Diablo 3 sollte 2. Erweiterung bekommen – Darum wurde nichts draus

Ja, Diablo 3 sollte eine zweite Erweiterung erhalten. Doch die wurde gestrichen weil Diablo 3 nicht so lief, wie geplant.

Die Stimmung der Diablo-Fans ist seit den letzten Wochen getrübt. In Diablo 3 tut sich derzeit wenig, eine Ankündigung zu Diablo 4 gab es während der BlizzCon nicht.

Der Webseite Kotaku berichteten Blizzard-Mitarbeiter jetzt neue Informationen. Darunter spannende Details zu Diablo 4 und einem gecancelten Addon für Diablo 3.

Diablo 3 – zweiter DLC abgebrochen

In Kotakus Artikel die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft von Diablo sprechen ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von Blizzard anonym über den abgebrochenen DLC zu Diablo 3.

So wurde Diablo 3 vor einiger Zeit um den Totenbeschwörer-DLC erweitert. Die neue spielbare Klasse fand Anklang in der Community, war für viele Fans aber einfach nicht genug. Zu wenig Content für Diablo 3 war häufig ein Kritikpunkt. Dabei sollte es eigentlich mehr Inhalte geben, die aber offenbar abgebrochen wurden.

Diablo 3 Deckard Cain Opening Cinematic

Warum kam die zweite Diablo-3-Erweiterung nicht raus?

Diablo 3 galt als Fail: Zu der abgebrochenen zweiten Erweiterung von Diablo 3 sagt ein anonymer Entwickler, dass diese abgebrochen wurde, weil Diablo 3 von den höheren Blizzard-Leuten als Fehlschlag abgestempelt wurde. Und das noch bevor die Reaper of Souls-Erweiterung erschien.

Was dem Team erzählt wurde, war „Ihr habt Reaper of Souls abgeschlossen, das ist echt gut. Aber wir glauben, es ist das beste für die IP, jetzt zu Diablo 4 überzugehen. In welcher Form das auch immer sein wird.“

Die allgemeine Vermutung im Team war, zumindest nach meinem Eindruck, dass es ein Misstrauensvotum der Führungskräfte gab. Sie dachten, Diablo III sei ein riesiger Fuck-Up“.

Die Wahrnehmung war insgesamt, dass das Management dachte „Dieses Team hat wirklich Mist gebaut“. Sie hätten ein paar Monate warten sollen und sehen können, wie Reaper [of Souls] performt. Aber in ihren Köpfen war Diablo III unverbesserlich.

diablo-3-reaper-of-souls

Wie sehr war das Team von der Ansage getroffen? Von dieser Entscheidung waren viele im Team enttäuscht, heißt es. Sie wollten mit einer Erweiterung zeigen, wie sie aus den Fehlern von Diablo 3 gelernt hatten.

Viele Leute waren fassungslos. Ich denke, viele von ihnen hatten das Gefühl „Wir haben bei Diablo 3 Fehler gemacht. Aber wir haben daraus gelernt und machten Reaper, um zu zeigen, was wir können. Wir haben es repariert und Reaper ist richtig gut.“ Ich glaube viele Leute hatten das Gefühl, dass wir nun den Dreh raus hatten und wissen was zutun ist. Und Erweiterung 2 hätte, was immer es auch geworden wäre, das zum Ausdruck gebracht. Dass sie den Stecker zogen ohne wirklich zu schauen, wie sich Reaper macht, tat weh.

Abbruch der 2. Erweiterung war wohl größter Blizzard-Fehler der letzten Jahre

Wie ging es nach dem Abbruch weiter? Nachdem die zweite Erweiterung gecancelt wurde, seien viele Entwickler des Teams auf andere Projekte aufgeteilt worden. Zu dem Zeitpunkt begann die Arbeit an einem Projekt mit Codename Hades, das vom Reaper of Souls Director Josh Mosqueira angeführt wurde.

Hades war so eine Art Diablo im Dark Souls Stil. Das Projekt wurde dann aber 2016 eingestampft. Danach begann die Arbeit an Rise of the Necromancer für Diablo 3. Außerdem startete man mit Projekt Fenrir, das wohl Diablo 4 wird.

diablo 3 necromancer

Es heißt von ein paar der interviewten Mitarbeiter, der Abbruch des zweiten Diablo-Addons wäre Blizzards größter Fehler der letzten Jahre gewesen. Ein Diablo-Veteran sagt im Gespräch:

Ich erinnere mich, dass viele von uns sich angeschaut und gesagt haben: Mann, wenn wir gerade diese zweite Erweiterung gemacht hätten, statt die Hälfte des Teams durch den Abbruch zu verlieren und dann all die personellen Veränderungen, Management-Wechsel, dann die Sache mit Hades … Wenn wir nichts davon getan hätten und uns nur darauf konzentriert hätten, einen soliden dritten Akt für Diablo zu machen, wäre es jetzt draußen.“

Was genau uns bei einer zweiten Diablo-3-Erweiterung erwartet hätte, ist unklar. Viele hofften ja schon auf ein Druiden-DLC für Diablo 3.

Nur 50% der Blizzard-Projekte kommen durch

Gegenüber Kotaku erklärte Blizzard, dass nur etwa 50% der Blizzard-Projekte erscheinen. Man wolle nur Titel veröffentlichen, die den Qualitätsanforderungen entsprechen.

Was den Abbruch von Spielen betrifft, so sehen wir das als eine Stärke. Ein Ausruck unserer Qualitätsengagementes und dessen, wie wir immer gearbeitet haben. In Vergangenheit haben wir etwa 50% der gesamten Projekte, an denen wir in den letzten drei Jahrzehnten arbeiteten, veröffentlicht. Das sind die, die wir als repräsentativ für die Qualität von Blizzard betrachten.

Overwatch-Reinhardt-Hair-Amazing title

Weiter heißt es, dass es nie leicht ist, ein Spiel nicht zu bringen. Es wäre aber bisher immer die richtige Entscheidung gewesen. Das Canceln von Titan brachte Blizzard zu Overwatch. Das Canceln von Nomad führte zu World of Warcraft.

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Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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