In Lost Ark ist es möglich, bis zu 18 Charaktere auf dem gleichen Account zu haben und theoretisch kann jeder von ihnen eine eigene Gilde erstellen. Der eine Leiter von 12 der größten Gilden in Europa wurde jetzt allerdings gebannt, weil er die goldene Regel gebrochen hat. Wir von MeinMMO fassen zusammen.
Was ist das für eine Gilde? Es handelt sich dabei um die “Fenris”-Gilden, die auf dem EU-Central Server Sceptrum unterwegs sind und zu den größten in Lost Ark gehören. Gemeinsam haben die 12 Gilden im Fenris-Zusammenschluss mehr als 450 Mitglieder und sind damit nicht nur auf Sceptrum die größte Allianz, sondern spielen auch in ganz EUC vorne mit.
Geleitet sind alle 12 Gilden dabei mehr oder weniger vom gleichen Spieler. Er leitet den Zusammenschluss der Fenris-Gilden, führt eine selbst an und ist in allen anderen zumindest Deputy. Ein Deputy in Lost Ark hat fast alle Rechte eines Gildenleiters und ist in jeder Gilde einzigartig.
Der Leiter dieses Zusammenschlusses hatte damit also viel Einfluss auf das Spielgeschehen und war selbst immer als Zauberin unterwegs. Auf einem Screenshot seines Accounts sieht man 6 Zauberinnen mit Gearscore zwischen 1.460 und 1.504, das ist aktuell ein enorm hoher Wert im MMORPG.

Warum wurde er gebannt? Ein reddit-Thread zeigt Screenshots aus persönlichen Chats des Gildenleiters. Demnach hat Amazon ihn dafür gebannt, enorm viel Gold gekauft zu haben. Laut dem Thread-Ersteller immer in “kleinen” Häppchen von 2 Millionen, damit es nicht so sehr auffällt.
Auf den Screenshots spricht er selbst davon, dass er 20.000 Euro für Gold in Lost Ark ausgegeben hätte, und dieses auf illegalem Weg von Bots gekauft habe. Allerdings solle das niemand wissen.
Von einem Gildenmitglied wird er dann gefragt, ob er aktuell eine Pause von Lost Ark mache und als Antwort sendete er den Screenshot, dass er permanent gebannt ist. Dazu sagt er, dass er darüber nicht reden möchte und auch nicht schreiben könne.
Mit viel Gold und gutem Equipment hätte man auch im neuen Gebiet Elgasia Vorteile, schaut es euch in unserem Video an:
Gildenleiter zieht mehrere tausend Euro über Paypal zurück – Erntet Shitstorm
Wie reagiert der Gildenleiter? Er verfasste ein Statement auf Discord und erklärt seine Situation. Geht man nach diesen Angaben, gibt er zu, dass er für RMT gebannt wurde, allerdings nur für wenige Tage. Nach diesem Bann war er “nicht mehr so dumm” weiter Gold von Bots zu kaufen. In den Screenshots des persönlichen Chats mit einem Gildenmitgleid stellt er allerdings eine andere Sachlage dar. Welche nun tatsächlich stimmt, können wir nicht abschätzen.
Des Weiteren erklärt er, er habe mehrere Tickets bei Amazon erstellt und darauf keine zufriedenstellende Antwort bekommen. Der Publisher werfe ihm Cheating vor und er würde keine weiteren Informationen erhalten. Er erzählt weiter, dass er über PayPal alle Zahlungen an Lost Ark zurückzog, um Amazon zum Reagieren zu bewegen.
Dabei bestätigt er, dass PayPal ihm mehrere tausend Euro zurückerstattet habe, die er im Lost Ark Ingame-Shop ausgegeben habe. Ebenfalls gibt er bekannt, dass Amazon auch PayPal keine Antwort gab, die ihn zufriedenstelle.
Er gibt ebenfalls zu, dass er damals RMT nutzte und sein Account im aktuellen Zustand permanent gebannt ist. Als nächsten Schritt löscht er alle Leute auf seiner Discord-Freundesliste und sperrt seine privaten Nachrichten, um weiterem Shitstorm zu entgehen. Er hätte in den vergangenen Tagen bereits genug Hass lesen müssen, so der Gildenleiter. Das gesamte Statement könnt ihr in einem Screenshot auf reddit lesen.
Was passiert jetzt mit der Gilde? Ist ein Gildenleiter für 10 Tage inaktiv, geht die Leitung automatisch an den Deputy der jeweiligen Gilde weiter. Da er in vielen Gilden aber auch Deputy war und länger als 10 Take inaktiv, geht die Leitung an den nächsten, aktiven Offizier über.
Noch ist unklar, wie die Fenris-Allianz mit dieser Situation umgehen wird. Ein Statement gibt es von der neuen Leitung jedenfalls noch nicht.
Wenn ihr in einer ähnlichen Situation feststeckt, könnte euch vielleicht dieser Guide, wie ihr eine Gilde verlasst, weiterhelfen:
“Der Typ hat unseren ganzen Server zerstört”
Wie reagiert die Community? Im reddit ist man in erster Linie froh, dass Amazon auch auf Käufer reagiert und nicht nur auf Bots. Die Stimmung in dem Thread könnte man als gehässig beschreiben und viele freuen sich sehr darüber, dass jemand, der so viel Gold kaufte, seinen Account verloren hat.
Auch diskutieren die Fans darüber, ob er durch den Rückzug des Geldes via PayPal auch seinen Steam-Account verlieren würde, wobei die Leute allerdings geteilter Meinung sind. Einig scheint sich die Community aber dabei zu sein, dass der Gildenleiter versucht, sich in die Opferrolle zu drängen, obwohl er selbst “der Verbrecher” sei.
Einige Spieler auf dem Server Sceptrum beschweren sich aber auch darüber, dass er und seine Gilde durch dieses Verhalten tatsächlich Schaden im Spiel angerichtet habe.
Was sagen die Fans? Die sind sichtlich genervt von dem Verhalten. Vor allem die Spieler auf seinem Server waren davon betroffen. Einige der Kommentare auf reddit möchten wir euch daher wiedergeben:
- j0ker80 schreibt: “Ich spiele auf seinem Server und das erste Mal als ich ihn gesehen habe, war er auf 1450, mit einer +20 Waffe, und es war extrem früh im Spiel. Er hat unseren ganzen Server zerstört, weil wir einfach keine Relic-Ausrüstung bekommen konnten”
- Fenodvs schreibt: “Die meisten Leute auf Sceptrum wollten sich gar nicht mit diesen Whales anlegen. Hoffentlich wird der Server jetzt gesünder, ohne eine Gilde, die alles nur durch hohe Zahlen dominiert.”
- Hydred hält es kurz: “Das hast du verdient. Gute Arbeit, Amazon.”
- Ähnlich sieht es asolram: “Das ist großartig. Ich liebe es zu sehen, wie RMTler gebannt werden. Das ist so verdient!”
Was haltet ihr von der Situation? Hat Amazon richtig damit gehandelt, den Gildenleiter permanent zu sperren? Oder seid ihr eher auf seiner Seite und findet es nicht gerecht vom Publisher? Schreibt es uns gerne in die Kommentare hier auf MeinMMO.
Wer nicht fürs Goldkaufen permanent gebannt wird, muss übrigens seine Schulden einfach abarbeiten.
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