Diese 7 MMORPGs wurden später Free2Play – Hat es ihnen geholfen?

Wir stellen euch heute sieben MMORPGs vor, welche ihr Bezahlmodell umstellen mussten: Sie wechselten von einem Abo- oder einem Kaufmodell zu einem kostenlosen Free2Play-Modell. Doch hat diese Umstellung den Online-Rollenspielen auch geholfen?

Bis vor etwa zehn Jahren war Free2Play ein Bezahlmodell, dass viele Gamer mit Skepsis beäugten. Daher versuchten Entwickler von MMORPGs, mit einem Abo-Modell zu starten: Das versprach Qualität und schaffte Vertrauen – immerhin verdienten Titel wie World of Warcraft damit viel Geld. Ein Abo signalisierte Beständigkeit und einen steten Content-Fluss.

Mit der Zeit änderte sich die Situation. Free2Play wurde fairer, mehr Spieler schauten sich Titel an, die im Grunde “kostenlos” waren, und das Abo-Modell stieß auf immer mehr Ablehnung: Spieler wollten nur ein Abo gleichzeitig unterhalten. Sie hatten das Gefühl, nicht genug “Gegenwert” für ihr Geld zu bekommen, wenn sie nicht regelmäßig oder gar dauerhaft spielen.

Vielen Spiele hatten schließlich nicht mehr genug genug Abonnenten, um einen laufenden Betrieb zu gewährleisten. Die Entwickler mussten sich für ihre Onlinespiele etwas einfallen lassen und stellten diese in vielen Fällen auf ein Free2Play-Modell um.

Update 9. April 2021: Einige neue Informationen zum aktuellen Status der MMORPGs wurden hinzugefügt.

Wir schauen uns sieben MMORPGs an, die auf ein Free2Play-Modell umgestellt wurden und sagen euch, ob diese Umstellung gut für das Spiel war.

Der Herr der Ringe Online (LotRO)

Gandalf in Herr der Ringe Online

Genre: Themepark-MMORPG | Releasetermin: 24. April 2007 | Anfängliches Bezahlmodell: Buy2Play mit Abo | Umstellung auf Free2Play erfolgte am: 2. November 2010 | Website: Der Herr der Ringe Online auf Steam

Mit welchem Bezahlmodell startete das Spiel? Das MMORPG startete am 24. April 2007 als Buy2Play-Spiel mit Abo. Zu jener Zeit war dies die im Grunde gängige Methode, ein Online-Rollenspiel zu veröffentlichen.

Immerhin hatte World of Warcraft gezeigt, dass ein MMORPG mit Abo lange Zeit erfolgreich laufen kann.

Warum erfolgte die Umstellung auf Free2Play? Im Juni 2010 gaben die Entwickler bekannt, LotRO auf ein Free2Play-Modell mit Ingame-Shop umzustellen.

Die Entwickler erkannten, welchen Zustrom das zuvor auf Free2Play umgestellte MMORPG Dungeons & Dragons Online erfuhr und glaubten, dass eine gute Zeit gekommen sei, um auch Herr der Ringe Online anzupassen.

Um für ein weiteres Wachstum zu sorgen, wurde die Entscheidung gefällt, eine Free2Play-Version einzuführen. Diese startete dann auch am 2. November 2010.

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Was wurde aus dem MMORPG nach der Umstellung? Durch das Free2Play-Modell konnte Der Herr der Ringe Online zu Beginn tatsächlich mehr Spieler verzeichnen. Über die Jahre jedoch sanken die Zahlen, was wohl auch am Alter des Onlinespiels liegt.

Dennoch ist Herr der Ringe Online heute noch aktiv und hat eine treue Spielerbasis. Es erscheinen weiterhin Updates und neue Inhalte. Angeblich ist sogar ein Next-Gen-Update für PS5 und Xbox Series X/S geplant. Laut den Entwicklern besitzt das MMORPG eine überraschend hohe Spielerzahl.

