Diablo Immortal war angeblich zuerst nur für China gedacht

Die Ankündigung von Diablo Immortal lief nicht so gut, wie Blizzard es sich wohl erhofft hat. Nun ergibt sich aus neuen Berichten, dass Diablo Immortal für den Westen anscheinend gar nicht geplant war.

Insider sprechen über Diablo Immortal: Einige aktive und ehemalige Mitarbeiter von Blizzard haben inoffiziell mit der US-Seite Kotaku gesprochen. Dabei ging es auch um Diablo Immortal und darum, dass das Mobile-Game eigentlich für China entwickelt wurde.

Diablo Immortal Screen 4

Diablo Immortal sollte nur in China erscheinen

Mobile-Games laufen in China besser: Laut den Insidern war das Mobile-Game Diablo Immortal eigentlich dazu geplant, vorerst nur in China veröffentlicht werden. Nach einigen Monaten oder einem Jahr, sollte es dann erst im Westen erscheinen.

Die Hürde für Mobile-Games sei in China deutlich niedriger als im Westen. Was hier als „Alpha-Phase“ durchgehen würde, wäre in China bereits ein vollständiges Spiel. Dadurch hätte die chinesische Version als „Test“ dienen können.

Diablo Immortal DH Intro

Wieso erscheint Diablo Immortal nun doch im Westen? Einer der Gründe, warum Diablo Immortal nun doch für alle Spieler auf der BlizzCon 2018 angekündigt wurde, ist Blizzards Leitsatz „think globally“, also „denke weltweit.“ Games sollten in möglichst vielen Sprachen erscheinen, damit viele Spieler sie spielen können.

In den Gesprächen mit Kotaku scheint allerdings auch durch, dass Activisions wachsender Einfluss auf Blizzard eine Rolle gespielt haben könnte. Seit Overwatch habe es keinen Hit mehr gegeben. Zeit und Geld für große Projekte, die vielleicht sogar abgebrochen werden, seien nicht mehr da.

Diablo 3 sollte 2. Erweiterung bekommen – Darum wurde nichts draus

Activisions Einfluss und das Geld: Das läuft eigentlich entgegen Blizzards Prinzipien, sich Zeit für die Spiele zu nehmen. Activision übe so einen starken Erfolgsdruck auf Blizzard aus Geld zu generieren. Und Diablo habe ohnehin schon immer Probleme gehabt.

Bei Overwatch und Hearthstone sei das mit Lootboxen und Kartenpacks leichter. Mit Diablo Immortal verspreche sich das Team vor allem durch China einen Erfolg, der Activision wenigstens etwas befriedige. Allerdings heißt es auch, die Entwickler wollen an Immortal arbeiten.

DIablo Immortal Monk Intro Titel

Warum überhaupt Mobile? Mobile-Games erfreuen sich vor allem in China großer Beliebtheit. Blizzard arbeitet bereits seit Diablo 3 mit der chinesischen Firma NetEase zusammen, die damals Diablo 3 in China veröffentlicht hat.

In Zusammenarbeit mit NetEase kam Blizzard 2016 oder 2017 schließlich zu dem Entschluss, Diablo Immortal zu erschaffen – ein Spiel nur für Smartphones. Ein Entwickler sagte Kotaku zu diesem Thema:

Im Kern existiert [Diablo Immortal], weil wir gehört haben, dass China das wirklich will. Es ist für China gedacht.

Blizzard hat sich aber schon länger angeschickt, in Richtung Mobile zu gehen. Viele Mitarbeiter seien Mobile-Gamer und auch eine Mobile-Version von Warcraft scheint schon in der Mache zu sein.

WoW Female Mage Mobile Game Warcraft title

Es bleibt nicht „nur mobile“: Trotz der düsteren Aussicht für PC-Gamer hat Blizzard offenbar nicht vor, nur noch für mobile Plattformen zu entwickeln. Unter dem Codenamen „Fenris“ sei sogar schon Diablo 4 in der Entwicklung.

„Fenris“ ist jedoch noch in früher Entwicklung und laut der Informationen von Kotaku solle vor 2020 nicht mit Diablo 4 gerechnet werden.

Wie zuverlässig sind die Infos? Sämtliche Aussagen wurden von Mitarbeitern oder ehemaligen Mitarbeitern von Blizzard getroffen, die offiziell nicht autorisiert sind, mit der Presse zu sprechen. Sie können also nicht offiziell bestätigt werden.

Allerdings ist der Kotaku-Autor Jason Schreier eine bekannte Größe des Gaming-Journalismus und gilt als verlässliche Quelle.

Bei allen schlechten Omen wird Diablo Immortal vielleicht gar nicht so schlecht: 5 Gründe, warum Diablo Immortal besser wird, als nun viele fürchten.

Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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LXVIII
LXVIII
1 Jahr zuvor

Finde die Kontroverse und den ganzen Hate mehr als überzogen … Ja, die haben mit der Ankündigung die Blizzcon komplett verhauen, das konnte auch Warcraft nicht rumreissen. Ja, es gibt viele Mobilespiele minderer Qualität die von der Machart in ziemlich genau die Richtung gehen (wobei ich da der Meinung bin, dass die Spiele von den Visuals und den Kampfsystemen eben ganz klar von PC-RPGs beeinflusst sind), die dann eben z.B. Autoplay, Cash Shop etc. bieten, also Features die für den asiatischen Markt konzipiert sind, weil sie da funktionieren, Geld einbringen und akzeptiert werden. Es ist ein Leichtes, sich von solchen… Weiterlesen »

lsrafil
lsrafil
1 Jahr zuvor

ich dachte es dürfen keine neuen Games mehr in China erscheinen. Da doch keine neuen Spiele mehr zugelassen werden von der Regierung. Wenn es so sein sollte werden sie mit Mobile-Games kein Geld mehr in China verdienen.

Homura
Homura
1 Jahr zuvor

Immortal kann ruhig in China bleiben oder auch gleich nicht existieren.

Seska Larafey
Seska Larafey
1 Jahr zuvor

Also, welcher Vollpfosten hatt dafür die BlizzCon in den USA ausgewählt? um es doch vielleicht in den Sand zu setzten? Activision doch zeigen das Geld nicht alles ist?

Tja.. das weiss nur der Mond

Julian Von Matterhorn
Julian Von Matterhorn
1 Jahr zuvor

I’m shocked!
Shocked!

Well not that shocked, um ehrlich zu sein

hcp
hcp
1 Jahr zuvor

Solche Aussagen kann sich Blizzard sparen. Hätte, wäre, könnte blablabla

BlindWarlock
BlindWarlock
1 Jahr zuvor

Wie eingangs erwähnt, sind das inoffizielle Aussagen von Mitarbeitern. Keine offiziellen Meldungen von Blizzard selbst. Ich habe das unten mal um einen Absatz erweitert.

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