Ein Service-Game wie Destiny 2 will seine Spieler immer wieder mit neuen Inhalten zum Zocken animieren. Der Loot-Shooter hat sich dabei schon an unterschiedlichen Modellen versucht. Sagt uns: Wie sollte Destiny 2 das Thema Erweiterungen handhaben?
Als im Herbst 2017 Destiny erschien, war die Euphorie zunächst groß. Zwar mussten Veteranen des Erstlings ihr gesamtes Arsenal zurücklassen und sich gegen die neuen Bedrohungen neu ausrüsten. Dennoch wusste die Geschichte um die Kabal-Invasion zu gefallen.
Gut einen Monat später wurde vielen Hütern vor Augen geführt, dass die Inhalte der sogenannten Vanilla-Version keine langanhaltende Motivation boten. Wie würde Bungie die Zeit bis zu den großen Herbst-Erweiterungen überbrücken?

Denn traditionell gilt bei Destiny, wenn die Blätter im September fallen, wird ein großes Content-Paket fällig. Die Hüter können sich dann an haufenweise Quest, Anpassungen, neuen Ausrüstungen und cineastischen Kampagnen erfreuen. So auch bei Destiny 2:
- Mit Forsaken wurden große Teile des Games generalüberholt und gleich zwei neue Planeten gesellten sich dabei als Schauplatz einer coolen Rache-Story dazu.
- Shadowkeep lud die Spieler auf einen alten Bekannten ein: den Mond. Die schaurig-schöne Atmosphäre des Erdtrabanten war neben den neuen Inhalten das Highlight dieser Erweiterung.
Aber auch abseits der großen Erweiterungen wollen die Hüter unterhalten werden. Bungie hat bisher mit verschiedenen Modellen versucht den schier unendlichen Hunger der Spieler zu stillen. Bevor wir unsere Umfrage starten, werfen wir einen Blick auf die bisher veröffentlichten Zusatzinhalte.

