Wir haben den neuen DLC von Conan Exiles gespielt und er wird besser als befürchtet

Mit Isle of Siptah bekommt Conan Exiles seinen bisher größten kostenpflichtigen DLC. Bereits 2020 ging die Insel in den Early Access und musste dort heftige Kritik erdulden. Die Entwickler luden MeinMMO-Autor Benedict Grothaus zu einer Tour ein, um zu zeigen, wie sehr sich Isle of Siptah verbessert hat und welche Spieler-Kritik für den Launch umgesetzt wurde.

Was ist das für ein DLC? Isle of Siptah erweitert Conan Exiles mit einer neuen Map um über 90 % der ursprünglichen Größe – Das Spiel wird also fast doppelt so groß. Die Insel ist dabei eine separate Karte, die vollständig vom Land der Verbannten gelöst ist.

Isle of Siptah kostet 19,99 € und ist seit dem 15. September 2020 im Early Access. Sie ist der erste DLC, der Geld kostet und spielbare Inhalte bringt. Zuvor haben lediglich Cosmetic-Bundles Geld gekostet und neue Features kamen per kostenlosem Update.

Direkt nach dem Launch hagelte es jedoch dicke Kritik für Isle of Siptah auf Steam. Die Spieler empfanden die Insel als zu leer für ihre Größe und fühlten sich zum PvP gezwungen. Die Entwickler wollen auf diese Kritik reagieren und alles besser machen.

Mit vorhergehenden Patches und einem neuen Update sollen die Sorgen der Spieler angesprochen werden. In einer Tour zeigten mir die Entwickler, was sich alles getan hat und wie Isle of Siptah bis zum Release gut werden soll.

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Der erste Trailer zur Isle of Siptah.

Neue Map, Bauteile und Gameplay

Das steckt in Isle of Siptah: Das Haupt-Feature des DLCs ist die riesige Insel von Siptah, welche vom namensgebenden Turm von Siptah in ihrer Mitte beherrscht wird. Die Insel bietet eine Alternative zum Land der Verbannten, in der ihr normalerweise beginnt.

Vom Turm geht immer wieder ein Sturm aus, der Mahlstrom, der das Zentrum der Karte in eine Anomalie hüllt. In dieser Anomalie tauchen stärkere Gegner und Monster auf, die besondere Beute gewähren. Die Monster sind stark an den Horror von Lovecraft angelehnt, die Beute benötigt ihr für eine andere neue Mechanik: die Fluten (engl. „Surges“).

Mit den Fluten öffnen sich Portale in der Welt, durch die Menschen aus dem Land der Verbannten auf die Insel strömen. Das war zu Release der einzige Weg, um an die beliebten Sklaven zu kommen. Fluten tauchen entweder zufällig auf oder können gezielt beschworen werden.

Das dritte große Feature sind die Gewölbe („Vaults“), Dungeons mit besonderen Herausforderungen. In den Vaults müsst ihr Rätsel lösen und Gegner besiegen, um euch starke Beute zu sichern. Sie haben dabei eine etwas höhere Anforderung an Spieler als die Dungeons auf der ursprünglichen Map. Zudem bietet die Isle of Siptah einige neue Möglichkeiten für Bau und Crafting:

  • zwei neue Bau-Sets in verschiedenen Tiers
  • neue Waffen und Rüstungen
  • zusätzliche Reittier-Optionen

Wir sprachen bereits vor dem Early Access mit dem Game Director Scott Junior und er verriet uns 3 Dinge, die den neuen DLC von Conan Exiles so besonders machen.

Conan Exiles Isle of Siptah Grey Ones
Die “Grey Ones” sind einige der neuen Gegner in Isle of Siptah.

Große Welt mit viel Nichts

So kam Isle of Siptah im Early Access an: Die ersten Kritiken an Isle of Siptah waren verhalten bis stark negativ. Spieler waren nicht zufrieden mit dem, was sie erhielten. Selbst bis heute sind die Reviews auf Steam nicht unbedingt gut.

