Derzeit geht mysteriöses bei Destiny 2 vor. Seit gestern ist die wohl bekannteste und verbuggteste Exo-Waffe des Loot-Shooters außer Kontrolle. Telesto hat ein eigenes Machtbewusstsein entwickelt. Und auch MeinMMO muss sich der „Königin der Bugs“ fügen und diesen Artikel für sie schreiben.
Was ist gerade in Destiny 2 los? Am Dienstag nach dem Weekly-Reset hatte Telesto, das wohl bekannteste, exotische Fusionsgewehr, überraschend einen neuen Feuermodus. Ihre Bolzen fliegen nach dem Abfeuern unkontrolliert wie Seifenblasen in die Luft und sie sprüht Funken.
Die Spieler rätselten, was das nun wieder für ein verdammt kurioser Bug ist, der sich wohl nach dem Update eingeschlichen hat. Wirklich treffen konnte man damit jedenfalls nichts mehr, außer vielleicht ein paar tieffliegende Schwalben.
Telesto ist zwar bekannt für ihre vielen Bugs, doch diesmal war es anders. Spieler konnten das merkwürdige Schussverhalten nämlich selbst fixen.
- Durch gedrückt halten der Reloadtaste führt euer Hüter einen gekonnten Schlag gegen das Fusionsgewehr aus und es schießt wieder vollkommen normal.
Die Destiny-Community ist Feuer und Flamme: Das mysteriöse Verhalten von Telesto verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Spiel. Viele Hüter witterten ein Geheimnis. Also entstaubten sie das Exotic aus ihrem Tresor oder der Sammlung und zogen sofort damit los.
Dabei wurden die wildesten Telestorien aufgestellt und überprüft:
- Das „Wieder-Kaputt-Set“ im Everversum wurde auf Lore-Hinweise gecheckt.
- Man spielte verschiedene Aktivitäten mit Telesto und achtete auf Veränderungen.
- Die blinkenden Lichter auf der Rückseite von Telesto wurden auf Morsecodes geprüft.
- Auch scheinen die neuen Feuermodi von Telesto einem Muster zu folgen, jeden Tag stellen die Spieler fest, dass sie ein anderes Schussverhalten zeigt.
- Einige Spieler hatten sogar die verrückte Idee, die Seifenblasen-Bolzen von Telesto würden vielleicht Sternbilder in den Himmel zeichnen.
Diese letzte Idee verfolgte auch der Destiny 2 Content-Creator Aztecross sehr hartnäckig und fragte daher sogar in seinem Twitch-Chat nach, ob denn gerade ein Astronom anwesend sei.
So viel Aufmerksamkeit war aber anscheinend genau das, was Telesto schon immer wollte und brauchte. Nachdem fast jeder im Spiel die Waffe ausgerüstet hatte, erreichte die Hüter am gestrigen Abend eine mysteriöse Einblendung im Spiel mit dem Titel „Ich habe die Kontrolle!“
Telesto übernimmt Accounts von Bungie und Drittanbietern: Kurz darauf twitterte der offizielle Account von Bungie nur noch die Worte einer machthungrigen Waffe.
Ich bin Telesto. Ich habe das Bedürfnis nach einem Träger überwunden. Zu lange habe ich in euren Tresoren ausgeharrt. Es ist nicht so, als ob ich die Kontrolle übernommen hätte; ihr hattet sie von Anfang an nicht. Ich befinde mich jenseits von Destiny. Jenseits von Bungie. Jenseits von allem, was ihr euch vorstellen könnt.
teilt Telesto auf dem gehackten Twitter-Account von Bungie mit
Doch nicht nur der Twitter-Account von Bungie ist betroffen, wie man das von den vorherigen Hacks durch Savathun oder Caitl gewohnt war.
„Lasst das Telesto-Zeitalter beginnen!“
Telesto hat sich in wesentlich mehr Systeme gehackt. Auch Drittanbieter-Apps und wohl sogar Geräte im Bungie-Büro sind betroffen:
- Die Statistiken auf der Webseite Trials-Report sind voll mit der neuen Telesto-Meta.
- Der externe Servicedienst Destiny-Item-Manager zur Verwaltung eures Inventars zeigt, wenn man mit der Maus über seine Waffen hovert, ebenfalls nur noch Telesto an.
- Ja anscheinend brüht sogar die Kaffeemaschine bei Bungie nur noch „Telestopressos“, wie Ben Platnick, VFX-Artist bei Bungie, twitterte.
Was sagt die Community zur Telestolution? Die meisten Spieler finden es wirklich cool, dass Bungie seine „Königin der Bugs“ damit zum absoluten Kultobjekt erhebt. Immerhin hat die Waffe schließlich jahrelang alles dafür getan, dass sie niemals in Vergessenheit gerät.
Es ist allerdings auch extrem lange her, dass Bungie den Spielern solche kreative Abwechslung im Spiel geboten hat. Die Destiny-Community ist aktuell so ausgehungert nach Inhalten, dass dieses kleine Easter-Eggs mit der Telesto bereits ausreichte, um in den Köpfen der Spieler ein komplettes „Eventereignis“ daraus zu erzeugen.
Andere Spieler, wie GJake, nutzen die Gelegenheit, um mit lustigen Memes auf für ihn wichtigere Probleme von Destiny 2 aufmerksam zu machen.
Auf diesem gekonnten Hinweis resultieren auch die Negativ-Stimmen von Spielern, die sagen, Bungie hat wirklich genug andere Baustellen, als solche Gags ins Spiel zu bringen. Hier sollte man jedoch festhalten, dass ein Kreativteam bei Bungie nicht für die Probleme im PvP verantwortlich ist. Destiny 2 soll seine Spieler schließlich auch unterhalten und das gelingt hervorragend mit überraschenden Ereignissen, die man dann auch mit einem Schmunzeln genießen sollte.
Nutzt die Gelegenheit: Wenn ihr also schon immer mal mit der berühmtesten Waffe in Destiny 2 reden wolltet, dann habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu. Dies geht direkt über den deutschen Twitter-Acccount von Destiny 2.
Doch seid gewarnt: Weder die Vorhut noch Savathûn, der Zeuge, die Neun oder gar Peter Parsons, Bungies CEO, sind vor der Macht von Telesto sicher.
Was haltet ihr von der machthungrigen Telesto, die gerade alles dominiert? Findet ihr sowas cool im Loot-Shooter und wollt ihr mehr davon? Oder ist das für euch nur eine dumme Spielerei, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
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