Wir stellen euch heute sieben MMORPGs vor, welche ihr Bezahlmodell umstellen mussten: Sie wechselten von einem Abo- oder einem Kaufmodell zu einem kostenlosen Free2Play-Modell. Doch hat diese Umstellung den Online-Rollenspielen auch geholfen?
Bis vor etwa zehn Jahren war Free2Play ein Bezahlmodell, dass viele Gamer mit Skepsis beäugten. Daher versuchten Entwickler von MMORPGs, mit einem Abo-Modell zu starten: Das versprach Qualität und schaffte Vertrauen – immerhin verdienten Titel wie World of Warcraft damit viel Geld. Ein Abo signalisierte Beständigkeit und einen steten Content-Fluss.
Mit der Zeit änderte sich die Situation. Free2Play wurde fairer, mehr Spieler schauten sich Titel an, die im Grunde “kostenlos” waren, und das Abo-Modell stieß auf immer mehr Ablehnung: Spieler wollten nur ein Abo gleichzeitig unterhalten. Sie hatten das Gefühl, nicht genug “Gegenwert” für ihr Geld zu bekommen, wenn sie nicht regelmäßig oder gar dauerhaft spielen.
Vielen Spiele hatten schließlich nicht mehr genug genug Abonnenten, um einen laufenden Betrieb zu gewährleisten. Die Entwickler mussten sich für ihre Onlinespiele etwas einfallen lassen und stellten diese in vielen Fällen auf ein Free2Play-Modell um.
Wir schauen uns sieben MMORPGs an, die auf ein Free2Play-Modell umgestellt wurden und sagen euch, ob diese Umstellung gut für das Spiel war.
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Der Herr der Ringe Online (LotRO)
Genre: Themepark-MMORPG | Releasetermin: 24. April 2007 | Anfängliches Bezahlmodell: Buy2Play mit Abo | Umstellung auf Free2Play erfolgte am: 2. November 2010 | Website: Der Herr der Ringe Online auf Steam
Mit welchem Bezahlmodell startete das Spiel? Das MMORPG startete am 24. April 2007 als Buy2Play-Spiel mit Abo. Zu jener Zeit war dies die im Grunde gängige Methode, ein Online-Rollenspiel zu veröffentlichen.
Immerhin hatte World of Warcraft gezeigt, dass ein MMORPG mit Abo lange Zeit erfolgreich laufen kann.
Warum erfolgte die Umstellung auf Free2Play? Im Juni 2010 gaben die Entwickler bekannt, LotRO auf ein Free2Play-Modell mit Ingame-Shop umzustellen.
Die Entwickler erkannten, welchen Zustrom das zuvor auf Free2Play umgestellte MMORPG Dungeons & Dragons Online erfuhr und glaubten, dass eine gute Zeit gekommen sei, um auch Herr der Ringe Online anzupassen.
Um für ein weiteres Wachstum zu sorgen, wurde die Entscheidung gefällt, eine Free2Play-Version einzuführen. Diese startete dann auch am 2. November 2010.
Was wurde aus dem MMORPG nach der Umstellung? Durch das Free2Play-Modell konnte Der Herr der Ringe Online zu Beginn tatsächlich mehr Spieler verzeichnen. Über die Jahre jedoch sanken die Zahlen, was wohl auch am Alter des Onlinespiels liegt.
Dennoch ist Herr der Ringe Online heute noch aktiv und hat eine treue Spielerbasis. Es erscheinen weiterhin Updates und neue Inhalte. Angeblich ist sogar ein Next-Gen-Update für PS5 und Xbox Series X/S geplant. Laut den Entwicklern besitzt das MMORPG eine überraschend hohe Spielerzahl.
Die Umstellung auf Free2Play sicher mit dafür gesorgt, dass Herr der Ringe Online heute überhaupt noch am Leben ist und über die Jahre planvoll erweitert und ausgebaut werden konnte.
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