WoW: Top-Gilde zerbricht nach 15 Jahren, weil sie „den Kopf in den Sand steckten“

Die Gilde Method galt über Jahre als die Vorzeige-PvE-Gilde in World of Warcraft. Jetzt verlassen Dutzende von Spielern, Streamern und wichtigen Führungspersonen die Gilde. Der Chef Scott „Sco“ McMillian übernimmt die Verantwortung und sagt: Er habe die Fans enttäuscht und versagt. Man habe den Kopf in den Sand gesteckt und dem Falschen geglaubt.

Das ist Method: Die Gilde Method wurde 2005 von Scott McMillan gegründet. Die Gilde konzentrierte sich auf kompetitives Raiden, die balgten sich mit anderen Top-PvE-Gilden darum, wer die World Firsts holt.

Seit 2018 hat sich die Gilde stärker professionalisiert und angefangen, die Raids live auf Twitch zu übertragen.

Method galt lange als die „führende Gilde“ in WoW und hatte gerade begonnen, sich breiter aufzustellen und zu expandieren. Zuletzt hatte man sich von Partner Red Bull getrennt, um in Zukunft die Vermarktung von World-First-Kills selbst in die Hand zu nehmen.

Vorwurf: Untätigkeit gegen Gildenmitglied

Darum zerbricht die Gilde: Der Gilde Method wird vorgeworfen, zu wenig gegen den Spieler MethodJosh unternommen zu haben. Dem Spieler wurden jetzt von 8 unterschiedliche Frauen über Social Media Vorwürfe gemacht, sie sexuell misshandelt zu haben.

Die Vorwürfe gehen bis hin zu einer Vergewaltigung, wegen der MethodJosh 2019 offenbar von Twitch gebannt wurde. Der Spieler soll Method sogar darüber informiert haben, dass eine polizeiliche Untersuchung gegen ihn laufe.

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Die Streamerin Poopernoodle schildert eine Vergewaltigung.

Method hat den Spieler nach den Vorwürfen nun zwar ausgeschlossen, aber das wurde von vielen Mitgliedern und Partnern als ungenügend empfunden. Die Gilde hätte früher und entschlossener gegen den Spieler vorgehen müssen, so die einhellige Meinung.

Zahlreiche Mitglieder, Sponsoren und Partner von Method wollen jetzt nicht mehr mit der Gilde in Verbindung gebracht werden und trennen ihre Bande.

WoW Method.v1
Die Gilde Method befindet sich in Auflösung.

Mehr als 50 Abschiedsbotschaften von Method

Das ist bei Method los: In einem reddit-Thread sind alle Abgänge von Method in den letzten Tagen aufgeführt (via reddit). Es ist eine lange, lange Liste mit Tweets und Abschiedsbotschaften. Insgesamt kommen über 50 dieser Nachrichten zusammen:

  • Der WoW-Streamer Esfand geht, zusammen mit vielen anderen Castern, Streamern, Aushängeschildern und Content-Creators
  • Die Top-Teams im EU-PvP und im NA-PVP sind schon weg
  • Auch das „Dungeon“-Team verschwindet nach und nach von Method
  • Dazu ziehen sich zahlreiche Profi-Spieler des Raid-Teams von Method zurück
  • Sponsoren wie Corsair oder MSI trennen ihre Verbindung
  • Führungskräfte, die erst noch versuchten, den Laden zusammenzuhalten, wie die General Mangerin, haben die Gilde verlassen

Blizzard sagt in einem Statement, man arbeitet nicht mit Method zusammen und werde das künftig nicht tun (via PC Gamer).

Sogar eine Boosting Community distanzieren sich von der Gilde.

https://twitter.com/Gallywixboost/status/1276486405443727360

„Kopf in den Sand gesteckt“

Das sagt der Chef: Der Gründer der Gilde, Scott „Sco“ McMillan, hat sich in einem Statement an die Fans gewandt. Er sagt, dass Method die Fans enttäuscht hat und er sie enttäuscht hat. Damit müsse er jetzt leben.

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Das Statement des Gildengründers.

Er erklärt dann, dass Josh ihnen immer wieder versichert habe, dass an den Vorwürfen nichts dran sei. Man habe ihm geglaubt. Im Rückblick, sagt McMillan, habe man einfach den Kopf in den Sand gesteckt.

Er sagt, der Spieler habe sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine polizeiliche Untersuchung gegen ihn läuft, aber die Gilde davon überzeugt, dass nichts dran sei. Als er dann später beweisen konnte, dass die Untersuchung eingestellt worden war, nahm Method das als Beweis dafür, dass Josh im Recht ist und setzte sich sogar wieder dafür ein, dass er auf Twitch streamen konnte.

Nach den Anschuldigungen im Juni sah Method aber ein, dass es kein Entschulden für sein Verhalten gab und warf Josh raus. McMillan spricht davon, dass man die „der vollen Tiefe seiner Verderbtheit“ erkannt habe.

McMillan sagt, er werde sich jetzt Zeit nehmen, um über seine Zukunft nachzudenken und über die Zukunft von Method.

Die Leute hätten ihm vertraut, er habe sie enttäuscht, das werde er sich nie vergeben.

WoW-Swifty-Titel.v1
Seine NPCs wurden aus WoW entfernt.

Ins Kreuzfeuer ist auch der beliebte WoW-Streamer Swifty geraten. Blizzard hat hier reagiert und 2 NPCs, die ihm zugeordnet werden, aus dem Spiel entfernt.

