Steam vs Epic: Mann hinter Fortnite überholt Valve-Chef bei „reichste Amerikaner“

Die Liste „Forbes 400“ zeigt die 400 Menschen in Amerika mit dem meisten Vermögen. In diesem Jahr taucht der Chef von Epic, Tim Sweeney, auf. Der Erfolg von Fortnite und dem Epic Game Store hat ihn vor Gabe Newell, den Chef von Valve und damit Steam, befördert – jedenfalls in den Augen der Journalisten.

Was ist das für eine Liste? Die Forbes 400 ist die Liste der „reichsten Amerikaner.“ Diese Liste basiert auf Nachforschungen des US-Magazins Forbes. Sie sagen, um diese Liste zusammenzustellen, sichten sie tausende von Akten, Gerichtsunterlagen und News-Artikeln.

Dennoch basiert die Liste letztlich auf Schätzungen. Sie ist so eine Art Highscore-Liste der US-Milliardäre.

Sweeny legt 2019 gewaltig zu

Wie viel Geld hat Tim Sweeney? Der Epic-Boss Tim Sweeney soll 4,5 Milliarden US-Dollar wert sein. Damit steigt er auf Platz 150 bei der Liste ein.

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4.5 Milliarden US-Dollar soll dieser nette Herr im grauen Paragon-Pulli wert sein.

Epic ist eine Firma, die nicht an der Börse gehandelt wird. Der enorme Wert der Firma kommt vor allem durch den Erfolg des Free-to-Play-Shooters Fortnite zustande.

Fortnite soll, laut Forbes, schätzungsweise 2.4 Milliarden US-Dollar Umsatz in 2018 gemacht haben. Zudem nähren hohe Investments von Firmen den Wert von Epic – der Umschwang begann da schon 2012.

Epic betreibt zudem die „Unreal Engine 4“ und den Epic Games Store, eine Plattform für PC-Spiele.

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Fortnite verdient sein Geld mit Skins und dem Verkauf des Battle Pass.

Sweeney ist in diesem Jahr das erste Mal in der Liste der reichsten Amerikaner. Vor einem Jahr hatte Forbes sein Vermögen noch auf 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damals ging man davon aus, das er etwa 16% an Epic Games hält (via forbes).

Gerade der Dezember 2018 soll Fortnite ein riesiges Umsatz-Plus gebracht haben. Das berichtete etwa eine Seite, die auf die Analyse von Mobile-Umsätze spezialist ist.

Newell verliert 2 Milliarden an Wert in 2 Jahren

Wie viel Geld ist Gabe Newell wert? Der Boss von Valve und damit Steam, Gabe Newell, soll 3.5 Milliarden US-Dollar wert sein. Damit belegt er Platz 239.

Forbes schätzt, dass Newell etwa 25% an Valve hält. Newell hat die Firma mitgegründet. Sie hatten erste Erfolge mit Hit-Spielen wie Half-Life und Portal.

Das große Geld kommt aber mit Steam. Das bezeichnet Forbes als eine Art „iTunes der Videospiele.“

Steam Sale Gaben
Ein bekanntes Meme zu Gabe Newell: Der König gewährt Rabatte.

Laut der Einschätzung von Forbes hat Newell in den letzten Jahren einiges an Wert eingebüßt:

  • 2017 schätzte man Newell auf 5,5 Milliarden US-Dollar
  • 2018 auf 3,9 Milliarden
  • 2019 nun auf 3,5 Milliarden

Forbes schätzt die Leute nicht auf „Bargeld“, sondern man rechnet den Wert des Unternehmens in das Privatvermögen mit ein.

Borderlands 3 Epic Titel2
Borderlands 3 gibt es auf dem PC nur über Epic.

Wer ist sonst noch in der Liste? Im Bereich Videogames findet sich niemand mehr in der Liste. Mit Casinos und Wetten sind aber einige Amerikaner reich geworden.

Ganz oben stehen die Tech-Riesen:

  • Platz 1 hält Amazon-Chef Jeff Bezos mit 114 Milliarden US-Dollar
  • Platz 2 dann Microsoft-Boss Bill Gates mit 106 Milliarden US-Dollar
  • Auf Platz 3 ist der Investor Warren Buffet

Auf den Top-Plätzen folgen Mark Zuckerberg (Facebook), Larry Ellison (Oracle) und das Google-Duo aus Larry Page und Sergey Brin.

3 Gamer aus LoL und Fortnite sind auf Weltrangliste „30 unter 30“ 2019

Die sind noch mal in anderen Dimensionen unterwegs als die Leute, die mit Videospielen zu Milliardären geworden sind.

Epic VS Steam Titel

Epic vs. Steam ist der Kampf der letzten Monate

Warum ist das pikant: Die beiden Männer sind Konkurrenten. Denn Tim Sweeney greift mit dem Epic Games Store gezielt Steam an. Mit Exklusiv-Titeln will er dem Marktführer Konkurrenz machen und Marktanteile abjagen. Zuletzt etwa mit Borderlands 3.

Kritiker sagen, Sweeney würde das Geld von Fortnite nutzen, um seinen technisch unterlegenen Store zu pushen. Dieses Verhalten werfen Epic die Konkurrenten auch bei der Unreal Engine vor.

Sweeney räumt die Feature-Unterlegenheit des Epic Game Stores gegenüber Steam durchaus ein. Sagt aber, der Epic Store werde mit der Zeit besser.

Exklusiv-Titel seien das einzige Mittel, um das Quasi-Monopol von Steam zu stürzen, glaubt Sweeney. Steam wirft er vor, mit 30% einen zu hohen Anteil an den Umsätzen abzuzwacken und so die Studios zu schröpfen und zu behindern.

Epic nimmt 12% der Umsätze.

Epic-Chef erklärt, warum sie mit exklusiven PC-Titeln gezielt Steam angreifen
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