Bezahlt Valorant die Twitch-Streamer? Das sagt Riot

Valorant ist bei Twitch ein Riesen-Erfolg und sorgt für Rekordzahlen an Zuschauern. Doch wie kam es dazu? Wurden die Top-Streamer von Riot bezahlt, damit sie Valorant spielen? Riot hat dazu nun ein ausführliches Statement verfasst: Es gibt keine Sponsored Streams, sagen sie.

So erfolgreich ist Valorant auf Twitch: Die Beta von Valorant war den April 2020 über mit durchschnittlich 502.852 Zuschauern in diversen Twitch-Streams vertreten. Das macht Valorant locker zum Top-Titel auf Amazons Streaming-Plattform. Zum Vergleich: Die nächsten 5 Top-Kategorien hatten nicht Mal die Hälfte dieser Zuschauerzahlen im April 2020 (Stand 28. April 2020):

  • Just Chatting: 193.381 Zuschauer im Schnitt
  • League of Legends: 189.792 Zuschauer im Schnitt
  • Fortnite: 133.729 Zuschauer im Schnitt
  • CS:GO: 119.075 Zuschauer im Schnitt
  • GTA 5: 103.444 Zuschauer im Schnitt
Valorant Twitch Rating
Die Twitch-Zahlen von Valorant am 28. April 2020. Quelle: Twitchtracker

Dazu kommen weitere Rekorde. So wurde Valorant an einem Tag über in 34 Millionen Stunden Stream gesehen. An einem Tag wurden also 4000 Jahre Valorant gesehen.

Grund für die vielen Views ist, dass Spieler nur durch das Sehen von Streams Beta-Zugang für Valorant bekommen. Doch bevor jeder Streamer Zugang für die Beta verteilen konnte, gab es nur einige ausgewählte Top-Streamer, die solche Twitch-Drops in ihrem Stream aktiv hatten.

Wurden die von Riot alle bezahlt, um das Spiel zu spielen und zu promoten?

Riot erklärt, wie man Twitch-Streamer zu Valorant holt

So ging Riot vor: In einem Artikel auf der Seite Engadget wurde Riots Marketing-Chefin Nikki Lewis zu dem Thema interviewt. Sie gab erst an, dass man sich mit Hunderten von Streamern und Influencern aus der ganzen Welt in Verbindung gesetzt hätte.

Man bat die Streamer, Valorant zur Beta zu streamen und Zugänge via Drops anzubieten. Dabei sei es wichtig gewesen, beinharte Shooter-Fans auszusuchen, die Ahnung von solchen Games haben und denen das Spiel auch gefällt. Doch Geld sei dabei keines geflossen:

Während der Closed Beta haben wir keinen Streamer bezahlt, um Valorant zu streamen. Unser Ziel ist es, eine Community über Jahre, ja sogar Jahrzehnte hinweg zu erhalten. Und so bemühen wir uns um den Aufbau einer langfristigen Beziehung zu Streamern und suchen nach Dingen, die von Wert sind, wo wir die Geschäftsgrundlagen unterstützen können, welche sie [die Streamer] aufbauen wollen.

Was haben die Streamer dann bekommen? Doch was hat Riot den Streamern dann geboten? Dazu nannte Lewis keine Details, doch sie gab an, dass man ein „Ökosystem“ aufbauen wolle, welches „für uns alle nützlich sein soll“. Und in der Tat haben bisher alle von Valorant profitiert:

  • Die Streamer bekamen traumhafte Zuschauer-Zahlen
  • Riot bekam massig kostenlose Promo für ihr Spiel
  • Amazon profitierte vom gestiegenen Nutzer-Volumen auf Twitch

Außerdem sei man bei Riot Games eh schon immer offen auf Influencer zugegangen:

Der Grund, warum wir bei den Streamern so beliebt sind, liegt darin, dass wir darauf ausgerichtet sind, sie kennen zu lernen, tiefere Beziehungen zu ihnen aufzubauen, ihr Feedback zum Spiel zu verstehen und das Spiel mit ihnen zu spielen. Wir haben viele Entwickler, die mit Influencern  spielen und sie einfach nur umarmen und willkommen heißen. Das war eine explizite Marketingstrategie von uns.

Das steckt dahinter: Wenn man Twitch-Streamern zuhört, war es wohl gar nicht nötig, dass Riot Games sie bezahlt, weil Valorant durch die Twitch Drops so viele Zuschauer und damit Einnahmen brachte, dass da fast jeder dabei sein wollte (Dr Disrespect, nach eigenen Angaben, aber nicht):

  • für etablierte Streamer an der Spitze von Twitch wie summit1g oder Myth war es die Chance, was Neues zu machen und ihre Zuschauer zu unterhalten
  • für Streamer aus der 2. Reihe bot Valorant die Chance auf den Durchbruch – Streamer wie Craig „ONSCREEN“ Shanon sagen, sie hätten schon 500.000 Follower und 14.000 Subscriber durch Valorant gewonnen. Alleine die Abos bringen so 30.000$ im Monat. Werbung und Spenden gibt’s obendrauf.

Das ist wohl das Ökosystem, von dem Riot Games spricht.

valorant summit twitch rage titel 02
Er ist einer der ganzen großen Valorant. summit1g

Doch ganz ohne Probleme läuft die Sache mit Valorant auf Twitch und den Twitch-Drops auch wieder nicht. Da einige Streamer ihren Channel 24 Stunden lang teilweise aufgezeichneten Content laufen lassen, nimmt die ganze Situation um die begehrten Twitch-Drops langsam absurde Formen an und viele sind genervt.

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