Activision wird Blizzard verschlingen, behauptet ein Insider

Wenn Blizzard nicht bald einen Hit abliefert, dann wird es von Activision vollends verschlungen. Das behaupten zumindest einige Insider.

In den letzten Tagen gibt es viele Spekulationen über Blizzard, die einem „Ende der Welt“-Szenario gleichen. Während viele Gerüchte zusammengekommen sind und rasch entkräftet wurden, haben Insider andere bestätigt. Im Kern geht es um folgende Aussagen und Anschuldigungen gegenüber Blizzard:

  • Blizzard zahle seinen Angestellten wenig und seit Neustem noch weniger.
  • Blizzard wird nach und nach stärker von Activision übernommen und tauscht Leute aus.

Blizzard Entertainment FrauenWoher stammen die Aussagen? Jeremy vom YouTube-Kanal „The Quartering“ bezieht sich auf Nachrichten, die er angeblich von Blizzard-Mitarbeitern nach einem vorangegangenen Video bekommen hat. Die exakten eMails zeigt er nicht, um seine Quellen zu schützen und die Mitarbeiter von Blizzard nicht zu verraten. Er zitiert allerdings aus diesen Mails.

Sind die Aussagen vertrauenswürdig? Grundsätzlich ja. Jeremy von TheQuartering hat schon in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er guten Kontakt zu Insidern verschiedener Unternehmen hat. Dass er von Blizzard-Mitarbeitern kontaktiert wurde, scheint also sehr wahrscheinlich. Dennoch sollte man solche unbestätigten Aussagen natürlich mit Vorsicht genießen.

Das vollständige Video (in englischer Sprache) könnt ihr euch hier anschauen:

Mitarbeiter bezahlen für ihre Leidenschaft: Die Bezahlung bei Blizzard unter den „normalen“ Mitarbeitern sei ausgesprochen niedrig. Manche Entwickler müssten sich sogar zu kleinen Gemeinschaften zusammenschließen, um die Miete zahlen zu können und sich ein Leben überhaupt zu ermöglichen. Der Ausgleich für die schlechte Bezahlung sei der Fakt, dass man quasi einen Traumjob habe und an einigen der großartigsten Spiele mitarbeite. Außerdem mache sich ein „Hat bei Blizzard gearbeitet“ auch sehr gut im Lebenslauf, wenn man später andere Firmen anstrebe.

Wer sich beschwert, der werde abgewiesen und es werde ständig angedeutet, dass es für den gleichen Posten viele andere Interessenten geben würde, die sich um so einen Traum-Job reißen würde. Man sei leicht ersetzbar.

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Blizzard lockt mit Boni: Das niedrige Einkommen versüße Blizzard mit dem Versprechen von zwei Bonuszahlungen pro Jahr. Eine davon wäre „leistungsbezogen“, die andere richte sich an den Profit, den Blizzard in diesem Jahr erwirtschaftet hätte.

Bei den Mitarbeitern auf den „niedrigen Ebenen“ könnte dieser Bonus aber nicht mehr als 10% ihres Einkommens betragen, wodurch am Ende des Jahres noch immer weniger bezahlt würde, als bei anderen Spiele-Firmen.

Teile dieser Bonus-Zahlungen sollen sofort nach dem Wechsel des CEOs von Blizzard abgeschafft worden sein und stattdessen „zum Teil direkt in den Lohn integriert“.BlizzCon 2018 Key Art title

Mike Morhaime „wurde gegangen“: Mike Morhaime (ehemaliger CEO von Blizzard) sei, obwohl er die Bezahlungen der Mitarbeiter nicht verbessert habe, immer auf der Seite der Mitarbeiter und Kollegen gewesen. Er habe sich gegen die Pläne gestellt, die jährliche Bonuszahlung für Mitarbeiter abzuschaffen. Kurz nachdem er Blizzard verlassen hat, wurde dies aber nun durchgesetzt, angeblich auf Druck von Activison.WoW-Mike-Morhaime-titel

Blizzard braucht einen Hit: Blizzard konnte seine Autonomie vor allem deswegen wahren, weil sie einen Hit nach dem anderen hatten und deswegen mehr oder weniger „freie Hand“ von Activision erhielten. Das habe sich jedoch in den letzten Jahren geändert. Denn „Heroes of the Storm ist gescheitert, Overwatch ist nicht der Marktführer und World of Warcraft wächst nicht“.

Wenn Blizzard mit seinem nächsten Titel nicht einen Hit hinlegt, dann würde die Eingliederung in Activision noch stärker voranschreiten.

Positive Aspekte bei Blizzard: Allerdings sei auch nicht alles schlecht bei Blizzard. So wäre ein Job bei Blizzard „recht sicher“, da nur selten Leute entlassen werden würden. Darüber hinaus kommt die oben erwähnte Verbesserung des Lebenslaufes und der „Boost des eigenen Egos“ – wer würde nicht gerne von sich sagen, an einem Blizzard-Spiel mitgewirkt zu haben, das von Millionen Spielern gezockt wird?blizzard-game-logos

Letztendlich lässt sich der vollständige Wahrheitsgehalt der Aussagen natürlich nicht überprüfen. Die Aussagen zeichnen allerdings ein düsteres Bild von Blizzard, seiner Zukunft und der Zukunft der Mitarbeiter.

Was haltet ihr von diesem Aussagen? Glaubt ihr, das entspricht alles der Wahrheit? Oder schwimmen da gerade nur einige auf der „Hass-Welle“, die mit Diablo: Immortal begonnen hat?

Aktuell arbeitet Blizzard übrigens an „mehreren Mobile-Titeln“ gleichzeitig.

Autor(in)
Quelle(n): reddit.com/r/wow/
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