Isle of Siptah hat im Moment eine Wertung von „Ausgeglichen“ mit 48 % positiven Stimmen bei 1.002 Reviews (via Steam). Dabei tauchen einige Punkte immer wieder auf, die Spieler besonders stören.

Das war die Kritik: Trotz der Größe der Map wirkte sie laut der Spieler im Vergleich zum Land der Verbannten leer und tot. Es gab keine NPC-Camps und wenige Orte, die man entdecken konnte.

Bis auf die Vaults, den Sturm und die Fluten passierte schlicht wenig und es lohnte sich kaum, eine richtige Basis zu bauen, weil ohnehin niemand da ist, vor dem man sie verteidigen müsste. Zugleich war Fortschritt schwer, weil etwa Sklaven nur über die Fluten zu bekommen waren.

Das größte Problem mit Isle of Siptah war jedoch, dass der Fokus der Erweiterung zu sehr auf PvP lag. Die Fluten waren die einzige Quelle für Sklaven und auf der Map war zu sehen, wenn und wo eine Flut auftrat.

Dadurch haben sich die Spieler an den entsprechenden Orten buchstäblich um die Sklaven geprügelt und nur wenige, gute PvP-Spieler konnten sich der Sklaven ermächtigen. Dazu kam, dass diese Inhalte auch noch sehr schwer waren.

Sowohl der Sturm als auch die Fluten und sogar die Vaults richten sich eher an erfahrene und starke Spieler im Endgame. Die Gegner waren hart und um eine Flut selbst zu erzwingen, benötigte man etliche Stunden oder sogar Tage an Grind.

Und selbst, wenn man eine Flut selbst hervorruft, war das eigene Überleben nicht gewiss – da die Gegner so stark waren und andere Spieler ebenfalls etwas abhaben wollten. So gab es nie eine Garantie, eigene Sklaven zu bekommen.

Was sind Sklaven? Das Sklaven-System in Conan Exiles dient dem Ausbau eures Lagers. Mit Sklaven könnt ihr Crafting-Stationen verbessern und so neue oder bessere Rezepte lernen. Außerdem könnt ihr Sklaven abstellen, um euer Heim zu verteidigen oder um euch zu begleiten als Bodyguard oder Lastenesel. Es gibt sie in verschiedenen Güte-Stufen.

Sklaven erhaltet ihr, indem ihr menschliche NPCs betäubt und zurück in euer Lager schleift, um sie auf einem Rad der Schmerzen zu brechen. In Isle of Siptah ging das aber eben nur über die Fluten.

Patch 2.4 – Alles neu und alles besser

So ist Isle of Siptah jetzt: Mit mehreren Patches und dem kommenden Update 2.4 wurden und werden viele der Kritikpunkte angesprochen, die Spieler bisher angebracht haben. Bereits jetzt gibt es:

  • 40 neue NPC-Camps und Orte zum Erkunden auf der Map
  • neue NPC-Fraktionen
  • Zugang zum Turm in der Mitte, der bisher verschlossen war, für besonders starke Beute
  • neue Werkbänke und Spezialisierungen für Sklaven
  • verbesserte Vaults mit neuen Gegner-Typen und Belohnungen
  • Angriffe aus dem Sprint heraus, um Kämpfe dynamischer zu gestalten
  • einen Offline-Modus für Singleplayer

Zudem haben die Säuberungen ihren Weg zur Isle of Siptah gefunden. Säuberungen sind ein System aus dem Land der Verbannten, bei dem Gegner in Wellen eure Basis erstürmen und zerstören wollen.

Durch die Säuberungen habt ihr nun einen Grund, eine bessere Basis zu bauen und zugleich eine Quelle für besondere Beute, die die Angreifer bei sich haben können. Allerdings gibt es auch Änderungen für die größte Kritik am DLC.

