Die neue Season von Destiny 2 bringt ein lange gefordertes Feature. Doch mit der Umsetzung sind die Spieler nicht zufrieden. Über Nacht zerreißen sie Transmog.
Darauf warten die Spieler: Destiny 2 bekommt in Season 14 endlich ein richtiges Transmog-Feature. In wenigen Wochen, ab dem 11. Mai 2021, dürfen Hüter also endlich gut aussehen, während sie Aliens ins Gesicht ballern.
Dieses Feature, welches man aus vielen anderen MMOs und MMORPGs kennt, wünschen sich die Destiny-Spieler schon seit 2014. Bungie hat das Feature, das eines der Zugpferde der neuen Season wird, jetzt ausführlich vorgestellt. Doch die Spieler hassen es sofort. Also sie hassen nicht das Feature, sondern die Umsetzung.
MeinMMO gibt euch in diesem Artikel alle neuen Infos zu Transmog in kompakter Form und geht dann auf die Kritik der Hüter ein. Eine Auffrischung zu Transmog generell findet ihr hier: Rüstungs-Feature, das sich so viele wünschen, kommt erst in Season 14 zu Destiny 2
Nützlich ist Transmog, wenn die neue Rüstung stärker oder ein höheres Level hat, aber einem vom Aussehen nicht zusagt. So können Spieler herumlaufen wie es ihnen gefällt, müssen aber nicht auf die Power neuer Items verzichten.
Neue Infos zur Rüstungssynthese in Destiny 2
In Season 14 kommt Ada-1 zurück in den Turm. Die freundliche Exo-Dame ist euer Asprechpartner für “Rüstungssynthesen” – so heißt Transmog in Destiny 2. Erst mit so einer Rüstungssynthese könnt ihr dann euren Items den Look aus in der Sammlung registrieren Klamotten verpassen.
So bekommt ihr Rüstungssynthesen:
- Besiegt Feinde, um Synthetikfäden zu verdienen.
- Gebt Synthetikfäden für Beutezüge aus, um Synthetikstränge zu verdienen. Die Beutezüge gibt es unter anderem für Raids, PvP-Matches, Strike, Gambit – eigentlich für jede Aktivität in Destiny 2 ist was dabei.
- Wandelt Synthetikstränge beim Weber im Turm in Synthetikgewebe um.
- Benutzt Synthetikgewebe, um ein freigeschaltetes Rüstungsteil (Legendär oder niedriger) aus euren Sammlungen in ein universelles Rüstungsornament umzuwandeln. Exotics können ihr Aussehen nur wie gehabt ändern.

Gibt’s ein Limit? Ja. Beachtet, dass ihr pro Season (etwa 3 Monate) nur 10 Einheiten Synthetikgewebe pro Charakter verdienen könnt. Wenn das neue Feature in Season 14 eingeführt wird, könnt ihr einmalig pro Charakter 20 Synthetikgewebe erspielen.
Das reicht dann aus, um vier komplette Sets umzuwandeln – also den Helm, die Handschuhe, den Brustpanzer, die Stiefel und das Klassen-Item. Alternativ wären das 20 individuelle Rüstungs-Stücke.
Das für die Rüstungssynthese benötigte Synthetikgewebe müsst ihr euch also erst erspielen und es gibt ein Cap, eine Grenze, wie viel ihr in einer Season holen könnt.
Unabhängig von Transmog könnt ihr aber wie gewohnt alle legendären Rüstungen wie gehabt mit universellen Ornamenten verzieren und ändern. Das bestehende System bleibt so wie es ist, wird nur durch Rüstungssynthese erweitert,
Für ungeduldige Hüter geht’s auch schneller
Diese Rolle spielt das Everversum: Wer nicht zum Spielen kommt oder keine Lust auf das Gegrinde hat, kann sich über das Everversum direkt Synthesegewebe-Vorlagen holen. Das ist dann ein Token, welches man für den Vorgang einer Rüstungssynthese nutzen kann.
So teuer wird das:
- 1 Synthetikgewebe-Vorlage (1 Token) kostet 300 Silber.
- 5 Synthetikgewebe-Vorlagen (5 Token) kosten 1.000 Silber.
- Bungie gibt zum Vergleich an, dass ein Set an universellen Ornamenten (also eine komplette Event-Rüstung) im Shop 1.500 kostet.
- 1.000 Silber entsprechen etwa 10 € – je nach Bundle wird es nach oben hin immer günstiger.
Ob es die Synthese-Vorlagen auch gegen Glanzstaub, die erspielbare Ingame-Währung geben wird, ist derzeit unklar.
Spieler warten 7 Jahre auf Transmog und zerreißen es in einer Nacht
Fashion ist für viele das richtige Endgame von Destiny 2. Sie wollen gut aussehen, wenn sie in die Schlacht ziehen. Manche schwören sogar, dass man besser spielt, wenn das fein säuberlich gewählte Ensemble aus Rüstungen, Shadern und Ornamenten Laufsteg-Qualitäten hat.