Dafür wird Blizzard aber kritisiert. Swifty bekommt Rückendeckung aus der Community, die Vorwürfe werden hinterfragt und es wird kritisiert, dass Blizzard hier voreilig gehandelt hat:

Blizzard entfernt 2 NPCs eines Streamers aus WoW – Sofort nach Anschuldigung

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Loccorocco

Wofür noch bild oder promiezeitschriften wie Red oder wie sie auch immer heissen. Anscheinend geht in der gaming welt genug lächerliches ab 😂 und die Diskussionen hier zeigen es das Interesse ist groß. Naja der Mann ist noch unschuldig und das der typ sein fame nutzen will um Groupies in die Kiste zu bekommen ist nicht verwerflich solange sie erwachsen genug sind selbst zu endscheiden, die Führung von method hat richtig gehandelt auch wenn sie es bereuen und die Leute die die gilde verlassen handeln aus purem Egoismus um eine reine Weste zu haben. Schließlich verdienen sie Geld mit ihren Namen und wenn man sich die kappute linksliberale politische Lage in den USA ansieht wundert das ja keinem. Ich mein voher war es anscheinend kein Problem mit ihn zu Raiden aber jetzt wo soviel Staub aufgewirbelt wird naja man kennt es ja.. 😏

Coreleon

Bei dem was da an Geld geflossen ist frage ich mich immer wieder ob die keine PR / Rechtsberater haben. 🙄
Sollte doch jedem klar sein was passiert wenn sowas aufkommt und unabhängig davon wie viel an den Anschuldigungen dran ist wird so jemand dann gegangen, da der die „Marke“ beschädigt.
Wenn sich Sco & Co derart dämlich verhalten dann haben sie den Gilden crash auch verdient.

runebert

es ging ja später nicht mehr nur noch um josh auch der co ceo soll ja bisschen zu sehr auf tuchfühlung mit einigen damen gegangen sein.da wurd nichts gemacht. + die geschichte mit der poopernudel oder wie die heißt wenn du vergewaltigt wirst und keine beweise hast wirst du halt logischer weise freigesprochen weil niemand nur aufgrund von ner annahme verknackt wird. und das is ja das problem bei dem thema die polizei (in jedem land) kann halt sogut wie nix machen ohne das es stichhaltige beweise gibt. falsche entscheidungen wurden getroffen und die leute die dinge hätten verhindern können werden damit jetzt leben müssen( fleks zb wusste von den otaku mädchen und hat mit denen gesprochen hat ihnen aber nicht geglaubt und war laut eigener aussage sogar ziemlich gemein zu denen weil er josh für einen freund hielt) und da sieht man nunmal das dass einfach nur jungs sind die videospiele spielen wollten und solche situationen und das darf man halt auch nicht vergessen sind nicht alltäglich und natürlich passiert es das man dann eine falsche entscheidung trifft. ich hoffe einfach das all die die fehler gemacht haben daraus lernen und möglicherweise in zukunft ihre entscheidungen besser überdenken. ich finds einfach schade das solche themen(sowie auch politische) immer mehr ins gaming rücken.logo ich finds wichtig drüber zu sprechen und sich damit auseinander zu setzen aber ich will zocken um vom alltag wegzukommen und sowas depremiert mich und ich hab keine lust mehr zu spielen habe jetzt erstmal ne pause von wow genommen weil das thema einfach überall ist

Mark Mitterbacher

Voll Geil! Mehr hab ich dem nicht hinzuzufügen 🙂

Neowikinger

Das ganze ist wirklich ein schwieriges Thema, muss aber sagen, dass ich finde, dass die Gilde erst einmal nichts falsch gemacht hat.

Immerhin haben sie mit dem vermeintlichen Täter darüber gesprochen und dieser konnte sogar nachweisen, dass es polizeiliche Ermittlungen gab, die eingestellt worden sind. Wäre ich der Lead der Gilde gewesen, hätte ich damit auch ihm glauben geschenkt und das Thema abgehakt.

Wie schon in einigen anderen Kommentaren erwähnt wurde, sind aufgrund solcher Anschuldigen in der Vergangenheit schon einige Karrieren zerstört worden, obwohl am Ende herauskam, dass diese erfunden waren.

Versteht mich nicht falsch, ich möchte hier niemanden schützen, denke aber, dass wir und auch andere Länder ein funktionierendes Junstizsystem besitzen, welches genau für so etwas zuständig ist.

Wurde also jemand sexuell belästigt, dann hat man nicht nur einen Tweet abzusetzen, sondern auch zur Polizei zu gehen und dies zur Anzeige zu bringen.

Sicherlich sind die Justizsysteme nicht perfekt und ich hoffe wirklich, dass niemand erleben muss, dass ein Täter bei sowas für unschuldig erklärt wird. Wer sich strafbar macht, gehört auch bestraft und entsprechend der gesetzlichen Lage bestraft.

Wer aber nichts gemacht hat… naja, der hat nichts gemacht und gehört dann belangt und sollte von denjenigen die so etwas behaupten, auch entschädigt werden müssen und das nicht zu knapp.

Im Fall des Artikels gab es wohl Ermittlungen die eingestellt worden sind, also ist der vermeintliche Täter kein vermeintlicher Täter, sondern ein Unschuldiger. Sollte es noch weitere Ermittlungen geben, die etwas anderes Beweisen, dann ist er kein Unschuldiger mehr, sondern ein Täter.

