LoL-Streamer kämpft um seinen Ruf nach Twitch-Bann, beruft sich aufs FBI

Der Streamer Robert „Hashinshin“ Brotz war bis vor einigen Monaten ein erfolgreicher Twitch-Streamer in der League of Legends. Das änderte sich, als Vorwürfe kamen, er hätte minderjährige Mädchen sexuell belästigt. Die Community von LoL ging auf ihn los, der permanente Twitch-Bann folgte. Der Streamer beteuert seine Unschuld und sagt jetzt, das FBI habe ihn untersucht und nichts gefunden.

Das war der Aufruhr um Hashinshin: Der Streamer Hashinshin ist ein exzellenter LoL-Spieler, der in der Top-Lane zu Hause ist und sich auf Twitch mit den Jahren einen Namen machte. Der war im Schnitt jeden Tag 7 Stunden auf Twitch zu sehen.

Seine Karriere und sein Leben gingen im Sommer 2020 aber in die Brüche. Damals gab es eine Welle, dass Twitch-Streamer in den Jahren zuvor Frauen, Mädchen und Jungen sexuell belästigt hätten. Die sollten nun zur Rechenschaft gezogen werden.

Genau diese Welle erfasste Hashinshin im Juli 2020 und spülte ihn hinweg.

Mehrere Frauen meldeten sich mit Vorwürfen, der Streamer habe sie angesprochen, als sie noch minderjährig waren. Es seien anzügliche Nachrichten und Nacktbilder verschickt worden.

Schnell stand der Vorwurf im Raum, der LoL-Streamer Hashinshin sei ein Groomer, jemand, der minderjährige Mädchen früh anspricht und sie so manipulieren will, dass sie sexuellen Handlungen mit ihm vollziehen.

Das ist ein Vorwurf, der viele Leute zutiefst empört und schockiert.

Streamer sagt: Vorwürfe seien eine Verschwörung der Ex-Freundin

So eskalierte die Situation: Hashinshin stritt diese Vorwürfe ab. Das seien Fälschungen. Eine Ex-Freundin wolle ihn fertig machen.

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Da waren sie noch ein Paar. Diese Ex-Freundin soll jetzt hinter den Vorwürfen stecken.

Beim Versuch sich zu verteidigen, geriet Hashinshin immer mehr unter Druck und gab kein gutes Bild ab. Er sagte:

  • Anschuldigungen gegen ihn seien eine Verschwörung von zwei Frauen, die ihn erpressen wollten. Eine davon sei seine Ex-Freundin. Er habe sich vielleicht nicht immer korrekt verhalten, aber die Vorwürfe gegen ihn seien falsch
  • er könne sich an einige Jahre seines Lebens nicht mehr erinnern, weil ein Gas-Leck in seiner Wohnung gewesen wäre, das vielleicht geistige Schäden bei ihm verursacht habe. 5 Jahre wären nicht mehr so präsent
  • Screenshots aus den Chats habe er auch nicht mehr – die habe er alle gelöscht, um mit eben dieser Ex-Freundin ein neues, unvorbelastetes Leben anzufangen

Hashinshin gab aber auch teilweise Verfehlungen zu. Er entschuldigte sich auch in einem Fall und schien nicht so richtig sicher, was er gemacht hatte und was nicht.

Der Druck aus der Community wurde immer größer. Andere große LoL-Streamer wie Voyboy und Iwilldominate veröffentlichten anklagende Videos und Statements: Wie man so jemanden noch auf Twitch dulden könne. Das sei ein Pädo. Der müsse weg und das schnell.

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Der Ton der Vorwürfe war außerordentlich hart.

Letztlich brach Hashshin unter diesem Druck sichtbar zusammen. Der wirkte in Videos völlig aufgelöst und fahrig – aus seinem Umfeld hieß es, er sei hochgradig selbstmordgefährdet.

Schließlich bannte Twitch den Streamer für immer von der Streaming-Plattform.

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Streamer sagt: Er wirkte viel schuldiger, als er war

Das sagt der Streamer jetzt: Die Geschichte ist einige Monate her. Hashinshin streamt mittlerweile auf YouTube. Er ist immer noch damit beschäftigt seinen Namen reinzuwaschen.

In einem neuen 20-minütigen Video wirkt er deutlich gefasster und erklärt jetzt, dass FBI habe seinen Fall untersucht und nichts gefunden, was eine Anklage rechtfertigen würde. Beweise dafür könne er allerdings erst in einem Jahr offiziell liefern, dann seien die Formalien durch.

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Die Kurzfassung: Seine Ex hat sich „Mist über ihn ausgedacht“ und sich nichts dabei gedacht. Und er wird vom FBI untersucht.

Er beschäftigt sich in dem Video ausführlich mit den Vorwürfen gegen ihn: Er erklärt, dass von einer ehemaligen Freundin und deren Bekannten erpresst und hinters Licht geführt wurde. Die hätten ihn manipuliert und ihm die Situation eingebrockt. Die hätten auch Geld von ihm erpresst.

