31 Sekunden zeigen, warum so viele Teamfight Tactics lieben

Das neue Spiel Teamfight Tactics, das LoL Auto Chess, wird wohl der Sommerhit 2019. Dabei sieht es für Außenstehende so aus, als passiert da nicht viel: Was macht den Reiz des Spiels aus? Ein kurzer Clips von Twitch-Streamer Reckful aus einem Turnier um 15.000$ zeigt den Reiz von Teamfight Tactics.

Das fragen sich viele: „Warum mögen Leute diesen Quatsch?“, ist die Frage, die viele „normale“ Spieler anlässlich von Teamfight Tactics bewegt. Denn selbst gekämpft wird nicht.

Für LoL-Spieler, die darauf stehen, in 6 Sekunden 18 Entscheidungen zu treffen und dabei 37-mal zu klicken, wirkt das Spiel ziemlich lahm. Immerhin stellt man bei Teamfight Tactics lediglich ein Team aus Helden zusammen, gibt denen dann Items und stellt sie auf ein Brett.

Den eigentlichen Kampf übernimmt die KI.

Hier sind die 31 Sekunden: Dieses Turnier-Match zwischen dem Twitch-Streamer Reckful (grüne Lebensbalken) und seinem Gegner Yassuo (rote Lebensbalken) kann den Reiz des Kampfs in Teamfight Tactics zeigen.

Reckful ist beim Turnier kurz vorm Ausscheiden, er hat nur noch 3 Lebenspunkte und darf den Kampf auf keinen Fall verlieren.

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Ein fieser Assassine in Teamfight Tactics: Rengar.

Was passiert da? Beide Spieler setzen auf zwei völlig verschiedene Taktiken und haben ihre Teams darauf ausgerichtet:

Der Angreifer „Yassuo“ setzt auf die Combo Assassine/Void. Die Attentäter springen zum Kampfbeginn den Gegner an und teilen schnell Schaden aus. Die beiden eigenen Tanks, Cho’Gath und Kassadin, sind in der oberen Hälfte des Schlachtfelds mit den Tanks des Gegners, Mordekaiser und Sejuani, beschäftigt, während die Assassine sich durch die verletzlichen Helden von Reckful schneiden.

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Reckful setzt hingegen auf eine eher langsame Kombo mit 4 „Glacials“, die Gegner einfrieren können. Er hat die eigenen Damage-Dealer Varus, Vayne und Ashe in der unteren rechten Ecke versammelt. Doch Reckfuls Reihen halten den Angriffen der Assassine nicht stand und brechen schnell zusammen. Schon als der Clip einsetzt, sind Reckfuls Reihen dezimiert. Seine eigenen DDs Vayne und Varus werden kurz nach Clip-Beginn chancenlos weggemeuchelt.

Genau so funktioniert die Assassine-Taktik.

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Kindred, der weiße Wolf unten rechts, kann Ashe noch einige Sekunden erkaufen.

Das Match verläuft so, dass die Assassinen leicht die Oberhand gewinnen und fast das komplette Team von Reckful ausschalten. Nur oben halten Sejunai und Mordekaiser noch eine Weile Stand. Der Held „Kindred“, der neben Ashe steht, castet seine Fähgikeit, durch die kein befreundeter Held im nahen Umkreis sterben kann, das erkauft weitere Sekunden.

Letztlich aber hat Reckful nur noch die Heldin Ashe in der Ecke übrig. Die trägt aber 3 Items, ist also extrem stark.

Dennoch sieht der Kampf eigentlich chancenlos für Reckful aus. Denn als Mordekaiser fällt, steht Ashe alleine 7 Gegnern gegenüber. Reckful sagt signiert: „Okay, ich denke, wir sind jetzt tot.“

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1 gegen 7. Die lage ist eigentlich völlig aussichtslos für Ashe (unten rechts).

Perfekt gegen Assassine ausgerüstete Ashe dreht Match

Darum gewinnt Reckful doch: Ashe ist in der rechten unteren Ecke isoliert – und der Gegner hat nur Nahkämpfer, die sie nur angreifen können, wenn sie direkt an Ashe stehen. Da aber nur 2 Felder frei sind, bleiben 5 Gegner untätig stehen.

In der Zeit gewinnen die Gegner auch kein Mana und können daher keine Fähigkeiten einsetzen, sondern nur doof auto-hitten.

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Diese Items und Fähigkeiten machen Ashe hier so stark:

Ashe kann jeden Gegner nach und nach ausschalten, während es Reckful in Ekstase versetzt.

Der finale Schlusspunkt ist erreicht, als der angreifende Tank Cho’Gath nur noch einen Schlag bräuchte, um das Match zu gewinnen – aber genau dann von Ashe eingefroren wird.

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Das Monster Cho’Gath müsste nur noch einmal zuschlagen, um das Mana voll zu bekommen und das Match zu entscheiden – doch es wird eingefroren.

Das ist der besondere Reiz: Hier im Match sieht man an den Emotionen von Reckful, dass der unglaubliche Matchverlauf eine Menge Adrenalin freisetzt. Obwohl der Streamer selbst nicht mehr aktiv in den Kampf eingreifen kann, fiebert er total mit.

Wenn Ihr Teamfight Tactics ausprobieren wollt, geht es hier zum Download.

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Autor(in)
Quelle(n): Dexerto
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