5 Dinge, die du wissen musst, wenn du mit Rainbow Six Siege anfangen willst

Rainbow Six Siege ist einer der beliebtesten Shooter für PS4, PC und Xbox One, kann aber für Einsteiger recht frustrierend sein. MeinMMO hat 5 Tipps für euch zusammengestellt, mit denen euch der Anfang leichter fällt.

Was sind das für Dinge? Bei unserer Aufzählung haben wir versucht, sowohl allgemeine Fragen zu beantworten als auch auf für Rainbow Six spezifische Dinge einzugehen. Die Tipps richten sich dabei vorrangig an neue Spieler, die erst noch anfangen wollen oder vor kurzem angefangen haben.

Wir versuchen besonders, auf die Fragen einzugehen, die sich Einsteiger in Rainbow Six besonders häufig stellen und eine möglichst zufriedenstellende Antwort darauf zu geben.

Allerdings können sich auch fortgeschrittene Spieler hier möglicherweise noch das ein oder andere abschauen. Solltet ihr schon seit einigen Stunden spielen, aber das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, schaut euch unsere Liste an.

Von wem kommen diese Tipps? Einen großen Teil der Tipps habe ich selbst (Benedict Grothaus) als Rainbow-Experte für MeinMMO zusammengestellt. Ich habe mittlerweile schon etliche Dutzend Stunden selbst gespielt und mir viele Plays der Profis angeschaut und abgeschaut.

3 Dinge, durch die ich sofort besser in Rainbow Six wurde, als ich Pros zusah

Dabei habe ich mir überlegt, mit was ich bei meinem Start selbst Probleme hatte und Bekannte aus meinem Team gefragt, wo sie Schwierigkeiten hatten. Das Ergebnis ist ein recht breites Portfolio an kleineren Dingen, die sich häufig mit einem einzigen Tipp lösen lassen.

Zur Ergänzung sind in diese Liste ebenfalls Tipps und Guides von anderen Kollegen, etwa von der GameStar, sowie von Ubisoft direkt geflossen.

1. Karten lernen ist das „A und O“

Warum sollte ich Karten lernen? Rainbow Six Siege verfügt mittlerweile über 20 verschiedene Maps. Es sind zwar nicht zu jeder Season alle Karten in der spielbaren Rotation, dennoch ist das eine ganze Menge.

Das besondere an den Maps von Rainbow Six ist, dass ihr eine starke vertikale Komponente habt. Jede Karte hat mehrere Ebenen nach oben und unten. Außerdem sind viele Wände und sogar etliche Böden/Decken zerstörbar.

Dadurch entwickelt sich in jeder Runde eine neue Dynamik: Wo ist der Gegner? Wie kann ich ihn erreichen? Wo muss ich aufpassen? Damit ihr diese Fragen beantworten könnt und nicht überrascht werdet, solltet ihr recht genau wissen, wo sich auf welcher Map welche Möglichkeiten bieten. Mit genügend Erfahrung sind euch dann auch solche schnellen Runden durch riskante Rush-Taktiken möglich:

Außerdem ist die Map-Kennntis für die Kommunikation enorm wichtig. Könnt ihr euren Team-Mitgliedern schnell mit einem präzisen Call mitteilen, wo etwas passiert, rückt der Sieg ein gutes Stück näher.

Wie lerne ich Maps kennen? Um wirklich jede Map zu kennen, hilft wohl nur, häufig zu spielen und seine Mitspieler genau zu beobachten. Wenn ihr euch beim Spielen Gedanken darüber macht, warum welche Wand befestigt oder zerstört wird, hilft euch das beim Verständnis der Map.

Allerdings könnt ihr euch schon vorbereiten, um nicht völlig ins kalte Wasser springen zu müssen. Dazu gibt es von Ubisoft selbst mittlerweile „Lehrvideos“ zu den Maps und Operatoren. Eine Liste dieser Videos findet ihr gesammelt bei den Kollegen von der GameStar.

Wenn ihr bereits grundlegend mit den Maps vertraut seid, aber euch noch immer weiterbilden wollt, bietet sich E-Sports an. Dort könnt ihr Profis dabei zusehen, wie diese auf den Karten spielen. Aktuell läuft die GSA League auf Deutsch, bei der ihr jeden Donnerstag vier spannenden Matches folgen könnt.

Rainbow Six Siege: So seht ihr die Deutsche Liga

Alle Infos, Ankündigungen und Streaming-Pläne zur großen deutschsprachigen GSA-Liga.

2. Tastenbelegung, Sound und Co. – Die richtigen Einstellungen

Warum sind Optionen wichtig? Bei Shootern generell solltet ihr darauf achten, dass sich das Spielgefühl für Waffen und fürs Zielen natürlich anfühlt. Bei Rainbow Six im Speziellen wollt ihr, dass die ersten Schüsse sitzen, weil diese den Kampf in Bruchteilen von Sekunden beenden können.

