Praktisch jedes Top-Studio verwende inzwischen KI, um Videospiele schneller und für weniger Geld zu entwickeln – das sagt Jack Buser, Chef von Google Cloud für Games. Eines dieser Studios nennt er sogar beim Namen, und es hat allein dieses Jahr gleich zwei neue Hits veröffentlicht.
Wo kommt diese Aussage her? Die stammt aus einem Interview mit Mobilegamer.biz, in dem Jack Buser über den Einsatz von KI in der Gaming-Industrie sprach. Er selbst ist Chef von Google Cloud für Games, welches KI-Werkzeuge für die Spieleentwicklung liefert.
Solche KI-Tools würden laut Buser bereits mehr Studios nutzen, als man denkt. Die Angst vor wütenden Reaktionen der Spieler würde nämlich immer noch dazu führen, dass viele Studios den Einsatz von KI verheimlichen. Genutzt werde sie aber dennoch, und das um vor allem zwei Dinge einzusparen – Zeit und Geld.
Das genau sagt der Google-Chef: Buser erklärt, dass Googles eigene Tools wie Gemini und Nano Banana Pro von Studios verwendet werden, um „mühselige und repetitive Arbeit mit wenig Mehrwert“ zu überspringen. Viele Studios würden das allerdings nicht zugeben.
Ich denke, was Spieler nicht realisieren ist, dass ihre jetzigen Lieblingsspiele bereits mit KI gebaut wurden.
Auf der Gamescom 2025 habe man laut Buser eine Umfrage unter Entwicklern aus aller Welt durchgeführt, und grob 9 von 10 Entwicklern hätten demnach angegeben, dass sie diese Tools nutzen.
Andere Studien würden eher Werte von 40 bis 50 % liefern, was deutlich weniger – aber immer noch die Hälfte aller Entwickler – umfasst. Dieser Unterschied in den Zahlen liege laut Buser daran, dass Entwickler micht immer ehrlich auf die Frage antworten, ob sie KI nutzen.
Auch Capcom setzt wohl auf KI, landet 2026 gleich zwei Hits
Ein Top-Entwickler wird beim Namen genannt: Ein Studio, das in seinem Workflow auf die KI-Tools von Google Cloud setzt, sei der japanische Entwickler Capcom. Laut Buser gehöre Capcom zu einem „großen Nutzer von Google Clouds KI-Tools“. Er erklärt auch direkt, wie diese Werkzeuge zum Einsatz kämen.
„Eines der großen Probleme, dass sie haben, ist dass sie diese massiven Welten bauen und sie mit Inhalten befüllen müssen“, erklärt Buser. KI-Tools würden dabei helfen, diese Arbeit nicht ausarten zu lassen, indem sie Ideen liefern und kuratieren.
Was sie tun, ist, dass sie Nano Banana und Gemini nutzen, um in rasantem Tempo unzählige Ideen zu generieren, und anschließend sprechen sie mit Gemini, um diese Ideen tatsächlich durchzugehen und zu kuratieren … und aus diesen Tausenden von Dingen sind hier die, die für dich als Art Director wahrscheinlich am interessantesten sind.
So könne sich das Team dann auf Dinge von sehr viel größerer künstlerischer Bedeutung fokussieren: „Die Hauptfigur, die großen Gegner, die Hauptszene, Objekte, solche Dinge“, meint Buser.
Capcom hat 2026 bereits zwei Spiele veröffentlicht, die seit Release gefeiert werden. Da wäre zum einen der neue Ableger der „Resident Evil“-Reihe, Resident Evil Requiem, aber auch der neue Sci-Fi-Shooter Pragmata kommt bei Spielern sehr gut an. Beide Spiele erreichen auf Steam „äußerst positive“ Wertungen (hier seht ihr die Reviews auf Steam zu Resident Evil Requiem, hier zu Pragmata)
Ob spezifisch bei der Entwicklung dieser beiden Spiele KI-Tools zum Einsatz kamen, wird nicht direkt gesagt. Aber da Capcom laut Jack Buser zu den größten Nutzern der KI-Werkzeuge von Google gehört (und beiden Spiele die Definition als Lieblingsspiel vieler Gamer erfüllen), ist es recht wahrscheinlich.
Wären sich Spieler dessen bewusst, würden die Reaktionen auf den Einsatz von KI in der Spieleentwicklung anders ausfallen, meint Buser. Nicht nur würden die Lieblingsspiele von Gamern schneller erscheinen, es gäbe auch wieder mehr Raum für Innovation: „Jetzt wartet man nicht mehr sieben Jahre auf ein einziges Spiel, sondern dieses Studio kann fünf Spiele machen. Vielleicht verstehen sie, dass nur zwei von diesen fünf Spielen ein Hit sein werden – aber das ist in Ordnung, weil die drei anderen Spiele wirklich interessant und cool sind und im alten Modell niemals entstanden wären …“
Während Capcom dieses Jahr einige richtig gute Spiele auf den Markt gebracht hat, sind andere Entscheidungen des Unternehmens für viele Fans eher fragwürdig. So etwa die Entscheidung, eine umstrittene Storyline in Street Fighter 6 zu ändern. Denn selbst nach der Änderung ist die nicht weniger schlimm, im Gegenteil: Capcom ändert umstrittene Storyline in Street Fighter 6, macht sie irgendwie noch schlimmer
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Das stimmt zwar mit Sicherheit ist aber imho irreführend ausgedrückt. Denn wenn Leute an KI denken, dann sind wir schnell bei KI generierten Grafiken, Texturen, Modellen oder anderen Assets. Das werden die Entwicklerstudios aber größtenteils vermeiden, im Idealfall dürfte am Ende kein Asset im Spiel sein was durch KI generiert wurde.
