Bei Genshin Impact gibt es eine Debatte, ob YouTuber und Streamer viel Geld für das Spiel ausgeben sollten oder nicht. Während sich ein YouTuber dafür schämt, so viel Geld reingesteckt zu haben, ist ein anderer stolz drauf. Der YouTuber Tectone sagt: Er tut das für die Spieler. Die sollen nicht so enden, wie er einst: süchtig nach Gacha-Games, pleite und obdachlos.
Das ist die Situation:
- Genshin Impact ist an sich kostenlos. Wer Geld ausgibt, hat aber die Chance, besondere Charaktere zu erhalten und die zu stärken. Das geschieht über ein „Gacha-System“, das ist höchst zufallsabhängig und eigentlich ein Glücksspiel mit hoher Suchtgefahr, in das man viel zu viel Geld versenken kann
- Selbst Charaktere, die in Bannern garantiert werden, können bis zu 460 Euro kosten
- YouTuber, die viel Geld ausgeben, können attraktive Videos erstellen, in denen sie besonders teure und seltene Charaktere spielen: Diese Videos erreichen viele Zuschauer
- Ein YouTuber, Mtashed, hat viel Geld ausgegeben, um genau solche Videos zu erstellen. Er bereute das aber, denn er verleite mit seinen Videos die Zuschauer zum Glücksspiel, das könne er nicht länger ertragen
Pleite und obdachlos durch Sucht nach Gacha-Game
Das sagt ein anderer „Wal“: Der YouTuber Tectone sagt:
Er war mal total dem Spiel „Summoner’s War“ verfallen. Er war süchtig nach dem Spiel und gab all sein Geld und noch mehr dafür aus. Er wurde über seine Sucht sogar obdachlos.
Nachdem er wieder auf den Beinen gekommen war, habe er YouTuber entdeckt, die viel Geld in Summoner’s War ausgaben: Ihn habe das von seiner Sucht kuriert. Denn nun war die Neugier befriedigt, wie das Spiel war, wenn man zehntausende von Dollars reinballerte. Außerdem könnte man das Suchtverhalten beobachten und wie schlecht es diesen Walen ging.
Sein Account bei Genshin Impact sei jetzt dem Zweck gewidmet, andere von der Neugier zu erlösen. Das sei eigentlich wie Kommunismus, es sei nicht „sein Account“, es sei der Account aller. Denn er zeige jetzt anderen, wie wenig es bringt, Geld in Genshin Impact auszugeben.
Warum gibt dieser Blödkopf so viel Geld für ein Anime-Mädchen aus?
Tectonte sagt an einer Stelle:
„Ich denke, es fällt Leuten leichter, dem Drang zu widerstehen, Geld auszugeben, wenn sie sehen, wie nutzlos und schmerzhaft das ist. Wenn andere Leute sehen, dass ich 600 $ oder 700 $ ausgebe, um Klee zu bekommen, werden die sicher nicht denken: Hey, nur 600 $ – das mache ich auch!
Die werden sicher denken: Warum gibt dieser Blödkopf so viel Geld für ein Anime-Mädchen aus?“
Die Videos, wie er beschwöre, seien 95% Depression und 5% Dopamin. Die Freude bestehe nicht darin, den Charakter zu bekommen, sondern sich darüber zu freuen, kein Geld mehr ausgeben zu müssen.
Der YouTuber sagt: Er stehe auf Gacha Games und habe schon tausende Dollars in die verschiedenen Games gejagt, aber er sei nicht süchtig: Er habe all die Spiele wie einen Stein fallen gelassen. Sein Kanal sei dafür da, die Neugier der Zuschauer zu befriedigen, wie es aussieht, wenn man viel Geld in ein Gacha-Game bläst, damit sie es nicht tun müssen.
„Es geht darum die Neugier rauszunehmen. Ich stelle sicher, dass ihr nicht dieselben Fehler macht wie ich, weil ich weiter als ihr bin und zeigen kann, warum was schlecht ist.“
Das steckt dahinter: Was man sich klar machen muss:
- Normale Spieler, die Geld in Genshin Impact ausgeben, versenken das Geld
- Ein YouTuber oder Twitch-Streamer, der so viel Geld ausgibt, investiert das und erhält dafür Content, den er in irgendeiner Form monetarisieren kann
Daher ist es immer schwer, sich YouTuber in irgendeiner Form als Vorbild zu nehmen, weil die zwar sympathisch sind und die Nähe zu den Spielern suchen, aber in einer ganz anderen Situation sind.
Langjährige Gacha-Spieler haben zum “Geldausgeben” in den Games dann ein seltsames Verhalten entwickelt, das für Außenstehende schräg wirkt, nach Selbst-Rechtfertigung und Pseudo-Logik klingt.

Man kann eigentlich nur jeden Spieler davor warnen: Wenn man sich dazu entschließt, Geld in ein Gacha-Game zu stecken, sollte man sich ein Limit setzen, was man im Monat ausgeben möchte, sich klarmachen, ob man das wirklich will und sich dann strikt an dieses Limit halten.
Wer weiß, dass er Probleme hat, mit Geld umzugehen und anfällig für solche Mechaniken ist, sollte um Gacha-Gachas einen großen Bogen machen. Die Geschichte, die Techtone erzählt, dass er obdachlos und pleite war, ist eine reale Gefahr, die von Glücksspiel-Sucht ausgeht.

In einer sehr mauen Release-Phase vor dem Erscheinen von PS5 und Xbox Series X ist Genshin Impact im Westen richtig eingeschlagen und konfrontiert RPG-Spieler mit vielen Mechaniken aus Mobile-Game, die sie so nicht kennen.
Genshin Impact ist auch deshalb so erfolgreich, weil es voll auf bekannte Erzählmuster aus Animes setzt:
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