Das boten die DLCs: Das erste Jahr von Destiny 2 setzte auf ein DLC-Modell. Dabei orientierte man sich am Vorgänger, auch dort handhabte man die Content-Nachschübe ähnlich. Ein DLC schlug dabei mit etwa 20 € zu Buche. Alternativ konnten beide DLCs im Bundle für 35 € erworben werden.
Den Anfang machte Fluch des Osiris im Dezember 2017. Mit von der Partie war der neue Planet Merkur und der zufällig generierte Immerforst. Im Fokus der kleinen Kampagne stand der Warlock Osiris. Zusätzlich zu neuen Items durften die Spieler neue Strikes und PvP-Maps erforschen.
Im Mai 2018 folgten die Spieler mit Kriegsgeist einem Ruf auf den Mars. Neben der Story beschäftigte die neue Location Hüter mit einem Horde-Modus. Abermals gab es neben cooler Ausrüstung frisches Strike- und Schmelztiegel-Futter. Generell fiel dieser DLC umfangreicher als der Erstling aus.
Beide DLCs boten hartgesottenen Spielern auch Zugang zu neuen Abschnitten des Leviathan Raids. Daneben gab es einige Events, welche auch ohne den Besitzt von kostenpflichtigen Inhalten für alle verfügbar waren.
Das bot der Jahrespass: Als das nächste Kapitel im Destiny-Universum mit Forsaken geschrieben wurde, änderte sich auch die Art der Zusatzinhalte. Statt auf separate DLCs zu setzen, sollte ein sogenannter Jahrespass die Hüter bei der Stange halten.
Die einzelnen Inhalte gab es nicht länger einzeln zu kaufen. Für 30 € durften die Spieler:
- in der Schwarzen Waffenkammer ihre eigenen Waffen schmieden
- sich in Erweiterungen des Gambit-Modus und der Abrechnung auf die Seite des Vagabunden schlagen
- die umfangreichen Inhalte der “Saison der Opulenz erleben”. Mit der Menagerie erschien eine der beliebtesten Destiny-Aktivitäten überhaupt.
Mit von der Partie waren auch zwei nagelneue Raids. Mittlerweile sind sehr viele der genannten Inhalte für alle Interessierten dank Destiny: New Light komplett kostenlos spielbar.
Das bieten die Seasons: Aktuell befinden wir uns im dritten Jahr von Destiny 2 und in der Saison der Dämmerung. Eingeläutet hat diese Phase Shadowkeep. Und abermals stellt Entwickler Bungie das Modell der Zusatzinhalte um.
Destiny setzt jetzt voll auf einzelne Saisons. Im Prinzip liefen im Hintergrund von Destiny 2 schon immer Seasons, aber deutlich “contentärmer”. Die neuen Episoden können einzeln für etwa 10 € erworben werden und setzen keine Erweiterung oder sonstigen Inhalte voraus.
Solch eine Season läuft etwa drei Monate und bereitet story-technisch auf das folgende Kapitel vor. Destiny soll sich nicht mehr abgehakt und separat entwickeln, sondern eine zusammenhängende Welt bilden. Auch für die nahe Zukunft möchte Destiny an dem aktuellen System festhalten.
Jede neue Season bietet über ihre Dauer verteilt immer wieder kleinere Inhalte. Mit dabei sind neben den größeren Patches und Season-Passes auch thematische Quests, Exotics sowie Story-Missionen als auch saisonale Aktivitäten.
Was sagt die Community dazu?
Welches Erweiterungs-Modell ist das Beste? Einzelne DLCs, doch eher auf einen strikten Jahrespass setzten oder lieber Seasons mit verteiltem Content? Die Wahl, welchen Weg Destiny 2 idealerweise gehen sollte, um die Spielerschaft mit zusätzlichen Inhalten zu versorgen, ist nicht leicht.
Für die unterschiedlichen Varianten gibt es Vor- aber auch Nachteile. Zwar bietet ein DLCs zum Start viele Inhalte und erschlagen eventuell sogar manche Hüter. Aber nach wenigen Wochen intensiven Zockens folgt allzu schnell die Content-Dürre. Rufe nach Nachschub hallen nach Seattle in die Bungie-Zentrale.
Die Herangehensweise der Seasons verspricht Woche für Woche neue Anreize Zeit in Destiny zu verbringen. Beim nächsten Reset gibt’s wohl möglich eine neue coole Story-Mission oder eine kreative Exo-Waffe. Wer sich allerdings gleich mehrere Wochen Urlaub genommen hat, dürfte da mit Destiny 2 nicht ausgelastet sein.
Auch hier auf Mein-MMO.de diskutiert ihr des Öfteren über diese Thematik. So lassen sich in den Kommentaren der Artikel Aussagen wie diese finden:
Was hat mir die Season bisher gebracht: – eines der schönsten Ornamente Sets als Rüstung – die Sundial Waffen lassen sich super farmen, neue Archetypen hinzugekommen…warum nicht immer so!
“3” via Mein-MMO.de
Sowohl “Der_Frek” kann sich mit dem aktuellen Seasons anfreunden und schreibt: “Ich bin zugegeben ein wenig gespannt, was noch kommt. […] Das Season-Modell gefällt mir persönlich eigentlich von daher, dass der Content ein wenig überschaubarer ist.”

Doch der aktuelle Weg für mehr Spielspaß zu sorgen, stößt bei weitem nicht überall auf Gegenliebe. MeinMMO-Leser “Ron” schreibt enttäuscht: “Also für mich ist die Season seit erster Stunde gelaufen.”
Und auch Der-Frek ergänzt seine vorherige Aussage um diese Facette: “Gerade was den Schmelztiegel angeht, ist das Spiel gerade einfach nicht lohnenswert.” Er spricht damit vielen Hütern aus der Seele. Denn das PvP liegt schon länger brach. Ob das Gemunkel um eine Rückkehr der Trials das ändern können?
Wie man es dreht und wendet, Destiny 2 wird nie all seine Spieler zu 100 % zufriedenstellen können. Und die Annahme, dass irgendwann große Erweiterungen wie Forsaken und Shadowkeep in kurzen Abständen erscheinen könnten, bleibt wohl eine Utopie.

Umfrage – jetzt seid ihr gefragt
Was ist eure Meinung zum Thema Content-Nachschub? Sagt uns an dieser Stelle wie Destiny 2 zukünftig den Appetit der Hüter stillen soll. Bedenkt, ihr habt nur eine Stimme. Vielen Dank für die Teilnahme und eure Zeit.
Welche Antwort habt ihr gewählt oder welche Ideen habt ihr für die Zukunft von Destiny 2? Sagt es uns in den Kommentaren.
Deine Meinung ist uns wichtig!
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