2017 erschien das ursprüngliche Fortnite: Rette die Welt, damals noch ein PvE-Spiel. Das Game ist über die Jahre immer mehr von Fortnite: Battle Royale verdrängt worden. Jetzt kommt der nächste Schlag: Nicht mal mehr als „eigenes Spiel“ wird Rette die Welt im Februar 2022 noch gehandelt, mit dem neuen Patch verschwindet es aus dem Launcher von Fortnite und wird nur noch ein Modus des Free2Play-Spiels.
Was ist das ursprüngliche Fortnite? Am 25. Juli 2017 erschien Fortnite: „Rette die Welt“ für PC, PS4 und Xbox One. Das war damals ein ungewöhnlicher Early-Access-Titel, der in den Shops verkauft wurde. Eigentlich ist das auf Konsolen nicht üblich. Aber Rette die Welt war eine Ausnahme, immerhin sollte es der Vorzeige-Titel der Unreal Engine 4 werden.
Damals hieß es: Das Spiel wurde jetzt in einem „rohen Zustand“ verkauft, sollte dann aber weiterentwickelt werden und letztlich als großer Free-To-Play-Titel 2018 erscheinen.
Das Spiel setzte stark auf Mikrotransaktionen und Grind. Spieler konnten einen Haufen Geld in „Loot-Lamas“ versenken, in denen es seltene mythische Karten zu erhaschen gab. Auch die Verkaufs-Preise konnten sich damals durchaus sehen lassen: Ein Gründerpaket kostete bis zu 149 €. Die normale PS4-Version lag für 59,90 € im Media-Markt aus – Standard-Versionen für PC und Xbox One gab es für knapp 40 €.
Im eigentlichen Spiel baute man tagsüber im Koop-Modus Basen, die sogenannten „Forts“, die man dann nachts (Nite) gegen verschiedene Arten von Zombies verteidigen musste. Daher auch der Name: Fortnite.
Battle Royale macht ursprüngliches Fortnite zu Aschenputtel
Wie lief es mit dem Modus dann? Relativ rasch, schon im September 2017, erkannte Epic Games, dass ihr Spiel „Fortnite: Rette die Welt“ nicht so gut lief, wie eigentlich gehofft. Daher zog man im Höchst-Tempo „Fortnite: Battle Royale“ hoch, eine ziemlich dreiste Kopie des Spiel-Konzepts von „PlayerUnknown’s Battlegrounds“, damals dem größten PC-Spiel der Welt, das man als Entwickler der Unreal Engine technisch mit betreute.
PUBG reichte sogar Klage ein, zog sie aber wieder zurück.
Fortnite: Battle Royale wurde 2018 zu einem der größten Gaming-Phänomene aller Zeiten. Epic Games legte immer mehr Ressourcen auf Fortnite: Battle Royale, stellte dafür den Shooter Paragon ein, widmete das Team von Unreal Tournament um und begrenzte die Weiterarbeit an Fortnite: Rette die Welt.
Das PvE-Spiel versank in der Bedeutungslosigkeit, bekam immer weniger neue Inhalte. Je größer Fortnite als Phänomen wurde, desto kleiner schien “Rette die Welt” im Vergleich zu werden.
Die verbliebenen Fans hofften, dass der Release von Fortnite: Rette die Welt als „Free2Play“-Titel endlich die Wende bringen würde. Immerhin war der Release noch für 2018 geplant. Dann würden sicher alle Spieler von Battle Royale erkennen, wie toll der PvE-Modus war und rüberwechseln.
Doch dieser Free2Play-Release wurde erst verschoben und dann ganz abgesagt. Denn im Sommer 2020 kam die Nachricht:
- Die Entwicklung von „Fortnite: Rette die Welt“ sei jetzt abgeschlossen.
- Das Spiel sei jetzt nicht mehr im Early Access, sondern offiziell relased.
- Eine „Free2Play“-Version werde es niemals geben.
- Das Spiel werde jetzt auch langsamer weiterentwickelt als vorher, was schon ziemlich zynisch klang: Denn das Spiel war über Jahre in den Augen der Fans fast komplett von Epic Games vernachlässigt worden.
Epic nimmt “Rette die Welt” aus dem großen Launcher
Das ist jetzt die neue Nachricht: Mit dem neuesten Patch 19.30 in Fortnite, wird „Rette die Welt“ jetzt noch mal degradiert.
Die ganze Zeit war es noch so, dass Spieler beim Einloggen in Fortnite die Wahl hatten, ob sie in „Rette die Welt“, in „Battle Royale“ oder in den „Create your World“-Modus einloggen möchten. Das ändert sich jetzt: Ab heute werden Spieler automatisch dem Modus „Battle Royale“ beitreten.
Rette die Welt ist jetzt zu einem Modus degradiert worden, den man über ein eigenes Untermenü erst anwählen muss.
250 $ bezahlt für „Unter-Modus eines Free2Play“-Spiels
Das ist die Diskussion: Auf reddit beklagen sich die verbliebenen Spieler einmal mehr über ihr Schicksal. Sie sagen jetzt:
- Das ist es also, was wir für Epic sind. Statt einem „40 $“-Spiel sind wir jetzt nur noch ein Game-Modus.
- Ein Spieler fragt dann sinngemäß: „Was heißt hier 40$? Ich hab damals 250 $ für die Ultimate Edition bezahlt.“
- Ein anderer Spieler sagt: “Ein 40€-Spiel sollte nicht eine Playlist in einem Free2Play-Modus werden.”
Wir haben 2019 darüber berichtet, wie Epic Games den Hoffnungen der PvE-Fans einen Schlag versetzte:
Die ursprünglichen Spieler von Fortnite sind grade echt angepisst – Und das zu Recht
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