ABER viel Wahrscheinlicher weil inzwischen schon fast das neue normal ist, dass entsprechende Codingtools (Github Copilot, Gode Assist, Codex und wie sie alle heißen) bzw. Agentic ai verwendet wird um Code zu schreiben. Denn genau da geht die gesamte Softwarebranche gerade hin. Es wird in ein paar Jahren zwar noch Softwareentwickler geben, ABER so wie es aktuell aussieht wird man kaum noch händisch programmieren. In der Wirtschaft heißt es für Softwareentwickler aktuell, beschäftige dich damit, sonst kanns passieren dass du spätestens in ein paar Jahren irrelevant bist.
Wenn Spiele mit KI gut sind, schnell entwickelt werden und dann entsprechend wenig kosten hätte da auch niemand Probleme mit. Fakt ist aber, dass es meist trotzdem ewig dauert, super kacke aussieht und völlig verbuggt ist. Und das zum Vollpreis. Deswegen haten Leute KI Games.
Klar… Er weis das auch ganz genau weil Er ja bei jedem Studio persönlich war und gesehen hat wie Programmiert wurde…
Viele Beispiele die ich gesehn hab, deuten darauf hin das die Spiele die mit KI entwickelt werden eher richtiger Mist waren…
Da konnte man sehen das 1. KI noch richtig fehlerhaft ist, 2. Das KI leblos und Emotions los ist, 3. keine zusammen hänge versteht…
Also ja, das einzige was Studios damit erreicht, das die keine Mittarbeiter bezahlen müssen, und so schnell wie möglich 100 Spiele raushauen können, weil die ebend Geldgierig sind ohne Ende.
Am ende denk ich nichtmal das es jemand stört wenn ein entwickler vlt. sogar mit Hilfe von KI irgendwelche Verzierungen wie Bilder an den Wänden von Personen zeigen sollen, einfach auch aufgrund Daten und Privatsschutz, es sonst nicht einfach hätte.
Aber alles andere ist durch nichts zu ersetzen. Beste beispiel z.B. Motion Capturing bei Mortal Kombat. Wenn das auf einmal KI übernehmen würde, das würde man heftig sehen und die Animationsqualität stark sinken…
Nein, die Realität sieht anders aus, tatsächlich werden die meisten Studios auf KI setzen, aber weniger für Assets (KI Assets im fertigen Produkt sind bei der aktuellen Stimmung Selbstmord) und mehr beim Coding selbst. Softwareentwicklung (wo auch Spiele zu gehören) bewegt sich aktuell weg vom “ich programmiere das selber” hin zu ” ich koordiniere KI agents um das entsprechende Ergebnis mit möglichst kleinem Tokenverbrauch zu liefern” und aktuell noch als letzte Kontrollinstanz (human in the loop).
Als Softwareentwickler lernt man jetzt den Umgang damit oder ist in ein paar Jahren vermutlich irrelevant. Und auch wenn sich die KI Blase gesund schrumpfen wird, KI ist hier um zu bleiben.
Ach Capcom nutzt Google Gemini?
Das erklärt natürlich warum Monster Hunter: Wilds so unglaublich verbuggt ist und Capcom bis heute noch dran sitzt die ganzen Probleme zu beheben…
Capcom hat bestimmt auch den ein oder anderen Code mit einfließen lassen.
Anders kann ich mir dieses Desaster nicht erklären.
wer KI benutzt, sollte auch den Schneid haben es zuzugeben – Alles andere ist einfach nur peinlich
wer KI benutzt, sollte es auch den Schneid haben es zuzugeben – Alles andere ist einfach nur peinlich
Ist da jemand Neidisch?
Pragmata:
Wann wurde es angekündigt? /2012)
Und wie lange haben Sie daran gearbeitet? (Release 17.April 2026)
Mit KI-Tools soll alles “Schneller” gehen?
(Infos nicht mal 1+ Minute zusammengefunden)
Okay!
Also Super Duper Schnelle “KI-Tools” Schnellschüsse?
Siehe meine erste Zeile
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass KI massenweise eingesetzt wird um Inhalte für Spiele zu erstellen. Alleine Photoshop hat etliche KI-Filter und KI-Werkzeuge drin. Und um generischen Content zu kreieren, dafür eignet sich KI auch sehr gut. Man ist damit beträchtlich schneller als die millionste Ziegelsteintextur manuell zu erstellen.
Wobei hier muss man unterscheiden, diverse Werkzeuge in Photoshop und Co, die Workflows einfacher und schneller machen, sind inzwischen relativ akzeptiert, anders als Asset Generierung auf Basis von KI, bzw. die am Ende noch im fertigen Produkt zu haben, das ist, gerade auch in der Spielebranche, bei der aktuellen Stimmung eher Selbstmord. Was allerdings viel mehr langsam zum Standard wird ist KI Unterstützung beim Coding selber und das werden tatsächlich nahezu allen Studios inzwischen einsetzen. Ich bin zwar nicht in der Spielebranche aber schon heute gibt es quasi kein neues Projekt mehr wo KI Nutzung nicht vorgesehen ist.
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass KI massenweise eingesetzt wird um Inhalte für Spiele zu erstellen. Alleine Photoshop hat etliche KI-Filter und KI-Werkzeuge drin. Und um generischen Content zu kreieren, dafür eignet sich KI auch sehr gut.