Conan Exiles Isle of Siptah First Men
Dieser Stützpunkt der “First Men” ist eine super Location zum Erkunden.

Endlich Menschen zum Versklaven!

Wie wird das große Problem behoben? Durch die neuen NPC-Camps gibt es auf der Isle of Siptah nun endlich die Möglichkeit, Sklaven zu erhalten, ohne dafür in Fluten mit anderen Spielern kämpfen zu müssen.

Die Camps bieten verschiedene Arten von Sklaven und mit den verschiedenen Fraktionen dazu neue Varianten. Außerdem findet ihr in den Camps nun Käfige, die ihr mit den Schlüsseln von Sklavenmeistern öffnen könnt. So befreit ihr Begleiter, die ihr nicht erst versklaven müsst, sondern die euch freiwillig folgen.

Die zufälligen Wilden Fluten wurden entfernt und es ist nun einfacher, seine eigene Flut herbeizurufen, da die benötigten Materialien nicht mehr nur im Sturm zu finden sind. Neue Gegner-Typen liefern euch die Beute sogar in der offenen Welt. Dadurch könnt ihr besser selbst entscheiden, wann und wo ihr euch weitere Sklaven aus Fluten holen wollt.

Damit ist auch der Fokus auf PvP verschwommen. Fluten und andere Features sind noch immer Leuchtfeuer für PvP-Kämpfe, da sie auf der Map angezeigt werden. Wer will, kann sich fröhlich mit anderen prügeln. Aber wer PvP lieber meidet, der kann Isle of Siptah jetzt auch ganz ohne Spieler-Konflikte erleben.

Was kommt noch? Mit dem kommenden Update 2.4 haben die Entwickler noch mehr Inhalte im Gepäck, die Isle of Siptah besser machen sollen. Das größte der neuen Features sind neue Bereiche im Süden der Map.

Hier finden sich drei neue Biome und neue NPCs sowie deren Camps. Mit dem neuen Bereich erreicht die Isle of Siptah eine Größe von knapp 92-94 % des Landes der Verbannten. Zum EA-Release waren es noch rund 75 %.

Zudem könnt ihr auf der ganzen Insel Statuetten finden. Diese benötigt ihr für die „Black Pools“, einer neuen PvE-Mechanik. Mit den Statuetten könnt ihr an den Becken riesige Weltbosse beschwören, die man normalerweise nur als harte Gegner im Sturm findet.

Das Feature richtet sich an Endgame-Spieler mit guter Ausrüstung und möglicherweise einer Gruppe, liefert aber besonders starke Beute. Außerdem kommen:

  • der Kult des Zath, eine neue Religion um eine riesige Spinne, die ihr als Avatar beschwören könnt (seinen Tempel seht ihr im Titelbild)
  • weitere NPC-Camps und Erkundungs-Orte
  • neue NPC-Rassen
  • verbesserte Licht-Effekte und eine hübschere Optik – einige Vergleiche seht ihr in der Galerie

Zudem wird die Reise einige neue Schritte erhalten, die sich explizit an die Isle of Siptah richten. Die Reise ist ein Feature aus Conan Exiles, mit dem Spieler immer einen Leitfaden haben für Aufgaben, die sie als nächstes angehen können – etwa wenn ihnen selbst keine Ziele mehr einfallen, die sie erreichen wollen. Ihr findet auf MeinMMO die gesamte Reise von Conan Exiles und wie ihr alle Schritte abschließt.

Patch 2.4 geht am 22. April 2021 live. Zum Release von Isle of Siptah wird es zudem möglich sein, seinen Charakter zwischen den beiden Maps zu wechseln, allerdings mit einer Abklingzeit.

Wann erscheint Isle of Siptah? Die Entwickler konnten uns noch nicht verraten, wann genau die Isle of Siptah offiziell erscheint. In Kürze findet ihr aber ein Video in Zusammenarbeit von MeinMMO und GameStar zur Isle of Siptah auf YouTube, in dem wir euch die Änderungen noch einmal zusammenfassen und neues Gameplay zeigen.