Doch auf die jüngsten Ankündigungen zu Transmog hagelt es direkt massig Kritik seitens der Spieler.
Zu komplex: Für viele ist es unbegreiflich, warum sie um den Look ihrer Rüstung zu ändern erst 3 verschiedene Ressourcen erspielen müssen, dazu Beutezüge absolvieren sollen und dann bei einem NPC eine Umwandlung tätigen sollen, um dann im Inventar endlich das Aussehen eines Rüstungsteils zu ändern (alleine alles in einem Satz aufzuzählen, klingt schon erschlagend).
- Die US-Kollegen titeln für ihren Artikel über Transmog beispielsweise “Das Rüstungs-Transmog-System in Destiny 2 hört sich viel komplizierter an, als es müsste” (via GameRant.com).
- Auch auf reddit tummeln sich unter dem Post zu den Transmog-Infos zahlreiche Kommentare wie: “Ich meine, als ihr all diese Synthese-Schritte getippt habt [im Blogpost] habt ihr nicht gemerkt, das man das lieber direkt verdienen sollte? All diese Zwischen-Währungen sind lächerlich”. (beekface via reddit)
- Dass man überhaupt Beutezüge für Transmog grinden soll, erschließt sich Hütern nicht. Von denen wollte man sich doch eher verabschieden.
Warum gibt’s ein Cap? Die künstliche Begrenzung auf 20 Synthetikgewebe pro Season und Charakter – oder später nur noch 10 – stößt den Hütern richtig sauer auf. Warum dürfen fleißige Spieler sich nicht so viel Transmog verdienen, wie sie wollen, wird da gefragt.
Bekannte Streamer und Content-Creator freuen sich wie viele von euch auf Tragsmog, aber kritisieren das gesetzte Limit. So auch Fallout Plays, der auf MeinMMO regelmäßig für Waffentests zitiert wird:
Das Everversum ist wieder der Bösewicht
Transmog soll zu teuer sein: Einen sehr bitteren Beigeschmack hat für die Destiny-Spieler auch, dass man die beiden genannten Kritikpunkte locker mit Echtgeld-Einsatz umgehen kann. Das Everversum hat in der Community eh keinen guten Stand. Jetzt werfen viele Bungie vor, bei Transmog gierig zu sein.
Dass man das neue Feature monetarisiert, empfinden viele an sich nicht als allzu schlimm. Doch in Kombination mit den Restriktionen pro Season und der hohen Komplexität erscheinen die Kosten dann als zu hoch.
Der in der Community bekannte Forbes-Autor Paul Tassi attestiert Transmog, dass das System in dieser Form nicht funktionieren wird:
Kam es schlimmer als gedacht? Wir haben auf MeinMMO Anfang April über Transmog berichtet und befürchtet, dass 2 Fehler Transmog ruinieren könnten: Es ging um Timegating und zu hohe Kosten. Also ein künstliches Limit, was die Zeit streckt und die zu prominente Rolle des Everversums. Es sieht nun so aus, als käme zu den beiden Befürchtungen noch dazu, dass das System unnötig kompliziert ist.
Dazu gesellt sich noch, dass nicht direkt alle Rüstungen von Transmog profitieren können. Einige Ornamente aus Jahr 1 von Destiny 2 sind nicht gleich zum Start verfügbar. Beispielsweise die “Prüfung der Neun”- oder “Prestige-Raid”-Ornamente.
Im Zuge der Kritik gehen dann auch die Änderungen an Shadern etwas unter. Diese sind ab Season 14 universell nach einmaligem Freischalten dauerhaft verfügbar. Es ändert sich aber auch was am Preis.
Direkt nach Bekanntwerden der Infos zu Transmog konnten wir auch auf MeinMMO solche Kommentare von euch lesen:
Saisonales Cap der Transmog Items, Ausschluss von Ornamenten, Ornamente zum Teil wieder an gewisse Rüstungsteile gebunden, Shader Preiserhöhung von 40 auf 300 und so weiter und so weiter. Bungie lernt es einfach nicht und verkackt das ganze wieder.
Criz Zle via MeinMMO
Wie seht ihr das Thema – hat Bungie Transmog schon vor dem Start der neuen Season gegen die Wand gefahren? Oder findet ihr das gar nicht so schlimm, schließlich ist das alles optional und rein kosmetisch. Sag uns deine Meinung doch in den Kommentaren.
Ein genaues Bild davon, wie lange es wirklich dauert, eine Rüstungssynthese durchzuführen und wie komplex es in der Praxis wird, können wir uns dann ab dem 11. Mai machen.
Ein weitere Highlight der Season 14, auf das sich viele freuen und beide m kaum was schiefgehen kann, ist die Rückkehr der Gläsernen Kammer inklusive des Ikonischen Loots: Destiny 2 bringt endlich die coolsten Waffen aus Teil 1 zurück
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