Darum ist es wichtig, dass eure Einstellungen dementsprechend angepasst sind. Ihr benötigt sowohl die richtigen Sound-Einstellungen, um Gegner schnell orten zu können, als auch die richtigen Tastenbelegungen, um schnell zu reagieren.

Diese Einstellungen nutzen euch jedoch nichts, wenn euer Aim durch zu schnell oder zu langsame Bewegungen mit Maus oder Analogstick behindert wird, weswegen ihr auch hier ein Auge auf die Sensibilität haben solltet.

Wie stelle ich die Optionen richtig ein? Eine allgemeine Aussage kann hier nicht getroffen werden. Es hängt immer von eurem System, euren Geräten und sogar von eurer Umgebung ab. Generell solltet ihr aber auf folgende Dinge achten:

  • legt den schnellen Nahkampf auf eine gut erreichbare Taste (etwa auf der Maus für den PC)
  • wichtige Aktionen (feuern, ducken, rennen, nachladen …) sollten schnell erreichbar sein – weniger wichtige (Kameras, langsamere Gadgets) können „weiter weg“ von den Fingern belegt werden
  • Schritte und Sound-Effekte wie Bewegungen und Gadget-Einsätze sollten immer gut hörbar sein
  • unwichtige Sounds sollten gedämpft werden
  • die Sensibilität eures Zielens (Maus oder Analogsticks) sollte eurem Spielgefühl entsprechen – Die Einstellungen der Profis sollten höchstens als Richtlinie dienen, nicht als fixe Vorgabe
Rainbow Six Siege Sound Optionen
Der „Nachtmodus“ hilft euch etwa dabei, Schritte zu hören.

Ihr werdet beim Spielen vermutlich Einstellungen finden, die euch besser oder schlechter liegen. Probiert ein wenig herum, es kann eine Weile dauern, bis ihr die perfekten Optionen gefunden habt.

3. Welches sind die besten Aufsätze? Waffen richtig anpassen

Darum ist das wichtig: Die Waffen in Rainbow Six Siege haben standardmäßig keine Aufsätze und wenn ihr einen Operator das erste Mal spielt, startet ihr mit einer „nackten“ Waffe. Allerdings sind die Aufsätze das, was die Waffen erst wirklich stark und nützlich machen.

Aufsätze müsst ihr nicht erst freispielen. Ihr habt sofort Zugriff auf jeden Aufsatz und müsst ihn lediglich bei der Waffenanpassung einsetzen. Das geht entweder im Operator-Screen im Hauptmenü oder sogar in einer Runde selbst, wenn ihr eure Ausrüstung anpasst.

Die Aufsätze verstärken die Waffen mit besseren Zielmöglichkeiten, besserer Kontrolle beim Rückstoß und anderen Vorteilen. Damit geht ihr sicher, dass die Waffe eurem Spielstil und der aktuellen Situation, in der ihr sie einsetzen wollt, besser angepasst ist.

Wie passe ich Waffen richtig an? Die meisten Waffen teilen sich etliche Aufsätze. Etliche, wie das ACOG-Visier, sind aber nicht für alle Waffen verfügbar. Grundsätzlich solltet ihr jede Waffe an euren eigenen Spielstil anpassen, aber einige grundsätzlich starke Aufsätze sind:

  • Lauf: Mündungsfeuerdämpfer (Flash Hider)
  • Visier: ACOG für größere Distanzen (Holografisch, wenn ACOG nicht verfügbar), Reflex für kürzere
  • Griff: Vertikaler Griff
Rainbow Six Siege Aufsätze UMP
Hier ein Beispiel für eine aufgerüstete UMP45 von Pulse.

Was ist mit Schalldämpfern? Spieler fragen immer wieder nach Schalldämpfern und diese nehmen eine besondere Position ein. Schalldämpfer verstecken die Richtung, aus der eure Schüsse kommen sowie die Spuren der Kugeln.

Ihr seid schwieriger zu entdecken, macht dafür aber auch weniger Schaden, braucht also länger für einen Kill. Der Aufsatz lohnt sich, wenn das eurem Spielstil entspricht und für Pistolen, um etwa Gadgets lautlos auszuschalten. Ihr solltet euch aber im Klaren sein, dass ihr dafür auf potenzielle Kills verzichtet.

4. Welcher Operator passt zu mir, welcher ist der beste?

Das sind die besten Operator: Ubisoft veröffentlicht im Blog zu Rainbow Six in regelmäßigen Abständen Designer Notes, in denen die Sieges- und Auswahl-Raten aller Operator aufgezeigt werden. Diese zeigen in einem Graphen, wie stark die verschiedenen Operator sind:

Rainbow Six Siege Y5S2 Attacker
Die Statistiken der Angreifer, Stand April 2020. Bildquelle: Ubisoft.
Rainbow Six Siege Year 5 Season 1 Defender Statistics
Die Statistiken der Verteidiger, Stand April 2020. Bildquelle: Ubisoft.