Die Gilde oder der Gildenlead selber, hat sich jedenfalls auf Fakten gestützt und danach seine Entscheidungen erst einmal getroffen und das finde ich absolut okay.

Neowikinger

Dass man als Sponsor hier schnell das Handtuch wirft, ist (leider). Hier geht es um den eigenen Ruf und den damit verbundenen Marktwert. Mir ist natürlich klar, dass es auch um den Ruf der Gilde geht, aber ich denke, dass man als Gilde selber erst einmal versuchen möchte herauszufinden was los ist, wenn das ein Mitglied betrifft, dass schon Jahre dabei ist, zu dem man also auch eine gewisse Bindung aufgebaut hat.

Heißt, dass auch ich sehr wohl erwarte, dass man als Gilde etwas unternimmt und wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, war das ja auch der Fall.

Sie haben mit ihm darüber gesprochen und er hat wohl sinngemäß gesagt, dass aufgrund dieser Ermittlungen ein Verfahren eingeleitet worden ist und konnte dann zudem auch noch nachweisen, dass das Verfahren eingestellt wurde. Heißt, er konnte dafür wohl ein Schreiben der Behörden vorlegen, die die Einstellung der Ermittlungen bestätigen.

Da es sich bei der Gilde auch nur um Privatpersonen handelt, bin ich der Ansicht, dass diese sich damit ordentlich auseinander gesetzt haben. In dem Moment wo so eine Untersuchung von Seiten der Behörden eingestellt wird, heißt das doch nichts anderes, als dass die Beweislast nicht dafür spricht, dass hier eine Straftat begangen wurde und deshalb auch kein Strafverfahren eingeleitet wird. Ergo ist der beschuldigte zu dem Zeitpunkt weiterhin unschuldig und auch als solcher zu behandeln.

Was hätte der Gildenlead bzw die Gilde denn lieber machen sollen? Ein „Hey, du kannst zwar nachweisen, dass die Ermittlungen gegen dich eingestellt worden sind und wir daher annehmen können, dass deine Unschuldsbehauptungen wahr sind, aber wir werden dich deswegen dennoch raus“, wäre meiner Ansicht nach nicht richtig gewesen.

Oder andere gesagt: Ich denke, dass die Community, die der Gilde hier ein Fehlverhalten vorwirft, sich falsch verhält.

Neowikinger

Oh, sry, falls ich mich falsch ausgedrückt haben sollte. Ich bin keineswegs der Meinung, dass man nur tätig werden sollte, wenn es unbedingt einen Beweis durch die Polizei gibt, oder ähnliches. Hier habe ich mich wohl etwas zu unklar ausgedrückt. Dass man solchen Anschuldigungen ab einem gewissen Grad bzw. ab einer gewissen Menge glauben schenkt, kann ich durchaus verstehen. Wenn aber der beschuldigte dann bei seinen Unschuldsbetreuungen bleibt und sogar vorlegen kann, dass die Untersuchungen gegen ihn eingestellt worden sind, spricht das meiner Meinung schon stark dafür, dass er die Wahrheit spricht.

Ja, hätten sie ihm direkt nach der ersten Anschuldigung rausgeschmissen, dann hätten sie das Problem nicht, das stimmt, aber ich bin nunmal auch der Meinung, dass jemand der so eine Anschuldigung in den Raum stellt, auch beweisen können sollte (z.b. in Form von Screenshots), denn sonst passiert zu leicht das, was anderen schon zum Verhängnis wurde. Sie werden zu Unrecht beschuldigt und den ihr Leben liegt am Ende in Trümmern.

Wie schon gesagt, das ganze ist ein wirklich, wirklich schwieriges Thema. Ab welchem Punkt unternimmt man welche Aktion? Das ist leider nicht so einfach zu beantworten und selbst wenn man mit viel Fingerspitzengefühl ran geht, kann man sich schnell die Finger verbrennen. Vor allem als dritte Partei, in dem Fall die Gilde, sitzt man zwischen den Stühlen, da man sich dafür entscheiden muss einer Seite zu glauben.

Ectheltawar

Ich würde das wohl ähnlich wie Neowikinger sehen, bzw verstehe worauf er hinaus will. Das jetzt viele die Gilde verlassen hat meines erachtens auch nichts damit zu tun, ob sie nun glauben das Method richtig oder falsch gehandelt hat. Das ist eine simple Schutzreaktion um nicht am Ende selbst noch damit in Verbindung gebracht zu werden.

Worum es Neowikinger wohl eher geht ist, das man bei dem Thema unheimlich vorsichtig sein muss. Die Vergangenheit hat bereits mehr als einmal gezeigt, das eine Anschuldigung ganz schnell das Leben eines Menschen zerstören kann. Es gab durchaus Fälle wo am Ende alles gegen den Beschuldigten Sprach, wo urplötzlich Stimmen auftauchten die das dann noch bestätigten und am Ende stellte sich raus das nichts dran war. Selten erholen sich solche Menschen am Ende davon, Anschuldigungen und Prozess werden gerne ausgeschlachtet, aber das jemand am Ende Unschuldig ist wird dann meist eher klein kommuniziert.

