Laut der Psychologie entwickeln Erwachsene, die Zeichentrickfilme aus ihrer Kindheit schauen, ein Mittel gegen geistige Erschöpfung

Filme Nostalgie Psychologin

Filme und Serien aus der Kindheit lösen bei vielen von uns Nostalgie aus. Das ist nicht nur ein schönes Gefühl, sondern kann uns auch im Alltag helfen.

Viele von euch dürften diese Situation kennen: Ihr seid abends müde und anstatt euch eine Neuerscheinung bei einem der diversen Streaming-Dienste anzuschauen, greift ihr zu etwas Altbekanntem.

Das kann eine Serie oder ein Film sein, die ihr bereits oft gesehen habt, vielleicht sogar in eurer Kindheit. Wenn ihr die vertrauten Figuren seht, sie bei ihren Abenteuern begleitet, mit ihnen lacht, weint und Angst habt, löst das ein wohliges Gefühl von Nostalgie aus.

Wer es nur als netten Nebeneffekt beim Schauen alter Filme und Serien betrachtet, verkennt möglicherweise das Potential, das Nostalgie für uns Menschen bereithält – findet zumindest die Psychologie.

Nostalgie gibt es auch im Scrubs-Revival. Hier seht ihr den Trailer dazu:

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Der neueste Trailer zum Scrubs Revival zeigt die wichtigsten Elemente der Serie

Rückzug zum Bekannten

Was kann Nostalgie bewirken? Manche fühlen sich vielleicht sogar schlecht, weil sie zum gefühlt 100. Mal alle Staffeln von SpongeBob Schwammkopf oder Pokémon ansehen, anstatt der neuesten Netflix-Serie den Vorzug zu geben.

Die Psychologin Krystine Batcho beschäftigt sich unter anderem mit Nostalgie und erklärt gegenüber APA, welches Potential darin schlummert:

Nostalgie ist ein emotionales Erlebnis, das verbindet. Ein Beispiel dafür ist, dass sie dazu beiträgt, unser Selbstverständnis, unser Selbst und unsere Identität im Laufe der Zeit zu festigen. […] Indem Nostalgie uns dazu motiviert, uns an die Vergangenheit unseres eigenen Lebens zu erinnern, hilft sie uns, uns mit diesem authentischen Selbst zu verbinden, erinnert uns daran, wer wir einmal waren, und lässt uns dies mit dem vergleichen, als das wir uns heute empfinden.

So würden wir Menschen herausfinden können, wer wir zukünftig sein wollen. Zudem würde Nostalgie uns mit anderen emotional verbinden. Im Fall von Filmen und Serien kann das ein bestimmtes Gefühl sein, das durch eine Geschichte ausgelöst und von unterschiedlichen Menschen ähnlich empfunden werden kann.

Besonders in schweren Zeiten, sei es wegen aktueller Krisen in der Welt oder privaten Veränderungen, könne großer Stress und geistige Erschöpfung bei einem entstehen. Nostalgie kann tröstend wirken und uns Last abnehmen. Krystine Batcho fasst das in einem Satz zusammen:

Auch wenn wir nicht wissen, was die Zukunft bringen wird, wissen wir doch, wer wir waren und wer wir wirklich sind.

Dass Nostalgie beim Publikum gut funktioniert, wissen auch die Produzenten im Bereich Film und Fernsehen. Nicht umsonst erscheinen in den letzten Jahren wieder mehr Neuauflagen alter Marken. Denkt nur an Scrubs oder Malcom Mittendrin, zwei recht neue Beispiele.

Nun sind wir auch eure Meinung gespannt. Lasst ihr euch auch regelmäßig auf Nostalgie ein und schaut eure alten Lieblinge noch einmal? Und hilft euch das Erinnern an frühere Zeiten? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare. MeinMMO-Autor Max hat sich neulich auch der Nostalgie hingegeben und dabei eine Entdeckung gemacht: Früher habe ich Digimon geliebt, 25 Jahre später merke ich, dass ich nur an der Oberfläche gekratzt habe

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