Viel besser als erst befürchtet

Conan Exiles hat mit seinen PvE-Mechaniken und Features wie der Reise in meinen Augen viele Dinge besser gemacht als andere Survival-Games. Statt in eine rieisge Sandbox geworfen zu werden mit dem Kommentar: “Hier, macht mal selbst”, bietet Conan Exiles eine Story, viel zu erkunden und immer wieder neue Aufgaben.

In Isle of Siptah fehlte das bisher. Die Insel war genau das, was Conan Exiles eigentlich nicht sein wollte: ein großes Feld, in dem sich Spieler selbst bespaßen sollten. Ein riesiger Spielplatz mit wenigen Spielzeugen, um die sich die Spieler dann auch noch prügeln müssen.

Was ich jetzt in den neuen Updates gesehen habe, scheint mir deutlich näher am Geist von Conan Exiles zu sein. Es gibt eine richtige Story, viel zu sehen und tonnenweise Dinge zu tun. PvE-Fans und Freunde von Crafting, Bau und Entdeckung sind hier nun endlich gut aufgehoben.

Mich persönlich spricht vor allem die neue Religion an, zum einen, weil Spinnen einfach cool sind und zum anderen, weil Religionen in Conan Exiles richtig interessante Details einbringen. Religiöse Opfergaben werden für jeden Gott auf andere Weise erhalten und die riesigen Avatare mischen das Gameplay auf, vor allem im PvP.

Auch die Black Pools klingen nach einem interessanten Endgame-Feature, für das ich sicherlich ein paar Freunde begeistern kann. Die Lovecraft-Inspiration rundet das ganze noch ab. Nach anfänglicher Skepsis freue ich mich nun wirklich auf Isle of Siptah.

fragt meinmmo benedict

Benedict Grothaus
Autor und Survival-Experte bei MeinMMO

Conan Exiles gehört bereits jetzt zu den besten Survival-Games, die es gibt und Isle of Siptah wird mit den neuen Änderungen mit Sicherheit zur Güte beisteuern. Für wie lange die Inhalte die Spieler beschäftigen werden, muss sich noch zeigen, aber zumindest die Gewölbe und die Black Pools klingen nach etwas, was auch nach mehrmaligem Wiederholen noch Spaß macht. Ihr findet weitere Spiele des Genres in unserer Liste auf MeinMMO:

Die 25 besten Survival-Games 2021 für PlayStation, Xbox und PC

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Inque Müller

Fand es echt mega, habe es bloß nie geschafft eine Riesenfledermaus zu zahmen/züchten um auf ihr zu Fliegen ? . Da war es auch schon vorbei für mich, aber sonst super Titel. 

Ririmchen

Naja. CptnHero wird wohl von offiziellen Servern sprechen und die sind nunmal Wildwuchs. Das einzige was man machen kann ist sich auf einen Server zu setzen, der “tot” ist.
In der Hinsicht sind private Server oder eben das Solo besser.

CptnHero

hatte eigentlich meinen Spaß damit gehabt.
Aber wenn mir nur 1% aller Server die Möglichkeit gibt pve zu genießen, dann is das Game für mich ein kompletter Reinfall.
Ich bezieh mich da auf das extrem schlecht geregelte Servermanagement was Performance angeht…wenn Leute random was bauen irgendwo (fundamente des Todes überall stapeln) und der Server dann binnen Kürze so schlecht läuft, dass jegliches Pve irrelevant wird, durch lags und teleports.

Bodicore

Hmm also ich habe über die jahre nie probleme gehabt einen pve server zu finden.

Nutz mal die Filter ich suche immer “German Date oder Deutsch Datum ” +PvE ein dann sieht man oft auch wann der Server aufgesetzt wurde.

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