Epic-Chef erklärt, warum sie mit exklusiven PC-Titeln gezielt Steam angreifen

Der neue Epic Games Store gilt als Rivale von Steam. Das ist auch genauso gedacht, wie man den Worten Tim Sweeney entnehmen kann. Epic greift gezielt Steam mit exklusiven Titeln für den PC an. Man will das Monopol brechen, weil man glaubt, das sei das Beste fürs Gaming.

Das ist die Situation: In letzten Zeit sind immer häufiger Nutzer von Steam auf den Barrikaden, denn PC-Titel erscheinen nicht mehr auf Valves PC-Plattform „Steam“, sondern im Epic Games Store:

Diese Exklusivität regt viele auf, die weiter ihre Steam-Bibliothek pflegen und ausbauen möchten.

Sie haben das Gefühl, Epic nutzt die Milliarden, die sie mit Fortnite verdienen, um sich Exklusiv-Titel zu kaufen und Spieler damit in ihren Store zu locken. Die Steam-Kunden möchten aber nicht noch mehr Launcher. Zudem kritisieren sie den Epic Games Store, der biete viel weniger Features als Steam.

Der Epic Games Store wird von manchem PC-Gamer als Feindbild gesehen. Jetzt erklärt Epics Chef, Tim Sweeney, warum die Firma sich so viele PC-Exklusivtitel sichert.

Borderlands 3 Epic Titel2

Epic Games will Monopol von Steam zerstören

Das sagt Sweeney: Der sagt klar, das Quasi-Monopol von Steam sei schlecht für die Entwicklung von Spielen. Denn die nehmen einen 30% Cut und das schränkt die Entwicklung erheblich ein:

  • Der 70/30 Cut sei der Status Quo. Der führt dazu, dass Steam mehr Profite macht als der Entwickler, der das Spiel baut. Das wäre eine desaströse Situation für Entwickler und Publisher, die unbedingt beendet werden muss.

  • Daher macht Epic Games diesen „Stör-Move“, das wäre das einzig vernünftige. Man nimmt nur 12%.
  • Mit den 18% mehr Umsatz bei Publisher und Studio würden die ihre Profite steigern, könnten das Geld reinvestieren und Spiele günstiger anbieten.
  • Das würde langfristig zu besseren Spielen führen.
Tim-Sweeney
Das ist Tim Sweeney, Gründer von Epic.

Exklusiv-Titel statt neue Features

Darum setzt Epic auf Exklusiv-Titel: Hier ist die Antwort kurz „Weil es klappt.“

Sweeney sagt, andere Stores hätten viel geleistet in den letzten Jahren, aber praktisch keinen Einfluss gewonnen. Die hätten nicht mal 5% der Reichweite von Steam erlangt. Obwohl diese Stores mehr Features bieten als Epic.

Das sagt Sweeney zum eigenen Store: Es wird viel Kritik an Epic geäußert, dass der Epic Games Store zu wenige Features anbietet. Das scheint Sweeney auch so zu sehen.

Die Vorteile beim eigenen Store sieht Sweeney eben Exklusiv-Titeln zusätzlich in der Möglichkeit, große Rabatte zu gewähren.

Sweeney glaubt, Epic ist bereit alle Probleme zu lösen, die mit der Zeit auftreten.

Nur über neue „Features“ könne man jedoch einen Marktführer wie Steam nicht ablösen.

Der Robin Hood für die einen, Schurke für die anderen

Das steckt dahinter: Tim Sweeney ist also, aus seiner Sicht, nicht der Schurke in der Geschichte, sondern eine Art Robin Hood, der das Geld den Reichen (Steam) entreißen und den Armen (Publishern und Studios) zurückgeben will.

Fans von Steam werden das wohl anders sehen. Die häufigste Kritik ist hier, Epic solle doch mit der Entwicklung eines besseren Stores als mit Exklusiv-Titeln überzeugen.

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