprünglichen Sinn der Aktien zu sein, nur dass man am Ende nicht weiter „mitverdient“ als eben das Spiel zu haben. Jedenfalls erwartet man da auch keine Entschädigung, falls die Aktie fällt oder das Unternehmen eben abrutscht. Es ist eine Investition, die sich lohnen kann, aber unsicher ist.
Bei der anderen Gruppe finde ich aber schon, dass ihnen Entschädigungen zustehen. Da wurde ihnen immerhin virtueller Inhalt für ihr Geld versprochen, der nun nicht geliefert wird.

Scaver
1 Monat zuvor

Oh da kennt sich aber einer gar nicht aus.
Wenn jemand z.B. absichtlich für einem Fall der Aktien sorgt, macht er sich strafbar und muss Schadensersatz leisten!
Bei Investitionen gibt es keine pauschalen Aussagen, dass wenn man etwas verliert es halt eigenes Risiko ist.
Es geht dabei dann IMMER um das „warum“.
Ist das Unternehmen nicht mehr gefragt bzw. sein Produkt oder nimmt der Markt ein neues Produkt nicht an, dann ist das ein Risiko, mit dem jeder Investor leben muss.
Wenn aber der CEO absichtlich falsche Entscheidungen trifft, damit die Aktien an Wert verlieren und viele dann verkaufen wollen und man somit Aktien schnell und günstig in großer Stückzahl aufkaufen kann, dann sieht die Sache z.B. ganz anders aus. So etwas ist nämlich rechtlich verboten und hätte neben hohen Strafen auch viele Schadensersatzansprüche zur Folge.
Und das sind nur 2 Beispielen von abertausenden die es gibt.

Luripu
1 Monat zuvor

Mal schauen was bei raus kommt.
Haben ja ordentlich Geld verbrannt.

Lola
1 Monat zuvor

Nein. Ein Klage sollte eben NICHT möglich sein und es sollte keine Entschädigung geben. Ganz einfach aus dem Grund weil jeder, der auch nur einen Hauch von Inteligenz besitzt, wissen sollte das es eben NUR Projeckte sind die sie unterstützten und es immer 50:50 steht das ein Projeckt eben auch mal scheitern kann.
Es sollte eher einen Vertrag geben, den man bei der Finanzierung zu unterschreiben hat.
Das man dies weiß und sich dessen Risiken bewusst ist. Auch sollte man ein Mindestalter von 18 (bzw. 20, je nach Land) vorweisen müssen.
Es kann nicht sein, dass die Leute meinen ihr Geld zum Fenster raus schmeißen zu können und dann rum zu heulen wenn es weg ist. Man weiß doch mittlerweile eigendlich wie diese Kickstartergrütze jedes mal abläuft. Von den zig tausenden, zu fördernden Projeckten schaffen es vielleicht 1%-2% wirklich zum ernsthaften releas.

Sollen die leute doch heulen. Müssen halt einfach mal nachdenken was sie tun. Selber Schuld. Für die utopischen Wucherpreise wie Elyra sie hatte, hätte ich eh niemals auch nur einen Cent ausgegeben. Nicht weil ich es nicht kann, sondern weil ich das einfach frech finde. Ganz einfach.

MischaMG
1 Monat zuvor

1-2% hört sich schon sehr wenig an. Mir fallen auf Anhieb 10 Beispiele für gelungenes Crowdfunding ein.

Ist aber auch etwas anderes, wenn der Entwickler ein paar Wochen vorher noch Sales für Grundstücke verantstaltet. Denke, da lässt sich schon etwas machen.

Und auch hier noch aus dem Urteil gegen das Kickstarter Kartenspiel:
“Washington state will not tolerate crowdfunding theft,” said Ferguson. “If you accept money from consumers, and don’t follow through on your obligations, my office will hold you accountable.”
Hört sich nicht gut an für Soulbound. grin

Lola
1 Monat zuvor

Die Grichte werden auch irgendwann merken das die Leute für ihr tun selber verantwortlich sind. Wenn man für etwas wie eine Kickstarteraktion Geld ausgibt dann tut man das eben auch in dem Wissen das es schief gehen KANN.
Dann aber hinterher rum zu heulen WEIL es schief geht, obwohl man sehr wohl damit rechnen konnte, DAS ist Betrug. Du kaufst dir ja auch kein Auto und verlangst dein Geld zurück nur weil es dir nicht mehr gefällt. bezahlt ist bezahlt. Da beißt die maus nunmal keinen Faden ab.
Klar ist es ärgerlich. Aber diese Leute haben genauso Familien zu ernähren wie wir anderen auch. Die können sich auch kein Brot aus den Rippen schneiden nur weil manche Menschen einfach ohne Sinn und Verstand horrende Summen in ein Spiel investieren.
Was sollen die denn ihren Kindern sagen? „Sorry aber Mama/ Papa muss jetzt in Mülltonnen fremder nach Essen suchen weil fremde Leute sein/ ihr gehalt zurück wollen?“
was soll denn das? Ja ich weiß ich sag es offt, aber es stimmt nunmal.
Man merkt jeden Tag mehr wie primitiv, dumm und naiv die Menschen sind. Und das schlimme daran ist, es wird keinen Tag besser!

N
1 Monat zuvor

Es ist Betrug, weil der Entwickler augenscheinlich das Geld nicht im Interesse der Investoren benutzt hat. Ja, Kickstarter Projekte können schiefgehen und noch selbst in der Entwicklung eingestampft werden, jedoch werden hierbei viele Assets den Spielern freigegeben, es wird sich ordentlich entschuldigt und die Probleme während der Entwicklung aufgezeigt.
Chronicles von Elyria wurde in einem kurzen Textabsatz eingestampft, eine Woche zuvor wurden noch ingame Grundstücke zu hohen Preisen verkauft. Klingt für mich ziemlich stark nach einem Exit Scam. Bevor das Spiel eingestellt wird, nochmal richtig abkassieren.
Schau dir auf Youtube das Video zum Fall von LazyPeon an.

alfredo
1 Monat zuvor

wie kann etwas sterben wenn es nie gelebt hat?

N
1 Monat zuvor

Super Entscheidung und hoffentlich haben die Leute damit Erfolg. Ihnen wurde ein fertiges Spiel für die Kickstarter Summe versprochen, später hieß es nur, dass es eine Demo wurde, um eventuelle Publisher/Investoren anzulocken. Ganz zu schweigen vom 250k Jahresgehalt des CEOs.

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