Mit dem neuen Shooter XDefiant trifft Publisher Ubisoft den Zeitgeist und viele Spieler hoffen auf eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Call of Duty. Besonders ein fehlendes Feature in öffentlichen Matches gibt vielen Spielern Hoffnung. Doch man müsse dann selbst Hand anlegen.
Mit XDefiant wildert „Assassin’s Creed“- und „The Division“-Publisher Ubisoft in den Jagdgründen von Call of Duty. Der neue Shooter wirkt nicht nur auf den ersten Blick so, als hätten man sich hier einiges beim Branchen-Primus CoD abgeschaut.
Allerdings geht man auch eigene Wege und hat sich dabei offenbar bei der Community von Call of Duty umgehört, welche Wünsche und Sorgen Spieler schon länger plagen.
Bei CoD-Spielern steht dabei regelmäßig das SBMM ganz oben auf der Liste – Skill-basiertes Matchmaking. XDefiant verzichtet in öffentlichen Matches darauf und das kommt bei vielen Spielern sehr gut an.
Allerdings können Matches ohne SBMM besonders für Anfänger ein Albtraum sein. Auch beim Waffen-Leveln können starke Spieler den Spaß killen. Ein viel diskutierter Tweet bietet die Lösung: Rage-Quit.
Mehr zum neuen Ubisoft-Shooter findet ihr im Trailer:
YouTuber schlägt vor, Matches einfach zu verlassen
Was wird diskutiert? Es handelt sich um einen Clip vom YouTuber „ProReborn“, den er auch auf Twitter gepostet hat:
Was ist im Video zu sehen? ProReborn spielt ein Match XDefiant und im Gegnerteam ist mindestens ein heftig schwitzender Spieler, der unfassbar gut spielt. ProReborn möchte aber lieber ganz in Ruhe seine M4 aufleveln. Die Meta-Waffe MP7 besitzt er noch nicht einmal – im Gegensatz zu seinem Peiniger.
Für solche Situationen in einem Spiel ohne SBMM hat er eine Lektion auf Lager:
Alles klar, wir zeigen dem Internet heute einmal was. Der Typ geht steil, hat die MP7 – die hab ich noch gar nicht freigespielt – er macht sein Ding, er trifft alles. Er schwitzt ein wenig zu hart für das, was ich derzeit machen möchte.
Derzeit möchte ich meine M4 aufleveln. Mich zurücklehnen, entspannen und meine M4 aufleveln.
Also machen wir Folgendes in einem Spiel ohne Skill-basiertem Matchmaking: [er beendet das Match und geht zurück zum Hauptmenü] und dann finde ich ein anderes Match, in dem ich nicht das Gefühl habe, Meta-Waffen benutzen zu müssen, um gegenhalten zu können.
Verrücktes Konzept, oder?
Er macht sich dann noch über Fürsprecher von SBMM lustig und sagt mit verstellter Stimme: „Oh, ich brauche SBMM, das mich beschützt“ und endet mit normaler Stimme: „Verlasse das Match, finde ein anderes“.
Rage-Quit statt SBMM – Ist das die Lösung?
Wie wird das diskutiert? Da die Aussagen von ProReborn bereits ziemlich scharf vorgetragen wurden, bekommt der Tweet dazu passende Kommentare. Der Ton unter dem Tweet ist rau, aber nicht unbedingt aggressiv.
Viele geben ProReborn recht, öffentliche Matches brauchen kein SBMM. Ein User schreibt etwa: „Du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen“. Viele sind sich einig – öffentliche Matches brauchen das System nicht, nur Ranked-Matches sollten mit SBMM laufen.
Doch ob ein Rage-Quit die richtige Vorgehensweise ist, da gehen nicht alle mit. Einige argumentieren, dass man das aktuelle Match durchziehen solle. Genau deswegen wollten viele Spieler ja kein SBMM – es geht darum, in einem Match dominiert zu werden und in einem anderen selbst zu dominieren.
Matches, in denen man dominiert wird, seien dabei die Matches, in denen man etwas lernt, in denen man besser wird, Neues ausprobiert und vorankommt. Nach dem Match könne man immer noch die aktuelle Playlist verlassen und sich neue Gegenspieler suchen.
Vereinzelt finden sich Kommentare, die SBMM verteidigen und die Vorteile für neue Spieler aufzählen. Aber die Befürworter des Systems sind deutlich in der Unterzahl.
Wie steht ihr zum Thema SBMM? Lasst einen Kommentar mit eurer Meinung da.
Der neue Shooter von Ubisoft soll noch 2023 erscheinen, kürzlich wurde die Beta ein paar Tage verlängert.
Es muss sich noch zeigen, ob XDefiant das Zeug dazu hat, Call of Duty die Stirn zu bieten. Die Beta kämpfte mit einigen Problemen, auch die Skepsis gegenüber Publisher Ubisoft ist groß.
Allerdings hat sich das Ansehen des Shooter seit der Vorstellung schon deutlich verbessert. Das negative Feedback zum Announcement war uns damals eine News wert: Der neue Shooter von Ubisoft kommt jetzt schon schlecht an – 10.000 Downvotes auf YouTube
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