Chef von Epic Games lässt sich über Steam aus – Kritisiert die Multiplayer-Funktionen der Plattform

Chef von Epic Games lässt sich über Steam aus – Kritisiert die Multiplayer-Funktionen der Plattform

Spieleentwickler und Publisher können seit heute selbstständig ihre Spiele im Epic Games Store veröffentlichen. Der Chef von Epic Games, Tim Sweeney, nutzte die Gelegenheit, um Steam zu kritisieren.

Um wen geht es?

Was sagt der Chef von Epic Games? Wie das amerikanische Spiele-Magazin PC Gamer berichtet, hat sich Sweeney in einem Telefonat über Steam ausgelassen und gesagt, die Plattform habe ein Problem für die Branche geschaffen.

Sweeney spricht auf Steams Multiplayer-API „Steamworks“ an. Das Onlinesystem von Valve funktioniere in keinem anderen Store außer Steam:

Sie haben eine klassische Lock-in-Strategie, bei der sie diese Dienste entwickeln, die nur mit ihrem Store funktionieren, und sie nutzen die Tatsache, dass sie den größten Marktanteil haben, um jeden zu ermutigen, Spiele zu liefern, die in anderen Stores nicht funktionieren. […]

Tim Sweeney via PC Gamer

Außerdem berichtet Sweeney von Problemen, die er und Epic Games mit Multiplayer-Spielen hatte, die aufgrund der Steamworks-Limitierung nur eingeschränkte Multiplayer-Funktionen besaßen:

„Wir waren schon früh von diesem Problem mit einer Reihe von Multiplayer-Spielen, die in den Epic Games Store kamen, betroffen. Steamworks funktionierte in unserem Store nicht, also hatten sie entweder nur eine eingeschränkte oder gar keine Multiplayer-Funktionen, oder sie waren in den Anfangstagen des Epic Games Store auf ein viel kleineres Publikum beschränkt, also gab es eine Menge Multiplayer-Spiele, die sich wirklich kaputt anfühlten.“

Warum spricht der Epic-Chef über Steam? Wie Epic Games bekannt gab, ist heute der offizielle Start des sogenannten „Self-Publishing-Tools“.

Das Self-Publishing-Tool bietet Entwicklern und Publishern die Möglichkeit, ihre Spiele eigenständig im Epic Games Store zu veröffentlichen, wenn die Spiele gewisse Anforderungen erfüllen (via store.epicgames.com)

Dass Spieleentwickler selbstständig ihre Spiele veröffentlichen, ist seit einiger Zeit auch auf Steam durch das Steamworks-Vertriebsprogramm möglich (via partner.steamgames.com).

Der Unterschied zwischen Steam und Epic Games ist hierbei jedoch eine Anforderung seitens Epic Games, die von Multiplayer-Spielen verlangt, dass diese Spiele PC-Crossplay zwischen den verschiedenen Launchern ermöglichen.

Spieler sollen demnach in der Lage sein, mit ihren Freunden auch dann zusammenzuspielen, wenn diese das Spiel in einem anderen Launcher wie beispielsweise Steam haben, um die von Sweeney angesprochenen Probleme mit Steamworks zu vermeiden.

Einer der vielen Indie-Entwickler, die ihr Spiel auf Steam veröffentlicht haben, ist der YouTuber Belluar. In einem Video sprach er kürzlich den „30-%-Anteil“ an, den Steam bei jedem Verkauf einbehält.

Das „gierige“ Steam nimmt sich 30 % von jedem Kauf – Indie-Entwickler sagt: „Wir sind damit sehr glücklich!“

Quelle(n): PC Gamer
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Daniel

Also weil sich Steam und Epic nicht zu Gunsten der Nutzer einigen können und Epic nicht dazu in der Lage ist ein gescheites Interface zu bauen, wälzt man jetzt die Probleme auf die Spiele Entwickler ab? Netter Schachzug.

Chris

Also ich bin vom allgemeinen Interface in Steam auch nicht unbedingt überzeugt. Auch feiere ich einige Systeme nicht.
ABER, dass ausgerechnet der Epic Games Chef sich über Lock-In-Strategie beschwert… wtf 🤣

TimTaylor

Der Typ ist einfach nur ein Witz 😂, schwafelt was von Lockin-Strategie, während er selbst das mit seinen Exklusiv-Deals macht 👍🏻.

Er jammert immer genau über das, was sein Store nicht kann. Nicht das der überhaupt irgendwas zu bieten hat, gibt ja Launcher auf Github die mehr können.

Im Übrigen muss man Steamworks nicht benutzen, es wird nur gerne benutzt weil es leicht zu implementieren ist und funktioniert.

Für mich als User ist der Epic Launcher einfach nur Schrott 🤷🏻‍♂️, er bietet keinen Mehrwert und dazu ist er schlecht programmiert.