Die Umstellung auf Free2Play sicher mit dafür gesorgt, dass Herr der Ringe Online heute überhaupt noch am Leben ist und über die Jahre planvoll erweitert und ausgebaut werden konnte.

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Damian

Ich muss gestehen, dass ich F2P aus tiefsten Herzen hasse, nirgends sieht man soviele Spieler, die ihre Chars “Tittenlolli”, “Drecksack” etc. nennen, gerade in storylastigen Games, wie SW-ToR killt das jede Atmosphäre. Was kostenlos ist, hat halt weniger Wert, deswegen machen sich viele F2P-Spieler ja scheinbar nicht mal die kleinste Mühe bei der Char-Erstellung…
Selbst wenn ich nach längerer Zeit mal wieder in ein F2P-MMO hineinschaue, wie z.B. vor einigen Wochen in HdRo (was mich dann sofort schon alleine wegen des Trostlosigkeit des Kampfsystems und den grauenhaften Bewegungsanimationen in die Flucht geschlagen hat – obwohl ich das Game vor zehn Jahren sehr mochte!) schließe ich direkt für mindestens einen Monat ein Abo ab, weil ich mir immer denke, dass auch die Entwickler Geld verdienen müssen…
Bei The Secret World blutet mir auch das Herz, für mich eine der interessantesten und besten Atmoshären in der MMO-Geschichte, aber mit dem grauenhaftesten Combatsystem ever.
The Secret World mit einem so aktiven Bewegungs, Ausweich- und Kampfsystem wie in ESO wäre so großartig geworden.

Higi

Anstatt Wildstar hättet ihr Aion in die Liste nehmen sollen. Just saying.

Muchtie

The Secret World macht mich extrem Traurig so ein Tolles Spiel

Michael Miracoli

Könnte man mal solche Artikel auf eine Seite packen, anstatt dass man ständig klicken muss?

IchhassePvP

Sind nach meiner Definition halt alle keine erfolgreichen MMORPG’s, was wohl letztlich auch bei allen der ausschlaggebende Grund war dass die f2p wurden.

Gerd Schuhmann

Wenn Spiele wie SWTOR keine “erfolgreichen MMORPGs” sind, dann gibt’s praktisch keine. Auch HDRO, was die für einen Lauf hatten, über viele Jahre.

Die sind sicher erfolgreich und haben ihre Entwicklungskosten eingespielt und dann noch einen schönen Profit gemacht. Es ist immer schwer das genau zu sagen, weil die Zahlen ja nicht so wahnsinnig öffentlich sind.

Was willst du sonst als Definitionfür Erfolg nehmen?

Wenn man sagt: Erfolg ist nur, wer das Genre verändert oder ein weltweiten Mega-Seller á la Fortnite wird, ist das halt krass.

Sowas wie “WoW” – das ist ja nicht “erfolgreich”, das ist ein Ausnahme-Spiel, wie es alle 10-20 Jahre mal kommt in einem Genre.

Tebo

Würde fast sagen, das kommt noch seltener vor. Ich spiele aktiv seit Anfang der 90er Jahre.
Die beiden einzigen Spiele die wirklich alles veränderten sind WoW und Fortnite. Die haben wirklich alles umgekrempelt. Aber das ist über alle Genres gesehen.
Für mich persönlich würde ich noch Half Life 2 dazu zählen was für mich wegweisend war, sowie momentan Destiny 2. Die bringen einfach viele Sachen in einem Game unter.
Aber mit einem Riesending wie WoW sind beide nicht zu vergleichen.

Voidy

Spontan würde ich da mindestens noch League of Legends (machte MOBA für die Masse zugänglich, und hat eSports wahnsinnig gepusht), Counter-Strike (das Fortnite meiner Generation, eSports), und evtl. so Handyzeug wie Candy Crush oder Clash of Clans hinzuzählen.
Die haben alle mehr erreicht als lediglich viel Umsatz zu erzielen.