Nach dem was ich bisher gelesen habe, kann ich auch nicht wirklich erkennen das Method da wirklich falsch gehandelt hat. Der Ansatz: „Method muss solchen Anschuldigungen nachgehen“ klingt zwar toll, aber welche Möglichkeiten hat man da wirklich? Weil er Mitglied von Method war, hat diese Gilde also ein recht sich Ermittlungsakten der Polizei anzusehen? So wirklich hat man da gar keine große Möglichkeit, den solche Ermittlungen sind Aufgabe von staatlichen Institutionen. Als Gilde kann man höchstens sagen: „OK, während die Ermittlungen laufen, müssen wir Dich leider erst mal auf die Ersatzbank setzen“. Auch das kann schon schädlich auf den Betroffenen einwirken, aber trotzdem hält man sich die Tür in beide Richtungen auf. Kommt es zum Urteil erfolgt dann entweder der Rauswurf, oder man gibt dem Spieler die Gelegenheit zur Rückkehr. In dem geschilderten Fall scheint es ja auch so gelaufen zu sein. Der Gilde wurde sogar ein amtliches Dokument vorgelegt das die Anklage gegen den Spieler fallen ließ.

Natürlich wäre es einfacher gewesen sich sofort von dem Spieler zu trennen, egal wie das Urteil nun genau aussah. Damit hätte man sich jeglichen weiteren Ärger ersparen können und als Leiter müsste man sich jetzt auch keine Vorwürfe machen, von jemanden regelrecht vorgeführt worden zu sein. Ein Vertrauen das er nun mit dem zerfallen von etwas bezahlt, das er über Jahre aufgebaut hat.

Doch wie sollte man nun zukünftig mit solchen Dingen umgehen? Ist also der korrekte Weg sobald Vorwürfe auftauchen, sich umgehend von allem und jeden zu trennen? Selbst wenn jemand mit einem Gerichtsdokument kommt, das ihn eigentlich freispricht, bleibt man lieber aus Sicherheit auf Abstand? Kann man sicherlich so halten, aber ähnlich wie Neowikinger halte ich das für eine gefährliche Welt in der es absolut ausreicht ein paar Anschuldigungen ins Intern et zu tippen um jemanden das Leben zu versauen.

Was der Spieler gemacht hat, ist zu verurteilen und ich hoffe das sich dem ein Gericht annimmt und er entsprechend geltender Gesetze bestraft wird. Trotz allem finde ich es auch Schade um die Gilde Method und nicht zuletzt ihrem Gründer, dessen einziges echte vergehen hier „Vertrauen“ war. Wenn wir diese Tugend nun aber zum „Makel“ erklären, freue ich mich nicht unbedingt auf eine Zukunft in der man wirklich niemandem mehr Vertrauen darf.

MB

letztendlich geht es nur ums geld.

Andy

Die werden sich neu formieren und nennen sich dann Dohtem

MB

nice 😀

Kraehe

Es ist halt traurig (und merkwürdig zugleich) dass erst jahrelang „keiner“ was sagt, dann regt sich jemand und plötzlich kriechen unzählige (may be, may not) „Opfer“ aus ihren Löchern.
Diese „Welle“ bricht aktuell auch über Twitch-Streamer herein, der Einzige den ich öfter mal eingeschaltet habe, wird aktuell auch von allen Seiten beharkt (im Prinzip, weil er ein paar Onlinekontakte nicht nach ihrem Alter gefragt hat) 🙄

Ich finds schade, ehrlich und wirklich einfach schade, dass es bei solchen Dingen vielleicht wirklich ein/mehrere Opfer – insofern es ein tätliches Opfer halt wirklich gibt, ist ja nicht immer gleich und/oder leicht zu erkennen – jedoch im Regelfall deutlich mehr Trittbrettfahrer(innen) gibt, die ganze Existenzen mit haltlosen Anschuldigungen einfach zerstören. Denn auch wenn der Unschuldsbeweis später erbracht wird, erholt man sich davon im Regelfall ja nicht mehr so einfach 🙁

Eska

Merkwürdig, dass keiner etwas gesagt hat, ist das in keinster Weise. Das kann man, wenn man selber nicht Opfer war, aber vermutlich nicht nachvollziehen.

Sich mit dem Thema erneut auseinanderzusetzen erfordert viel Kraft und wird meiner Erfahrung nach teuer erkauft – in dem Sinne als dass das erneute Aufleben der Ereignisse mit erheblichen psychischen Belastungen einhergeht.

Für mich läuft es darauf hinaus: gehe ich das Risiko ein, mich erneut zu entblößen, mit dem Ergebnis nichts erzielt zu haben, keinen Frieden mit der Sache machen zu können und eher im Gegenteil erneut zu leiden und meinen Peiniger erneut auf mich aufmerksam zu machen ? Oder lebe ich mein Leben weiter und kann nie wirklich damit abschließen, bin aber auch nicht dem Risiko ausgesetzt.

Cortyn

Viele Frauen, die Opfer einer solchen Tat wurden, erleiden starke psychische Schäden mit unterschiedlichen Auswirkungen. Man schämt sich für das, was passiert ist. Man fühlt sich „unrein“. Man fragt sich, ob man vielleicht sogar selbst dafür verantwortlich ist. Man fühlt sich alleine und hilflos. Vielleicht will man es verdrängen. Will man wirklich zur Polizei gehen und das ganze Geschehen noch einmal schildern, dabei noch einmal durchleben, was passiert ist? Es gibt so viel, was dabei im Kopf eines Opfers abgehen kann. Hinzu kommt die Angst, es durch das Ansprechen noch schlimmer zu machen. Wenn dieser Mensch dir etwas angetan hat – was wird er erst tun, wenn du ihn anzeigst und er freigesprochen wird? Ruinierst du damit dein eigenes Leben nicht vielleicht noch mehr? Eine der natürlichsten Reaktionen darauf ist – Verdrängung. Es auszublenden oder es zu versuchen. Das funktioniert meistens eher schlecht als recht.