Je weiter rechts der Operator steht, desto beliebter ist er. Je weiter oben er steht, desto stärker ist er. Die stärksten Operator findet ihr also potenziell oben rechts in den Grafiken. Wie stark ein Operator tatsächlich ist, hängt zum großen Teil jedoch davon ab, in welcher Kombination er gespielt wird.

Die Operator in Rainbow Six haben alle einzigartige Fähigkeiten. In vielen Situationen ist es etwa sinnvoll, einen der sogenannten „Hard Breacher“ im Team zu haben: Hibana, Thermite, Maverick oder den mit Y5S2 zugefügten Ace. Nur diese können verstärkte Wände zerstören.

Welchen sollte ich mir kaufen? Die ersten Operator, die ihr kauft, sollten welche sein, die zu euch passen. Ihre Rollen sind meist recht eindeutig und ihre Ausrüstung ist im Regelfall darauf abgestimmt. Eine kleine Auswahl mit Empfehlungen:

  • Aufklärende Angreifer: IQ und Thatcher
  • Hard Breacher: Hibana und Thermite
  • Angreifer, die den Gegner kontrollieren: Nomad und Zofia
  • Aufklärende Verteidiger: Valkyrie und Mozzie
  • Unterstützende Roamer: Jäger und Bandit
  • Fallen und Gebietskontrolle: Mira und Lesion

Wenn ihr euch weitere Inspirationen zu den Operatoren holen möchtet, eignen sich hier immer der E-Sport als auch die Lehrvideos von Ubisoft als Anlaufstelle. Dort seht ihr die verschiedenen Charaktere im Einsatz und bekommt ein besseres Bild davon, für wen sie sich eignen.

Operator werden dabei immer wieder angepasst, wie kürzlich Ying, die nach einem Buff direkt wieder generft wurde. Haltet Ausschau nach solchen Anpassungen bei der Auswahl eures nächsten Operators.

Rainbow Six überarbeitet schwächsten Operator – Aber 200 Leute wollen das nicht

5. Ihr müsst improvisieren können und wollen

Improvisation ist zwar etwas, was für alle Shooter wichtig ist, in Rainbow Six aber im Besonderen eine Rolle spielt. Ihr müsst zu jeder Zeit bereit sein, von eurem ursprünglichen Plan abzuweichen um einen besseren zu verfolgen.

Das ist in Rainbow deshalb wichtiger, weil sich Situationen schnell ändern oder kippen können. Durch zerstörbare Wände und Decken können sich andere Wege ergeben und Deckung zerstört werden. Durch bestimmte Gadgets können geplante Wege unbrauchbar werden. Selbst, wenn ihr einige Runden lang verliert, können euch krasse Comebacks gelingen, wenn ihr richtig spielt.

Deswegen solltet ihr stets mit eurem Team kommunizieren, wie ihr vorgehen wollt und auf eure Gegner reagieren, wenn ihr gewinnen möchtet. Es wird eine Weile dauern und Übung brauchen, aber ihr solltet zumindest dazu bereit sein, eurer Vorgehen während einer Runde zu ändern, neue Dinge auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen.

Tipp: Übt in Situationen

Rainbow Six Siege bietet euch mit den Szenarien/Situationen die Möglichkeit, bestimmte Lagen im Spiel gegen NPC-Gegner zu üben. Das ist für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene nützlich, die Probleme mit gewissen Situationen haben.

Rainbow Six Siege Situationen 2
Situationen bringen euch die Grundlagen näher.

Besonders als Anfänger könnt ihr euch hier besser mit dem Spiel vertraut machen und die ersten Schritte lernen. Selbst zum Aufwärmen oder um seine Kenntnis aufzufrischen, sind die Situationen bestens geeignet.

Zudem gibt es etliche Tutorials als auch den einen Übungs-Modus gegen NPC-Gegner, in dem ihr eure Skills testen könnt.

Rainbow Six Siege legt viel Wert auf Realismus und ist als taktischer Shooter zugleich schneller bei den Kills und langsamer beim Gameplay. Dieser Realismus ist etwas, mit dem selbst der Shooter-Profi shroud nicht immer zurechtkommt und etwas, auf das ihr euch einlassen müsst, wenn ihr spielen wollt.

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5 Kommentare
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VoodooNimbul

Gibt’s bei Rainbow eigentlich auch einen pve Coop Modus?

Thalia

Früher hieß es ja Terroristenjagd. Weil viele diesen Modus zum Aufwärmen nutzen, ehe sie zum Multiplayer wechseln, hielt man es wohl für eine gute Idee, den Modus in „Übungsplatz“ umzubenennen. :hmm:

Johannes Jupiter

tolle Grafiken für die Picks.

Ich wollte schon immer mit Rainbow Six Siege anfangen. Der Einstieg ist aber echt schwierig. Ich glaube, hier müsste man sich erst Freunde oder einen Clan suchen bevor man das Game anfängt.

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