Vielleicht sollte er mal versuchen gescheite Features zu bringen und dann über Steam reden. Steam ist durch Features gross geworden, nicht über gekaufte exklusiv Deals 🥱😊

Kilruna

🔥🔥🔥

T.M.P.

Steam ist durch Features gross geworden, nicht über gekaufte exklusiv Deals

Naja…

Es wurde am 12. September 2003 für Windows veröffentlicht. Valves Spiele, wie Half Life oder Counter Strike, werden seitdem ausschließlich über Steam aktualisiert. Für Spiele dieses Herstellers ist Steam zur Installation und nachfolgendem Betreiben Voraussetzung.

Quelle: Wikipedia

Steam ist durch Zwang gross geworden. Kann man natürlich auch als Feature bezeichnen.^^

Mark Mitterbacher

Hömma, ich glaub der Dude hat noch nicht gecheckt, dass er einfach nur die Grabbelkiste darstellt. Der hat von absolut nichts Ahnung, wenn er ernsthaft glaubt, mehr als geschätzte 10% nutzen Epic für was anderes, um einfach nur an gratis Games zu kommen. 😀

JahJah

und ich hab seit ca 1 Jahr den Epic Launcher komplett von allen PCs verbannt, hol mir nicht mal mehr die gratis Games weil ich völlig auf Epic 💩
jetzt wo auch die letzten Versager (EA, Ubi, …) zu Steam zurückkehren und ich auch seit letztem Frühjahr ergänzend das Steam Deck habe, gibts für mich nur noch 100% Steam sonst nix.

T.M.P.

Mit schallendem Applaus in die Abhängigkeit. Braaavo. 🤑

JahJah

Kein Problem mit GUTER Abhängigkeit. An Steam ist nichts schlechtes, seit gut 20 Jahren eine gute Konstant für Gamer, die immer wieder auch wertvolle Innovationen bringt (VR, Steam Deck, Linux/SteamOS Gaming). kann man von anderen nicht behaupten.

T.M.P.

Wie bitte? Es existiert keine gute Abhängigkeit. Das bedarf nicht einmal einer Erklärung.

“Wertvolle Innovationen” ist ein grosses Wort für etwas, dass weiterentwickelt und vermarktet wird um Marktanteile zu sichern und maximalen Gewinn zu erzielen.

Und weisst du was der Witz ist? Sobald jemand sich sein Monopol gesichert hat, bleiben die Innovationen aus. Denn von da an sind sie unnötig, da man keine Konkurrenz mehr übertrumpfen muss.
Es heisst nicht umsonst “Konkurrenz belebt das Geschäft.”
Sonst hat man irgendwann den Trabbi des Gamings. Aufgrund des Monopols hatte man beim Trabant 40 Jahre lang keine Weiterentwicklung und über 10 Jahre Wartezeit.

Siehst du also wie paradox deine Aussage ist?

Abgesehen davon kann ein Monopolist den Preis so hoch ansetzen wie er will.
Für gewöhnlich wird er dafür so lange hochgesetzt, bis die Menge der Personen die komplett verzichten zu gross wird. Und plötzlich ist Gaming ein Luxusartikel.

Oh, nun hab ich es doch erklärt.. -_-

ZappSaxony

Der Typ ist so lächerlich…macht mit seinen Exklusivdeals selbst das Gaming kaputt. Liefert selber nichts für Spieler, die sind nur Kühe, die gemolken werden können. Den Interessieren nur die großen Player..Tencent, Publisher. etc.

Mit seinem Easy Anticheat schafft er selber eine geschlossene Plattform, die absichtlich nur dann mit Steam/Linux/Steamdeck funktioniert, wenn die Entwickler selber Hand anlegen. Der hat absolut keinen Grund Steam etwas vorzuwerfen.

Keine Ahnung was der für einen persönlichen Groll gegen G.N. hegt, dass er Steam so unnötig den Kampf ansagt.

Ich boykottiere Epic seit Jahren und nehme nicht mal Spiele geschenkt von denen.

Huehuehue

Keine Ahnung was der für einen persönlichen Groll gegen G.N. hegt, dass er Steam so unnötig den Kampf ansagt.

Dieser persönliche Groll ist der 30%-Share (stören tut ihn vor allem der Anteil an Ingamekäufen), was seiner Ansicht nach, als Publisher und als Entwickler, einfach zu viel ist, dafür, dass man zu den Ingameverkäufen als Anbieter der Distributionsplattformen, überhaupt nichts beiträgt (anders als beim Vertrieb des Spiels selbst). Aus demselben Grund legt er sich ja auch mit Apple und Google und deren Mobile-App-Stores an.

Zuletzt bearbeitet vor 11 Monaten von Huehuehue
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