Für Außenstehende habe es so gewirkt, als seien da zig Mädchen mit ihren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit gegangen. In Wirklichkeit sei es eine Gruppe von Freundinnen gewesen, die gegen ihn vorgegangen waren.

Er habe auch überlegt, seine Ex-Freundin wegen Rufschädigung zu verklagen und hätte das auch tun sollen, sagt Hashinshin im Video.

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In einem neuen Video kämpft er um seine Unschuld

Durch das Gas-Leck, das es in der Wohnung wirklich gegeben hat, und die Manipulation der Frauen fing er selbst an, zu glauben, so schlimm gewesen zu sein, wie alle sagten: Jetzt wisse er aber, dass er nicht so furchtbar war, wie dargestellt.

Er habe so schlecht auf diese Angriffe reagiert, weil die ihn überrascht hatten. Denn die Angriffe kamen von Leute, denen er vertraut hat. Darum habe er in der Situation so ein furchtbares Bild abgegeben.

Die Leute sollten aufhören, ihn als Monster zu sehen, sondern als jemanden, der einfach schlecht reagiert habe:

„Ich hab’s verkackt und sah viel schuldiger aus, als ich war.“

Hashinshin

Hashinshin sagt, er hofft, dass sich das alles klärt. Er will nicht, dass jetzt jemand auf jene losgeht, die ihm so übel mitgespielt hätten. Er möchte jetzt einfach wieder ein normales Leben führen.

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Der YouTuber Cryaotic hat ebenfalls mit Vorwürfen einer ehemaligen Freundin zu kämpfen.

Diese Welle von Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung im Gaming über Twitter laufen seit einigen Monaten und jeder Fall ist verschieden. Während einige Beschuldigte ihre Schuld eingestanden und Konsequenzen daraus zogen, sind andere Content-Creators scheinbar völlig davon überrascht, wenn ehemalige Freundinnen plötzlich mit Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehen:

Schwere Vorwürfe einer verschmähten Geliebten bringen Twitch-Streamer zu Fall

Quelle(n): dexerto
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mordran

In dubio pro reo, gilt in jedem zivilisiertem Rechtssystem, im Internet leider nicht.

Zuletzt bearbeitet vor 14 Tagen von mordran
Wesker

Wenn er in einem Jahr Beweise für seine Unschuld vorlegen kann, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass Twitch ihn auch wieder entbannt. Da wäre er ja nicht der erste.
Allerdings klingt seine Geschichte mit dem Gasleck schon ziemlich verrückt. Kann natürlich sein, dass es wirklich so gewesen ist, dann war das eine Verkettung ziemlich unglücklicher Ereignisse für ihn…

Alzucard

Ich finde das ganze absolut grässlich. das sind zustände, die wünsche ich nicht meinem schlimmsten Feind. Man hat die Courage an die Öffentlichkeit zu gehen, aber nicht anzeige zu erstatten.
Es gibt sichtbare Probleme mit der Internet Kultur derzeit, um die man sich definitiv kümmern muss. Sollte er unschuldig sein hat sich seine EX der Verläumdung schuldig gemacht und sollte angezeigt werden. ist er schuldig scheinen die Behörden scheiße gebaut zu ahben, aber da ist nicht zu einer Gerichtsverhandlung kam und auch keine weiteren schritte eingeleitet wurden wie es aussieht gilt er in meinen augen solange unschuldig, bis etwas anderes von den Behörden festgestellt wird.

Ich bin der Ansicht man sollte Twitch nicht mehr unterstützen in keinster weise. Ohne eine Verurteilung jemanden zu bannen ist absolut nicht in Ordnung, vor allem Permanent. Dazu kommt der gesamte Fall vom DOC. Twitch und die Internet Kultur zerstören Existenzen und die Psyche von Menschen. Das kann sehr schlimme Folgen haben .

Shino

Leider muss ich dazu sagen das es kein neuartiges Phänomen aus dem Internet ist. Das „meist“ Männer von Ex-Freundinnen oder gekränkte Frauen beschuldigt werden sie Sexuell belästigt zu haben ist leider schon ein langes Problem in der Gesellschaft. Dies kommt immer wieder seit Jahren vor.

Was Twitch da angeht…. Nunja ich kann mir vorstellen das sie dort Schadensbegrenzung im Sinn hatten. Ein Bann bis ein Urteil vorliegt wäre meiner Meinung nach sinnvoller gewesen aber naja, Sie bannen in den letzten Monaten wirklich sehr schnell.

lIIIllIIlllIIlII

Unabhängig ob oder ob hier nicht… mit falschen Anschuldigungen schädigen sie abgesehen von dem beschuldigten vor allem die echten Opfer, die sich dann nicht trauen ihre Geschichte zu erzählen und die Täter bleiben unerkannt.

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