Wenn dann ein Opfer den Mut aufbringt, sich endlich dagegen zu wehren und an die Öffentlichkeit zu gehen, ist das für viele andere Opfer oft ein starker Anreiz. Die Erkenntnis, dass man nicht alleine ist. Denn „alleine“ fürchtet man sich vor der Person, die einem so etwas angetan hat.

Daher ist es vollkommen natürlich, dass es oft einen Auslöser braucht, der beginnt, die Taten aufzuzählen. Das bestärkt andere Opfer, sich ebenfalls zu melden.

Wenn man sich mit der Materie nicht so stark auseinandersetzt, dann wirkt es so, als gäbe es sehr, sehr viele Trittbrettfahrer. Aber das ist meistens nicht der Fall.

Klar, es gibt Trittbrettfahrer und Falschbeschuldigungen, die Existenzen einfach ruinieren wollen. Doch das ist ein kleiner Teil. Einer, den man nicht zu wichtig machen sollte. Denn wenn man sich so „im Internet“ umschaut, dann wird viel zu oft angenommen, dass (meistens) Frauen in solchen Fällen sicher nur die Unwahrheit sagen, weil sie Fame wollen. Und jemandem, der den Mut aufbringt, sich gegen so eine verachtenswerte Tat auszusprechen, sollte man zuerst Verständnis, Mitgefühl und Empathie entgegen bringen und Zweifel nur, wenn der gut begründet ist.

Gleichermaßen sollte man die Beschuldigten solcher Taten ebenso mit gebührendem Anstand behandeln, bis die Tat bewiesen ist.

Kraehe

Ich bin damals am nächsten Tag gegangen und hab Anzeige gemacht. Meine Glaubwürdigkeit wurde damals von anderen, angeblichen „Opfern“ schwer beeinträchtigt, die plötzlich aus ihren Löchern krochen und den Täter nur flüchtig kannten. Ich bin stundenlang heulend in der Wache gesessen und war danach Jahrelang in Theraphie. Erzähl mir also bitte nicht wie „man“ sich dabei fühlt oder sowas. Ich weiß das selber aus erster Hand. Vielen Dank.

Sollts hier anders sein und wirklich alle Meldungen „echt“ sein, Chapeau.

Dass sich mein Verständnis für (jahre-)langes Schweigen trotzdem in Grenzen hält, wirst Du auch mit einem weiteren Vortrag nicht ändern können.

Ahennys

Für mich stellen sich dabei einige Fragen.Wenn mich jemand per Twitter,auch der „Hexenpranger“ genannt,beschuldigen würde eine Straftat begangen zu haben diese aber nicht zur Anzeige bringt,normaler Weg,
wäre meine Reaktion das ich diese Person anzeige.Alleine schon um mich zu schützen.Wenn dann noch mein Arbeitgeber,hier Method,da mit reingezogen wird erst recht.
Also.Warum wurde keine Anzeige vom Beschuldigten gestellt?Warum reagiert Method nicht mit einem Anwalt zumal sie ja auch betroffen sind?Warum beurlaubt Method bis zur Klärung den Spieler nicht?
Statt dessen stehen alle Beteiligten wie die Watschenfiguren auf der Kirmes da und sehen zu wie ein Unternehmen kaputt gemacht wird.
Erklärung dafür?
Ich hab keine.

alfredo

naja sponsoren und blizzard haben keinen bock mehr auf method da kann man nicht mehr viel machen

Frank

Wieso eine Anzeige stellen die wohl aus Mangel an Beweisen abgewiesen wird wenn man einfach Online jemand in den Dreck ziehen und damit seine Existenzgrundlage vernichten kann. Ist doch viel besser. Wenn jemand tatsächlich Vergewaltiger ist hat er das sogar verdient. Das aber Unbeteiligte mit runter gezogen werden weil sie zufällig bei der selben Firma arbeiten scheint wohl niemanden zu stören. Und wenn jemand unschuldig ist ist es auch scheiß egal. Wer am lautesten schreit und so weiter….
Ich weis, dass viele wahre Opfer sich nicht trauen zur Polizei zu gehen (Angst, Scham) aber dann sollen sie den Mut haben es Online zu Posten wos jeder sehen kann? Das weckt bei mir dann doch immer Zweifel. Wer die Jeffrey Eppstein Doku auf Netflix gesehen hat weis wie viel Kraft es die betroffenen kostet öffentlich darüber zu sprechen.

Ahennys

Frank.Genau das was du beschreibst ist es ja.Warum wehrt man sich nicht wenn man beschuldigt wird?
Warum schweigt man als Betroffener?
Und die Frage die du stellst“Ich weis, dass viele wahre Opfer sich nicht trauen zur Polizei zu gehen (Angst, Scham) aber dann sollen sie den Mut haben es Online zu Posten wo es jeder sehen kann?“die stelle ich mir auch.