Xyyr

eigentlich richtig schade um “The Secret World” – das Story-Telling des Games ist naemlich der absolute Hammer, man muss sich halt nur an das Kampfsystem gewoehnen

Freaker

Das Storytelling und die Atmosphäre waren wirklich hammer, aber das Kampfsystem und die maue Grafik haben mich wieder vergrault.

Muchtie

da muss ich dir recht geben. Der Relauchn hat leider alles Schlechter gemacht…. Hätte Funcom mehr geld das wird das eins der besten mmo sein

LUCANVOMDIENST

SWTOR könnte besser sein wenn man mal das völlig überladene Kampfsystem entschlacken würde. 4 vollgepackte Leisten mit teils ähnlichen Skills sind mmn nicht mehr zeitgemäß. Man schleppt viel zu viel Balast auf den Skillleisten mit rum.

denhope

Guter Artikel, aber in dieser Liste Guild Wars 2 zu vergessen ist schon heftig – dürfte das erfolgreichste der hier genannten Games sein.

Insane

Das Spiel hatte doch noch nie ein Abo-Modell oder?

Daxter

Nein hatte es nie wie Teil 1

Scaver

Es war Buy2Play, man musste es also Kaufen.
Das ist eines der 3 großen Modelle. Free2Play, Buy2Play oder Pay2Play.

Gerd Schuhmann

Guild Wars 2 ist in dem Sinne kein “richtiges” Free2Play-Spiel. Sondern ein Buy2Play-Spiel, bei dem das Grundspiel kostenlos ist – wie ein “sehr erweitertes Trial.”

Das ist ein Sonderfall.

Ich glaub SWTOR ist auch insgesamt extrem erfolgreich über die Jahre gesehen. Ich weiß nicht, ob da GW2 ranreicht.

GW2 ist jedenfalls kein “typischer Fall” von einem Spiel, das auf Free2Play umstellt. Das haben die damals auch selbst so gesagt. Die wollten auch gar nicht als “Free2Play” wahrgenommen werden, denke ich.

Kendrick Young

wenn man es so nimmt ist HdRO aber wie guildwars 2. man brauch ja auch die addons umd dann da spielen zu können

Gerd Schuhmann

HdRO kannst du dir die Addons über das Spiel freischalten – hab ich mal eine Weile gemacht. Ist ziemlich heftig, aber macht irgendwie Spaß. 🙂

Lootziffer 666

auch wenn du damit vollkommen richtig liegst, finde ich die Aussage schon komisch, da Gw2 bei euch über die Zeit sehr oft in F2P artikeln vorkam

Gerd Schuhmann

Jo, das ist richtig. Wir sind da nicht konsequent.

Ich fände es hier im Fall komisch, weil es, in meinen Augen, keine klassische “F2P”-Umstellung ist, wie bei anderen Spielen.

Ich würde GW2 aber als F2P-Spiel empfehlen, wenn Leute was suchen, was sie kostenlos für viele Stunden zocken können.

Für mich Destiny 2 jetzt auch kein normales F2P-Spiel, aber ich würde es Leuten empfehlen, die ein F2P-Spiel suchen. Das ist schon bisschen schizophren bei diesen Spielen, die eben auch relativ seltsame, gewachsene Konstrukte haben.

Lootziffer 666

kann das Problem schon nachvollziehen…

ich persönlich würde da wohl einfach zwischen reinem F2P titel unterschieden…und einem “pseudo F2p” titel. Gw2 und Destiny 2 haben da eben auch viel gemein…denn man kann beide Games jetzt kostenlos spielen, aber um wirklich alles genießen zu können, wenn man es dann mag, muss man schon zahlen…

Im gegensatz zu…keine Ahnung…Blade and Soul oder Neverwinter, die nie umgestiegen sind.

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