Heimdall

Lächerlich…
Typisch Amis…
Verurteilen Menschen, bevor strafrechtliche Ermittlungen auch nur ansatzweise beendet sind. Und wird nicht sofort reagiert wie man es gerne hätte, dann macht man die Gilde halt platt…
Ein absolutes Armutszeugnis

Cortyn

Darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass Gerüchte und Anschuldigungen schon damals der Gildenleitung bekannt waren. Man hat sich nicht drum gekümmert, das genauer zu hinterfragen und einfach blind dem Beschuldigten geglaubt, dass da nichts passiert ist, trotz vieler Indizien.

Das ist weder „lächerlich“ noch „Typisch Amis“.

M3ph0z

Lächerlich vllt nicht, nichts desto trotz ist diese Art der Überreaktion inzwischen gang und gebe. Nicht umsonst gilt für jeden die Unschuldsvermutung und ein paar indizien reichen da nun mal nicht mehr aus. Grade was dem Vorwurf der sexuellen Gewalt angeht wird aber inzwischen gar nicht mehr differenziert oder abgewartet. Nie war es so einfach wie heute Karrieren zu zerstören aus genau diesem Grund. Erinnert sich noch wer an Andreas Türk? Selbst wenn hinterher deine Unschuld bewiesen wird interessiert es niemanden mehr. Die Sau ist durchs Dorf getrieben und man darf zusehen welche Scherben man noch aufgesammelt bekommt.

Ich nehme den Spieler hier nicht in Schutz und bilde mir zu der Situation auch keine Meinung. Zum einen Interessiert es mich dafür zu wenig zum anderen kenne ich die Personen ja gar nicht, dass man aber zu den Menschen die man seit Jahren kennt hält, mit denen man befreundet ist, viel gemeinsam erreicht hat und viele Erinnerungen verknüpft, dass man zu einer solchen Person hält hier als Fehler und Schwäche hinzustellen finde ich eine Schweinerei sondergleichen. Ich finde Sco hat richtig reagiert. Man setzt Freunde nicht vor die Tür nur weil Fremde etwas vorwerfen das niemand beweisen kann aber das ist heute ja normal.

Ich wurde übrigens vom Papst, Benjamin Blümchen und Mario Barth belästigt, wo ist der Mob dem ich die Richtung weisen darf?

Halbtaub

Das ist lächerlich sorry. Das ist ein freischein nun stell dir vor einer behauptet einer von mein mmo hat mich belästigt. Macht ihr dann auch die Seite dich? Selbst wenn die Untersuchung eingestellt wurde? Das ist ein starkes Zeichen und ich bin gespannt wie es weiter geht da wird noch was großes kommen.

A-1-e-x

Alles richtig und schön auf den Punkt.

Ein interessante Gedanke ist, wenn das Thema jetzt nicht durch #metoo Thematik so hochgeschaukelt wäre, dann, bin ich der Meinung, würde das Ganze, wie vor 2-3 Jahren, „niemanden“ groß interessieren und wie damals ohne Konsequenzen geblieben.

Einige handeln sicherlich aus moralischen Gründen, aber einige, bin ich mir ziemlich sicher, versuchen dadurch wieder Profit zu schlagen, wieder in der Öffentlichkeit als moralisch korrekte Person/Unternehmen zu erscheinen.

Wie gesagt, wäre diese Thematik nicht hochaktuell, bezweifle ich stark, dass viele genauso gehandelt hätten.

bl4ckb0l7

Es ist nicht lächerlich und nicht pauschal einer Nation zuzuordnen, aber es ist so nicht richtig.

Es gibt Anzeigen und Untersuchungen, die eingestellt wurden, und jetzt wird ihnen zum Vorwurf gemacht, nicht „sofort“ reagiert zu haben? Und was sind diese „Anschuldigungen, die kein Entschulden“ möglich machen? (Hier könnte auch guter Journalismus ansetzten, mein-mmo!).

Schaut euch Jörg Kachelmann an. Der wurde rechtlich freigeschsprochen von allen Vorwürfen, seine Karriere ist trotzdem dahin.

Dieser „Mob“ im Internet ist ein großes Problem der Gesellschaft.

In diesem „BLM-Me2-Karen“-Wahn im Netz wird nicht mehr genau hingeschaut und ich bin mir sicher, manche nutzen das zu ihrem persönlichen Vorteil.

Soll jetzt jede Firma zu machen, nur weil diese nicht jeden sofort rausschmeißt, von dem jemand irgendwas im Netz behauptet?

Mit der Gewaltenteilung haben wir die „Fackel-und-Mistgabel“-Justiz des Mittelalters abgeschafft und diese Hetzmischpoke bringt sie nun digital zurück.

bl4ckb0l7

Ich kenne die Geschichte nicht, das stimmt. Aber wenn 8 (ACHT!) Frauen Vorwürfe erheben und es KEINE rechtlichen Konsequenzen hat, warum ziehen sich dann alle zurück?

Aus Angst, irgendwelchen Schaden aus der Geschichte zu ziehen, egal was dran ist möglicherweise?

Oder wissen die alle etwas, was die Strafvervollgungsbehörden nicht wissen?

Ich fälle kein Urteil, ich stelle nur das gefällte Urteil der anderen – auf einer zugegebenermaßen dünnen Wissensbasis – in Frage.

Ich lasse mich sofort eines besseren belehren, wenn man mir mehr über den Fall erklärt.

Alles was ich weiß, weiß ich aktuell aus diesem einen Artikel hier und der lässt nicht zu, dass ich das Verhalten der Method-Verbundenen nachvollziehen kann.

Ishdar

Na ja da die polizeilichen Ermittlungen damals aber offiziell nichts ergeben haben ist Josh zu dem Zeitpunkt von Rechtswegen unschuldig gewesen. Heißt eigentlich hat Method damals genau richtig gehandelt und nicht vorschnell geurteilt sonder erst die Ermittlungsergebnisse abgewartet. Und auch jetzt ist es einfach falsch Grundsätzlich von Joshs Schuld auszugehen (gibt sowas das nennt sich Unschuldsvermutung und steht im Grundgesetz). Solange der Vorfall nicht ordnungsgemäß geprüft und er schuldig gesprochen wurde ist er nach Rechtswegen unschuldig. Nicht umsonst heißts unschuldig bis das gegenteil bewiesen wurde. Und sorry nur weil jemand einen Tweet postet macht es das noch lange nicht wahr genauso wenig wird es automatisch wahr weil es viele Behaupten. Es wäre mal wieder für alle angebracht, erst die ordentlichen Untersuchungsergebnisse abzuwarten und dann zu Urteilen. Wenn, und ich glaube zwar nicht das das passiert, sich die Anschuldigungen jetzt als Falsch herausstellen wurde eine ganze Organisation grundlos zerstört.

Ishdar

Sorry aber WTF .
Also wenn ich jetzt einfach behaupte du hättest mich geschändet soll dich die Mein MMO Redaktion einfach feuern weil ich werds schon nicht erfunden haben ? Wenn du möchtest bastel ich dir auch noch in 5 min nen fake „Twitter Tweet“ ist das dann Beweis genug ?

Wofür haben wir ( und meines Wissen auch UK) eine Polizei die in solchen Angelegenheiten ermittelt ?

Sofern es keine Untersuchung gibt aufgrund einer fehlenden Anzeige würde ich, und entschuldigt meine Ausdrucksweise, einen scheiß auf diese Aussage geben.

***
In den Kommentaren gehen Leser davon aus, als kommt dann eine „Behörde“ und untersucht das. Und diese Untersuchung muss man abwarten. Das ist aber nicht so. Das wird ja nicht zur Anzeige gebracht – oder in den seltensten Fällen.
***

Ich veröffentliche eine solche Aussage auf Twitter aber geh nicht damit zur Polizei ? Klingt absolut überzeugend.

Es gab bei der ersten Anschuldigung, sogar laut eurem Text, polizeiliche Untersuchungen ! Welche sich als falsch herausgestellt haben. Oder zumindest waren das die offiziellen Untersuchungsergebnis.

Und sorry einen Spieler kicken weil er eine ziemlich dämliche art hat Frauen anzubaggern ? Warum ihn nicht kicken weil seine Art zu Tanzen in der Disco kacke ist ?

Ishdar

Dann würde ich dich wegen Verleumdung verklagen.

Und was soll dann rauskommen ? Steht dein Wort gegen meines heißt dein Ruf ist für immer ruiniert und mir ist es egal da du auch nicht beweisen kannst das ich es erfunden habe ?

Und wer sagt denn das Josh nicht bereits genau das getan hat ?

Mir geht es darum das man endlich aufhören soll Leute vorzuverurteilen !

Der Kotaku Artikel beschreibt genau was ich sage, Josh ist ein Arschloch das auf junge Mädchen steht. Aber auch hier fehlt jeder Beweis das er Schuldig ist.

Auch wenn 10000 Indizien dafür sprechen das er es getan hat ist das noch kein Beweis.

***
Beschäftige dich doch mal tiefer mit den Vorwürfen, um die es hier geht: Kotaku-Artikel, Twitch-Bann, 8 Frauen melden sich, erheben Vorwürfe. Beschwerden, Anfragen, polizeiliche Untersuchung seit 2 Jahren. Sogar Blizzard hatte wohl nachgehakt
***
Tu ich und auch das alles besagt nur eins das er bisher nicht Schuldig gesprochen wurde und damit immer noch Unschuldig ist.

Und auch wenn 100 Frauen sagen er hätte sie geschändet ist das immer noch kein Beweis.

***
So wie das Asmongold gesagt hat: Wenn jemand falsche Anschuldigungen erhebt, gehört er verklagt. Denn der schadet der Glaubwürdigkeit aller.

Genau also sollte Josh jetzt , sofern er Verklagt wird (was im übrigen durchaus durch die Staatsanwaltschaft vor Ort passieren wird auch ohne Opfer klage) und für unschuldig befunden wird, euch alle verklagen ? Jede News Seite und jede Privatperson die Ihn als Vergewaltiger hinstellt ?

Ihr und unglaublich viele News bewerten einen Menschen aufgrund von vielen Indizien und auch die haben sich schon oft getäuscht.

Platzhalter

Ich glaube das hier berührt den „Kachelmann“ Thema. Ihr wisst doch der ex-Wetterman

Es ist eben ein sehr dünner Pfad von Recht oder unrecht

Ishdar

Entschuldige, ja ihr der Artikel behauptet tatsächlich nichts dergleichen ich hab das aus deiner Aussage heraus interpretiert. Was natürlich auch nicht korrekt ist.


Du möchtest letztlich, dass all die Leute, die grad aus Method austreten, in der Gilde bleiben und warten, bis ein Gericht das klärt. Die Leute wollen das aber nicht, sondern wollen sich so weit wie möglich von der Gilde entfernen.

Und warum ? Weil sie sonst in der Gilde mit dem Vergewaltiger sind (ob er einer ist oder nicht ist hierbei komplett unwichtig). Und da verlässt man halt die Gilde damit man selbst keinen Dreck abbekommt.

Ishdar

Und genau das stimmt doch überhaupt nicht Oo


Er sagt, der Spieler habe sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine polizeiliche Untersuchung gegen ihn läuft, aber die Gilde davon überzeugt, dass nichts dran sei. Als er dann später beweisen konnte, dass die Untersuchung eingestellt worden war, nahm Method das als Beweis dafür, dass Josh im Recht ist

Das sind die Worte aus eurem Artikel Method hat nichts falsches damals getan. Wenn ich eher irgendwelchen Internet trollen glaube als einer Polizeiermittlung muss ich mir vllt mal selbst an den Kopf fassen.

Die Leute verlassen auch nicht deshalb Method sondern einfach weil sie keinen Image schaden abbekommen wollen. Das hat nichts mit der Organisation zu tun. Das ist einfache Schadensbegrenzung für sich selber.

Und natürlich muss das auch ein Sco sagen damit seine eigene Marke nach Method noch weiterleben kann. Das ist Marketing.

Aber ok ich sehe wir können da auch noch den ganzen Tag drüber diskutieren was aber wir haben diesbezüglich scheinbar einfach unterschiedliche Ansichten.

Herlitz

Ich frage mich gerade was man da als Arbeitgeber „untersuchen“ könnte.

comFX

Method hat die Einstellung der polizeilichen Untersuchung als Beweis genommen, dass an den Anschuldigungen nichts dran ist. Genau, das sagt er.

Das war im Nachhinein ein Fehler. Wenn polizeiliche Untersuchungen eingestellt werden, heißt das nicht, dass jemand nichts gemacht hat. Es heißt, dass man ihm nichts nachweisen kann.

Mal ganz ehrlich, was sollen sie denn sonst als Beweis nehmen?
Also ich finde den Gedanken sehr fragwürdig, dass wenn ein Verfahren nachweislich eingestellt wird, man trotzallem mit der „Schuld“ des Täters rechnet.
Das hat Sco/Method halt nicht getan, was ich vollkommen in Ordnung finde.

Ich persönlich sehe das im Nachhinein „moralisch“ auch nicht als Fehler an. Jetzt im Nachhinein, wenn alles den Bach runter geht, würde ich wahrscheinlich ähnlich denken.

Aber die Frage ist doch tatsächlich: Wie willst du das als Arbeitgeber, in dem Fall Method, tatsächlich überprüfen?

Hätte Method ihn beurlauben sollen und öffentlich bekannt geben „Hey es gibt -INTERNE-Vorwürfe der sexuellen Belästigung/Vergewaltigung gegen Josh“ sorry, aber das hätte auch Esfand und Co nicht gemacht. Auch Corsair hätte soetwas nicht öffentlich geregelt sondern INTERN geklärt, so wie es Method auch getan hat.

Versteh mich nicht falsch, ich dürfte keinen in die Finger bekommen, bei dem ich wüsste das er sich an Frauen (nachweislich noch an minderjährigen) vergangen hätte, bin hier auch definitiv der Meinung das hier Opfern viel zu wenig geholfen wird.
Was mich an der derzeitigen Situation allerdings stört:
Warum nur auf Twitter?
Ich kann es verstehen, das es für ein Opfer eine enorme Entblößung ist, das ganze nochmal in Gedanken erleben zu müssen, aber dann würde ich nicht die ganze Welt teilhaben lassen, sondern ein Team von Ermittlern.

Zid

Ich sehe das genau so, abgesehen vom „typisch Amis“, da es sich vornehmlich nicht um Amis handelt 😀

Aber um zum Punkt zu kommen. In den Ländern der westlichen Welt gibt es hierfür ein Justizsystem an welches man sich wende kann, wenn der Vorwurf gesetzeswidrige Handlungen besteht. Was ja auch passiert sein muss, da ja wohl für eine Zeit lang gegen den betroffenen ermittelt wurde. Nachdem das Verfahren dann eingestellt wurde und auch keine weiteren strafrechtlichen Konsequenzen für Josh folgten, ist es durch aus die richtige Entscheidung von Method gewesen sich nach den Ergebnissen der Ermittlung zu richten. Wäre ja auch ziemlich schade, wenn wir jeden, gegen den mal ermittelt wurde, gesellschaftlich isolieren

Dieses ganze „Sammeln von Chatlogs und loslassen des Shitstorms“ hat für mich etwas von Selbstjustiz. Die betroffenen hätten von Anfang an die vorhandenen Indizien an die Polizei übergeben müssen.

Sehr interessant ist natürlich auch die Situation, dass nun eben viele Leute einseitig Ihre Verträge mit Method auflösen. V.a. in Bezug darauf, dass es eben eine Ermittlung gab, welche wohl keine widerrechtlichen Vergehen festgestellt hat. Somit wäre das einzige was sich Method rechtlich vorwerfen lassen muss, dass Sie nicht auf die Vorwürfe irgendwelcher Leute reagiert haben, welche diese eben auch nicht zu Anzeige gebracht haben. Ob das als Grund für eine Vertragsauflösung reicht sehe ich als sehr fraglich an. Denke das könnte noch einige Vertragsstrafen nach sich ziehen.

–> Abwarten was die Ermittlungsergebnisse aussagen.

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